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Nordkorea: Wettlauf mit der Zeit

(Open Doors) – Sun-Hi* hat die Uhr fest im Blick. Sobald sich die Tür öffnet und ein Flüchtling aus Nordkorea eintritt, hat die Mitarbeiterin von Open Doors 48 Stunden, um ihr oder ihm das Evangelium von Jesus Christus nahezubringen. "Die nordkoreanische Regierung warnt alle Flüchtlinge eindringlich vor den Christen: Sie seien Spione des Westens, die Nordkoreaner umbrächten", erklärt Sun-Hi. "Trotzdem suchen viele bei ihrer Ankunft in China sofort nach Christen. Denn auf der Straße kursieren Gerüchte, wonach nur die Christen geflohenen Nordkoreanern helfen. Wenn sie den Weg zu uns gefunden haben, verschaffen wir ihnen eine sichere Bleibe und sie erhalten eine Bibel."

48 Stunden für das Evangelium

Schnell Geld verdienen, Nahrungsmittel und andere Waren für die Familie erwerben: Für einige Wochen Arbeit in China riskieren die Flüchtlinge Kopf und Kragen. Wohl eher aus Höflichkeit gegenüber ihren Helfern hören sie Menschen wie Sun-Hi zu. Nach jahrelanger Indoktrination und ohne jeden Bezug zum christlichen Glauben, blättern die meisten Flüchtlinge nur kurz in der Bibel, um dann lieber Fernsehen zu schauen. Sun-Hi sieht in ihnen jedoch Botschafter des Evangeliums für Nordkorea. "Es ist enorm anstrengend. Meine Lippen sind vom vielen Reden rissig. Ich schlafe kaum in den 48 Stunden der Begegnung", lässt uns Sun-Hi wissen. Nach der Schöpfungsgeschichte erklärt sie anhand von Adam und Eva die Auswirkung von Sünde und die Trennung des Menschen von Gott. Noah, der Turmbau zu Babel und Abraham wecken oft das Herz ihrer Zuhörer, weil sie erkennen, dass auch sie keine Verbindung zu Gott haben. "Dann mache ich sie mit Jesus bekannt; seinem Leben, seinem Tod am Kreuz, seiner Auferstehung. Wenn sie bereit sind, bete ich mit ihnen und sie vertrauen Jesus ihr Leben an. Das sind meine Sternstunden!"

Mädchen in NordkoreaIn keinem Land der Welt werden Christen härter verfolgt, als in Nordkorea. Gemeinsam mit lokalen Gemeinden in China hilft Open Doors den Flüchtlingen mit medizinischer Versorgung, Kleidung und Essen. Wer unter Lebensgefahr nach Nordkorea zurückkehrt, darf keine Bibel mitnehmen. Unterweisung von Christen im Land ist nahezu unmöglich. In den 48 Stunden des Treffens sollen sie deshalb so viel wie möglich aus Gottes Wort verinnerlichen. Und tatsächlich geschieht aller Gefahr zum Trotz das Erstaunliche: Die ‚Flüchtlingsgemeinde‘ in Nordkorea wächst! "Ich bete, dass ich wieder nach China kommen kann", sagte erst kürzlich eine Frau hoffnungsvoll zu Sun-Hi. "Was ich von dir gehört habe, muss ich aber jetzt zuerst meinen Verwandten erzählen." (Straßenkind auf der Suche nach Nahrung, Foto: Open Doors)

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

Bitte beten Sie für die Christen in Nordkorea, dass sie die Menschen finden, die für das Evangelium offen sind. Beten Sie bitte auch, dass die Christen von den Behörden nicht entdeckt werden.

Um weiter mit den Christen in Nordkorea verbunden zu bleiben, melden Sie sich für unsere Gebetskampagne für Nordkorea an. Viele aktuelle Gebetsanliegen finden Sie hier.

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