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Open Doors startet große Schreibaktion an Bundeskanzlerin

 

Schutz christlicher Flüchtlinge in deutschen Asylheimen muss Chefsache werden

(KELKHEIM, 13. Juni 2016) - Im Rahmen der Open Doors Tage am 4. Juni in Bielefeld und 11. Juni in Mainz startete das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors vor rund 4.700 Besuchern eine deutschlandweite Karten-Schreibaktion an die Bundeskanzlerin. Mit dieser erneuten Bitte um Schutz christlicher Flüchtlinge in deutschen Asylheimen unterstreicht Open Doors die Forderungen mehrerer christlicher Hilfswerke und Menschenrechtsorganisationen sowie des Zentralrats orientalischer Christen in Deutschland (ZOCD), die bereits während einer Pressekonferenz am 9. Mai in Berlin der Politik sowie Medien und Öffentlichkeit vorgestellt worden waren. Dort schilderten auch zwei Betroffene, was sie persönlich an Gewalt und Drohungen in ihren Flüchtlingsunterkünften erlebt hatten.

Open Doors: Neue Übergriffe gegen christliche Flüchtlinge bestätigen Erhebung

Open Doors veröffentlichte im Rahmen der Pressekonferenz eine Erhebung mit dem Titel "Religiös motivierte Übergriffe gegen christliche Flüchtlinge in Deutschland".
Die Erhebung gründet auf 231 Berichten betroffener Christen, die in Flüchtlingsunterkünften Diskriminierung, körperliche Gewalt sowie Todesdrohungen erlebt haben. Die Pressekonferenz und die Erhebung stießen auf ein großes Medieninteresse, nicht zuletzt deshalb, weil bereits in den vorangegangenen Monaten zahlreiche Reportagen von den Medien selbst genau diese Gewalt gegen christliche Flüchtlinge aufgezeigt hatten. Es fehlten jedoch Belege dafür, dass es sich nicht nur um Einzelfälle handelt. Diese legte Open Doors vor.

Ein Redakteur der FAS stellte die Seriosität der Erhebung in Frage und titelte "Zweifel an Christenverfolgung in deutschen Flüchtlingsunterkünften". Den Zweifeln haben Open Doors sowie der Berliner Pfarrer Dr. Gottfried Martens, der vielen betroffenen Flüchtlingen in Berlin Zuflucht gewährt, in zwei Stellungnahmen deutlich widersprochen.
Seit dieser öffentlichen Debatte in den Medien werden immer mehr religiös motivierte Übergriffe gegen christliche Flüchtlinge bei Open Doors gemeldet. Auch aktuelle Berichte führender Medien sowie Meldungen aus Polizeikreisen bestätigen die Ergebnisse der Erhebung. Zwischenzeitlich hat der Berliner Senat in seinem Masterplan für Integration und Sicherheit auf die große Anzahl religiöser Übergriffe auf Christen und andere religiöse Minderheiten reagiert und diese im Masterplan als besonders schutzbedürftige Gruppen benannt. Open Doors wird in den nächsten Monaten gemeinsam mit dem ZOCD der Erhebung eine größere Anzahl von Vorfällen hinzufügen und diese in einer weiteren Pressekonferenz in Berlin vorstellen.

Schutz religiöser Minderheiten zur Chefsache machen

"Es kann nicht sein, dass christliche Flüchtlinge - seien sie nun Christen traditioneller Kirchen oder Konvertiten aus dem Islam - in Flüchtlingsunterkünften nicht wagen, ihren Glauben zu zeigen, indem sie beispielsweise die Bibel lesen oder ein Kreuz an der Halskette tragen. Wir schätzen den Einsatz der Bundeskanzlerin für Religionsfreiheit im Ausland sehr, doch nun muss sie im eigenen Land handeln", fordert Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland. Mit der Schreibaktion an die Bundeskanzlerin verbindet Open Doors die Bitte, den Schutz christlicher Flüchtlinge zur Chefsache zu machen. "In Deutschland hat jeder - Christ, Muslim oder Anhänger einer anderen Religion - das Recht, seinen Glauben privat oder öffentlich, alleine oder in Gemeinschaft zu leben und auszuüben." Dass christliche Flüchtlinge in Deutschland dieselben traumatischen Erfahrungen religiöser Verfolgung wie in ihren Herkunftsländern machen, darf laut Rode nicht mal im Ansatz akzeptiert werden.

Ein Brief an die Bundeskanzlerin im Mai, in dem die christlichen Hilfswerke, Menschenrechtsorganisationen und der ZOCD ihre Forderungen vorgebracht hatten, blieb bislang unbeantwortet. Die Erfassung der Religionszugehörigkeit von Flüchtlingen, Zusammenlegung von Minderheiten, sodass ihr Anteil gegenüber Muslimen in etwa gleich ist, sowie die Bereitstellung von Vertrauenspersonen für von Gewalt betroffene christliche Flüchtlinge sind Teil der Forderungen.

Während der Open Doors Tage nahmen die Konferenzbesucher mehrere zehntausend Karten mit, um diese in ihren Kirchengemeinden zu verteilen und gegenüber der Bundeskanzlerin die Forderungen zum Schutz christlicher Flüchtlinge zu unterstreichen. Open Doors bittet Christen aller Kirchen in Deutschland darum, sich dieser Schreibaktion anzuschließen. (Bestellmöglichkeit für Karten sowie Informationen zur Aktion unter: www.opendoors.de/postkarte-bundeskanzlerin).


Mehr Informationen zum Open Doors Tag 2016: www.opendoors.de/odtag

Für Fotos und Interviews mit Markus Rode wenden Sie sich bitte an unser Pressebüro.

 

 

 

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