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Pakistan: Christ auf offener Straße ermordet

Wegen seines evangelistischen Einsatzes hatte Jameel Saawan bereits Morddrohungen erhalten

 

(Open Doors) - In Karachi (Provinz Sindh) ist am 16. November ein Christ auf offener Straße erschossen worden. Die Familie des getöteten Jameel Saawan sieht in der Tat das Werk radikaler Muslime. "Wir glauben, dass mein Vater getötet wurde, weil er die Bibel predigte", sagte sein 25-jähriger Sohn Zahid Jameel dem Informationsdienst Compass Direct. "Es war kein Raub. Der Mörder ging auf meinen Vater zu und schoss auf ihn." Jameel Saawan hinterlässt seine Frau und sechs Kinder. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors bittet um Gebet für die Familie.

Vom Kosmetikgeschäft zur Bibelstunde

Wie Jameel weiter berichtete, waren sein Vater und ein Gehilfe gerade dabei, ihr Kosmetikgeschäft im Gulshan-e-Iqbal-Viertel zu öffnen, als plötzlich ein junger Mann auftauchte und seinem Vater erst in den Hals und dann ins Gesicht schoss. Der Mann konnte auf einem Motorrad flüchten. Zwei weitere Männer hatten dort auf ihn gewartet. In der Vergangenheit, so Zahid Jameel, hatte sein Vater bereits mehrere Morddrohungen erhalten. Vor zwei Jahren wollte Jameel Saawan in der Region Essanagri eine Hilfsorganisation für verarmte Christen gründen. Doch er musste auf Drängen seiner Frau die Pläne aufgeben, denn wegen des Vorhabens hatte er Morddrohungen erhalten. Seine evangelistischen Dienste und den Einsatz für die christliche Gemeinschaft in seiner Region führte er indes fort. "Jeden Tag besuchte er etliche Familien, um ihnen das Wort Gottes weiterzugeben", berichtete sein Sohn. Gewöhnlich habe sein Vater von 11 bis 15 Uhr mit ihm im Laden gesessen und sei dann aufgebrochen, um mit christlichen Familien über die Bibel zu sprechen.

Fall soll untersucht werden

Auch Michael Javed, ein ehemaliges Mitglied des Provinzparlaments von Sindh, sieht hinter der Tat ein religiöses Motiv. Saawan habe ihm von diversen Drohungen berichtet. "Es gab etliche Fälle dieser Art in Sindh, aber jetzt verschlechtert sich die Lage für Minderheiten", so Javed. Er befürchtet, dass Saawans Mörder nicht gefasst werde. Aus Angst vor möglichen Vergeltungsakten habe sich kein Zeuge bei der Polizei gemeldet. Wie ein Sprecher des pakistanischen Präsidenten Asif Zardari erklärte, soll der Fall durch das Innenministerium Sindh untersucht werden.

Pakistan belegt auf dem Weltverfolgungsindex Platz 11 in der Liste der Länder, in denen Christen weltweit am stärksten verfolgt werden.

Gebetsanliegen:

  • Beten Sie für die Familie von Jameel Saawan. Möge Gott sie in ihrer Trauer trösten und ihnen beistehen.
  • Beten Sie für die christliche Gemeinde in Karachi. Der Mord hat die Christen erschüttert.

 

QuelleCompass Direct

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