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Pastor aus nächster Nähe erschossen

Erneut ist in Kolumbien ein Pastor ermordet worden. Weltweit bittet Open Doors für die Witwe und die zwei Kinder zu beten. Auf Manuel Camacho (33) wurde am 21. September sechs Mal vor seinem Haus in der Ortschaft Choapal im Nordosten der Provinz Guaviare geschossen. Der Täter soll Mitglied einer lokalen Guerillagruppe sein. Als der Pastor am Morgen vor sein Haus trat, sah er auf seinem Anwesen drei Männer. Er erkundigte sich nach deren Anliegen. Unvermittelt schoss einer von ihnen aus nächster Nähe auf Camacho. Die Täter konnten fliehen. Camacho - der seine Frau und zwei Kinder hinterlässt - wurde vor seinem Tod mehrfach bedroht.

Mein Mann starb als Märtyrer
Lokale Gemeindeleiter trauern um den Pastor. Er sei ein Beispiel für Treue im Glauben an Jesus gewesen. Der Pastor war Projektkoordinator der "Movimiento Misionero Mundial" (Weltweite Missionsbewegung). Daher wird vermutet, dass er für sein Engagement in der Gegend ertötet wurde. Nach seinen Predigten kamen immer wieder Menschen zum Glauben. Zu seiner für diese Region ungewöhnlich großen Gemeinde gehören 60 Mitglieder; 30 Menschen besuchen zudem regelmäßig die Gottesdienste. "Mein Mann starb als Märtyrer. Wir müssen nun einander ermutigen und seinen Dienst fortsetzen", sagte Camachos Frau Glory gegenüber Open Doors. Häufig hätten sie über die Gefahren für Christen gesprochen, so Glory. "Doch er sagte zu mir, er werde solange predigen, wie Gott es zulässt."

Christen ermordet
Anfang September erschossen drei maskierte Männer den 41-jährigen Pastor Rafael Velasquez in Maranonal (Cordoba). Laut der Menschenrechtsorganisation Christliche Solidarität Weltweit (CSW) wurde er Opfer einer linksgerichteten Rebellenorganisation. Im April wurden Emilse Maria del Carmen und José Rodriguez (Foto) aus La Esmeralda/Arauca erschossen. Beide gehörten der Rebellengruppe ELN (nationale Befreiungsarmee) an, bevor sie Christen wurden. Am 13. April fand man in Caucasia/Antioquia die Leichen von Francisco Meléndez (46) und die seines Schwagers. Beide wurden erschossen. Meléndez reiste durch den Norden Kolumbiens und verkündete mit christlichen Liedern das Evangelium. In der Nacht des 30. März wurde Luis Edilberto Velazquez (41) aus Arauca erschossen.

 

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