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Seminare stärken verfolgte Christen

In Iran setzt die Geheimpolizei Muslime, die Christen wurden, hart unter Druck, um an Informationen über Hausgemeinden zu gelangen. Die ständige Überwachung und Schikane setzt vielen Christen zu. Open Doors bietet daher Seminare für ehemalige Muslime an. Sie sollen sie ermutigen und miteinander vernetzen. Ehemalige Muslime, deren Abfall vom Islam von der Geheimpolizei oder der eigenen Familie wie ein Verbrechen geahndet wird, fühlen sich oft allein.

Rostam (Name geändert) nahm zum zweiten Mal an solch einem Ermutigungsseminar teil. Er trifft dort Familien, die ähnliches wie er erlebt haben. Der Austausch und die biblischen Anleitungen im Umgang mit Verfolgung ermutigen ihn. "Ich habe die Seminare sehr genossen, bei denen ich so viel über das Wesen Gottes lernte."

Von der Geheimpolizei verhört
Der ehemalige Muslim Rostam wurde vor vielen Jahren Christ. Mehrmals wurde er deswegen von der Geheimpolizei verhaftet. "Sie drohten mir, mich zu töten, wenn ich nicht zu Islam zurückkehre." Immer wieder wurde er verhört. "Die Geheimpolizei wollte wissen, wer zu unserer Hausgemeinde gehört, wo wir uns treffen und all solche Dinge. Ich habe ihnen nichts erzählt, obwohl sie mir eine Beförderung und ein höheres Gehalt angeboten haben. Auch boten sie mir Straffreiheit an, und dass alle Verhaftungen in meiner Akte gestrichen werden würden. Doch ich habe all das abgelehnt." Nach den Verhören hatte er jedoch immer Angst vor neuen Übergriffen. Einmal erschien die Polizei vor seinem Haus. "Meine Frau geriet in Panik, als die Polizisten damit drohten, unsere neunjährige Tochter zu vergewaltigen."

"Die Situation wird unerträglich"
In den vergangenen Monaten erhöhte sich der Druck auf Rostam. Eines Tages rief ihn seine Frau auf der Arbeit an. Die Geheimpolizei habe ihr Haus gestürmt und würde auf ihn warten. "Die Geheimpolizei ist mächtig. Sie können erreichen, dass ich entlassen werde oder mein Haus verliere. Oder sogar beides. Ich könnte lebenslang ins Gefängnis gehen oder sogar getötet werden." Im vergangenen Jahr wurde sein Gehalt um 80 Prozent zurückgestuft; vor Kurzem noch einmal um 30 Prozent. "Ich muss jetzt statt acht 12 Stunden am Tag arbeiten. Meine Kollegen arbeiten jedoch nur acht Stunden." Auch bei den regelmäßigen Bonuszahlungen geht er leer aus. "Es ist furchtbar”, sagt er, "Ich bin müde vom vielen Arbeiten. Wegen der ständigen Erschöpfung möchte ich nur noch schlafen."

Bewunderung der Kollegen
Seine Standhaftigkeit brachte ihm die Bewunderung einiger Kollegen ein. Heimlich flüstern sie ihm zu, dass er ein guter Mensch sei. "Sie wissen, dass ich ungerecht behandelt werde, aber sie haben Angst. Sie fürchten um ihren Job, wenn sie Partei für mich ergreifen würden." Rostam macht sich große Sorgen. Er glaubt, bald gekündigt zu werden. "Die Behörden üben so viel Druck auf mich aus, wie sie nur können. Gott sei Dank unterstützt mich meine Frau sehr. Sie vertraut darauf, dass Jesus uns helfen wird und unsere Familie beschützen wird."

Der Iran ist ein Schwerpunktland der dreijährigen Gebetskampagne "Gefährlicher Glaube": 10 Minuten pro Woche beten für verfolgte Christen in islamischen Ländern. Bestellen Sie unser Sonderheft "Iran – Jesus öffnet Türen".
 

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