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Somalia: Vierfache Mutter ermordet

 

(Open Doors) – Nahe der somalischen Hauptstadt Mogadischu haben Anhänger der radikalen Al Shabaab am 7. Januar eine vierfache Mutter wegen ihres christlichen Glaubens getötet. Asha Mberwa lebte in der Ortschaft Warbhingly. Wie Verwandte berichteten, wurde der 36-Jährigen vor den Augen von Nachbarn die Kehle durchgeschnitten. Asha Mberwa hinterlässt vier Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren. Ihr Ehemann Abdinazir Mohammed Hassan musste untertauchen. Er sollte am Tag der Ermordung seiner Frau von der Miliz festgenommen werden, war aber nicht zu Hause.

Kinder in Obhut eines "guten Samariters"

Ein Verwandter hatte zwei Tage vor ihrem Tod mit Mberwa telefoniert. Er wollte Vorbereitungen dafür treffen, dass die Familie die Gegend verlässt. Allerdings wurde das Gespräch von der Al Shabaab belauscht. Dabei kam heraus, dass Asha Mberwa Christin geworden war. "Asha hatte bereits Drohbotschaften erhalten und fürchtete um ihr Leben", so der Verwandte gegenüber dem Informationsdienst Compass Direct. Er möchte aus Sicherheitsgründen anonym bleiben. Um die Kinder der Christin sorge sich nun ein "guter Samariter". Sie seien sehr traurig und würden immer wieder nach ihrer Mutter rufen.

Somalia soll islamischer Gottesstaat werden

Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes für verfolgte Christen Open Doors gehört Somalia (Platz 5) zu den zehn Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Die Terrorgruppe Al Shabaab, die Verbindungen zur Al Kaida unterhält, kontrolliert einen Großteil von Südsomalia sowie Teile Zentralsomalias. Sie strebt danach, sowohl die Übergangsregierung zu stürzen, als auch die strenge Anwendung der Scharia (islamisches Recht) durchzusetzen. Wie viele Anhänger die Terrorgruppe hat, ist nicht sicher. Schätzungen reichen von 3.000 bis 7.000 Kämpfern. Al Shabaab will das Land am Horn von Afrika von allen Nicht-Muslimen säubern. Besonders hart verfolgen sie Christen, die früher Muslime waren. In Somalia leben 9,1 Millionen Menschen; der Islam ist Staatsreligion. Nur heimlich praktizieren die wenigen einheimischen Christen muslimischer Herkunft ihren Glauben. Ihre Bibeln oder andere christliche Literatur vergraben sie in einem Loch oder verstecken sie an einem sicheren Ort außerhalb ihrer Wohnungen.

Gebetsanliegen:

  • Beten Sie für den Ehemann und die vier Kinder von Asha Mberwa. Ihr Mann Abdinazir Mohammed Hassan musste untertauchen, so dass den Kindern nicht nur die Mutter fehlt, sondern auch ihr Vater sie nicht trösten kann.
  • Danken Sie dafür, dass die Kinder in der Obhut von Menschen sind, die sich liebevoll um sie kümmern. Beten Sie bitte auch für deren Schutz.
  • Beten Sie auch für die Verfolger der wenigen Christen in diesem Land und für die Regierung.

 

QuelleCompass Direct

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