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Sri Lanka: Christen nach Anschlägen unter Schock

(Open Doors, Kelkheim) – Nach den verheerenden Bombenanschlägen am Ostersonntag stehen die Christen in Sri Lanka unter Schock. Mehrere Selbstmordattentäter hatten sich am Morgen des Ostersonntags in drei Kirchen und in drei Hotels in die Luft gesprengt. Die betroffenen Kirchen befinden sich in der Hauptstadt Colombo und der ebenfalls an der Westküste Sri Lankas gelegenen Stadt Negombo und in Batticaloa im Osten des südostasiatischen Inselstaats. Nach offiziellen Angaben starben bei den Anschlägen 253 Menschen, viele weitere wurden verletzt. Die Regierung macht sri-lankische Islamisten für die Angriffe verantwortlich, welche dabei von einem internationalen Netzwerk unterstützt worden seien. Inzwischen hat sich der „Islamische Staat“ zu den Anschlägen bekannt.

Viele Opfer der Anschläge wurden inzwischen beerdigt. Mitarbeiter von Open Doors nahmen an der Trauerfeier für eine Sonntagsschullehrerin der Zionskirche in Batticaloa und ihren 13-jährigen Neffen teil. Die Eltern des Jungen waren anwesend, aber der Ehemann der Lehrerin konnte aufgrund seiner bei dem Anschlag erlittenen Verletzungen das Krankenhaus noch nicht verlassen.
 

Bild: Angehörige und Freunde der Sonntagsschullehrerin und ihres Neffen
Bild: Angehörige und Freunde der Sonntagsschullehrerin und ihres Neffen

„Die Menschen sind durch diesen Vorfall erschüttert und schockiert“, berichtet Liyoni*, die mit Open Doors zusammenarbeitet, über die Situation der Christen in Batticaloa. „Bitte betet um körperliche und seelische Heilung. Jeder hat einen Bekannten, ein Familienmitglied oder einen Freund verloren.“ In allem Schmerz ermutigend war die Anteilnahme: Die Bewohner der Stadt solidarisierten sich mit den trauernden und erschütternden Christen, Läden und Banken hatten am Montag geschlossen. Christen aus vielen Ländern weltweit beten für ihre Glaubensgeschwister in Sri Lanka.
 

Christen in Südasien beten für ihre Glaubensgeschwister in Sri Lanka
Bild: Christen in Südasien beten für ihre Glaubensgeschwister in Sri Lanka

Religiös motivierte Anschläge hat es in einem solchen Ausmaß in Sri Lanka bislang nicht gegeben. Angriffe auf Kirchen und Christen waren bislang auf bestimmte Gebiete des Landes beschränkt, fanden vor allem auf Dorfebene statt und gingen vor allem von buddhistischen Extremisten aus. Von allen Singhalesen wird erwartet, dass sie Anhänger des Buddhismus sind. Wer sich vom Buddhismus oder Hinduismus abwendet und Jesus Christus nachfolgt, muss mit Angriffen seitens der Familie und dem sozialen Umfeld rechnen, denn Glaubenswechsel gilt als Verrat. Etwa zwei Millionen der 21 Millionen Inselbewohner sind Christen. Sie sind häufig mit Diskriminierung konfrontiert, Christen aus traditionellen Kirchen erfahren etwas mehr Akzeptanz als Mitglieder von Freikirchen. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors rangiert Sri Lanka aktuell an 46. Stelle unter den 50 Ländern, in denen Christen am meisten verfolgt werden.

*Name geändert

Bitte stellen Sie sich an die Seite der Christen in Sri Lanka!

  • Beten Sie um Heilung für die Verletzten und um Trost für die Angehörigen der Todesopfer.
  • Beten Sie, dass die Christen in Sri Lanka den Leidenden und Trauernden Trost und Hilfe bringen können, auch wenn sie selbst erschüttert sind.
  • Beten Sie für die Mitarbeiter von Open Doors in Sri Lanka um Kraft und Weisheit bei der Hilfe.

 

Wenn Sie für die Christen in Sri Lanka spenden wollen, bitten wir Sie, uns bei der Verwendung eine größtmögliche Flexibilität zu geben. Bitte schreiben Sie in diesem Fall als Zweck: „Sri Lanka oder wo am meisten benötigt“. Bei mehr als den für Sri Lanka benötigten Spenden erhalten wir damit die Möglichkeit, diese auch für die Opfer von Verfolgung in anderen Ländern zu verwenden. Vielen Dank!

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