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Sudan: Verfolgt, aber nicht verlassen

Der schwierige Weg der Christen im Sudan

 

(Open Doors) – Die Lage für Christen im Sudan ist seit der Unabhängigkeit des Südsudan im Juli 2011 zunehmend gefährlich geworden. Die Regierung unter Präsident Oman Hassan al-Bashir hat wiederholt deutlich gemacht, dass Christen im Land unerwünscht sind. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors, der die 50 Länder listet, wo Christen am härtesten verfolgt werden, belegt der Sudan Platz 12. Es gibt jedoch eine kleine lebendige Gemeinde, die an Jesus festhält, auch wenn sie dadurch "Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker um seines Namens willen verlieren" (Mt. 19,29).

Ein Kreuz weist den Weg

Moses* war 16 Jahre alt, als sein Vater, ein wohlhabender muslimischer Geschäftsmann, starb. Von da an lebte er bei seinem Onkel, der das Vermögen von Moses Vater an sich riss. Weil Moses gegen dieses Unrecht protestierte, schickte ihn der Onkel auf eine Schule für ‚Jugendliche mit Problemen‘. Dort wurde er viel geschlagen, musste hart arbeiten und die Lehre des Islam studieren. Er floh und hielt sich einige Jahre mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bevor er zu seinem Bruder nach Khartum zurückkehrte. Erneut gab es eine Auseinandersetzung um das väterliche Vermögen. Wieder musste Moses fliehen.

Als er eines Tages im Jahr 2011 an einer Kirche vorüberging, blieb sein Blick am Kreuz hängen. Das Zeichen der Christen zog ihn regelrecht an. Er betrat die Kirche und ein Ältester der Gemeinde sprach ihn an. Viele weitere Gespräche folgten. Zwei Jahre später entschied sich Moses, Jesus nachzufolgen. Dennoch heiratete er eine muslimische Frau, die anfangs mit ihm in die Kirche ging. Seine Hoffnung, Aida* würde Christin werden, verkehrte sich jedoch ins Gegenteil. Sie erzählte ihrer und seiner Familie vom "Abfall" ihres Mannes vom Islam. Moses bemerkte, dass er beobachtet wurde. Beide Familien bedrängten ihn hart, zum Islam zurückzukehren. Es wurde gefährlich. Schließlich ließ Aida sich von ihm scheiden.

Die Familie Gottes

Erneut musste Moses alles zurücklassen. Zu wem sollte er gehen? Da viele Christen 2011 in den Südsudan geflohen waren, sind die im Sudan lebenden Christen oft ehemalige Muslime – wie Moses. Open Doors unterstützt sie in ihren ungeheuren Herausforderungen, im Glauben zu wachsen. Bei seinen verfolgten Glaubensgeschwistern hat Moses nun eine neue Familie gefunden.
* Namen aus Sicherheitsgründen geändert.

DANKE, dass Sie sich an die Seite der mutigen Gemeinde im Sudan stellen.

 

  • Danken Sie Gott für Moses und seine Hingabe. Beten Sie bitte für seine Familie.
  • Beten Sie für die Christen muslimischer Herkunft. Sie leben gefährlich.
  • Bitte beten Sie für alle Verkündiger im Land, dass sie erkennen, wie sie den Menschen im Sudan Gottes Frohe Botschaft bringen können.

 

 

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