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Süd- und Südostasien: In der Untergrundkirche

Gemeindebrief Januar 2016

(Open Doors) – "Kirche im Untergrund? Da halte ich lieber Abstand, denn die Behörden beobachten mich", antwortet uns ein Pastor der Region, als wir ihn nach Christen muslimischer Herkunft fragen. Doch dann beginnt er zu erzählen. "Oft ist es so: Jemand geht frühmorgens ins Büro und verschließt sogleich die Türe. Er holt seine Bibel aus einer Schublade, liest für ein paar Minuten, betet dann still, versteckt die Bibel wieder und macht sich an die Arbeit."

Glauben im Verborgenen – ein Leben auf der Hut

In Indonesien und Bangladesch leben mit die meisten Muslime. Während einige Länder sich in ihrer Verfassung zu Religionsfreiheit bekennen, sind andere Länder – darunter Malaysia, Brunei und die Malediven – streng islamisch. Dort wird das Verlassen des Islam als kriminelle Handlung bestraft. Als Folge droht der Verlust der Bürgerrechte, der Freiheit oder sogar des Lebens. Ehemalige Muslime leben ihren Glauben eher im Verborgenen. Manche jedoch halten den Druck auf Dauer nicht aus und verlassen ihr Land. Wenn das Land klein und überschaubar ist, wie Brunei und die Malediven, ist der Druck noch höher. Die ständige Beobachtung durch Behörden und die Nachbarn macht es fast unmöglich sich zu verstecken, geschweige denn jemand ins Vertrauen zu ziehen. Wenn überhaupt, so treffen sich Christen dort in sehr kleinen Gruppen und keinesfalls am Sonntag – das ist oft die einzige Gemeinde die sie je kennenlernen. Sie brauchen unser Gebet!

Von Mitschülern gejagt

Arash kommt aus Afghanistan. Seine ursprünglich muslimische Familie hatte durch Missionare vom Evangelium gehört. Zuerst kamen die Eltern zum Glauben, dann die Kinder. Als Arashs Klassenkameraden herausfanden, dass er und seine Eltern Christen waren, hörte er auf die Schule zu besuchen. Die Kinder hatten dort eine Hetzjagd auf ihn veranstaltet, so dass Arash sich mit einem Sprung aus dem Fenster retten musste. Einige Jahre später, als er von einem Ausflug zum Haus seiner Eltern zurückkam, erstarrte er vor Schreck: Jugendliche hatten ein Kreuz auf die Mauer des Hauses gesprüht. Diesen Tag wird Arash nie vergessen …

Erfahren Sie ab dem 13. Januar mehr über Arash in unserem neuen Heft "Gesichter der Verfolgung", zu bestellen unter 06195 – 67 670, info@opendoors.de oder über unser Online-Bestellformular. Detaillierte Berichte zum neuen Weltverfolgungsindex 2016 finden Sie ebenfalls ab dem 13. Januar auf unserer Webseite (bis dahin noch die Daten von 2015).

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