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Syrien: 'Gott wirkt in unserem Land'

Kirchen vereint in Hilfsbemühungen – Christen vermehrt angegriffen

 

(Open Doors) – Der Lärm von Bomben, Raketen und Schüssen ist an vielen Orten Syriens rund um die Uhr zu hören. Tausende sind auf der Flucht vor der Gewalt. Und dennoch: "Gott ist am Werk", hören wir viele Christen sagen, die noch im Land geblieben sind. "In dieser Zeit schenkt Gott der Gemeinde eine großartige Gelegenheit, aus den Kirchen herauszukommen und zu den Menschen hinzugehen."

Ein Jugendmitarbeiter aus einer der Kirchen in Aleppo betrachtet die gegenwärtige Situation gar als "Gnadenzeit": "Als Kirchen waren wir viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt. Es scheint fast, als hätten wir den Bürgerkrieg gebraucht, um endlich hinauszugehen und den Bedürftigen außerhalb unserer Gemeinden zu helfen." Der junge Mann sieht Aleppo als den Ort, an den Gott ihn gestellt hat. "Jesus hat die Kirchen aus ihren vier Wänden herausgeholt. Jetzt fangen sie überall an zusammenzuarbeiten, um gemeinsam etwas im Land zu bewegen."

Willkommene Hilfsbemühungen

Gottesdienst mit syrischen flüchtlingenIn der Tat ist die Not der Flüchtlinge riesig. Hunderte Familien sind ohne irgendetwas geflohen. Nahrungsmittel, Decken und Heizgeräte gehören zu den am dringendsten benötigten Gütern. "Wir wissen oft nicht, wo wir anfangen sollen, wir sind auf Hilfe von außen angewiesen", schildert einer der Helfer die Lage. Ein aus der Gegend von Homs stammender Pastor erklärt. "Der Süden des Landes ist von den Kämpfen bislang weniger betroffen. Aber auch hier ist die Wirtschaft zum Erliegen gekommen. Die Bauern können ihre Produkte nicht mehr verkaufen. Es ist einfach zu gefährlich auf den Straßen." (Gottesdienst mit syrischen Flüchtlingen, Foto: Open Doors)

Christen gezielt attackiert

Besorgniserregend sind die jüngsten Nachrichten über gezielte Angriffe gegen Christen. Im Oktober wurde der orthodoxe Priester Fadi Haddad entführt und grausam umgebracht, nachdem er selbst Verhandlungen wegen der Entführung eines Gemeindemitgliedes geführt hatte. Mehrfach wurden Bomben in der Nähe von Kirchen gezündet, so zuletzt am vergangenen Mittwoch. Bei dem Anschlag in einem vor allem von Drusen und Christen bewohnten Bezirk kamen mindestens 34 Menschen ums Leben. In den Wirren des Krieges sind zahlreiche islamische Extremisten ins Land gekommen, die Christen gezielt angreifen.

Ein Land im Kriegszustand

Während der Jugendmitarbeiter von der Situation in seinem Land erzählt, füllen sich seine Augen immer wieder mit Tränen, seine Stimme zittert gelegentlich. Aber die Tränen weichen schnell wieder einem breiten Lächeln: "Ich glaube und sehe, dass Gott in unserem Land wirkt. Jetzt gilt es, uns selbst zu verleugnen, zu den Menschen zu gehen und ihnen das Evangelium zu bringen." Dann singt er den Refrain des bekannten Liedes "God will make a way" (wörtlich: "Gott wird einen Weg bahnen"). "Genau das wird in Syrien geschehen: Gott wird seinen Weg bahnen."
Seit dem "arabischen Frühling" befindet sich das Land in Aufruhr. Open Doors hat bereits vor einiger Zeit seine Hilfsbemühungen intensiviert, um den Christen in dieser schwierigen Zeit beizustehen und die Nöte der zahlreichen Flüchtlinge zu lindern.

Bitte beten Sie weiter:

  • Um ein Ende der Kämpfe in Syrien
  • Um Schutz für die Christen und alle Flüchtlinge
  • Für christliche Leiter, die im Land verblieben sind

Danken Sie Gott:

  • Für alle Gelegenheiten, den Menschen Jesus nahezubringen
  • Für alle bisherigen Hilfsbemühungen, die vielen Menschen zum Segen geworden sind


Wir danken Ihnen, dass Sie sich an die Seite der syrischen Christen stellen.

 

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