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Syrien: 'Ich wollte mein Land nie verlassen'

"Jeden Tag sehe ich mit eigenen Augen, wie wir Menschen helfen können"

(Open Doors) – Mehr als ein Viertel aller Christen haben Syrien verlassen, berichten einheimische Geistliche den lokalen Mitarbeitern von Open Doors. Fathi* und seine Familie bleiben, obwohl er manchmal um ihr Leben fürchtet. "Die letzten Jahre hat mich der Herr bei Checkpoints sowie in unsicheren Regionen und Stadtvierteln immer bewahrt. Das macht mir Mut. Ich sehe, dass wir mit unserer Arbeit viel bewirken können." Fathi ist wichtig, den Blick auf das ‚große Bild‘ nicht zu verlieren – auch wenn rechts und links Kugeln einschlagen und Gebäude nach Granatenbeschuss zusammenbrechen.

"Ich sehe die Stadt in eine fatale Richtung abgleiten"

Der 30-jährige Fathi lebt in Aleppo. Äußerlich wirkt er ruhig und entspannt. Doch innerlich ist er hellwach, wohl wissend, was JETZT getan werden muss, damit sein Land nicht im Abgrund versinkt. "Als anfangs viele Flüchtlinge aus Homs kamen, waren wir völlig überfordert. Heute leisten die Gemeinden tausenden Familien Nothilfe. Keiner in unserem Stadtteil muss verhungern."
Flüchtlingskinder aus SyrienBesonders die Situation der Kinder macht ihm Sorge, denn der Schulunterricht ist fast völlig zum Erliegen gekommen. "Die meisten Schulen wurden zu Aufnahmezentren für Flüchtlinge umfunktioniert. Wenn du ein Land beherrschen willst, dann lege sein Ausbildungsprogramm lahm. Aleppo bewegt sich in eine fatale Richtung." Den Mangel an Bildung könnte jede zukünftige Regierung für ihre Zwecke missbrauchen. Dazu kommt, dass gerade viele gut gebildete Syrer das Land verlassen haben. "Wir können die Verbindungsstelle zwischen Regierung und Opposition sein", beschreibt Fathi die Rolle der Christen in einer zerfallenden Gesellschaft. Doch die täglichen Herausforderungen sind riesig. "Die Menschen sind natürlich sehr beschäftigt mit der Beschaffung von Nahrungsmitteln, Strom und Wasser." Er ist aber auch zuversichtlich: "Wir müssen dranbleiben. Es macht mich froh zu sehen, dass viele Kirchen zusammenstehen und helfen."

Gebet und Nothilfe

In Zusammenarbeit mit den lokalen Partnergemeinden unterstützt Open Doors derzeit in Aleppo mehr als 2.000 Familien, insgesamt sind es in Syrien mehr als 9.000. Bitte beten Sie weiter! "HERR, mein Gott, bei dir berge ich mich, rette mich von allen meinen Verfolgern und befreie mich!" (Psalm 7,2)

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

Stellen Sie sich bitte entschlossen an die Seite der Christen in Syrien
 

  • Beten Sie, dass Gott die Vorhaben der Gewalttätigen zunichtemacht.
  • Bitten Sie um Schutz und Kraft für die Nothilfe leistenden Christen.
  • Beten Sie, dass viele Menschen in Jesus den Weg des Friedens finden.
  • Bitte beten Sie für die Verfolger, dass Jesus sich ihnen genauso in den Weg stellt, wie damals Saulus (Paulus) auf dem Weg nach Damaskus.

 

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