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Syrien: IS lässt einige Christen frei, aber …

Kirchen in großer Sorge um verschleppte Christen

(Open Doors) – Hoffnung inmitten großer Bedrängnis und Dank an Gott! Vor 10 Tagen verschleppten IS-Kämpfer mehr als 220 Christen – andere berichten von über 350 – aus Dörfern entlang des Flusses Khabur in der syrischen Provinz Hasaka. 23 von ihnen wurden jetzt freigelassen. (Zwischenzeitlich erschienene Berichte von der Freilassung fast aller Verschleppten haben sich leider nicht bestätigt.) Für die weiterhin in Gefangenschaft befindlichen Christen ruft Open Doors zum Gebet auf.

Christen widersetzen sich der Zwangskonvertierung

Einer der Freigelassenen aus Tel Goran berichtet: "Am Morgen des 23. Februar rissen uns IS-Kämpfer aus dem Schlaf, trieben uns zusammen und bewachten uns während der dreistündigen Kämpfe. Danach brachten sie uns nach Abdul Aziz und später weiter in die Berge. Sie haben uns all die Tage hart bedrängt, zum Islam zu konvertieren." Als sich die Christen weigerten, den Islam anzunehmen, wurden sie aufgefordert, die Schutzsteuer für Ungläubige (Dschizya) zu bezahlen. Später wurde ihnen auch das erlassen, weil sie nicht gegen den IS gekämpft hätten. Allerdings dürften sie nicht in ihre Dörfer zurückkehren, sonst würden die Männer enthauptet und die Frauen versklavt werden, so die klare Androhung. Gerüchten zufolge will der IS die restlichen Gefangenen als Schutzschilde nutzen oder sie gegen von der kurdischen Armee gefangengenommene IS-Kämpfer austauschen.

Der Libanon will weiterhin Christen aus Syrien aufnehmen

Ermutigende Worte kamen von Michel Aoun, einem Mitglied des libanesischen Parlaments, der sich für die anhaltende Öffnung seines Landes ausgesprochen hat: "Wir wollen nicht, dass die Christen nach Europa fliehen müssen. Sie leben seit Jahrhunderten in dieser Region. Es ist kriminell, wie mit ihnen umgegangen wird."

Laut dem irakischen Pater Emanuel Youkhana von der Assyrischen Kirche des Ostens sind mehrere tausend Christen nach Hasaka und Kamishli geflohen, wo sie von den Kirchen versorgt werden. Pater Youkhana: "Wir konzentrieren uns auf lebensrettende Maßnahmen und darauf, dass die Geiseln freigelassen werden."

Syrien von der Völkergemeinschaft im Stich gelassen

Jan Egeland, ehemaliger UN-Untersekretär für Humanitäre Angelegenheiten, beklagt, dass "2014 das finsterste Jahr des nun bereits vier Jahre währenden Krieges war. Die Zivilisten werden entgegen der Entschließungen des UN Sicherheitsrates nicht geschützt. Ihr Zugang zu humanitärer Hilfe hat sich nicht verbessert und Geldmittel dafür werden sogar zurückgefahren. Es ist eine Schande, wie wir Syrien im Stich lassen."

Unsere gezielten und anhaltenden Gebete für unsere Glaubensgeschwister sind entscheidend. Viel vermag unser ernstliches Gebet.

Danke, dass Sie NICHT NACHLASSEN in Ihren Gebeten für die Christen in Syrien.

  • Danken Sie Gott für die Standhaftigkeit der Christen
  • Beten Sie um die Freilassung der entführten Familien
  • Beten Sie um Schutz für die Christen und dafür, dass sie trotz der schrecklichen Situation nicht nachlassen in ihrer Hilfsbereitschaft gegenüber allen Hilfesuchenden
  • Beten Sie bitte für die Verantwortlichen im Land – Regierung, Führer von Milizen und religiöse nicht-christliche Leiter, dass Gott sie zur Einsicht führt und sie umkehren von ihrem zerstörerischen Handeln und Morden

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