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Syrien: Pastoren bleiben trotz Krieg

Viele Christen gehen - Unterstützung derer, die bleiben, umso wichtiger

 

(Open Doors) - Immer mehr Menschen verlassen Syrien. Die Anzahl der syrischen Flüchtlinge in den Nachbarländern ist laut UN im August auf über vier Millionen angewachsen. Im Land selbst sind weitere sieben Millionen auf der Flucht - auf der Suche nach einem Ort, wo die Kämpfe weniger heftig toben. Im Oktober 2014 berichteten Kirchenleiter, dass etwa 700.000 der ursprünglich 1,8 Millionen Christen das Land verlassen haben. Auch diese Zahl ist gestiegen. "Sie sehen keine Verbesserung ihrer Situation. Viele fühlen sich im Stich gelassen", berichtet Pastor Samuel* aus Aleppo, dessen Kirche sonntags etwa 250 Christen besuchen. Er und andere Pastoren wollen jedoch all jene Christen unterstützen, die in Syrien bleiben wollen. "Gott ist treu, aber ich habe auch Fragen. Warum wurden kürzlich einige unserer Kinder auf dem Weg nach Hause getötet?"

Familien ermutigen und trösten - freiwillige Helfer stärken für ihren Dienst

"Vor Kurzem traf ich Jugendliche aus der Kirche, die sich darüber beklagten, dass ihnen zuhause langweilig sei. Aus Sicherheitsgründen können sie ihre Wohnung oft nicht verlassen - weder um die Schule oder Universität aufzusuchen noch um Freunde zu treffen. Ich habe ihnen geraten, diese Zeit gezielt zu nutzen, um beispielsweise eine neue Sprache zu erlernen und natürlich auch, um Gottes Wort zu studieren und zu beten. Als Leiter sind wir ständig dabei, denen zu dienen, die hier bleiben, und ihre Hoffnung zu stärken." Pastor Samuel und Leiter in anderen Orten betreuen ein Heer an Freiwilligen, die Flüchtlingsfamilien seelsorgerlich und mit Hilfslieferungen unterstützen. Die Leiter und Helfer bleiben ganz bewusst, weil sie sich berufen fühlen, jetzt Gemeinde zu bauen. Open Doors steht den Gemeinden mit umfangreicher Nothilfe und Trauma-Seelsorge zur Seite.

"Die Nothilfe ist in vollem Gang. Danke für eure Gebete!"

Pastor Edward* und seine Frau Rana* aus Damaskus sehen das genauso. "Weil so viele das Land verlassen, spüren wir eine umso größere Verantwortung. Hier wird jeden Tag geschossen, Menschen sterben mitten in der Stadt. Wir verstehen, wenn Familien ausreisen, und wir segnen sie. Aber es schmerzt auch. Wir danken Gott, der uns jeden Tag beisteht. Er hat uns den Auftrag gegeben zu bleiben. Die Kirche ist voll - ständig kommen neue Besucher. Gott wirkt hier mächtig. Die Nothilfe ist in vollem Gang. Danke für eure Gebete!"

*Namen aus Sicherheitsgründen geändert

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Syrien stellen.

 

  • Bitte beten Sie für die zahlreichen Helfer und Leiter, dass Gott sie an Geist, Seele und Körper stärkt.
  • Beten Sie dafür, dass Gott ein weiteres Vorrücken des IS abwendet und dass die Menschen bewahrt und im Glauben gestärkt werden.
  • Bitte beten Sie für alle verschleppten und vermissten Christen.

Unterstützen Sie christliche Flüchtlingsfamilien in Syrien!

 

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