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Tansania: 'Die Lage ist zunehmend schwierig'

Nimmt die Unabhängigkeitsbewegung auf Sansibar Christen ins Visier?

 

(Open Doors) – Auf der zu Tansania gehörenden Insel Sansibar ist es zu einer Serie von Bomben- und Brandanschlägen gegen Kirchen gekommen. Ortsansässige Christen fürchten, dass die islamistische Unabhängigkeitsbewegung UAMSHO (Jumuiya ya Uamsho na Miadhara ya Kiislam) gezielt gegen sie vorgeht. Die 2001 gegründete Bewegung strebt die Abspaltung vom Festland Tansania und Errichtung eines islamischen Staates mit islamischer Rechtsprechung (Scharia) an. Seit 2010 propagiert die UAMSHO ihre Unabhängigkeitspläne. Bis dahin lebten Muslime und Christen weitgehend friedlich zusammen. Nun sind die Christen im Weg.

Kirchen als ‚Brutstätten der Ungläubigen‘

Am 24. Februar explodierte eine selbstgebastelte Bombe am Eingang der anglikanischen St. Monika Kathedrale und zerstörte Teile der Kirchenmauern und des Parkplatzes. Am gleichen Tag wurde ein ähnlicher Anschlag auf das bei Touristen beliebte Mercury Restaurant verübt. Tags zuvor wurden vier Mitglieder der Assemblies of God Kirche verletzt. Die Attentäter gehen immer gleich vor: Sie fahren mit dem Motorrad zum Zielort, halten kurz, werfen einen Sprengsatz ins Gebäude und fliehen unerkannt. Am 15. Februar traf es eine Gemeinde der Adventisten während eines Gottesdienstes. 2013 wurden Rev. Evaristus Mushi und weitere Geistliche gezielt ermordet, andere durch Säureanschläge schwer verbrannt, wie Rev. Amselmo Mwang´amba sowie zwei junge Frauen aus Großbritannien, die in einer Schule für Krankenschwestern halfen.
Zusätzliche Sorge bereitet den Kirchenleitern im Land die Verbreitung hetzerischer Flugblätter und Drohungen per SMS, in denen sie aufgefordert werden, das Land zu verlassen, andernfalls würden sie getötet.

Christen auf Sansibar bitten um Gebet

"Die Lage ist zunehmend schwierig", berichtet Rev. Thomas Assenga. "Wir müssen mit allem rechnen." "Auch wenn die Bevölkerung auf Sansibar mehrheitlich muslimisch ist (im Unterschied zum Festland Tansania), so wollen doch viele Muslime friedlich mit den Christen zusammenleben", ergänzt der renommierte tansanische Theologe Laurenti Magesa.

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen in Tansania / Sansibar stellen.

  • Danken Sie Gott für den Zusammenhalt der Kirchen und Gemeinden.
  • Beten Sie für verstärkte Bemühungen der Kirchen, besonders den jungen Menschen das Evangelium zu verkünden, damit sie nicht Opfer der islamistischen Propaganda werden.
  • Beten Sie, dass die Verfolger und Attentäter umkehren und Jesus erkennen.

 

 

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