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Trauriger Jahrestag für Christen in Eritrea

(Open Doors) – Vor zehn Jahren setzte das diktatorische Regime von Eritrea mit einer neuen Verordnung den Startpunkt für die massive Verfolgung von Christen. An den unrühmlichen Jahrestag erinnert das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors. Seit dem 12. Mai 2002 sind in dem ostafrikanischen Land nur noch vier Konfessionen erlaubt: die Eritreisch-Orthodoxe und die Katholische Kirche, die Evangelisch-Lutherische Kirche und der Islam. Wenngleich der Staat auch ihre Aktivitäten kontrolliert, können diese Kirchen weitgehend ungestraft ihre Gottesdienste feiern. Doch keine andere religiöse Gruppe und christliche Gemeinde wurde seitdem staatlich anerkannt. Das Kirchenverbot spaltete die Gemeinde Jesu in Eritrea: ein Teil der Christen wird massiv verfolgt. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors steht Eritrea aktuell auf Platz 11.

Hunderte Christen gefangen

Eritrea: Versiegelte Kirchentür-Hier dürfen keine Gottesdienst mehr gefeiert werden/Open DoorsFreie Gemeinden und Hauskirchen ebenso wie Bibelstunden und Gebetstreffen in Privathäusern sind seit Mai 2002 illegal. Jegliche unkontrollierte Anbetung wird kriminalisiert. Hausdurchsuchungen und Festnahmen gehören zum bitteren Alltag für Christen, die sich dennoch treffen. Schätzungsweise 1.000 Männer und Frauen sind nach Informationen von Open Doors landesweit in Polizeistationen, Militärlagern oder Schiffscontainern eingesperrt. Zahlreiche Christen sind bereits gestorben, u.a. an Verletzungen durch Misshandlungen oder in Folge der schlechten Versorgung. Auch die menschenverachtende Inhaftierung in Containern haben viele nicht überlebt. Massiv werden die Gefangenen bedrängt, schriftlich ihren Glauben an Jesus Christus zu widerrufen. Und jüngste Entwicklungen zeigen: Auch anerkannte Gemeinschaften geraten zunehmend unter Druck. Etwa die Hälfte der mehr als fünf Millionen Einwohner Eritreas sind Christen; überwiegend gehören sie zur orthodoxen Kirche. Die andere Hälfte ist traditionell muslimisch.
Bitte geben Sie Christen in Eritrea eine Stimme und beten Sie für sie. (Foto Open Doors: versiegelte Kirchentür)

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