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Uganda: Pastor nach Säureanschlag teilweise erblindet

Fatwa forderte den Tod von Umar Mulinde - Open Doors besuchte ihn im Krankenhaus

 

(Open Doors) - Sein mutiger Einsatz für Glaubensfreiheit kostete Umar Mulinde einen hohen Preis. Für ihn keine Überraschung: Spätestens seit dem 15. Oktober vorigen Jahres wusste der Pastor, dass sein Leben in Gefahr ist. Islamische Gelehrte hatten eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten) gegen den 37-Jährigen verhängt und darin seinen Tod gefordert. Früher war Mulinde selbst ein islamischer Scheich (hier: geistlicher Führer). Doch er fand zum Glauben an Jesus Christus, und sein Leben änderte sich in mehrfacher Hinsicht. Während er früher ein leidenschaftlicher Verfechter des Koran war, stellte er fortan die Bibel in den Mittelpunkt seiner Predigten. Wenn er mit Muslimen über den christlichen Glauben sprach, zitierte er Koran und Bibel und ermutigte sie, sich selbst ein Urteil zu bilden. Gemeinsam mit anderen christlichen Leitern forderte Mulinde im April 2011 das ugandische Parlament auf, anders als das Nachbarland Kenia Scharia-Gerichte (Kadi-Gerichte) nicht für legitim zu erklären. Seine Mitstreiter und er sammelten dafür 360.000 Unterschriften ehemaliger Muslime. Danach entkam Umar Mulinde nur knapp einer Entführung durch Islamisten. Doch am Abend des 24. Dezember konnte er ihren Nachstellungen nicht mehr entgehen.

Heimtückischer Angriff

Uganda: Pastor Umar Mulinde vor dem Säureanschlag/Compass DirectUmar Mulinde war auf dem Weg zu einer Weihnachtsfeier in Namasuba nahe der Hauptstadt Kampala. Kurz bevor er die "Gospel Life Church" erreicht hatte, hörte er jemanden "Pastor, Pastor" rufen. Mulinde drehte sich um, und dann ging alles sehr schnell: Ein Mann schüttete ihm blitzschnell eine säurehaltige Flüssigkeit ins Gesicht, andere Personen überschütteten seinen Rücken. Dann flüchteten sie. Lautstark schrien sie dabei: "Allahu akbar" (Gott ist größer). Mit unerträglich schmerzhaften Verätzungen wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert. 30 Prozent seines Gesichts waren verätzt. (Foto: Umar Mulinde vor dem Säureanschlag)

Gebete am Krankenbett

Als Open Doors von dem Angriff hörte, besuchte ihn ein Mitarbeiter aus Kenia im Krankenhaus in der Hauptstadt Kampala. "Ich erinnere mich, dass du an meinem Krankenbett warst, als ich Beistand dringend nötig hatte", schreibt Pastor Mulinde später an den Mitarbeiter. Durch den Säureanschlag ist er auf einem Auge erblindet, beim anderen droht der Verlust der Sehkraft. Derzeit wird er im Ausland von Spezialisten behandelt. "Ich danke euch für die finanzielle Hilfe und jede Ermutigung durch die Beter weltweit. Das ist ein echter Trost für mich."

Wir bitten Sie, sich im Gebet an die Seite von Pastor Umar Mulinde zu stellen und ihn dadurch zu ermutigen.

Laden Sie uns ein. Open Doors besucht gern Ihre Gemeinde zu einem Gottesdienst oder Vortrag...

 

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QuelleFoto: Compass Direct

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