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Unruhen in Ägypten: Christen in Kairo bitten um Gebet

Angespannte Lage vor den Parlamentswahlen

(Open Doors) - In Ägypten ist die Stimmung vor den Wahlen äußerst angespannt. Noch steht der Termin am Montag, dem 28. November. An diesem Tag sollen die Ägypter zum ersten Mal frei über ein Parlament abstimmen. Seit Tagen wird auf dem Tahir-Platz im Herzen von Kairo gegen den Militärrat demonstriert. Die Armee ging mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die friedlichen Demonstranten vor. Bislang gab es über 30 Tote und mehr als 200 Verletzte. Sie wurden in provisorischen Lazaretten behandelt. Auch eine in der Nähe des Platzes angesiedelte Kirche hat ein Nothospital im Hof ihres Gebäudes eingerichtet.

Unvermindert Angriffe

Ägypten: Demonstranten am 22. November 2011 auf dem Tahir-Platz, im Vordergrund Notärzte/Open DoorsAuch nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Mubarak ist es immer wieder zu Gewalt gegen Christen gekommen. In Kairo waren deshalb am 9. Oktober überwiegend koptische Demonstranten vor dem als Maspero bekannten Sitz des staatlichen Fernsehens gezogen, um gegen die Angriffe auf Kirchen und Christen zu protestieren. Die friedlich begonnene Kundgebung endete in einem Gewaltexzess: Schlägertrupps griffen Christen an; das Militär ging mit Panzern gegen die Menschengruppen vor. 26 Menschen starben, hunderte wurden verletzt. Die meisten Opfer sollen Christen gewesen sein. Am 17. November wurden Kopten bei einem Gedenkmarsch für die Opfer des Maspero-Massakers am 9. Oktobers von Anwohnern mit Steinen und Molotowcocktails angegriffen. 30 Menschen wurden verletzt. (Foto: Demonstranten und Ärzte auf dem Tahir-Platz/Open Doors)

Gebetsanliegen aus Kairo

In der vergangenen Woche besuchte ein Team von Open Doors junge Christen in Kairo. Diese äußerten sich sehr besorgt über die Zukunft des Landes und bitten Christen um Gebet. Einige ihrer Gebetsanliegen wollen wir hier weitergeben und dazu einladen, gemeinsam mit Christen in Ägypten zu beten.

  • "Wir sind ein Leib, wir sind Brüder und Schwestern im Herrn Jesus Christus, und wir halten zusammen. Wir wollen beten, dass Jesus das ganze Land verändert. Wir wünschen uns, dass ihr mit uns für die Regierung betet und für die politische Situation. Wir sind sicher, dass nur das Gebet die Situation verändern kann." Rommel aus Kairo
  • "Wir wollen für die Menschen in Ägypten beten und besonders für die jungen Leute. Wir wollen ein Zeugnis für Jesus sein. Das ist das Wichtigste. Bitte betet für die Gemeinde Jesus hier, dass wir gerade in dieser unruhigen Zeit eins werden und nicht auf die Unterschiede schauen." Nadine aus Kairo
  • "Bitte betet auch für die vielen Straßenkinder. Viele von ihnen haben es sehr schwer. Sie werden sexuell missbraucht und haben niemanden, der sie beschützt. Viele von ihnen nehmen Drogen. Ich bin sehr froh, dass wir zu einer Familie Gottes gehören. Ich liebe es, wenn Christen zusammen kommen und beten. Denn Jesus sagte, wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da ist er mitten unter ihnen." Nadine aus Kairo

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