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Usbekistan: Christen unter erheblichem Druck

 

Die Lage der christlichen Minderheit in der früheren Sowjetrepublik Usbekistan hat sich in den vergangenen Wochen verschärft. Nach Berichten der Nachrichtenagentur IDEA unter Berufung auf die Kommission für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz wurden kürzlich innerhalb von einer Woche vier Fälle bekannt, in denen Christen Opfer von Gewalt oder Bedrohung wurden.

Geldstrafen und Prügel

Eine Frau wurde so stark geschlagen, dass sie eine Gehirnerschütterung erlitt, eine andere wurde zu einer Strafe von umgerechnet rund 1.000 Euro verurteilt, weil sie einem Kind ein Neues Testament geschenkt hatte. Ein Mann sei von Polizisten verprügelt und ein anderer mit einer Axt bedroht worden. Nach Ansicht der Kommission für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz steht die Häufung dieser Vorfälle im Zusammenhang mit Versuchen des usbekischen Präsidenten Islam Karimov, seine Macht zu stabilisieren und am kommunistischen Erbe des Landes festzuhalten. Ein Grund dafür seien die Aufstände im Mittleren Osten und in Nordafrika. Die Bedingungen, die in zahlreichen Ländern dazu geführt hätten - nämlich Armut, Korruption, Arbeitslosigkeit und ein autoritärer Regierungsstil -, existierten auch in Usbekistan. Karimov steht seit 1991 an der Spitze dieses bevölkerungsreichsten Landes Zentralsiens. Die Religionsausübung unterliegt seit jeher strengen Regeln.

Obwohl die Verfassung Religionsfreiheit garantiert, werden vor allem protestantische Christen unterdrückt. Nach dem Weltverfolgungsindex von Open Doors, einer Liste von 50 Ländern, in denen Christen aufgrund ihres Glaubens am stärksten verfolgt werden, belegt Usbekistan Platz neun.

Bitte beten Sie für die Christen in Usbekistan.

 

QuelleIDEA.de

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