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Usbekistan: Hohe Geldstrafen für Christen

Gemeinde lehnt staatliche Kontrolle ihrer Angelegenheiten ab.

In Usbekistan sind 13 Mitglieder einer staatlich nicht registrierten Baptistengemeinde zu hohen Geldstrafen verurteilt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur IDEA. Die Christen müssen wegen des verbotenen Werbens für ihre Glaubensgemeinschaft gemeinsam umgerechnet rund 1.860 Euro zahlen; das ist das Hundertfache eines monatlichen Mindesteinkommens in dem zentralasiatischen Land.

Wie die Menschenrechtsorganisation Forum 18 (Oslo) berichtet, erging das Urteil bereits Mitte Februar, wurde aber erst jetzt im Westen bekannt. Die Polizei hatte die Baptisten am 24. Januar in Almalyk, 55 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Taschkent, dabei beobachtet, wie sie "illegal religiöse Unterweisung ohne die besondere Genehmigung einer zentralen religiösen Organisation" betrieben hätten. Bei einer Razzia in der Gemeinde wurden zudem 30 religiöse Bücher auf Russisch und Usbekisch einzogen. Nach Angaben von Forum 18 waren einige Gemeindemitglieder wegen eines ähnlichen Vergehens bereits im vorigen Jahr zu hohen Geldstrafen verurteilt worden, damals zum Fünfzigfachen eines monatlichen Mindestlohnes. Die Gemeinde lehnt eine staatliche Registrierung ab, weil sie nicht möchte, dass sich der Staat in ihre Angelegenheiten einmischt. Offiziell herrscht in Usbekistan Religionsfreiheit. Doch religiöse Gruppierungen beschweren sich immer wieder, dass die Religionsgesetzgebung im Widerspruch zur Verfassung stehe und die Religionsfreiheit deshalb immer wieder verletzt werde. Usbekistan steht auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors auf Platz 10 der Liste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Quelle: IDEA

Gebetsanliegen:

  • Beten Sie für die usbekische Gemeinde und die zu Geldstrafen verurteilten Christen.
  • Bitten Sie Gott um Weisheit für die Gemeinden, die sich nicht unter staatliche Kontrolle begeben wollen.

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