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Verfahren gegen 32 Christen dauert an

Gemeinde löste Gefangene aus Haft aus

Aus dem ostafrikanischen Äthiopien erreichte Open Doors ein Gebetsanliegen für 32 junge Christen, gegen die noch immer ein Verfahren läuft. Sie wurden im vorigen Jahr unschuldig festgenommen und ins Gefängnis gesteckt. Nur durch den solidarischen Einsatz ihrer Ortsgemeinde kamen sie wieder frei.

Die jungen Leute stammen aus der Ortschaft Amboweha. Die Region gilt als eine der ärmsten des Landes. Traditionell geprägt von der äthiopisch-orthodoxen Kirche (EOC) zieht es auch Muslime in die Region. Trotz der Entwicklungsprogramme von Hilfsorganisationen wollen junge Menschen in Amboweha nicht bleiben. Viele haben schon das Gebiet verlassen, um anderswo ein neues Leben zu führen.

Zuversicht geben Landschaftsszene Äthiopien

Auch wenn Christen in Amboweha die Lebensbedingungen im Allgemeinen nicht verändern können, so wollen sie den Menschen doch Hoffnung geben. Dazu besuchten im August vorigen Jahres 37 Christen, aufgeteilt in mehrere Gruppen, die umliegenden Dörfer. Dort verkündigten sie den Bewohnern das Evangelium. Sie waren erstaunt über das Interesse der Dorfbewohner an der christlichen Botschaft. Eines Tages stieß ein Polizist auf 32 der jungen Evangelisten, die an einem Treffpunkt auf die übrigen ihrer Gruppe warteten. Der Beamte war neugierig und fragte nach dem Grund ihres Besuches in der Gegend. Die jungen Leute missverstanden den Charakter seiner Frage und verkündeten auch ihm das Evangelium. Doch ohne Vorwarnung wies der Polizist die Christen an, in eine nahegelegene Schule zu gehen. Nach dem Grund befragt, antwortete er, sie seien angeklagt, zu einer illegalen oppositionellen Gruppierung zu gehören und würden die Stabilität in der Region bedrohen. Jeder Versuch der Christen, diesen Vorwurf auszuräumen, scheiterte. Die jungen Leute mussten ihre Bibeln abgeben und wurden ohne offizielle Anklage ins Gefängnis gesteckt.

Nicht allein gelassen Äthiopische Christen beim Gottesdienst

In der Zwischenzeit kam die lokale Gemeinde zusammen und betete für die Gefangenen. Der derzeitige Gemeindeleiter drängte auf ein ordentliches Verfahren. Vor Gericht ordnete der Richter an, dass sich 64 Personen für die Gefangenen verbürgen sollten; doppelt so viele wie üblich. Das Gericht unterschätzte die Solidarität der lokalen Christen. Die Ortsgemeinde fand an einem Tag 56 Personen, worauf 28 Gefangene sogleich freigelassen wurden. Zwei Tage später lösten acht weitere Personen die restlichen Christen aus dem Gefängnis aus. Doch das Verfahren gegen die jungen Evangelisten dauert an. Kurz nach ihrer Verhaftung wurden auch andere Gemeindeleiter der Gegend nach illegalen politischen Aktionen verhört.

Gebetsanliegen:

  • Beten Sie, dass Gott die Christen und auch die lokale Gemeinde stärkt.
  • Bitten Sie Gott für Weisheit für die Christen, die ihren Landsleuten das Evangelium verkünden wollen.
  • Beten Sie, dass die Behörden über den Fall neutral und vorurteilsfrei verhandeln.

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