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ZAR: 'Bitte hört die Rufe der verfolgten Kirche!'

Druck auf Christen trotz UN-Präsenz unverändert hoch

 

(Open Doors) - Die Lage der bedrängten Christen in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) hat sich nicht verbessert. In den nordöstlichen Landesteilen regiert die islamistische Seleka, unterstützt von Teilen der muslimischen Bevölkerung. Der Südwesten wird von den Anti-Balaka kontrolliert. Diese aus Nicht-Muslimen bestehenden Bürgerwehren hatten sich ursprünglich formiert, um den blutigen Vormarsch der Islamisten aufzuhalten. Dabei gingen sie jedoch selbst brutal gegen Muslime vor. Die wiederum bezeichneten die Anti-Balaka fälschlicherweise als Christen, obwohl alle Kirchen Anti-Balaka und deren Gewalt verurteilt hatten. Die Verfolgung der Christen nahm zu.

Die meisten Dschihadisten der Seleka stammen aus dem Tschad und dem Sudan. Sie planen, gemeinsam mit einheimischen Muslimen einen Gottesstaat zu errichten. Deshalb wollen die Anti-Balaka-Milizen alle Muslime vertreiben. Oft gewähren Christen fliehenden Muslimen Schutz in ihren Kirchen und Häusern. Dadurch stehen sie zwischen allen Fronten. Kürzlich konnte Open Doors Christen im Nordosten besuchen, was zuvor wegen der Kämpfe nicht möglich war.

Mutig für den Frieden - ein Präfekt und die Pastoren von Bangassou

Bangassou liegt an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Hier hatten Seleka-Kämpfer im März 2013 die Armee der ZAR besiegt und die Stadt erobert. Sofort wurden die Christen von der Seleka sowie einheimischen Muslimen drangsaliert. Die lokalen Pastoren suchten daraufhin den General der Seleka auf und fragten, warum die Christen gezielt angegriffen werden. Der versprach Frieden. Doch noch in derselben Nacht überfielen Seleka-Rebellen das Haus eines Pastors und vergingen sich an den Frauen, die dort Schutz gesucht hatten. Viele Häuser und Kirchen wurden in der Folgezeit zerstört, zahlreiche Frauen vergewaltigt und Christen ermordet.

Fast alle Regierungsbeamten flohen aus Bangassou. Nachdem lokale Jugendliche die Seleka aus der Stadt vertreiben konnten, kehrte der ehemalige Präfekt Omer Youmoina nach acht Wochen zurück. Heute ist er der einzige Regierungsvertreter in der Stadt. Dieses Machtvakuum erhöht die Unsicherheit der Region gefährlich. Die Kirchengemeinden sind zerstreut, die Pastoren beten. Omer lobt ihren Mut, auch wenn sie die Gewalt nicht aufhalten konnten. Gegenüber Open Doors betonte er den Beitrag der Kirche für Versöhnung und Wiederaufbau und appelliert: "Bitte hört die Rufe der leidenden Kirche und helft ihnen!"

Bitte vergessen Sie die Christen der Zentralafrikanischen Republik nicht!

 

  • Beten Sie für die Pastoren und Leiter um Durchhaltevermögen und Mut.
  • Beten Sie für alle Familien, die auf der Flucht oder in Flüchtlingslagern untergebracht sind. Die Versorgungslage in den Flüchtlingslagern ist teils katastrophal.
  • Beten Sie für den Schutz der Christen. Sie beklagen, dass sie seitens der teils aus Muslimen bestehenden UN-Truppen keinerlei Schutz erhalten.

 

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