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Zentralafrika: Tödlicher Angriff auf Kirche

Nothilfe von Open Doors erschwert durch neuerliche Unruhen in Bangui

(Open Doors) – Die Atmosphäre in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui ist nach dem jüngsten Angriff der Seleka Rebellen auf die katholische Kirche "Notre Dame de Fatima" am 28. Mai extrem spannungsgeladen. Open Doors Mitarbeiter vor Ort berichten von etwa 20 Todesopfern, zahlreichen Verletzten. Der Gegenangriff der Anti-Balaka am Tag danach trug zur weiteren Eskalation bei. Sie zerstörten als Vergeltung eine Moschee und errichteten Straßensperren. "Die Stadt ist in großer Unruhe. Wir hören immer wieder Gewehrschüsse und Explosionen. Hubschrauber sind im Einsatz." Der Ausbau unseres Nothilfeprogrammes für die Christen, die im Rahmen des Regierungssturzes im März 2013 durch Seleka Rebellen aus ihren Häusern und Stadtvierteln vertrieben wurden, ist dadurch komplizierter geworden.

 

Gezielter Angriff der Seleka

"Die Menschen sind aus dem christlichen Stadtviertel Fatima geflohen" berichten ein Mitarbeiter und lokale Christen weiter. Zahlreiche Augenzeugen beschuldigen burundische Soldaten der MISCA (multinationale Friedenstruppen unter Führung der Afrikanischen Union), sie seien am Überfall auf die Kirche beteiligt gewesen. Dabei sollten sie die Bewohner des Landes schützen. Andere mutmaßen, es habe sich um Seleka Rebellen in Uniformen burundischer Soldaten gehandelt. Offensichtlich ist, dass die Angreifer möglichst viele Christen töten wollten. Diese hatten auf dem Kirchengelände Zuflucht gesucht, nachdem Kämpfe im muslimischen Stadtviertel PK 5 ausgebrochen waren. Die Angreifer warfen Granaten, schossen dann wahllos um sich und gingen mit Macheten auf die Überlebenden los.

Bitte um Gebet für Versöhnung und Frieden

"Wir müssen für ein Ende des Gewaltkreislaufs beten. Jeder Vorfall zieht sofort Racheaktionen nach sich", kommentiert ein lokaler Open Doors Mitarbeiter die jüngsten Geschehnisse. Eines löst jedoch heftigen Widerspruch unter einheimischen Kirchenleitern aus: Die Bezeichnung der Anti-Balaka als ‚christliche Milizen‘ durch westliche Medien. Sie betonen, bei diesen Kämpfern handele es sich überwiegend um Animisten, die traditionelle okkulte Praktiken ausüben. Einige Kirchen erleiden selbst Angriffe durch die Anti-Balaka, weil sie Muslime vor deren Angriffen schützen. Die Kluft zwischen den Bevölkerungsgruppen, die lange Zeit friedlich zusammen lebten, ist durch diese irreführende religiöse Zuordnung vertieft worden.

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen in der ZAR stellen.

 

  • Bitte beten Sie für ein Ende der Gewalt.
  • Beten sie für die Familien, die beim jüngsten Angriff Angehörige verloren haben.
  • Beten Sie für die Gemeindeleiter, dass sie in Weisheit und in der Kraft des Heiligen Geistes den traumatisierten Christen beistehen können und die Versöhnung im Land weiter fördern.
  • Beten Sie bitte weiter für Bewahrung der Mitarbeiter von Open Doors vor Ort.

 

 

 

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