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Zentralafrikanische Republik: Das zerbrochene Leben der Frauen von Sibut

Die Leidensgeschichte der christlichen Frauen

 

(Open Doors) – Der Besuch eines internationalen Teams von Open Doors vor wenigen Tagen in der Stadt Sibut war ermutigend für sie. Die Christen haben unseren Mitarbeitern ihren Schmerz und die Tragödie anvertraut, die sie seit Monaten durchleben.

"Am 29. Dezember 2012 trafen 300 Seleka-Soldaten in Sibut ein. Sie verkündeten umgehend, alle Nicht-Muslime müssten sich zum Islam bekehren und die einzig erlaubte Sprache sei von nun an Arabisch. Die Häuser der Christen wurden geplündert und die Pastoren wurden verprügelt. Die Rebellen hatten das Ziel, jegliche Form des Christentums in der Stadt auszurotten", erklärten uns die Pastoren.

Frauen sind besonders vom Leid betroffen

Sie erzählten uns auch die Leidensgeschichte der Frauen: "204 Frauen wurden vergewaltigt, 86 von ihnen sind unter 15 Jahre alt. Von den 204 Opfern sind nun 154 HIV-positiv, was 27 % der weiblichen Bevölkerung unserer Stadt ausmacht." Sie sind nicht nur AIDS-infiziert in einem Land, in dem es kaum antiretrovirale Behandlungen gibt: manche dieser Frauen sind zudem schwanger und werden deshalb von ihrem Ehemann verstoßen und von ihrem Umfeld abgelehnt. Dies ist der Fall bei der 20-jährigen Raissa. Rebellen hatten sie mit ihren Waffen bedroht und vergewaltigt. Ihr Gatte hat sie daraufhin verleugnet, ihre Nachbarn haben ihr Kollaboration mit dem Feind vorgeworfen und ihr Haus niedergebrannt.

Open Doors unterstützt vor Ort

Open Doors Teams sind regelmäßig vor Ort, um die Kirche zu ermutigen und zu stärken. Sie tun ihr Bestes, um diese leidgeprüften Frauen zu unterstützen. Zu diesem Zweck schulen sie Pastoren in der Traumabegleitung. Die Opfer brauchen auch geistliche Hilfe, um trotz allem weiter voran zu gehen. Aber all diese Anstrengungen werden durch die Unsicherheit erschwert, welche die Rebellen sowie die Anti-Balaka-Milizen verbreiten, die weiterhin in gewissen Teilen des Landes aktiv sind. Letztere trachten nach Vergeltung und entfachen damit weltweit den Zorn der Muslime auf die zentralafrikanischen Christen. Bereits ist von islamistischen Gruppen wie Boko Haram die Rede, welche sich im Land befinden sollen.

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen in der Zentralafrikanischen Republik stellen.

 

  • Beten Sie für die traumatisierten Frauen, dass sie Trost empfangen und Gott ihnen hilft mit ihren Verletzungen fertig zu werden und dass ihre Wunden und inneren Verletzungen heilen können.
  • Beten Sie, dass Jesus die Familien tröstet, die Mord und Vergewaltigungen in ihren eigenen Reihen erlebt haben.
  • Beten Sie, dass Gott die Rebellen von ihren zerstörerischen Aktivitäten zurückhält.

 

 

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