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Zentralasien: Standhaft im Sturm

Pastor Pjotr berichtet über Schulung christlicher Leiter

 

Mutig gegen den Sturm Seminare(Open Doors) – "Freude ist eine unserer Waffen im täglichen Kampf" so beginnt Pastor Pjotr* seine Predigt im Rahmen einer Open Doors Mitarbeiterschulung in Zentralasien. Er gibt uns Einblick, was Christen in den "Mutig gegen den Sturm" Seminaren lernen. Seit seinem 12. Lebensjahr ist Pjotr durch einen Unfall blind. Auf unsere Nachfrage sagt er jedoch: "Wenn doch die Menschen die Welt durch meine Augen sehen könnten." (Foto Open Doors: Schulung in Zentralasien)

Freude am Morgen

Als Pastor in einem muslimischen Land ist Pjotr mit Befragungen im örtlichen Polizeirevier bestens vertraut. Er wird viele Male aufgefordert, seinem Glauben an Jesus abzusagen. "Zuweilen fühle ich mich wie ein Auto an einem kalten Wintermorgen, das Schwierigkeiten beim Anlassen hat. Dann entscheide ich mich, den Herrn zu loben. ‚Freut euch im Herrn allezeit‘ sagt uns die Bibel, also beginne ich Gott zu loben." Pjotr ist jedoch kein Träumer. "Verfolgung bringt uns keine Freude. Wir wollen dann klagen und jammern. Aber Gottes Wort ermutigt uns, gerade dann, die Freude im Herrn hochzuhalten. Denn der Angriff auf unseren Glauben bewirkt Ausharren."

Das Werk des Ausharrens

"Meine Eltern – beide Muslime – stellten mich vor die Wahl: Wir oder Jesus. Ich entgegnete ihnen, dass ich Jesus wählen, sie aber immer achten werde. Das war eine schwierige Entscheidung. Weil ich Christ bin, wurde ich oft geschlagen. Auch ins Gefängnis geworfen. Christen in meinem Land verlieren schnell ihren Arbeitsplatz, wenn ihr Glaube bekannt wird. So ist die Versuchung groß, den Glauben zu verleugnen, um wieder eine Arbeitsstelle zu erhalten. Als ich wieder einmal von der Polizei verhört wurde, drohten mir die Beamten mit Gefängnis. Ich lachte und sagte, dass ich dann im Gefängnis das Evangelium verkünden würde. ‚Du bist ein Narr‘, schrie der Polizist. ‚Ja, ich bin ein Narr für Jesus‘, gab ich zur Antwort.

Bessere Zeiten

"Wir brauchen nicht auf bessere Zeiten warten. Gott will, dass wir reif werden im Glauben. Reife Christen werden mutig eintreten für Gottes Sache. Wenn unser Glaube geprüft wird, wird er wachsen. Der Gerechte ist stark wie ein Löwe. Ja, wenn wir Jesus nachfolgen, wird uns das Schwierigkeiten bringen. Aber Gott offenbart seine Kraft, wenn wir schwach sind. Ich verkünde Gottes Wort und Gott bestätigt sein Wort mit Heilungen und Befreiungen. Als ich jetzt zu dieser Schulung reiste, fragten mich die Beamten, ob ich auswandern wolle. Darauf sagte ich, dies würde ich nur in zwei Fällen tun: Wenn Gott mir dies aufträgt und wenn es in meinem Land niemand mehr gibt, der das Evangelium noch nicht gehört hat."

Bitte beten Sie für die Christen in Zentralasien

 

  • Danken Sie dem Herrn für die Schulungen christlicher Mitarbeiter. Die Christen müssen sich zumeist heimlich im Untergrund treffen.
  • Der Zusammenhalt der Gemeinden ist stark. Sie bitten, dass Missionare ins Land kommen.
  • Beten Sie bitte, dass gerade die Christen in kleinen Hausgemeinden im Glauben wachsen.

 

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