Breites Medienecho zum Weltverfolgungsindex 2019

Presse thematisiert Verfolgung von Christen


22.01.2019 – Der am 16. Januar veröffentlichte Weltverfolgungsindex fand auch in diesem Jahr wieder ein breites Medienecho. Sowohl konfessionelle als auch säkulare Zeitungen und Online-Nachrichtenportale berichteten über die steigende Verfolgung von Christen – und beteiligten sich so am öffentlichen Diskurs über die Entwicklungen, die im diesjährigen Weltverfolgungsindex erkannt und benannt wurden.
 

Presse Weltverfolgungsindex 2019

Immer mehr gezielte Gewalt gegen Christen

Unter der Überschrift „Weltweit werden immer mehr Christen ermordet“ thematisierte „BILD.de“ die Zunahme von Gewalt gegen Christen. Die öffentlich-rechtliche „Deutsche Welle“ (DW) führte aus: „Es gibt nicht einfach nur mehr Gewalt und Verfolgung, weil es halt ein Trend der Zeit ist, sondern sie steigert sich überproportional. So stieg die Zahl der dokumentierten Morde an Christen laut dem Bericht von 2782 im Jahr 2017 auf 4136 im vorigen Jahr.“ Auf das Land, in dem 2019 die meisten Christen um ihres Glaubens willen starben, Nigeria, ging „idea“ ein. Bei Angriffen auf Christen und Kirchen liegt das Land ganz vorne, weshalb viele nigerianische Christen „mittlerweile von ethnisch-religiösen Säuberungen“ sprächen, so die evangelische Nachrichtenagentur.

Repressive Regime kontrollieren Religion durch Gesetze

Wie Christen in totalitären Staaten immer stärker unter Druck geraten, führte das christliche Medienmagazin „Pro“ aus und bezog sich dabei auf China, das im Weltverfolgungsindex von Platz 43 auf 27 kletterte. Hier muss Religion „der Kommunistischen Partei dienen und an die chinesischen Traditionen angepasst werden“, so Pro mit Berufung auf den Weltverfolgungsindex. In diesem Kontext kam auch Nordkorea (Platz 1) wieder ins Licht der medialen Öffentlichkeit. „Bei allem Gerede über Tauwetter auf der koreanischen Halbinsel, Nordkorea bleibt Spitzenreiter in einer Statistik des Grauens“, schrieb DW. Und „Katholisch.de“ fügte dem den vielzitierten Satz aus dem Weltverfolgungsindex hinzu: „Jede Abweichung von der Verehrung des obersten Führers gilt als Verbrechen.“

Auch die Entwicklung Indiens, das nun auf Platz 10 rangiert, wurde ausführlich besprochen, etwa bei „Evangelisch.de“. Die Onlineplattform der Evangelischen Kirche in Deutschland bestätigte einen Trend, den der Weltverfolgungsindex für Indien ausgemacht hatte: Das Land hat mit der Ausbreitung eines religiösen Nationalismus zu kämpfen, der alle anderen religiösen Minderheiten zu verdrängen versucht. „Da wird Politik wird mit Religion vermischt“, so Evaneglisch.de.

Verbreitung des extremistischen Islam

Mit der Überschrift „Radikalisierung von Muslimen“ unterstrich die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) eine weitere Entwicklung, die durch den Weltverfolgungsindex ins Licht gerückt wurde: „Nach Niederlagen im Nahen Osten infiltrierten Kämpfer der Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘ und anderer Gruppierungen Länder wie Libyen und Ägypten.“ Auch Nigeria nannte die FAZ in diesem Zusammenhang, entsprechend des Weltverfolgungsindex.

Doch Verfolger sind nicht nur islamistische Gruppen. „In seinen Materialien führt ‚Open Doors‘ diverse Verfolgungsmuster an. Da ist –​​​​​ an erster Stelle genannt – die Verfolgung durch die eigene Familie im Falle eines Religionswechsels vom Islam zum Christentum“, führt die DW aus und verweist damit auf die vielfältigen Verfolger und Triebkräfte der Verfolgung, denen viele Christen weltweit ausgesetzt sind. Ein ausführliches Interview mit Markus Rode, dem Leiter von Open Doors Deutschland, zu den Hintergründen der Christenverfolgung veröffentliche der ERF auf seiner Mediathek.

Den gesamten Pressespiegel finden Sie hier. Außerdem finden Sie alle Informationen zum Weltverfolgungsindex und den ausführlichen Bericht auf der Seite des Weltverfolgungsindex 2019.

 

 

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