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Kundgebung für Religionsfreiheit in Nürnberg 2017

„All diese Jahrhunderte haben wir schweigen gelernt. Die Schweigekultur hat uns erwürgt.“ (Monsignore Jihad Nassif)

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Informationen und Gebet

Bereits zum vierten Mal haben sich hunderte Menschen zur „Kundgebung für Religionsfreiheit“ in Nürnberg zusammengefunden. Den eisigen Temperaturen am Samstag, dem 14. Januar, trotzten über 700 Engagierte, die dem Aufruf von 24 Organisationen gefolgt waren und ein Zeichen für Religionsfreiheit setzten. Auch Open Doors war als überkonfessionelles Hilfswerk mit einem Stand vertreten, an dem sich zahlreiche Besucher informierten. Großes Interesse herrschte vor allem am gerade erst erschienenen Weltverfolgungsindex, der die Lage von Christen darstellt, die aufgrund ihres Glaubens unter Verfolgung leiden.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war das gemeinsame Gebet aller Teilnehmer für verfolgte Christen. Einzelne Teilnehmer hielten Plakate mit den Namen der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, in die Höhe. Sie wurden von den umstehenden Teilnehmern in die Mitte genommen, sodass gezielt als Gruppe für das jeweilige Land gebetet werden konnte. So wurde auf der Straße der Menschenrechte gleichzeitig für verfolgte Christen auf der ganzen Welt gebetet.

Aufrufe zu mehr Engagement für Verfolgte

Der als Sprecher geladene Monsignore Jihad Nassif sprach in seiner bewegenden Rede von dem Leben in Homs, Syrien, wo er als Priester der syrisch-maronitischen Kirche dient, und der dort stattfindenden Verfolgung von Christen. Er rief die Menschen dazu auf, ein Licht in der Dunkelheit zu sein und durch weitere Kundgebungen und starken Einsatz in ganz Deutschland auf die Situation verfolgter Christen aufmerksam zu machen.

Auch Vertreter der Politik waren gekommen, um ihre Unterstützung auszudrücken. Neben dem Schirmherrn der Veranstaltung, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, sprach Johannes Singhammer, Vizepräsident des Deutschen Bundestags. „Von hier geht eine wichtige Botschaft aus“, sagte Singhammer. „Die Christen, die verfolgt werden, sie sind nicht allein. Wir denken an sie, wir beten für sie und wir werden uns dafür einsetzen, mit allen Möglichkeiten, die wir haben, dass sie ihren Glauben ausüben können und dass Religionsfreiheit als Menschenrecht weltweit Geltung erhält.“

„Die Unterdrücker der Religionsfreiheit scheuen das Licht und lieben die Dunkelheit. Wir aber benennen ihre Taten und dürfen dabei nicht stehenbleiben. Denn die Menschen, die verfolgt werden, erwarten Hilfe.“ (Johannes Singhammer, Bundestagsvizepräsident)