Bibel- und Literaturverteilung

Tätigkeitsbericht 2018

Bibel- und Literaturverteilung 2018

Viele verfolgte Christen haben persönlich erfahren: Gottes Wort gibt ihnen Trost, Kraft und Hoffnung in verzweifelten Situationen. Die Bibel ist für sie von unermesslichem Wert. In manchen Regionen gibt es für die Christen keine Möglichkeit, Bibeln und christliche Bücher zu kaufen. Deshalb ist seit den Anfängen des Dienstes bis heute die Verteilung, aber auch die Übersetzung und Herstellung von Bibeln und christlicher Literatur ein wichtiger Arbeitsbereich von Open Doors.

Unsere Bibel- und Literaturverteilung 2018 in Zahlen

Diagramm Bibel- und Literaturverteilung

2.023.093 Exemplare von Bibeln, Kinderbibeln, Studien- und Schulungsmaterial sowie anderen christlichen Medien konnte Open Doors dank Ihrer Unterstützung im Jahr 2018 an Christen in Verfolgungssituationen verteilen.

Bibeln für mittellose Christen

Auch für verfolgte Christen in Nigeria ist die Bibel äußerst kostbar. Moses (Bild oben links) ist Pastor in einer Gemeinde von etwa 100 christlichen Familien im Norden Nigerias. 2015 waren die Familien vor Boko Haram in einen anderen Bundesstaat geflohen. Dort wurden sie freundlich aufgenommen und konnten mit Hilfe der Anwohner Hütten bauen und Felder anlegen. Doch Anfang 2018 wurde das gerade erst entstandene Dorf von muslimischen Fulani-Viehhirten überfallen. Die Familien mussten erneut fliehen, zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren. Mitarbeiter von Open Doors besuchten die Familien in ihrem Flüchtlingslager, um ihnen Hilfsgüter zu bringen, sie zu ermutigen und mit ihnen zu beten. Gerade in einer so schwierigen Lage geht es bei der Hilfe nicht nur um Unterkunft und Lebensmittel: Open Doors verteilte auch Bibeln, denn Gottes Wort kann in scheinbar aussichtslosen Situationen Trost und Hoffnung geben. Pastor Moses sagte: „Ich danke dem allmächtigen Gott für die Nahrungsmittel und das Geld und ganz besonders für die Bücher. Mein Haus mit allem Besitz wurde niedergebrannt. Ich betete zu Gott um sein Eingreifen, und er hat zu seiner festgelegten Zeit Open Doors zu uns geschickt. Jetzt kann ich die Bücher studieren, um mich auf meine Predigten vorzubereiten.“

„Ich danke euch auch für die Bilderbibel. Sie wird mir helfen, die Geschichten besser zu verstehen!“

Die 15-jährige Mercy Daniel (Bild oben rechts) bekam eine illustrierte Bibel. Sie sagte: „Ich danke euch Christen auf der ganzen Welt, die ihr meiner Mutter geholfen habt. Sie ist eine arme Witwe. Ich danke euch auch für die Bilderbibel. Sie wird mir helfen, die Geschichten besser zu verstehen!“

Schmuggelware Literatur

In vielen Regionen Zentralasiens ist die Verteilung von christlicher Literatur nur durch Schmuggel möglich. Pastor Vasilly* liefert wichtige christliche Bücher gegen alle Widerstände an Gemeinden.
 

Zu den Bibelkurieren gehören auch der 26-jährige Pastor Andrés* und sein Mentor Pastor Pablo*. Sie leben im tiefen Dschungel in einer abgelegenen Region im Südosten Kolumbiens, die von Drogenbanden und Guerrillas beherrscht wird. Die beiden wandern durch den Dschungel, um verfolgte Christen zu besuchen, ihnen die von Open Doors bereitgestellten Bibeln und Bücher zu bringen und sie zu ermutigen. Den Guerillas gefällt das nicht. Sie bekämpfen den christlichen Einfluss, haben bereits zwei Pastoren in der Region ermordet und andere vertrieben. „Andrés hat sich von Jugend an als sehr tapferer Mann erwiesen“, sagt Pastor Pablo. „Er hatte keine Angst, zu den gefährlichsten Orten zu gehen, er hat sich auch von den Morddrohungen gegen uns nicht einschüchtern lassen. Er wollte immer weitergehen, um neue Gebiete mit Literatur zu erreichen. Sein Glaube kam auch nicht ins Wanken, als sie Pastoren ermordeten, die wir kannten.“

Mehr vom Tätigkeitsbericht

Wo Christen stark bedrängt werden, ist es schwierig, Zugang zu biblischer Lehre zu bekommen. Deshalb organisiert Open Doors in vielen Ländern biblische Schulungen – letztes Jahr konnten daran über 570.000 teilnehmen.
Letztendlich geht es uns immer um den einzelnen Bruder oder die einzelne Schwester. Deshalb war es ein wesentlicher Teil unseres Dienstes im vergangenen Jahr, verfolgte Christen zu besuchen, ihnen zuzuhören, mit ihnen zu beten und sie zu ermutigen.
Durch Verfolgung geraten Christen oftmals in existentielle Not. Open Doors hilft ihnen durch Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekte, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Im Jahr 2018 waren das über 375.000 Christen.
Verfolgte Christen bitten vor allem um unser Gebet. Daher ruft Open Doors in über 20 Ländern mit Religionsfreiheit zum Gebet und zur Unterstützung auf. Erfahren Sie, welchen Beitrag wir dazu in 2018 mit unserer Arbeit in Deutschland geleistet haben.

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