Hilfe zur Selbsthilfe

Tätigkeitsbericht 2018

Hilfe zur Selbsthilfe 2018

Durch Verfolgung geraten Christen oftmals in existentielle Not: Frauen, deren Männer aufgrund ihres Glaubens im Gefängnis sind oder getötet wurden, müssen plötzlich allein ihre Kinder versorgen. Manche Christen sind durch Angriffe körperlich so schwer traumatisiert, dass sie nicht arbeiten können. Andere bekommen aufgrund von Benachteiligung keine Arbeitsstelle oder verlieren ihre Arbeit. Open Doors hilft solchen Christen durch Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekte, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

Unsere Hilfe zur Selbsthilfe 2018 in Zahlen

Diagramm Hilfe zur Selbsthilfe 2018

375.919 Personen profitierten 2018 von Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekten und Nothilfe.

Bilder: Hayyatou (links) in seiner Baumschule, Deeba* (rechtes Bild links) mit anderen Teilnehmerinnen eines Alphabetisierungskurses

 

Mikrokredite und Berufsbildungskurse

Hayyatou (Bild oben links) aus dem Niger ist seit 20 Jahren als Evangelist tätig. Der Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt und die Entfernung der natürlichen Vegetation durch Kleinbauern trägt zur Ausbreitung der Wüste bei, die bereits 80 % des Landes einnimmt. Dass Hayyatou sich als ehemaliger Muslim für Jesus entschied, machte es noch schwieriger, seine siebenköpfige Familie zu versorgen. Doch seit er an einer von Open Doors in Zusammenarbeit mit der lokalen Kirche organisierten wirtschaftlichen Schulung teilnahm und einen Mikrokredit erhielt, um eine Baumschule zu gründen, hat sich vieles verbessert. Sein Betrieb floriert und die Menschen erkennen, dass Bäume zu pflanzen der Wüstenbildung entgegenwirkt und die Ernten verbessert. „Der Bürgermeister hat mich beauftragt, andere Dorfbewohner zu lehren, auf ihrem Land das Gleiche zu tun. Ich habe nun ein Einkommen, mit dem ich viel besser für die Bedürfnisse meiner Familie aufkommen kann.“

„Ich habe nun ein Einkommen, mit dem ich viel besser für die Bedürfnisse meiner Familie aufkommen kann.“

Seine Leidenschaft, anderen von Jesus zu erzählen, hat er nicht verloren: „Die Arbeit hat mir eine bessere Stellung im Dorf und eine Plattform gegeben, die mir ermöglicht, das Evangelium an andere weiterzugeben. Durch die Schulungen, die ich durchführte, haben sich drei junge Männer für Jesus entschieden!“

Alphabetisierung

In manchen Ländern Asiens und Afrikas kommen viele Christen aus sehr einfachen Verhältnissen, haben keine Ausbildungsmöglichkeiten und können nicht lesen. Das schränkt ihre Möglichkeiten ein, Arbeit zu finden und durch Bibelstudium geistlich zu wachsen. Wenn sie aufgrund ihres Glaubens ihre Arbeitsstelle verlieren oder ausgegrenzt werden, verschärft sich die Situation. Open Doors führt darum Alphabetisierungskurse durch. Deeba* (ganz links auf Bild oben rechts) aus Nepal nahm an einem solchen Lehrgang teil: „Ich bin so froh, dass ich jetzt meine Bibel lesen kann. Jetzt glaube ich, dass das Alter kein Hinderungsgrund ist für Leute, die entschlossen sind, zu lernen. Ich möchte gerne noch mehr lernen.“

Auf den Philippinen schauen viele auf den Stamm der Sama herab, aber als Christin wird Lydia* selbst von den Sama verspottet. Trotzdem dient sie ihnen weiter. Mit Alphabetisierungskursen ermutigt sie Sama-Kinder, sich weiterzubilden.
 

Hilfe zur Sicherung des Lebensunterhalts

Eine Ziege reichte für das Schulgeld, zwei weitere, damit die Kinder den Bus nehmen konnten. Warum Christen in Niger zu den Ärmsten der Armen gehören und wieso Hilfe-zur-Selbsthilfe für die Sicherung des Lebensunterhaltes und die Schulbildung so wichtig ist, das zeigt das Beispiel dieser Familie.
 

* Name geändert

Mehr vom Tätigkeitsbericht

Verfolgte Christen bitten vor allem um unser Gebet. Daher ruft Open Doors in über 20 Ländern mit Religionsfreiheit zum Gebet und zur Unterstützung auf. Erfahren Sie, welchen Beitrag wir dazu in 2018 mit unserer Arbeit in Deutschland geleistet haben.
Die Verteilung und Herstellung von Bibeln und christlicher Literatur ist ein wichtiger Arbeitsbereich von Open Doors – das ist seit den Anfängen so, und auch 2018 wurden rund 2 Millionen Bibeln und andere christliche Medien verteilt.
Wo Christen stark bedrängt werden, ist es schwierig, Zugang zu biblischer Lehre zu bekommen. Deshalb organisiert Open Doors in vielen Ländern biblische Schulungen – letztes Jahr konnten daran über 570.000 teilnehmen.
Letztendlich geht es uns immer um den einzelnen Bruder oder die einzelne Schwester. Deshalb war es ein wesentlicher Teil unseres Dienstes im vergangenen Jahr, verfolgte Christen zu besuchen, ihnen zuzuhören, mit ihnen zu beten und sie zu ermutigen.

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