Verfolgten Christen eine Stimme geben 2018

Tätigkeitsbericht 2018

Verfolgten Christen eine Stimme geben 2018

Verfolgte Christen bitten uns vor allem darum, dass wir im Gebet an ihrer Seite stehen. Aber nur, wer von ihrer Not weiß, kann sich mit ihnen identifizieren und konkret für sie beten. Aus diesem Grund macht Open Doors in über 20 Ländern mit Religionsfreiheit auf das Leid verfolgter Christen aufmerksam und ruft zum Gebet und zur Unterstützung auf.

Bilder: Gemeinsames Gebet beim Gebetsabend 2018 (links), Schreiben von Ermutigungskarten (rechts)

 

Brücken bauen

Open Doors möchte Begegnungen zwischen Christen aus Ländern mit Religionsfreiheit und ihren verfolgten Glaubensgeschwistern schaffen. Bei dem Open Doors Tag, dem Jugendtag und dem Gebetsabend, die jährlich am Himmelfahrtswochenende stattfinden, kamen 2018 wieder Christen aus verschiedenen Regionen Deutschlands zusammen, um Berichte von Sprechern aus der verfolgten Gemeinde zu hören und im Gebet für sie einzustehen.
 

Zita* Schreibaktion
Bild: Zita* freut sich über die Briefe von Christen aus verschiedenen Ländern

Jährlich veranstalten mehr als 1.037 Gemeinden Informations- und Gebetsveranstaltungen, bei denen Referenten von Open Doors von ihren Begegnungen mit verfolgten Christen berichten. Die Schreibaktionen von Open Doors geben Christen in Ländern mit Religionsfreiheit die Möglichkeit, verfolgte Christen mit einem Brief oder einer Karte persönlich zu ermutigen. Im Jahr 2018 wurde beispielsweise die junge Zita* aus Kamerun, die wegen ihrer Entscheidung für Jesus von ihrer muslimischen Familie bedroht und belästigt wurde, durch Briefe und Karten aus Deutschland und anderen Ländern ermutigt: „Vielen Dank. Ich weiß, dass alles, was ihr tut, aus Liebe geschieht. Bis ich zu Christus fand, habe ich solche Liebe nie erlebt! Ich preise Gott dafür und danke ihm für euch.“

Informationen zum Gebet

Open Doors stellt in Deutschland und anderen Ländern auf vielfältige Weise Informationsmaterial zum Gebet zur Verfügung. Viele Christen nutzen diese Materialien, wie das Monatsmagazin mit Gebetskalender und die wöchentliche Gebetsmail, um ihre verfolgten Geschwister im Gebet zu unterstützen. Shockwave, die Jugend-Gebetsbewegung für verfolgte Christen, widmete sich 2018 dem Gebet für Christen in Ägypten. Fast 3.100 Jugendgruppen in Deutschland, etwa 200 mehr als im Vorjahr, ließen sich das Material von Open Doors zur Vorbereitung eines Gebetsabends zuschicken.
 

Shockwave 2019 in einer Jugendgruppe in Wolfsburg

Zum Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen bestellten 2018 rund 4.200 Gemeinden allein in Deutschland das Materialpaket von Open Doors, um einen Gebetsgottesdienst für ihre Glaubensgeschwister in Turkmenistan und im Iran zu gestalten. Zudem haben sich bisher im Rahmen der Gebetskampagne für Nordkorea über 6.296 und im Rahmen der Gebetskampagne für die islamische Welt mehr als 2.666 Christen in Deutschland entschieden, regelmäßig für diese Regionen zu beten.

Stimme sein

Um die von der Öffentlichkeit oft nicht wahrgenommene Not verfolgter Christen ins Blickfeld zu rücken, veröffentlicht Open Doors jedes Jahr den Weltverfolgungsindex, eine Liste der 50 Länder, in denen Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt werden, mit ausführlichen Länderprofilen und Hintergrundinformationen. Zusätzlich verschickt Open Doors regelmäßig Pressemeldungen zu aktuellen Themen und appelliert an Medien und Politiker, sich gezielt für verfolgte Christen einzusetzen.
 

*Name geändert

Mehr vom Tätigkeitsbericht

Die Verteilung und Herstellung von Bibeln und christlicher Literatur ist ein wichtiger Arbeitsbereich von Open Doors – das ist seit den Anfängen so, und auch 2018 wurden rund 2 Millionen Bibeln und andere christliche Medien verteilt.
Wo Christen stark bedrängt werden, ist es schwierig, Zugang zu biblischer Lehre zu bekommen. Deshalb organisiert Open Doors in vielen Ländern biblische Schulungen – letztes Jahr konnten daran über 570.000 teilnehmen.
Letztendlich geht es uns immer um den einzelnen Bruder oder die einzelne Schwester. Deshalb war es ein wesentlicher Teil unseres Dienstes im vergangenen Jahr, verfolgte Christen zu besuchen, ihnen zuzuhören, mit ihnen zu beten und sie zu ermutigen.
Durch Verfolgung geraten Christen oftmals in existentielle Not. Open Doors hilft ihnen durch Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekte, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Im Jahr 2018 waren das über 375.000 Christen.

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