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Länderprofil Ägypten

Ägypten

Stand des Länderprofils: Januar 2017

Berichtszeitraum: 1. November 2015 – 31. Oktober 2016
Informationen zur gegenwärtigen Entwicklung des Landes entnehmen Sie unseren Aktuellen Meldungen.


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung
Ausführliches Länderprofil
   1. Position auf dem Weltverfolgungsindex
   2. Triebkräfte der Verfolgung
   3. Aktuelle Einflüsse
   4. Betroffene Kategorien von Christen
   5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt
   6. Ausblick
   7. Gebetsanliegen



Zusammenfassung

Position auf dem Weltverfolgungsindex

65 Punkte / Platz 21 (WVI 2016: 64 Punkte / Platz 22)

Triebkräfte der Verfolgung

Die Triebkräfte der Christenverfolgung in Ägypten sind „Islamische Unterdrückung“ und in einem geringeren Ausmaß „Diktatorische Paranoia“ sowie „Organisiertes Verbrechen und Korruption“, wobei beide mit „Islamischer Unterdrückung“ vermischt sind.

Aktuelle Einflüsse

Durch seinen autoritären Regierungsstil hat Präsident al-Sisi die Rechtsstaatlichkeit in Ägypten in gewissem Maß wiederhergestellt. Dabei fordert er jedoch eine strengere Einhaltung der relativ restriktiven Religionsgesetze. Jene islamistischen Gruppierungen, die sich durch die Entmachtung von Ex-Präsident Mursi als Geschädigte sehen, gehen auch gegen Christen vor, die angeblich zum Sturz Mursis beigetragen haben. Demzufolge leben ägyptische Christen in einer stark polarisierten Gesellschaft, deren Stabilität durch die Kluft zwischen islamistischen und säkular-nationalistischen Ägyptern gefährdet ist. Die Regierung von Präsident al-Sisi scheint entschieden, militante Islamisten zu bekämpfen, zeigt sich aber gleichzeitig nicht willig, bedeutsame Maßnahmen zur Sicherung der Religionsfreiheit und gleicher Bürgerrechte für Christen zu ergreifen.

Betroffene Kategorien von Christen

Von den vier Kategorien von Christen, die in Ägypten leben, erfahren ausländische Christen und Arbeitsmigranten das geringste Ausmaß an Problemen. Es sind Christen muslimischer Herkunft, die die Hauptlast der Verfolgung tragen. Christen aus traditionellen Kirchen und protestantischen Freikirchen sind unter Umständen auch von Angriffen betroffen.

Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

  • Insgesamt ist der Druck auf Christen in Ägypten sehr groß, nahm aber im Vergleich zum WVI 2016 leicht ab.
  • Am stärksten ist der Druck in den Bereichen „Familienleben“ (mit einer sehr hohen Punktzahl), sowie „Gesellschaftliches Leben“ und „Privatleben“ (beide mit hoher Punktzahl). Das ist charakteristisch für die Triebkraft Islamische Unterdrückung, durch die Christen muslimischer Herkunft ihren Glauben nicht frei ausleben können und Feindseligkeiten von ihren Familien und lokalen Leitern erfahren.
  • Im Bereich „Leben im Staat“ erfahren koptische Christen Einschränkungen durch Gesetze.
  • Die Wertung für den Bereich Gewalt weist eine extrem hohe Punktzahl auf und ist gegenüber dem WVI 2016 angestiegen. Sowohl militante salafistische Gruppierungen als auch Gruppen aus der Gesellschaft verübten Angriffe auf Christen.
  • Die Gesamtsituation der Christenverfolgung in Ägypten ist hauptsächlich auf islamische Unterdrückung zurückzuführen, die in allen Lebensbereichen herrscht. Christen werden von der Gesellschaft, dem Staat und nichtstaatlichen islamischen Gruppen unter Druck gesetzt. Christen muslimischer Herkunft erfahren noch zusätzlich Druck vonseiten ihrer Familien, ihrem Glauben abzuschwören.

Ausblick

Die für Ägyptens Zukunft bestimmenden Elemente sind im Wesentlichen im politischen und wirtschaftlichen Sektor zu finden. Das Land ist durch eine schier unüberbrückbare religiös-ideologische Spaltung geteilt. Dabei stehen verschiedenen extremistischen Prägungen des Islam (von Salafisten bis Muslimbruderschaft) politisch liberale Kräfte (Säkularisten) gegenüber. Die Bedrohung durch islamisch-extremistische Bewegungen in Ägypten ist keineswegs abgewendet. Außerdem nähren die herrschende Jugendarbeitslosigkeit und die Stagnation der Wirtschaft die Unzufriedenheit in der Gesellschaft. Solange die Regierung keinen Weg findet, diese Probleme zu lösen, besteht die Gefahr, dass militante Gruppen das Land destabilisieren und Christen noch stärker verfolgen.

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Ausführliches Länderprofil


1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit einer Wertung von 65 Punkten belegt Ägypten Platz 21 auf dem Weltverfolgungsindex (WVI) 2017. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zum WVI 2016, auf dem Ägypten mit 64 Punkten Platz 22 einnahm. Christen in Ägypten – nicht nur jene muslimischer Herkunft, sondern auch die einheimische koptische Gemeinschaft– stehen auch weiterhin unter starkem Druck. Ägyptische Christen leben in einer stark polarisierten Gesellschaft, in der die Stabilität durch die Kluft zwischen islamistischen und säkular-nationalistischen Ägyptern gefährdet ist. Die Regierung von Präsident al-Sisi scheint entschieden, militante Islamisten zu bekämpfen, zeigt sich aber gleichzeitig nicht willig, bedeutsame Maßnahmen zur Sicherung der Religionsfreiheit und gleicher Bürgerrechte für Christen zu ergreifen. Das restriktive Gesetz zum Bau von Kirchen, das letztes Jahr von Parlament verabschiedet wurde, ist ein Zeichen dafür, dass die Regierung nicht gegen den Einfluss von Islamisten immun ist.

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2. Triebkräfte der Verfolgung

Die Triebkräfte der Christenverfolgung in Ägypten sind „Islamische Unterdrückung“ und in einem geringeren Ausmaß „Diktatorische Paranoia“ sowie „Organisiertes Verbrechen und Korruption“, wobei beide mit „Islamischer Unterdrückung“ vermischt sind.

Islamische Unterdrückung: Die Triebkraft Islamische Unterdrückung hat in Ägypten viele Gesichter. Auf politischer Ebene sind unterschiedliche Formen von Diskriminierung festzustellen, im Familienleben sind Christen muslimischer Herkunft besonders stark betroffen. Es gibt gewaltsame Übergriffe durch Islamisten, die eng mit organisiertem Verbrechen in Verbindung stehen. Zu beachten ist, dass die Islamisten 2013 zwar aus der Regierung, nicht aber aus dem Land vertrieben wurden. Sie sind eine ständige Bedrohung für die Stabilität im Land und eine besondere Gefahr für die christliche Bevölkerung. Im Sinai agieren islamisch-extremistische Gruppierungen weitgehend straffrei.

Diktatorische Paranoia: Der traditionell autoritäre Führungsstil in Ägyptens politischem System ist vielleicht die einzige Konstante während der drei Regierungswechsel in nur drei Jahren (2011-2014). Die jeweiligen Machthaber gleichen sich in ihrem autoritären Regierungsstil. 2011 wurde eine jahrzehntelange Periode aufeinanderfolgender Diktatoren durch massive Proteste aus der Bevölkerung beendet, was schließlich zur umstrittenen Wahl der Muslimbruderschaft führte. Die von Mohammed Mursi geführte und alles andere als demokratische Regierung wurde 2013 nach massiven Protesten der Bevölkerung mit Unterstützung des Militärs gestürzt. Gegenwärtig wird das Land durch eine Zivilregierung unter dem früheren General Abd al-Fattah al-Sisi geführt, der nach der Präsidentschaftswahl im Mai 2014 an die Macht kam. Seine Regierung betrachtet offenbar die Einhaltung der Menschenrechte und die pluralistische Demokratie als nachrangig gegenüber den ungelösten Problemen in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sicherheit. In diesem Kontext ist daher Religionsfreiheit für die Christen nicht völlig garantiert.

Organisiertes Verbrechen und Korruption: Die weit verbreitete Korruption und Kriminalität und der herrschende Mangel an Sicherheit, besonders im Sinai, haben eine strukturell bedingte Straflosigkeit geschaffen, in der feindselige Handlungen gegen besonders gefährdete Gruppen (solche, die keinen Fürsprecher in der politischen Arena haben) nicht bestraft werden. Davon sind auch Christen betroffen. Darüber hinaus hat die Belästigung und Gewalt gegen Frauen zugenommen. Darunter leiden in einem islamisch-extremistischen Umfeld Frauen aller Religionsgemeinschaften, besonders jedoch jene aus Minderheiten wie der christlichen.

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3. Aktuelle Einflüsse

Das Versagen von Ex-Präsident Mursi bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme des Landes sowie die fortschreitende Auflösung der demokratischen Institutionen und die beschleunigte Islamisierung der ägyptischen Politik waren die Hauptauslöser für die massiven Proteste im Juli 2013. Die schnelle Aufeinanderfolge von Revolutionen zeigt die tiefsitzende Frustration der Bevölkerung über die schwierige wirtschaftliche Situation, genauso aber auch ein um Stabilität ringendes demokratisches System sowie die enorme Polarisierung der ägyptischen Gesellschaft. Für viele Menschen kam das Einschreiten des Militärs 2013 eher überraschend, und doch betrachteten viele, wenn nicht sogar die meisten, Ägypter al-Sisi und das Militär als Retter aus dem stählernen Griff des islamisch-extremistischen Mursi-Regimes.

Durch seinen autoritären Regierungsstil hat Präsident al-Sisi die Rechtsstaatlichkeit in Ägypten in gewissem Maß wiederhergestellt. Dabei fordert er jedoch eine strengere Einhaltung der relativ restriktiven Religionsgesetze, was sich auch zum Nachteil der ägyptischen Christen auswirkt. Dies gilt umso mehr, als ein Gesetz vom November 2013 zur Regulierung öffentlicher Proteste die freie Meinungsäußerung in der Öffentlichkeit einschränkt. Auch das 2016 erlassene Gesetz zum Bau von Kirchen enthält Beschränkungen, die zu erhöhtem Druck auf Christen beitragen.

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4. Betroffene Kategorien von Christen

In Ägypten leben zwei der vier im WVI unterschiedenen Kategorien von Christen:

Christen aus traditionellen Kirchen: Die größte dieser Gemeinschaften ist die koptisch-orthodoxe Kirche. Es gibt auch gut etablierte protestantische Gemeinschaften im gesamten Land. Die zahlenmäßig starke Minderheit der Kopten erlebt trotz erheblicher Schwierigkeiten (wie Diskriminierung in Ausbildung, Gesundheitsversorgung und bei Behörden sowie durch Gesetze, die das Gemeindeleben erheblich einschränken) ein gewisses Maß an Toleranz seitens des Staates und der muslimischen Bevölkerung aufgrund ihrer historischen Präsenz und Größe (von geschätzten 10-11 Millionen Mitgliedern). In den letzten Jahren hat sich die Lage jedoch verschlechtert, da auch Christen traditioneller Kirchen von ihren Nachbarn sowie islamisch-extremistischen Gruppierungen angegriffen wurden.

Christen muslimischer Herkunft: Es gibt eine kleine, aber wachsende Gemeinschaft von Christen muslimischer Herkunft, die der vollen Wucht der Verfolgung ausgesetzt sind, zumeist durch die eigene Familie. Diese bestraft die vom Islam „Abgefallenen“ zumeist durch physische Gewalt oder durch das Verstoßen aus der Familie. Sowohl Christen muslimischer Herkunft als auch koptische Christen sind im ganzen Land anzutreffen, letztere am stärksten in Oberägypten, Kairo und Alexandria. Das Maß an Verfolgung ist im gesamten Land etwa gleich stark.

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5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Grafik: Verfolgungsmuster Ägypten

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die WVI-Platzierung. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenspiel der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Erläuterung zum Verfolgungsmuster Ägypten:

  • Der Durchschnittswert des Drucks auf Christen in Ägypten ist hoch (9,721), nahm aber seit dem WVI 2016 (9,913) etwas ab.
  • Am stärksten ist der Druck in den Bereichen „Familienleben“ (10.789), „gesellschaftliches Leben“ (10,091) und „Privatleben“ (9,849). Dieses Muster ist charakteristisch für eine von der Triebkraft Islamische Unterdrückung geprägte Situation.
  • Im Bereich „Leben im Staat“ erfahren koptische Christen Einschränkungen durch Gesetze.
  • Die Wertung für den Bereich Gewalt weist weiterhin eine extrem hohe Punktezahl auf (16,112) und ist seit dem WVI 2016 (14,445) angestiegen. Sowohl militante salafistische Gruppierungen als auch die Gesellschaft insgesamt verübten Angriffe auf Christen.
  • Die Christenverfolgung in Ägypten resultiert aus dem Druck seitens der Gesellschaft, des Staates sowie nichtstaatlicher islamischer Gruppen. Christen muslimischer Herkunft werden zusätzlich von ihrer Familie unter Druck gesetzt, ihren Glauben zu widerrufen.

Privatleben: Christen muslimischer Herkunft erfahren sogar privat zuhause starke Einschränkungen. Persönliches Glaubensleben ist gefährlich und Christen muslimischer Herkunft stehen unter großem Druck, an den täglichen islamischen Gebeten und am Fasten während des Ramadan teilzunehmen.

Familienleben: Besonders in ländlichen Gebieten werden Christen muslimischer Herkunft vonseiten der Kern- und der weiteren Familie enorm unter Druck gesetzt, ihren christlichen Glauben zu widerrufen. (Zum Vergleich: Der Druck auf Christen aus der großen koptischen Gemeinschaft ist sowohl im Privat- als auch im Familienleben wesentlich geringer.) Christen muslimischer Herkunft erfahren sogar körperliche Übergriffe und Todesdrohungen.

Gesellschaftliches Leben: Kopten werden oft vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Open Doors-Feldforschern zufolge erleben Christen andauernde Diskriminierung in den Bereichen Justiz, Ausbildung und Sozialleistungen und sind grundsätzlich stärker von Armut betroffen. Darüber hinaus müssen sich koptische Christen vermehrt mit „Gerichtsverhandlungen nach Gewohnheitsrecht“ auseinandersetzen, in denen meist Zwistigkeiten zwischen Muslimen und Christen verhandelt werden. In dieser alternativen Form der Rechtsprechung werden Christen, vor allem aus der koptischen Kirche, in der Regel stark benachteiligt.

Leben im Staat: Die Religionsfreiheit ist nicht gewährleistet und das Justizwesen ist gegenüber Nicht-Muslimen voreingenommen und behandelt Christen, besonders Christen muslimischer Herkunft, als Bürger zweiter Klasse. Außerdem werden die Möglichkeiten, den christlichen Glauben individuell sowie kollektiv auszuleben, eingeschränkt.

Kirchliches Leben: Die Autonomie der koptisch-orthodoxen Kirche wird weitgehend respektiert, allerdings erleben Kopten Hindernisse im Verwaltungsbereich, so etwa bei Genehmigungen zur Renovierung von Kirchengebäuden. Diese Hindernisse sind im Berichtszeitraum des WVI 2016 mit der Verabschiedung eines Gesetzes, das den provinziellen Behörden willkürliche Macht bei der Ausstellung von Baugenehmigungen einräumt, noch unüberwindbarer geworden.

Auftreten von Gewalt: Im Berichtszeitraum des WVI 2017 führten Ereignisse aus unterschiedlichen Quellen zu einem extremen Ausmaß an Gewalt. Berichten zufolge wurden mehrere Dörfer von extremistischen Muslimen angegriffen, wobei mindestens 12 Christen getötet wurden. Open Doors-Feldforscher berichteten, dass zehn Kirchen geschlossen wurden. Anderen Feldberichten zufolge beruht auch die Vertreibung von Christen auf Angriffen von Mobs. Zwei solche Fälle wurden im Berichtszeitraum bekannt. Manchmal wird die gesamte christliche Gemeinschaft eines Dorfes unter Druck gesetzt, mitsamt ihren Familien das Dorf zu verlassen, wobei ihnen häufig nicht einmal die Mitnahme ihres Eigentums gestattet wird. 2016 ging der Fall eines Übergriffs auf eine ältere christliche Dame durch die Medien. Sie wurde von einem Mob angegriffen (der sie nackt auszog und in einer Parade durch das Dorf führte), da ihr Sohn unter der Anschuldigung stand, eine Liebesbeziehung mit einem muslimischen Mädchen zu führen.

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6. Ausblick

Erkennbare Trends und ihre Bedeutung für die Kirche

  1. Die für Ägyptens Zukunft bestimmenden Elemente betreffen im Wesentlichen den politischen und den wirtschaftlichen Sektor. Das Land ist durch eine schier unüberbrückbare religiös-ideologische Spaltung geteilt. Dabei stehen verschiedenen extremistischen Prägungen des Islam (von Salafisten bis Muslimbruderschaft) politisch liberale Kräfte (Säkularisten) gegenüber. Die Bedrohung durch islamisch-extremistische Bewegungen in Ägypten ist keineswegs abgewendet. Außerdem nähren die herrschende Jugendarbeitslosigkeit und die Stagnation der Wirtschaft die Unzufriedenheit in der Gesellschaft. Solange die Regierung keinen Weg findet, diese Probleme zu lösen, besteht die Gefahr, dass militante Gruppen das Land destabilisieren und Christen noch stärker verfolgen.
  2. Um die Anerkennung und wenigstens einige Unterstützer aus der Anhängerschaft der Muslimbruderschaft zu gewinnen, könnte die Regierung möglicherweise Gesetze erlassen, die die Freiheit ägyptischer Christen einschränken. Die Härte, mit der die Regierung gegen militante Islamisten und politische Gruppen vorgeht, könnte auch dazu führen, dass sich mancher junger Muslim vor den Kopf gestoßen fühlt und sich deshalb extremistischen regierungsfeindlichen Bewegungen zuwendet.
  3. Die koptisch-orthodoxe Kirche gibt sich deutlich als Unterstützer der Regierung unter Präsident al-Sisi zu erkennen. Das birgt allerdings das Risiko, dass Christen noch stärkerer Verfolgung ausgesetzt sein könnten, sollte sich die politische Landschaft Ägyptens in der näheren Zukunft verändern.

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7. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Ägypten:

  • Bitte beten Sie für Christen mit muslimischer Herkunft, die für ihr Verlassen des Islam aus ihren Häusern vertrieben wurden. Beten Sie, dass Gott sie versorgt und dass er ihren Herzen Frieden schenkt.
  • Beten Sie, dass Gott selbst die Führer von Islamistengruppen zu Jesus bringt und dass er sie für seine Zwecke einsetzt.
  • Bitte beten Sie für Christen, die sozial, politisch und in Gerichtsverfahren benachteiligt wurden, dass sie die Situation vertrauensvoll in die Hände Gottes legen.

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