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Länderprofil Oman

Oman

Stand des Länderprofils: Januar 2016

Berichtszeitraum: 1. November 2014 bis 31. Oktober 2015

 

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung
1. Position auf dem Weltverfolgungsindex
2. Triebkräfte von Verfolgung
3. Aktuelle Einflüsse
4. Betroffene Kategorien von Christen
5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt
6. Ausblick
7. Gebetsanliegen

 

Zusammenfassung

Position auf dem Weltverfolgungsindex: 53 Punkte / Platz 50
(WVI 2015: 55 Punkte / Platz 39)

Triebkräfte von Verfolgung: „Islamischer Extremismus“ (Haupttriebkraft) und in geringerem Ausmaß „Diktatorische Paranoia“ (vermischt mit Islamischem Extremismus)

Aktuelle Einflüsse: Am Zusammenfluss von Persischem Golf und Arabischem Meer gelegen war Oman im Mittelalter eines der einflussreichsten Sultanate. Der regierende Sultan kam im Jahr 1970 an die Macht, nachdem er seinen eigenen Vater abgesetzt hatte. Ihm ist es auch zu verdanken, dass dieses in der Vergangenheit von so vielen Kriegen und Konflikten geprägte Land nun mehr Sicherheit und Stabilität genießt. Während viele andere arabische Staaten sektiererische Gewalt und politische Tumulte erlebten, kann das Sultanat Oman als ein Hort der Ruhe und der Toleranz bezeichnet werden. Der Sultan führte einige demokratische Reformen ein.
Der Großteil der Bevölkerung von Oman gehört dem Ibadi-Islam an. Diese Richtung des Islam gilt als weniger gewaltbereit als Sunniten und Schiiten. Das Erstarken des „Islamischen Staats“ (IS) ist für die Region eine Zerreißprobe. Kämpfe im Jemen führen zu massiven Problemen im Land und überschatten sogar die Sorgen, die der IS hervorruft. Die Bestimmungen in der Verfassung, welche die Religionsfreiheit betreffen, sind voller Widersprüche. Es wird zwar einerseits Religionsfreiheit gewährt, doch gilt andererseits die Bedingung, dass dadurch weder geltende Sitten noch die öffentliche Moral und Ordnung verletzt werden dürfen.

Betroffene Kategorien von Christen: Sowohl ausländische Christen als auch Christen muslimischen Hintergrunds sind von Verfolgung betroffen, doch Konvertiten leiden am schwersten unter Verfolgung.

Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt: In Oman ist der Verfolgungsdruck im Bereich „Privatleben“ am stärksten ausgeprägt, gefolgt vom Bereich „Kirchliches Leben“. Christen muslimischen Hintergrunds erleben starke Verfolgung, vor allem durch die Familie, kommunale Leiter und Regierungsbeamte. Die durchschnittliche Wertung für die fünf Lebensbereiche ist niedriger als im letzten Jahr. Auch in diesem Jahr gab es keine Berichte von Gewalt gegen Christen. Alle Lebensbereiche bis auf einen haben einen Rückgang in der Punktzahl zu verzeichnen. Während sich nur im Bereich „Gesellschaftliches Leben“ die Punktzahl erhöht hat, ist die für das „Leben im Staat“ am deutlichsten zurückgegangen. Dies deutet darauf hin, dass der Druck durch das Regime ein wenig nachlässt, doch dass diese Entwicklung zum Teil durch gesellschaftliche Akteure wieder kompensiert wird.

Ausblick: Es ist anzunehmen, dass sich die Situation der Christen in Oman vorerst nicht verändern wird.

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1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit einer Wertung von 53 Punkten belegt Oman Platz 50 auf dem Weltverfolgungsindex 2016. Das entspricht einem Rückgang um zwei Punkte gegenüber dem Jahr 2015 (55), als Oman Rang 39 einnahm. Der leichte Rückgang in der Wertung ist hauptsächlich auf die Versuche der omanischen Regierung zurückzuführen, der internationalen Gemeinschaft zu zeigen, dass sie sich im Gegensatz zu anderen Ländern der Region für die Akzeptanz anderer Religionen im Land einsetzt. Der Großteil der Omaner folgt dem Ibadi-Islam, welcher anderen gegenüber tolerant ist.

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2. Triebkräfte von Verfolgung

„Islamischer Extremismus“ und in geringerem Ausmaß „Diktatorische Paranoia“ sind die zwei Triebkräfte der Verfolgung von Christen in Oman. Die Diktatorische Paranoia ist mit Islamischem Extremismus vermischt.

Islamischer Extremismus: Der Islam ist Staatsreligion und die Gesetzgebung basiert hauptsächlich auf islamischem Recht. Islamunterricht steht auf den Lehrplänen aller staatlichen Schulen. Der Abfall vom Islam ist zwar keine strafbare Handlung, wird aber auch nicht vom Rechtssystem anerkannt, welches davon ausgeht, dass alle Staatsbürger Muslime sind. Ein Christ muslimischer Herkunft ist mit Problemen hinsichtlich seines Familienstandes und des Familienrechts konfrontiert, welches einem Vater das Sorgerecht für seine Kinder abspricht, wenn er den Islam verlässt. Den Glauben zu wechseln kommt für einen omanischen Staatsbürger einem gesellschaftlichen Bann gleich.

Diktatorische Paranoia: Oman wird von einer Herrscherfamilie regiert, die den Willen des Volkes nicht respektiert. Daher besteht Unmut in der Bevölkerung. Sie glaubt, dass die Regierung autoritär handelt, wobei sie die wirtschaftlichen Reformen als gewinnbringend anerkennt. Nach einem Bericht der Bertelsmann-Stiftung von 2014 herrscht politische Stagnation: „Seit Beginn des neuen Jahrtausends fanden in Oman einige wirtschaftliche, aber so gut wie keine politischen Reformen statt.“ Anstatt ihre Zusage bei den öffentlichen Protesten des Jahres 2011 zu erfüllen, hat sich das Regime dazu entschlossen, seine eigene Machtposition zu stabilisieren und zu festigen. So wurden Anwälte, Studentenführer und Menschenrechtsaktivisten verhaftet und schikaniert. In diesem Zusammenhang schränkten die Machthaber auch die Religions- und die Meinungsfreiheit ein.

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3. Aktuelle Einflüsse

Geschichte: Am Zusammenfluss von Persischem Golf und Arabischem Meer gelegen war Oman im Mittelalter eines der einflussreichsten Sultanate. Arabisch ist die offizielle Landessprache und mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist arabisch. Staatsreligion ist der Islam. Die Portugiesen kontrollierten das Land 140 Jahre lang (1508 bis 1648). Oman war dann eine Provinz des Osmanischen Reiches. Das Land konnte seine Unabhängigkeit behaupten, obwohl es seit 1798 Freundschafts- und Kooperationsverträge mit Großbritannien unterhielt. Im 18. Jahrhundert war das Sultanat so mächtig geworden, dass es die Küsten des heutigen Iran und Pakistan kontrollierte, Sansibar und Seehäfen in Kenia besiedelte, Afrikaner aus der Sklaverei zurückholte und Handelsschiffe bis zur malaiischen Halbinsel entsandte. Das Land wurde schließlich von britischen Truppen erobert. Eine große Anzahl ethnischer Belutschen, die in den vergangenen Jahrhunderten aus dem Iran und Pakistan eingewandert sind, leben ebenfalls in Oman. Das Land wird von einer Monarchie mit zwei Beratungsgremien (dem Staatsrat und dem Nationalen Konsultativrat) regiert.

Politik und Gesetz: Der regierende Sultan kam im Jahr 1970 an die Macht, nachdem er seinen eigenen Vater abgesetzt hatte. Der Sultan schaffte die Sklaverei in Oman ab und führte das Land in einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ihm ist es auch zu verdanken, dass dieses in der Vergangenheit von so vielen Kriegen und Konflikten geprägte Land mehr Sicherheit und Stabilität genießt. Während viele andere arabische Staaten sektiererische Gewalt und politische Tumulte erlebten, kann das Sultanat Oman als ein Hort der Ruhe und der Toleranz bezeichnet werden. Der Sultan führte einige demokratische Reformen ein. So gab er beispielsweise im Jahre 1997 Frauen das Recht, in den Nationalen Konsultativrat (Majlis Oman) gewählt werden zu können. Im Jahr 2003 führte der Sultan das Wahlrecht für alle Bürger über 21 Jahren ein. Vor dieser Reform wurden Wähler von der Führungselite bestimmt und nur ein Viertel der Bevölkerung durfte überhaupt wählen. Die Bestimmungen in der Verfassung, welche die Religionsfreiheit betreffen, sind voller Widersprüche. Es wird zwar einerseits Religionsfreiheit gewährt, doch gilt andererseits die Bedingung, dass dadurch weder geltende Sitten noch die öffentliche Moral und Ordnung verletzt werden dürfen.

Gesellschaft und Ibadi-Islam: Oman war eines der Länder, in welchem der Islam noch zu Lebzeiten des Propheten Mohammed Fuß fasste. Die Ibaditen praktizieren eine Strömung des Islam, die es nur in Oman gibt. Sie ist eine Mischung aus Strenge und Toleranz und kann als „gemäßigter Konservatismus“ bezeichnet werden. Laut Experten des Ibadi-Islam sind die Anhänger im Vergleich zu Sunniten und Schiiten nicht gewaltbereit. Auch gegen jene, die sich vom Islam abkehren oder keine Muslime sind, verüben sie keine Gewalttaten. „Sie konzentrieren sich auf ‚Trennung‘. Dies äußert sich gewöhnlich durch das das Verweigern der traditionellen ‚Freundschaft‘ (‚wilaya‘).“ Obwohl der Islam das Leben der Omaner dominiert, gibt es in Oman im Gegensatz zu einigen angrenzenden Ländern die Tendenz, Christen zu tolerieren. Diese Toleranz wird gestärkt durch den Sultan, welcher das Land als Symbol der Toleranz und Diplomatie darzustellen versucht. Konsequent tritt der Oman auch in internationalen Gesprächen mit militanten Gruppen in der Region als Mediator auf.

Menschenhandel und Jemen-Effekt: Obwohl Oman seit den 1970er-Jahren einen Wandel erlebt hat, wird das Land beschuldigt, nicht ausreichend gegen Menschenhandel vorzugehen. Gemäß des Berichts des US-Außenministeriums über den Menschenhandel 2014 ist Oman „ein Ziel- und Transitland für Männer und Frauen, vor allem aus Indien, Pakistan, Bangladesch, Sri Lanka, den Philippinen, Äthiopien, Nepal, Kenia und Indonesien. Sie müssen Zwangsarbeit leisten und sind in geringerem Ausmaß auch Opfer des Sexhandels.“ Das Land kämpft außerdem mit Herausforderungen, die durch die Konfliktparteien im Jemen verursacht werden. In Jemen bekämpfen sich die Huthi-Rebellen, „Al-Kaida der Arabischen Halbinsel“ (AQAP) und die Regierung Jemens. Iran und Saudi-Arabien führen zum wiederholten Male einen Stellvertreterkrieg im Jemen. Als Nachbarland zu Jemen spürt auch Oman die vorherrschenden Spannungen.

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4. Betroffene Kategorien von Christen

In Oman gibt es folgende Kategorien von Christen:

Ausländische Christen: Es gibt eine Reihe ausländischer Christen in Oman. Sie leben vor allem in den großen städtischen Gebieten von Maskat, Suhar und Salala. Es handelt sich dabei um römisch-katholische, orthodoxe und protestantische Gemeinden. Mehr als sechzig verschiedene christliche Gruppierungen und Gemeinden sind in der Hauptstadt Maskat aktiv. Alle religiösen Organisationen müssen sich behördlich registrieren lassen, christliche Versammlungen werden auf politische Botschaften und Teilnahme durch omanische Staatsbürger hin überprüft. Es wird offiziell geduldet, dass ausländische Christen ihren Glauben im Privaten ausüben.

Christen muslimischen Hintergrunds: Es gibt in Oman nur wenige Christen muslimischen Hintergrunds. Sie riskieren Verfolgung durch ihre Familie und die Gesellschaft und können ihre Familie, ihr Haus, ihre Arbeit und sogar ihr Leben verlieren. Allerdings wurden im Berichtszeitraum keine gewaltsamen Vorfälle dokumentiert.

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5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Erläuterung zum Verfolgungsmuster: Das Verfolgungsmuster für Oman basiert auf der Summe der Wertungen für Islamischen Extremismus (vermischt mit Diktatorischer Paranoia). Die durchschnittliche Wertung der fünf Lebensbereiche liegt bei 10,683 Punkten und verdeutlicht, dass der Druck auf Christen gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen hat (10,919). Wie im vergangenen Jahr gab es keine Berichte über Gewalt gegen Christen. Der größte Rückgang der Punktzahl war im Bereich „Leben im Staat“ zu verzeichnen, während sich die Wertung für den Bereich „Gesellschaftliches Leben“ erhöht hat. Dies deutet darauf hin, dass der Druck durch das Regime ein wenig nachlässt, doch dass diese Entwicklung zum Teil durch gesellschaftliche Akteure wieder kompensiert wird. Wie das unten stehende Verfolgungsmuster zeigt, ist der Verfolgungsdruck im „Privatleben“ am stärksten, gefolgt von den Lebensbereichen „Kirchliches Leben“, „Familienleben“ und „Gesellschaftliches Leben“. Im Gegensatz zu vielen anderen benachbarten Ländern ist Oman ein eher tolerantes Land in Hinblick auf andere Religionen und deren Möglichkeiten, ihren Glauben auszudrücken. Dennoch erleiden Christen in dem Sultanat Verfolgung in unterschiedlichen Lebensbereichen.

(Bitte beachten Sie: Die oberen Zahlen zeigen drei Dezimalstellen an. Sie sind nicht als Tausende zu verstehen.)

Privatleben: Oman gehört zu den wenigen Ländern, in denen der Islam Staatsreligion ist, aber der Wechsel zu einem anderen Glauben nicht als Verbrechen gilt. Dennoch hat dieser Schritt Konsequenzen, vor allem im familiären Bereich. Ein Beobachter sagt: „Die Verfassung erklärt den Islam zur Staatsreligion und die Scharia ist die Grundlage der Gesetzgebung. Menschen werden aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit, ihres Glaubens und der Ausübung ihres Glaubens diskriminiert und misshandelt. Fast 70 Prozent der Bürger sind Muslime. Ihren christlichen Glauben offen zu zeigen, ist besonders deshalb für Christen muslimischen Hintergrunds gefährlich, da sie sich dadurch der Gefahr von Diskrimierung und Rechtsfolgen in Sorgerechtsfällen aussetzen. Daher ist es riskant für Christen, ihren Glauben an Jesus Christus in geschriebener Form zu bekennen.“

Familienleben: Auch in diesem Bereich sind Christen Verfolgung ausgesetzt. Christen muslimischen Hintergrunds müssen nach islamischem Ritus heiraten. Ein Feldforscher sagt dazu: „Ein konvertierter Ehemann verliert mit der Scheidung sein Sorgerecht. Das ist durch den Familienstand und den Familienkodex klar festgelegt.“

Gesellschaftliches Leben: Im gesellschaftlichen Leben müssen Christen alle möglichen Vorkehrungen treffen, um Diskriminierung, Belästigungen und Schikanen zu vermeiden. Besonders der schulische Lehrplan ist für Christen muslimischen Hintergrunds eine große Herausforderung. Ein Beobachter bemerkt dazu: „Die Lehrpläne der öffentlichen Schulen beinhalten Islamunterricht. Muslimische Schüler müssen daran teilnehmen. Christen oder andere Nicht-Muslime sind nicht dazu verpflichtet; wer jedoch als Konvertit seinen neuen christlichen Glauben aus Sicherheitsgründen geheim halten will, sollte trotzdem teilnehmen. Hinzu kommt, dass für christliche Schüler kein adäquater christlicher Unterricht vorgesehen ist.“

Leben im Staat: Die Verfassung verbietet die Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit. Mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Grundlage der Gesetzgebung und der Rechtsprechung ist es jedoch eine große Herausforderung, eine gleiche Behandlung von Christen in Gerichten zu erreichen. Im Allgemeinen ist es für Christen sehr schwer, ihren Glauben an Jesus Christus offen zu leben, was für Länder, in denen eine Kombination von Islamischem Extremismus und der Diktatorischer Paranoia herrscht, normal ist.

Kirchliches Leben: Es ist nicht einfach für Christen, sich zu Gottesdiensten zu versammeln, selbst in Privathäusern ist es problematisch. Eine Kirche zu bauen, ist ebenfalls schwierig. Auch wenn es nicht unmöglich ist, eine Registrierung zu erlangen, so ist es doch kompliziert. Ein Feldforscher fügt hinzu: „Die Regierung erlaubt keine religiösen Versammlungen in Privathäusern oder an irgendeinem anderen Ort, den sie nicht als Anbetungshaus genehmigt hat. Die Regierung muss auch dem Bau und dem Mieten von Gebäuden durch religiöse Gruppen zustimmen.“

Auftreten von Gewalt: Es gab keine Vorfälle von gewaltsamer Verfolgung in Oman.

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6. Ausblick

Die Zukunft der Christen in Oman wird durch soziale, politische und regionale Faktoren beeinflusst. Betrachtet man die Situation in vielen Ländern des Mittleren Ostens und der Golfregion, kann man beobachten, dass soziale Unruhen tickende Zeitbomben sind. Oman ist dabei keine Ausnahme. Wenn soziale Unruhen auftreten, kann dies zu einer Schwächung des Regimes führen, wodurch es zu weiterer Islamisierung der politischen Institutionen des Landes und einer strikteren Anwendung der Scharia-Gesetzgebung kommen könnte. Es gibt Berichte, dass sich der Gesundheitszustand von Sultan Qabus ibn Said verschlechtert haben soll. Der Sultan wird als Garant für Sicherheit und Stabilität im Land angesehen. Sollte er nicht mehr regieren, könnte das Land in die Hände von Extremisten fallen. Darüber hinaus könnte die Lage im Jemen auch Einfluss auf Oman haben.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch eine positive Entwicklung im Land. Die Regierung ist bemüht, eine Atmosphäre der religiösen Harmonie aufzubauen. Das Al-Amana-Zentrum engagiert sich für mehr Dialog und Verständnis zwischen Muslimen und Christen. Sein Motto lautet: „Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden zwischen den Religionen. Und kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.“

Für die Zukunft sind die beiden folgenden Szenarien möglich: Verschlechtert sich der Gesundheitszustand des Sultans weiter und stirbt er, so könnte das Land unter extremistischen Einfluss geraten, was zu Problemen für die dort lebenden Christen führen dürfte. Die zweite Möglichkeit: Der Sultan regiert weiter; Toleranz und Dialog in der Gesellschaft bleiben zumindest im jetzigen Maße bestehen, so dass Christen ihre Religion wenigstens innerhalb der momentanen Grenzen und in relativer Sicherheit und Freiheit ausüben können.

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7. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Oman:

  • dass die ausländischen Christen Wege finden, ihren Glauben mit Suchenden unter den Einheimischen zu teilen
  • dass Jesus die kleinen Gruppen von Christen muslimischer Herkunft mit Mut, Freude und Zeugnisbereitschaft erfüllt

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