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Saudi Arabien Länderprofil

Saudi-Arabien

Stand des Länderprofils: Januar 2016

Berichtszeitraum: 1. November 2014 bis 31. Oktober 2015
Informationen zur gegenwärtigen Entwicklung des Landes entnehmen Sie unseren Aktuellen Meldungen.

 

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung
1. Position auf dem Weltverfolgungsindex
2. Triebkräfte von Verfolgung
3. Aktuelle Einflüsse
4. Betroffene Kategorien von Christen
5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt
6. Ausblick
7. Gebetsanliegen

 

Zusammenfassung

Position auf dem Weltverfolgungsindex: 76 Punkte/ Rang 14
(WVI 2015: 77 Punkte/ Rang 12)

Triebkräfte von Verfolgung: „Islamischer Extremismus“ und in geringerem Ausmaß „Exklusives Stammesdenken“ (vermischt mit Islamischem Extremismus)

Aktuelle Einflüsse: Zwischen der jüngeren Generation und den alternden Monarchen besteht eine wachsende Kluft. Die Mehrheit der Bevölkerung ist jünger als 30 Jahre, und die Jugendkultur hat sich unter dem Einfluss von Satellitenfernsehen, Internet und sozialen Medien radikal verändert. Die Jugend sehnt sich nach mehr Freiheit, besonders für Frauen, und will nicht mehr durch die Religionspolizei eingeschränkt sein. Weiterhin gibt es erhebliche Jugendarbeitslosigkeit, was zu weitverbreiteter gesellschaftlicher Unzufriedenheit führt. Diese Faktoren könnten bewirken, dass die Jugend sich dem Islamismus zuwendet. Andererseits ist die gesellschaftliche Unzufriedenheit einschließlich zivilen Ungehorsams, der sich etwa in illegal Auto fahrenden Frauen zeigt, nichts Neues. In den letzten 20 Jahren wurde diese Unzufriedenheit stets finanziell durch hohe Zuwendungen an die Bevölkerung abgekauft. Darüber hinaus hat die Internetrevolution auch die Islamischen Führungskräfte erreicht: mehrere Imame haben Twitter-Profile und viele Follower. Die Zahl der Christen muslimischer und anderer religiöser Herkunft wächst, zusammen mit ihrem Mut, ihren neuen Glauben mit anderen zu teilen.

Betroffene Kategorien von Christen: Ausländische Christen (häufig Arbeitsmigranten) und Christen muslimischer Herkunft (Konvertiten).

Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt: Der Druck auf Christen muslimischer Herkunft ist in allen Lebensbereichen enorm hoch, doch vor allem in den Bereichen „Privatleben“ und „Kirchliches Leben“. Sie können ihren Glauben nicht öffentlich leben. Jede Andeutung, sie seien Christen, kann ernste Konsequenzen haben. In Saudi-Arabien gibt es keine Kirchengebäude; Gottesdienste finden in Privathäusern oder in den Arbeiterunterkünften statt. Obwohl die Regierung das Recht der Nicht-Muslime, ihren Glauben privat zu leben anerkennt, respektiert die „Muttawa“ (Religionspolizei) dieses Recht oft nicht. Die Versammlungsfreiheit ist durch die strikte Trennung der Geschlechter stark eingeschränkt; sie verbietet Männern und Frauen aus verschiedenen Familien, gemeinsam im selben Raum Gottesdienste zu feiern. Tun sie es doch, so riskieren sie ihre Verhaftung, werden in erniedrigender Weise körperlich durchsucht, ins Gefängnis gesteckt, ausgepeitscht, deportiert und manchmal auch gefoltert.

Ausblick: Für die nächste Zeit keine großen Veränderungen zu erwarten. König Salmans Priorität wird es sein, Stabilität zu erreichen. Durch den König verfügte Einschränkungen der Religion weisen auf eine Festigung des bereits bestehenden Drucks auf religiöse Minderheiten hin, das betrifft auch die Christen.

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1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Saudi Arabien hat mit 76 Punkten nur einen Punkt weniger als im Vorjahr und belegt Rang 14 auf dem Weltverfolgungsindex, zwei Ränge niedriger als die Position des vergangenen Jahres.

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2. Triebkräfte von Verfolgung

Die Triebkräfte von Verfolgung in Saudi Arabien sind „Islamischer Extremismus“ (Haupttriebkraft) und in geringerem Ausmaß „Exklusives Stammesdenken“ (in Verbindung mit Islamischem Extremismus).

Islamischer Extremismus: Das Wüstenkönigreich wird durch die Lehre des Wahhabismus definiert, einer puristischen und strengen Auslegung des Islam. Demnach dürfen andere Religionen ihren Glauben nicht öffentlich praktizieren. Saudi-Arabien wacht über die heiligen islamischen Städte Mekka und Medina, welche die Geburts- und Begräbnisstätten von Mohammed, dem Propheten des Islam, sind. Im eigenen Land bekämpft die saudische Regierung den islamischen Terrorismus, denn dieser kann zur Bedrohung für die Herrschaft der königlichen Familie werden. Saudi-Arabien gilt als Hauptsponsor des militanten sunnitischen Extremismus, beispielsweise im Irak und in Syrien, hauptsächlich durch private Spenden. Das Rechtssystem des Königreichs gründet auf der islamischen Rechtsprechung, der Scharia. Apostasie – der Abfall vom Islam und die Hinwendung zu einer anderen Religion – kann mit dem Tod bestraft werden, sollte der Konvertit seine Bekehrung nicht widerrufen.

Exklusives Stammesdenken: Typisch für diese Triebkraft ist der Versuch, den Einfluss jahrhundertealter Normen und Werte aus Stammestraditionen durchzusetzen. Exklusives Stammesdenken ist im Falle Saudi Arabiens deutlich mit dem Islam vermischt. Dies betrifft vor allem die Christen muslimischen Hintergrunds.

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3. Aktuelle Einflüsse

Zwischen der jüngeren Generation und den alternden Monarchen besteht eine wachsende Kluft. Die Mehrheit der Bevölkerung ist jünger als 30 Jahre, und die Jugendkultur hat sich unter dem Einfluss von Satellitenfernsehen, Internet und sozialen Medien radikal verändert. Die Jugend sehnt sich nach mehr Freiheit, besonders für Frauen, und will nicht mehr von der Religionspolizei eingeschränkt sein. Die Entscheidung des verstorbenen Königs Abdullah bin Abdul-Aziz Al Saud, Frauen auch ein Wahlrecht zu geben, ist ein erster Schritt der Öffnung.

Es gibt es ein erhebliches Ausmaß an Jugendarbeitslosigkeit, was zu weitverbreiteter gesellschaftlicher Unzufriedenheit führt. Diese Faktoren könnten die Jugend dazu führen, sich dem islamischen Extremismus zuzuwenden. Die Lage wird zusätzlich destabilisiert durch den Gegensatz zwischen einer reichen, sehr kleinen Elite und einer armen Mehrheit.

Andererseits ist diese gesellschaftliche Unzufriedenheit einschließlich zivilen Ungehorsams, der sich etwa durch illegal Auto fahrende Frauen zeigt, nichts Neues. In den letzten 20 Jahren wurde diese Unzufriedenheit stets finanziell durch hohe Zuwendungen an die Bevölkerung abgekauft. Darüber hinaus hat die Internetrevolution auch die Islamischen Führungskräfte erreicht: mehrere Imame haben eigene Twitter-Profile und viele Follower. Die Zahl der Christen muslimischer und anderer religiöser Herkunft wächst, zusammen mit ihrem Mut, ihren neuen Glauben mit anderen zu teilen.

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4. Betroffene Kategorien von Christen

In Saudi-Arabien gibt es zwei Kategorien von Christen, die von Verfolgung betroffen sind:

Gemeinschaften von Gastarbeitern oder ausländischen Christen: Die meisten Christen in Saudi-Arabien sind Ausländer oder Gastarbeiter, die für eine bestimmte Zeit im Land leben und arbeiten. Viele kommen aus westlichen Ländern, aber die christlichen Gastarbeiter stammen zumeist aus Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, wie z.B. Indien, den Philippinen oder Afrika. Die asiatischen und afrikanischen Gastarbeiter werden nicht nur ausgebeutet und schlecht bezahlt, aufgrund ihrer ethnischen Herkunft und ihres geringen Ansehens sind sie regelmäßig körperlicher und verbaler Gewalt ausgesetzt - ihr christlicher Glaube spielt dabei allerdings auch eine Rolle. Ausländische Christen sind in ihren Möglichkeiten, sich zum Gottesdienst zu versammeln und ihren Glauben zu teilen, extrem eingeschränkt. Ihnen droht dabei Verhaftung und Ausweisung. Christen muslimischer Herkunft stehen unter noch stärkerem Druck.

Christen muslimischer Herkunft: Nur wenige saudische Christen muslimischer Herkunft leben im Land, und meist müssen sie ihren Glauben streng geheimhalten. Viele von ihnen sind durch christliches Satellitenfernsehen zum Glauben gekommen oder nachdem Gott sich ihnen in Träumen und Visionen offenbart hat. Einige von ihnen berichteten, dass sie in dem aufrichtigen Wunsch Gott zu gehorchen, die Hadsch (islamische Pilgerreise) nach Mekka unternahmen und dabei eine göttliche Offenbarung erhielten, die sie auf Jesus verwies. Das Internet, obwohl dessen Nutzung in Saudi-Arabien streng kontrolliert ist, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, denn dadurch erhalten Einheimische Zugang zu christlichen Materialien.

Die kleine Anzahl der Christen in Saudi-Arabien, die zuvor Muslime waren, wächst und sie werden immer mutiger, ihren Glauben weiterzugeben, auch im Internet und in christlichen Fernsehprogrammen. Das öffentliche Zeugnis der Christen hat zu ernsten Konsequenzen seitens ihrer Familien oder der Behörden geführt.

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5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Erläuterung zum Verfolgungsmuster: Das Verfolgungsmuster für Saudi-Arabien illustriert die Auswirkung des Islamischen Extremismus (in Verbindung mit Exklusivem Stammesdenken) auf die verschiedenen Lebensbereiche. Die durchschnittliche Wertung der fünf Bereiche liegt bei 14,620 Punkten und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (14,523). Im Bereich der Gewalt hat sich die Punktzahl von 4,074 (WVI 2015) auf 2,593 verringert. Die Gründe dafür sind eine geringere Anzahl von Berichten über Festnahmen sowie weniger Meldungen über physische oder psychische Gewalt gegen Christen und Ausweisungen von Christen aus Glaubensgründen. Diese Kombination deutet an, dass die Lage der Christen auf hohem Verfolgungsniveau relativ stabil ist. Wie das Verfolgungsmuster verdeutlicht, ist der Druck im Bereich „Kirchliches Lebens“ am stärksten. Der Wert für den Bereich „Privatleben“ liegt ebenfalls über dem Durchschnitt, allerdings sind die Werte in allen Lebensbereichen relativ hoch. Christen muslimischer Herkunft sind vor allem in den Bereichen „Privatleben“, „Familienleben“ und „Gesellschaftliches Leben“ mit Problemen konfrontiert. Das trifft besonders auf Christen zu, in ihrer Familie oder ihrem sozialem Umfeld mit ihrem Glauben allein stehen. Diskriminierung durch Behörden, im Berufsleben und im gesellschaftlichen Umfeld betrifft alle Christen.

(Bitte beachten Sie: Die oberen Zahlen zeigen drei Dezimalstellen an. Sie sind nicht als Tausende zu verstehen.)

Privatleben: Christen, die früher Muslime waren, können ihren Glauben nicht öffentlich praktizieren. Jede Andeutung ihres neu gewonnenen Glaubens kann ernsthafte Konsequenzen haben. Ausländische Christen haben etwas mehr Freiheit, ihren Glauben privat auszuleben, solange sie ihn nicht an Muslime weitergeben. Christliche Arbeitsmigranten müssen vorsichtig sein; das Praktizieren ihres Glaubens hängt von der Haltung und der Religion anderer Arbeitsmigranten ab, die mit ihnen in der gleichen Unterkunft leben.

Familienleben: Alle Saudis werden als Muslime betrachtet. Es ist eine große Schande für eine Familie, wenn sich eines ihrer Familienmitglieder vom Islam abwendet. Christen muslimischer Herkunft (Konvertiten) stehen in großer Gefahr, einem Ehrenmord zum Opfer zu fallen oder körperlich misshandelt zu werden, wenn ihre Familien oder ihr gesellschaftliches Umfeld von ihrem Christsein erfahren. Etliche haben deshalb das Land verlassen. Christliche Hochzeiten können in Saudi-Arabien nicht öffentlich gefeiert werden, Konvertiten müssen deshalb nach islamischem Brauch heiraten. Sie dürfen ihre Kinder amtlich nicht als Christen registrieren oder ihnen christliche Namen geben. In der Schule sind die Kinder von Christen muslimischer Herkunft gezwungen, den Islamunterricht zu besuchen. Auch in Fragen des Sorgerechts für ihre Kinder nach einer Scheidung oder bei Erbschaftsfragen erfahren Christen oft Benachteiligung.

Gesellschaftliches Leben: Alle Christen werden mit vielerlei Diskriminierungen mehr oder weniger stark unter Druck gesetzt, ihren Glauben aufzugeben. Muslime, die den christlichen Glauben annehmen, erleben Belästigung und Diskriminierung an ihrem Arbeitsplatz, sobald ihr neuer Glaube bekannt wird. Die gesamte saudische Gesellschaft hat starke Vorbehalte gegenüber anderen Religionen. Gastarbeiter, einschließlich Christen, werden durch ihre Arbeitgeber, verbal, körperlich und manchmal auch sexuell missbraucht.

Leben im Staat: Religionsfreiheit ist weder in der Verfassung des Königreiches noch in wesentlichen Gesetzen erwähnt. Das Rechtssystem basiert auf der Scharia, die Abkehr vom Islam zu einer anderen Religion kann mit dem Tod bestraft werden. Muslime haben mehr Rechte als Anhänger anderer Religionen. Besonders Christen muslimischer Herkunft erleben schweren Druck seitens der Behörden, wenn ihr neuer Glaube bekannt wird. Ausländische Christen und Arbeitsmigranten bekommen große Probleme, wenn sie unter Muslimen missionieren; Verhaftung und Ausweisung können die Folge sein.

Kirchliches Leben: In Saudi-Arabien gibt es keine Kirchengebäude, christliche Gottesdienste können nur im Verborgenen gehalten werden. Die Regierung erkennt das Recht von Nicht-Muslimen auf ein privates Glaubensleben zwar an, doch die „Muttawa“ (Religionspolizei) kümmert dieses Recht oft nicht. Die Versammlungsfreiheit ist durch die strikte Trennung der Geschlechter stark eingeschränkt; sie verbietet Männern und Frauen aus verschiedenen Familien, gemeinsam im selben Raum Gottesdienste zu feiern. Tun sie es doch, riskieren sie ihre Verhaftung, werden in erniedrigender Weise körperlich durchsucht, ins Gefängnis gesteckt, ausgepeitscht, deportiert und manchmal auch gefoltert. Da das Gesetz nicht formell festschreibt, wie Religion im Privaten ausgeübt werden darf, ist die gesetzliche Situation vage und orientiert sich eher an offiziellen Aussagen in den Medien. Die Weitergabe des Evangeliums an Muslime, biblische Unterweisung sowie der Druck und Import von Bibeln und anderen christlichen Materialien in arabischer Sprache sind illegal.

Auftreten von Gewalt: Hinsichtlich der Gewalt gegen Christen hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig geändert, der Wert ist um einen Punkt gesunken. Es gibt weniger Meldungen von Festnahmen oder physischen und psychischen Angriffen gegen Christen. Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der Vorfälle, bei denen Christen aus Glaubensgründen gezwungen wurden, das Land zu verlassen. Die Polizei führt durchschnittlich ein bis zweimal im Jahr Razzien bei Gemeinschaften ausländischer Christen durch. Meistens geschieht dies in Hauskirchen afrikanischer oder asiatischer Gastarbeiter. Von entscheidender Bedeutung für den Umgang mit Christen ist die Einstellung der örtlichen Behörden. Es gibt kein festgeschriebenes Recht, die jeweilige Anwendung der Gesetze hängt von der lokalen Interpretation der Scharia ab.

Vergewaltigung und sexueller Missbrauch sind in Saudi-Arabien ein sehr großes Problem. Gastarbeiter, besonders Frauen, die in saudischen Haushalten arbeiten, sind in dieser Hinsicht sehr gefährdet.

Aus jüngster Zeit liegen keine Berichte vor, dass saudische Bürger wegen Apostasie angeklagt und zum Tode verurteilt wurden. Dennoch besteht für sie das Risiko, außerhalb der Gerichtsbarkeit ermordet zu werden – häufig ein Versuch der Familie, ihre Ehre wiederherzustellen.

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6. Ausblick

Erkennbare Trends und ihre Bedeutung für die Kirche:

Auch wenn verschiedene Faktoren in der saudischen Gesellschaft zu einer instabilen Lage führen können, sind große Veränderungen für die nächste Zeit nicht zu erwarten. Nach dem Tod von König Abdullah bin Abdul al-Saud im Januar 2015 wurde sein 79-jähriger Halbbruder Salman bin Abdulaziz al-Saud als neuer König eingesetzt. König Salmans erste Priorität galt der Sicherung der Stabilität, ein wesentlicher Grund für die Luftangriffe auf den Jemen. Gruppen islamischer Extremisten nähern sich der saudischen Grenze: Im Süden beherrscht Al Kaida große Gebiete des Jemen, im Norden bewegt sich der Islamische Staat (IS) im Irak rasch vorwärts. Einigen Berichten zufolge haben beide Gruppen auch in Saudi-Arabien Unterstützer. Um die Stabilität im Land zu wahren, wird Salman die Unterstützung der islamischen religiösen Institutionen benötigen und Reformen vermeiden, die diese verärgern könnten. Im April hat König Salman Mohammed bin Nayef zum Kronprinzen ernannt, seinen Sohn Mohammed bin Salman zum stellvertretenden Kronprinzen und somit die Machtübergabe an die nächste Generation vorbereitet.

Bedeutende Veränderungen sind in nächster Zeit nicht zu erwarten. Dies gilt auch in Bezug auf Religionsfreiheit für Christen. Es kann allerdings zu einem Anstieg von Gewalt gegen sie kommen, da einheimische Christen in der Bekundung ihres Glaubens mutiger werden. Einschränkungen der Religion seitens König Salman sind darauf ausgerichtet, den bereits bestehenden Druck auf religiöse Minderheiten, einschließlich Christen, weiter zu erhöhen.

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7. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Saudi Arabien:

  • dass der Herr die Sehnsucht der Einheimischen nach Gottes Wort und nach Gemeinschaft mit Christen stillen wird
  • um Gottes Wirken durch die ausgestrahlten Radio- und Fernsehsendungen und deren seelsorgerliche Nacharbeit, wenn Interessierte anrufen
  • für die mutigen Evangelisten, die trotz aller Gefahren, die Botschaft von Jesus Christus vorsichtig weitergeben
  • für die Mutawwa (Religionspolizei) und ihre Spione, dass sie aufhören, christliche Versammlungen aufzusuchen

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