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Zentralafrikanische Republik Länderprofil

Zentralafrikanische Republik

Stand des Länderprofils: Januar 2017

Berichtszeitraum: 1. November 2015 – 31. Oktober 2016
Informationen zur gegenwärtigen Entwicklung des Landes entnehmen Sie unseren Aktuellen Meldungen.


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung
Ausführliches Länderprofil
   1. Position auf dem Weltverfolgungsindex
   2. Triebkräfte der Verfolgung
   3. Aktuelle Einflüsse
   4. Betroffene Kategorien von Christen
   5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt
   6. Ausblick
   7. Gebetsanliegen



Zusammenfassung

Position auf dem Weltverfolgungsindex

58 Punkte / Platz: 34 (WVI 2016: 59 Punkte / Platz 26)

Triebkräfte der Verfolgung

Die Triebkräfte der Verfolgung, denen sich Christen in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) gegenüber sehen, sind “Islamische Unterdrückung” und in einem geringeren Maße “Ethnisch begründete Anfeindungen“.

Aktuelle Einflüsse

Der jüngste Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) hat den Tod tausender und die Vertreibung hunderttausender Menschen, sowie erhebliche Zerstörung von Eigentum verursacht. Obwohl die Séléka aus weiten Teilen des Landes vertrieben wurde, bleiben viele Herausforderungen. Aus dem (muslimisch geprägten) Stadtteil PK5 der Hauptstadt Bangui hat eine wachsende Gruppe extremistischer Muslime ihre Hochburg gemacht und verbreitet Terror. Im zumeist von Muslimen besiedelten Nordosten des Landes müssen Christen aus ihren Dörfern fliehen. Der Zugang zu ihren Feldern wird ihnen verwehrt. Große Gruppen von Christen leben unter äußerst ärmlichen Bedingungen in Flüchtlingslagern. Im vergangenen Jahr gab es im Land eine Wahl, welche zu einer leichten Verbesserung der Sicherheitslage geführt hat.

Betroffene Kategorien von Christen

Es gibt in der ZAR drei Kategorien von Christen: Christen aus traditionellen Kirchen, Christen muslimischer Herkunft und Christen aus protestantischen Freikirchen. Alle sind ungefähr in gleichem Maße von Verfolgung betroffen.

Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

  • Der allgemeine Druck auf Christen in der ZAR ist sehr hoch und hat im Vergleich zum Vorjahr stark zugenommen. Dies geht vor allem auf die Nachwirkungen der religiösen Konflikte zurück, die alle Aspekte des Lebens in den muslimisch dominierten Regionen des Landes durchdrungen haben.
  • Der Verfolgungsdruck ist in allen Lebensbereichen ungefähr gleich groß, wenn auch am stärksten im „Kirchlichen Leben“.
  • Das „Auftreten von Gewalt“ gegen Christen ist sehr hoch, jedoch im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Auch in diesem Berichtszeitraum sind die Séléka-Anhänger in den nordöstlichen Provinzen und in einigen Teilen von Bangui weiterhin für gewaltsame Übergriffe gegen Christen verantwortlich.
  • Die allgemeine Verfolgungssituation in der ZAR geht auf die Tatsache zurück, dass das Land noch immer nicht ganz aus dem Bürgerkrieg herausgekommen ist, der teilweise aufgrund religiöser Spannungen geführt wurde. Die Auswirkungen dieses Konfliktes sind in vielen Teilen des Landes noch immer spürbar.

Ausblick

Der jüngste Konflikt in der ZAR hat das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen im Land tiefgreifend verändert. Sollten der Versöhnungsprozess und die Bemühungen, die Spirale von Straflosigkeit zu beenden, keinen Erfolg haben, ist das Risiko enorm hoch, dass Polarisierung und Gewalt zwischen Muslimen und Christen in der ZAR andauern und den religiösen Konflikt vertiefen. Trotz der jüngsten Wahlen, von denen viele hofften, dass sie eine neue Chance der Versöhnung bringen würden, sind die Séléka Milizen nicht bereit, ihre Waffen niederzulegen. Die Gefahr eines Rückfalls in den gewalttätigen Bürgerkrieg ist immer noch sehr groß.

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Ausführliches Länderprofil


1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit einer Wertung von 58 Punkten belegt die Zentralafrikanische Republik (ZAR) Platz 34 auf dem Weltverfolgungsindex 2017. Dies entspricht einem Rückgang um 1 Punkt gegenüber dem Jahr 2016 (59, als ZAR Rang 26 belegte). Auch wenn es keine großen Änderungen in der Wertung gab, ist das Land auf der Rangliste doch nach unten gerückt, da andere Länder höhere Werte erhielten. Auch wenn der Wert für „Auftreten von Gewalt“ abgenommen hat, gab es dennoch Berichte über gewalttätige Übergriffe, in welche die Séléka involviert war. Obwohl die Séléka Anfang 2014 aus dem Süden des Landes vertrieben wurde, sind deren Anhänger noch immer in einigen Stadtteilen der Hauptstadt Bangui aktiv, ebenso auch in den nordöstlichen Provinzen. Daher ist die Situation der Christen im Land weiterhin prekär.

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2. Triebkräfte der Verfolgung

Die Triebkräfte der Verfolgung, die sich auf die Christen der ZAR auswirken, sind die „Islamische Unterdrückung“ (Haupttriebkraft) und weniger stark „Organisiertes Verbrechen und Korruption“.

Islamische Unterdrückung: Die früheren Anhänger der Séléka-Rebellenbewegung haben keine formal islamistische (bzw. dem politischen Islam zuzuordnende) Agenda, sondern setzen sich überwiegend aus ausländischen Muslimen zusammen. Bei der Verwüstung des Landes haben sie speziell Christen und deren Besitz (Häuser, Kirchen) attackiert, wie auch Gebäude der Regierung. Es gibt ebenfalls Berichte von muslimischen Fulani Viehhirten im nördlichen Teil des Landes, die das Weideland von Christen angreifen und durch Feuer zerstören.

Organisiertes Verbrechen und Korruption: Inmitten des durch den Konflikt seit dem Jahr 2012 entstandenen Chaos versuchen viele aus der verbreiteten Gesetzlosigkeit durch Plünderungen und Erpressungen, Profit zu schlagen.

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3. Aktuelle Einflüsse

Wie der Bericht des US-Außenministeriums zur internationalen Religionsfreiheit zeigt, hat die Regierung der ZAR in den letzten 10 Jahren keine religiöse Gruppierung bevorzugt. Laut Verfassung ist die ZAR ein säkularer Staat. In der Vergangenheit haben jedoch autokratische Führer auf die Unterstützung durch religiöse Gruppen – überwiegend Kirchen – zurückgegriffen. Die ZAR gilt als christliches Land. Allerdings ist der Islam, mit Unterstützung von Gruppen aus dem Tschad und dem Sudan, im vergangenen Jahrzehnt deutlich von 5% auf 13% der Bevölkerung gewachsen. Meinungsverschiedenheiten unter den Muslimen im Norden gehörten zu den Hauptursachen für den Putsch im März 2013. Lokale Christen zeigen sich besorgt über das Vordringen des Islam im Land. Sie verweisen darauf, dass die Rebellion, die zum Staatsstreich geführt hatte, einer dschihadistischen Agenda entnommen ist.

Seit ihrer Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1960 hat die ZAR viele Konflikte und fünf Staatsstreiche erlebt. Die Instabilität der ZAR und die Schwäche der nachfolgenden Regierungen, sowie deren fehlende Legitimationen, führen dazu, dass der frühere Kolonialherr Frankreich noch immer die entscheidende Rolle im Land spielt. So gab es mehrmals ein direktes militärisches Eingreifen seitens der Franzosen, um die jeweilige Regierung zu unterstützen und nicht zuletzt auch die in der ZAR lebenden Franzosen zu schützen. Während die für die Aufstände verantwortlichen Rebellen und Militärs meist vorgeben, sie wollten die Korruption oder aber die ethnische und religiöse Diskriminierung im Land beseitigen, scheinen sie überwiegend durch die zu erwartenden Belohnungen in Form von politischer Macht sowie Möglichkeiten für Klientelwirtschaft und Korruption motiviert zu werden.

Der Konflikt im Dezember 2012 hat in der ZAR den Tod tausender und die Vertreibung hunderttausender Menschen, sowie erhebliche Zerstörungen von Eigentum verursacht. Was den Konflikt jedoch noch gefährlicher machte, war die zusätzliche religiöse Dimension. Im September 2014 hat die Chefanklägerin am Internationalen Gerichtshof (ICC) deshalb eine zweite Untersuchung zur ZAR eröffnet. Nach Expertenmeinung kam es – neben weiteren Gründen – deshalb zur Gründung der (überwiegend muslimischen) Séléka, weil die Regierung die sozialen Probleme nicht ausreichend angegangen ist, sowie wegen mangelhafter Staatsführung. Dennoch hat der Angriff der Séléka auf Christen dem Konflikt einen religiösen Beiklang gegeben. Die angeblich christliche Gruppe der Anti-Balaka griffen ebenfalls Muslime im Süden des Landes an und verübten Gräueltaten, die den Konflikt nur verschärften. An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass verschiedene christliche Organisationen im Februar 2014 in Bangui eine Erklärung abgaben, die betont: „… die Anti-Balaka sind keine Christen und Christen sind keine Anti-Balaka. Das gleiche gilt für ehemalige Séléka und Muslime.“ Obwohl die Séléka aus vielen Landesteilen vertrieben wurden, bleiben noch viele Probleme zu lösen. Aus dem (muslimisch geprägten) Stadtteil PK5 der Hauptstadt Bangui hat eine wachsende Gruppe extremistischer Muslime ihre Hochburg gemacht und verbreitet Terror. Im zumeist von Muslimen besiedelten Nordosten des Landes müssen Christen aus ihren Dörfern fliehen. Der Zugang zu ihren Feldern wird ihnen verwehrt. Große Gruppen von Christen leben unter äußerst ärmlichen Bedingungen in Flüchtlingslagern. Im Februar 2016 gab es eine Wahl, die zu einigen Verbesserungen der Sicherheitslage geführt hat.

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4. Betroffene Kategorien von Christen

In der Zentralafrikanischen Republik sind drei Kategorien von Christen in ähnlichem Ausmaß von Verfolgung betroffen:

Christen aus traditionellen Kirchen: Dazu gehören die römisch-katholische und die evangelische Kirche. Die Katholiken sind zahlenmäßig am stärksten vertreten, mit dem ausgedehntesten Netzwerk von Kirchen, Kliniken und Schulen. Als vor zwei Jahren die Séléka Milizen auf dem Vormarsch waren, wurden viele Kirchen und dazugehörige Gebäude bzw. Einrichtungen (katholische wie evangelische) ihrer Fahrzeuge, Computer und sonstigen Wertsachen beraubt.

Christen muslimischer Herkunft: Wird die Hinwendung eines Muslims zum christlichen Glauben bekannt, muss er mit Widerstand von Familienmitgliedern rechnen.

Christen aus protestantischen Freikirchen: Dazu gehören evangelikale und Pfingstkirchen. Alle Gemeinden und sämtliches Eigentum der Mitglieder waren Ziel von Plünderungen durch die Séléka.

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5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Grafik: Verfolgungsmuster Zentralafrikanische Republik

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die WVI-Platzierung. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenspiel der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Erläuterung zum Verfolgungsmuster Zentralafrikanische Republik:

  • Der durchschnittliche Druck auf Christen ist auf einem hohen Wert und ist im Vergleich zum Vorjahr von 8,819 auf 9,638 angestiegen.
  • Der Verfolgungsdruck ist in allen Lebensbereichen ungefähr gleich groß. Am niedrigsten ist er im „Leben im Staat“ und „Privatleben“ (beide mit der Wertung 9,375). Die zweitniedrigsten Bereiche sind das „Familienleben“ und das „Gesellschaftliche Leben“ (beide mit der Wertung 9,615). Dies ist durchaus nachvollziehbar, da die ZAR ein mehrheitlich christliches Land ist, das Freiheit für religiöse Äußerungen im Familienleben, im gesellschaftlichen Leben und in der Gesetzgebung in den meisten Teilen des Landes erlaubt. Die Wertung für „Kirchliches Leben“ ist am höchsten (10,208), da christliche Gemeinden zu den Hauptanschlagszielen der Séléka gehören.
  • Das „Auftreten von Gewalt“ gegen Christen war im Berichtszeitraum sehr hoch (9,815), ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen (15,371). Der Rückgang der Gewalt im Vergleich zum Vorjahr ist hauptsächlich darin begründet, dass die Verfolgung nicht mehr im ganzen Land, sondern nur noch in den Regionen auftritt, in denen die früheren Séléka-Anhänger weiterhin aktiv sind. Auch in diesem Berichtszeitraum sind die Séléka-Anhänger in den nordöstlichen Provinzen und in einigen Teilen von Bangui weiterhin für gewaltsame Übergriffe gegen Christen verantwortlich.
  • Die allgemeine Verfolgungssituation in der ZAR wird durch islamische Milizen angetrieben, die Christen attackieren und belästigen, sie aus ihren Häusern vertreiben und christliche Mädchen entführen. Vor allem Christen muslimischer Herkunft haben stark unter dem Druck von Seiten ihrer Familien und Nachbarschaft gelitten, besonders in den Gebieten mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung.

Privatleben: Da die ZAR ein mehrheitlich christliches Land ist, genießen Katholiken und alle protestantischen Kirchen eine relative Freiheit in ihrem Privatleben, vor allem in den mehrheitlich christlichen Teilen des Landes. Christen muslimischer Herkunft müssen jedoch mit Widerstand seitens ihrer Familien rechnen, sobald ihre Hinwendung zum christlichen Glauben bekannt wird. Das größte Problem in der ZAR ist die Trennlinie zwischen Muslimen und Christen, die quer durch die gesamte Bevölkerung verläuft. Ein Gespräch über den Glauben zwischen einem Christen als Gastgeber und einem Muslim als Gast ist ein heikles Unterfangen. Im Norden des Landes, der von Muslimen dominiert wird und wo ehemalige Séléka-Anhänger aktiv sind, ist selbst der Besitz christlicher Literatur lebensgefährlich. Wenn ehemalige Séléka in ein Haus kommen und dort jemand gerade Bibel liest, sind sie dafür bekannt, diese Person direkt zu töten.

Familienleben: Da es nach wie vor keine Sicherheit im Land gibt, ist es für Christen (vor allem Christen muslimischer Herkunft) in den nordöstlichen Provinzen sehr schwierig, Geburten, Hochzeiten oder Todesfälle amtlich zu melden, zumal dies unerwünschte Aufmerksamkeit auf sie lenken würde. In einem Land, wo Gruppen sich aufgrund ihrer Glaubenszugehörigkeit attackieren, sind auch Taufen schwierig. Konvertiten (aus dem Islam) verlieren nahezu automatisch ihr Erbrecht.

Gesellschaftliches Leben: Bei Angriffen der Ex-Séléka auf Dörfer werden häufig junge Mädchen entführt. Viele Christen, die aus ihren Dörfern vertrieben wurden, haben Zuflucht in den Städten Kaga Bandoro, Bambari und Bria gesucht. Oft werden die Christen von Fulani-Hirten verjagt, die das Land der christlichen Bauern verwenden, um ihr Vieh dort weiden zu lassen.

Leben im Staat: Christen wurden aus staatlichen Ämtern entlassen und durch Muslime ersetzt. Dies bereitet den Christen insbesondere in den nordöstlichen Provinzen Sorge, wo die Lokalregierungen von Séléka-Anhängern besetzt sind.

Kirchliches Leben: Ein normales kirchliches Leben gestaltet sich äußerst schwierig, da christliche Versammlungen immer der Gefahr von Angriffen ausgesetzt sind. Dies gilt besonders für den Stadtteil PK5 in Bangui und den Nordosten des Landes, wo Christen in großen Städten schikaniert und zur Flucht gezwungen werden.

Auftreten von Gewalt: Örtlichen Berichten zufolge wurden im Berichtszeitraum 13 Christen getötet. Außerdem kam es zu 16 Entführungen aus glaubensbezogenen Gründen. Die Angriffe durch Fulani Mbororo auf christliche Ortschaften im Nordosten, sowie die Belästigungen durch und Tötungen von Ex-Séléka, halten weiterhin an. Diese Angriffe wollen Angst unter den Christen streuen und sie so zwingen, diese Landstriche zu verlassen. Im Stadtgebiet PK5 in Bangui, sowie in anderen von Muslimen dominierten Regionen konnten ähnliche Dynamiken beobachtet werden.

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6. Ausblick

Erkennbare Trends und ihre Bedeutung für die Kirche

  1. Der Konflikt der letzten Jahre hat die Beziehung zwischen Christen und Muslimen im Land grundlegend verändert. Sollten der Versöhnungsprozess und die Bemühungen, die Spirale von Straffreiheit zu beenden, keinen Erfolg haben, ist das Risiko enorm hoch, dass Polarisierung und Gewalt zwischen Muslimen und Christen in der ZAR andauern und den religiösen Konflikt vertiefen. Trotz der jüngsten Wahlen, von denen viele hofften, dass sie eine neue Chance der Versöhnung bringen würden, sind die Séléka Milizen nicht bereit, ihre Waffen niederzulegen. Die Gefahr eines Rückfalls in den gewalttätigen Konflikt mit religiösen Untertönen ist immer noch sehr groß. Die Kirche, der Staat und die Gesellschaft der ZAR durchleben eine traumatische Zeit. Obwohl Kirchenleiter der Großkirchen geschlossen die Gewalt der Anti-Balaka verurteilt haben, ist die Situation keinesfalls gelöst.
  2. Die Interimsregierung hat mit einiger Verspätung schließlich Wahlen stattfinden lassen, die als ein wesentlicher Meilenstein im Übergangsprozess gedacht waren. In der Stichwahl im Februar 2016 gewann Faustin-Archange Touadera die Präsidentschaft. Auch wenn Präsident Touadera sich Frieden und Versöhnung ganz oben auf die Agenda seit seiner Amtseinführung geschrieben hat, gibt es immer noch starke Spannungen zwischen christlichen Gemeinschaften und muslimischen Milizen im Land. Um ihrer Unzufriedenheit über ihre Unterrepräsentation innerhalb der neuen Regierung Ausdruck zu verleihen, griffen die militanten Muslime zur Gewalt. Dies deutet an, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Verschlechterung der Situation in der Zentralafrikanischen Republik kommen wird. Das würde zur Fortsetzung des religiösen Konflikts und der Gewalt führen, welche das Land für den größeren Teil des letzten Jahrzehnts verwüsten.

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7. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für die Zentralafrikanische Republik:

  • Bitte beten Sie für die überwiegend muslimischen Ex-Séléka Rebellen und Fulani Hirten, die weiterhin Gewalt gegen Christen ausüben, besonders im Nordosten. Beten Sie, dass ihre Augen für das Evangelium geöffnet werden.
  • Beten Sie für die verfolgten Christen, dass sie Gottes Treue und Frieden inmitten des irdischen Chaos erleben. Beten Sie für die, die allen ihren Besitz und ihre Rechte aufgeben, um Jesus kennenzulernen.
  • Beten Sie für die Pastoren um Weisheit, da sie Gemeindemitgliedern dienen, die große Schwierigkeiten erleben. Bitte beten Sie, dass der Herr sie tröstet, damit sie andere trösten können.

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