Jordanien: Sechs Christen

Christen gibt es im haschemitischen Königreich bereits seit dem 1. Jahrhundert

(Open Doors) – Khalil* wuchs in einer christlichen Familie auf, doch die tägliche Konfrontation mit dem Islam verunsicherte den Jungen zusehends. „Der Glaube unserer Familie wurde überall in Frage gestellt. Das Fernsehen sendet islamische Programme, die Predigten der Imame werden per Lautsprecher auf die Straße übertragen“, erinnert er sich. In der Schule war er einer von sechs Christen unter 1.200 Muslimen. Und die machten ihm klar, dass er dem falschen Glauben folgte, ja sogar in der Hölle enden würde. Mehr als 90% der Bevölkerung folgen dem Islam, entsprechend stark ist der Unterricht an den öffentlichen Schulen vom Islam geprägt. Nur wenige Christen können ihren Kindern den Besuch einer teuren Privatschule ermöglichen. Und dennoch genießen die etwa 170.000 Christen unter der Regierung von König Abdullah II. mehr Freiheiten in dem Wüstenstaat, als in den meisten anderen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens.

Bange Fragen - überraschende Antworten

Khalil wollte so sein wie die anderen Jungs und begann mit elf Jahren heimlich den Koran zu lesen und muslimische Gebete zu verrichten. „Eines Tages auf dem Heimweg von der Schule bewegte mich die Frage: Warum bin ich kein Muslim? Es gibt so wenige Christen im Land. Vielleicht stimmt es, was die Muslime sagen. Also rief ich zu Gott: ‚Ich glaube, dass es dich gibt. Ich will in den Himmel kommen. Bitte zeig mir, wie dich finde‘.“ Etwas später nahm Khalils Bruder ihn mit zu einem Gottesdienst. Dort begann ein Mann mit Khalil über Jesus zu sprechen und fragte ihn schließlich direkt: „Jesus wird wiederkommen. Alle Menschen werden vor ihm Rechenschaft ablegen. Was würdest du ihm sagen, wenn er jetzt zu dir käme?“ Khalil suchte nach einer Antwort und sah plötzlich einen Mann in einem weißen Gewand. Er wusste sofort, dass er Jesus gegenüber stand. Daraufhin erzählte er dem Mann aus der Kirche von seinen Ängsten und Fragen. Der bot ihm an, mit ihm zu beten. Khalil willigte ein. „Während wir beteten, wurden meine Augen geöffnet und ich sah einen großen Felsen auf meiner Schulter. Der Felsen explodierte plötzlich und ich spürte, wie eine riesige Last von mir genommen wurde. Dann betete ich erneut: ‚Jesus, du hast mir den Weg gezeigt und ich werde dir folgen. Ich werde den Menschen sagen, dass sie dir nachfolgen sollen‘.“ Heute leitet Khalil einen christlichen Dienst und ermutigt Jugendliche, die Bibel zu lesen und in einer persönlichen Beziehung mit Jesus zu leben.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Jordanien stellen!

  • Bitte beten Sie für Khalil und seinen Dienst unter den Jugendlichen.
  • Beten Sie für die Gemeinden im Land um Weisheit und Mut, die Freiheit zu nutzen, dass sie ihren Glauben offen leben dürfen.
  • Bitte beten Sie für die Regierung und König Abdullah II., dass Gott ihnen hilft, die Spannungen durch islamistische Gruppen zu kontrollieren.
  • Beten Sie für die 800.000 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak in Jordanien, unter denen mehrere tausend Christen sind.

Hinweis: Am 13. Januar 2016 veröffentlicht Open Doors den neuen Weltverfolgungsindex. Bitte beten Sie mit, dass viele Entscheidungsträger in Kirchen, Medien und Politik dadurch bewegt werden, sich für verfolgte Christen einzusetzen.