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Zentralasien: In Schwierigkeiten zur Seite stehen

Pastor Gafur muss wegen „Abhaltens illegaler Treffen“ hohe Strafe zahlen 

(Open Doors) – Christen protestantischer Gemeinden werden in vielen Ländern Zentralasiens von den staatlichen Behörden als gefährlich eingestuft, weil sie das Evangelium verbreiten. Dies gilt als Bedrohung für die traditionellen Werte der Gesellschaft, weshalb Gemeindeleiter immer wieder von der Polizei vorgeladen und zu ihren „illegalen“ Aktivitäten befragt werden. Anderen von Jesus zu erzählen, kann zu einer Geldstrafe oder sogar ins Gefängnis führen. Auch Pastor Gafur* kam deshalb in Schwierigkeiten. Mitarbeiter von Open Doors haben ihn besucht, um ihn zu ermutigen.

Gottes Wort für sehbehinderte Menschen

Pastor Gafur weiß von mehr als tausend sehbehinderten Menschen in seiner Stadt, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Als er die Möglichkeit erhielt, an einem evangelistischen Projekt für Blinde und Sehbehinderte mitzuwirken, stellte er die Räumlichkeiten seiner Kirche für eine Veranstaltung zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit der Bibelgesellschaft bereiteten er und seine Mitarbeiter Geschenke für die Eingeladenen vor: Nahrungsmittel, Kleidung und Bibeln in Blindenschrift. Letzteres war dem Pastor besonders wichtig, um den sehbehinderten Menschen zu ermöglichen, selbstständig die Bibel zu lesen und dadurch Jesus kennenzulernen. Während eines gemeinsamen Abendessens erzählten die Christen ihren 70 Gästen von der Liebe Jesu und verteilten die Geschenke.

Verurteilt wegen nicht genehmigter Versammlungen

Eigentlich hätte die Regierung der Kirche für diese Wohltätigkeitsveranstaltung dankbar sein sollen. Doch am nächsten Tag erhielt Pastor Gafur einen Anruf und wurde aufgefordert, zum Büro des nationalen Sicherheitsdienstes zu kommen und über die Ereignisse des vergangenen Abends Bericht zu erstatten. Dann wurde der Pastor beschuldigt, das Gesetz übertreten zu haben, indem er nicht genehmigte Versammlungen abgehalten habe. In einer schnellen Gerichtsverhandlung wurde er zu einer Geldstrafe von 10 Mindestlöhnen verurteilt.

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„Vielen Dank, dass ihr die verfolgte Kirche in Zentralasien unterstützt!“

Mitarbeiter von Open Doors besuchten Pastor Gafur kürzlich, um mit ihm zu beten und ihn zu ermutigen. Dies ist ein wichtiger Teil der Tätigkeit von Open Doors in den Ländern Zentralasiens. Der 33-Jährige äußerte sich sehr dankbar für diese Unterstützung: „Vielen Dank für eure Hilfe und dafür, dass ihr am Leben der verfolgten Gemeinde Jesu in Zentralasien Anteil nehmt! Ich glaube, dass sich die göttliche Wahrheit des Evangeliums trotz des Widerstands ausbreiten und das Leben von Menschen in meiner Stadt, meinem Land und der ganzen Welt verändern wird.“

*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen in Zentralasien!

  • Danken Sie für Pastor Gufars Einsatz, um sehbehinderte Menschen mit der Liebe Jesu zu erreichen.
  • Beten Sie um Mut und Schutz für die Kirchenleiter im Land, dass sie das Wort Gottes furchtlos verkündigen können.
  • Bitten Sie Jesus für diejenigen, die eine Bibel in Blindenschrift erhalten haben, dass sie ihn dadurch kennenlernen und Hoffnung für ihr Leben finden.