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Open Doors veröffentlicht Weltverfolgungsindex

Wo es am gefährlichsten ist, sich zu Jesus zu bekennen

(Open Doors) – Heute hat Open Doors mit dem Weltverfolgungsindex 2017 (WVI) die neue Rangfolge der 50 Länder veröffentlicht, in denen Christen aufgrund ihres Glaubens am stärksten verfolgt werden. Seit 1955 setzt sich das christliche Hilfswerk mit umfangreichen Hilfsprojekten für verfolgte Christen ein, heute in etwa 60 Ländern. Wie Open Doors mitteilt, hat sich die Lage der rund 650 Millionen Christen, die als Minderheit in den 50 Ländern des WVI leben, von Jahr zu Jahr verschlechtert. Die Ausweitung islamistischer Netzwerke – nicht nur in Afrika und im Nahen Osten – hat zu einer deutlichen Zunahme der weltweiten Christenverfolgung geführt. Ein zunehmender religiöser Nationalismus in den hinduistischen, buddhistischen und einigen islamischen Ländern Asiens hat den Druck auf Christen kontinuierlich verstärkt.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hat Open Doors eine Neueinschätzung der Situation vorgenommen und die vor neun Jahren ermittelte Schätzung von weltweit rund 100 Millionen verfolgten Christen aktualisiert. Demnach sind mehr als 200 Millionen Christen einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt.

Von Nordkorea bis Eritrea: Christen von Arbeitslager, Folter und Tod bedroht

 Platz 1   Nordkorea  Platz 6   Syrien
 Platz 2   Somalia  Platz 7   Irak
 Platz 3   Afghanistan  Platz 8   Iran
 Platz 4   Pakistan  Platz 9   Jemen
 Platz 5   Sudan  Platz 10 Eritrea

Asien: Religiös motivierter Nationalismus auf dem Vormarsch

Indien steht auf dem Weltverfolgungsindex so weit vorn wie nie zuvor (Platz 15). Unter Präsident Modi und seiner religiös-nationalistischen Bharatiya Janata Partei verprügeln Hindu-Nationalisten immer häufiger Pastoren, brennen Kirchen nieder und üben massiven Druck auf Konvertiten aus, zum Hinduismus zurückzukehren. Als Basis dient ihr Verständnis: Ein echter Inder ist Hindu. Dabei gehen die Täter als Gefolgsleute von Präsident Modi weitgehend straffrei aus. Etwa 39 der 64 Millionen Christen im Land sind betroffen, besonders auch die kastenlosen Dalits, die sich in großer Zahl dem christlichen Glauben zuwenden. Deutlich verschlechtert hat sich auch die Lage der Christen in Laos, Bangladesch, Bhutan und Sri Lanka, überwiegend durch religiös-nationalistische Bestrebungen. Dies gilt auch für die von Präsident Erdogan hart auf islamisch-konservativen Kurs eingeschworene Türkei, die gleich um 8 Plätze von 45 auf 37 aufsteigt. Die Religionsfreiheit für Christen ist dort stark eingeschränkt.

Islamische Unterdrückung beherrschende Triebkraft für Christenverfolgung

Die meisten der 50 Länder auf dem Weltverfolgungsindex liegen im Nahen Osten und in Nordafrika. In acht der ersten zehn und in 35 der insgesamt aufgeführten 50 Länder ist islamische Unterdrückung die maßgebliche Ursache für die herrschende Christenverfolgung. Besonders betroffen sind Christen muslimischer Herkunft, deren Zahl weltweit wächst. Laut Koran gilt der Abfall vom Islam (Apostasie) als todeswürdiges Verbrechen. Deshalb stehen Konvertiten unter besonderem Verfolgungsdruck, nicht nur seitens islamischer Geistlicher und Regierungen, sondern auch durch die Gesellschaft bis hin in die eigene Familie. Selbst traditionelle Kirchen lehnen die Aufnahme von Konvertiten in der Regel ab, da dies zu Verhaftungen der Kirchenleiter und zur Schließung der Kirche führen kann.

Der ausführliche Bericht zum Weltverfolgungsindex, detaillierte Länderprofile, Analysen zu weltweiten Trends und Entwicklungen sowie Lebensberichte verfolgter Christen sind zu finden unter: www.weltverfolgungsindex.de.

Danke, dass Sie sich an die Seite der verfolgten Christen stellen!

  • Beten Sie bitte dafür, dass Entscheidungsträger in Kirche und Politik die Unterstützung für verfolgte Christen ausweiten.
  • Beten Sie bitte besonders für die Christen im Nahen Osten, dass sie nach Flucht und Vertreibung wieder in ihre Heimatländer zurückkehren und ihr Land wieder aufbauen können.
  • Beten Sie bitte für alle Christen, die um ihres Glaubens willen im Gefängnis sind, besonders für jene, denen die Todesstrafe droht.

Die nächste Gebetsmail erscheint am 18. Januar 2017.