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Südostasien: Christen feiern heimlich Weihnachten

Open Doors beschenkt Christen, die Weihnachten nicht offen feiern können 

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(Open Doors, Kelkheim) – Die meisten Christen in Südostasien können Weihnachten offen feiern – und tun das ähnlich wie im Westen: Häuser werden beleuchtet, Weihnachtsbäume dekoriert und Geschenke ausgetauscht. Aber Christen mit muslimischem Hintergrund, die ihren Glauben verstecken müssen, können auch Weihnachten nur heimlich feiern. Für viele von ihnen ist das Fest der Liebe eine einsame Zeit. Mitarbeiter von Open Doors haben einige Untergrundgemeinden besucht und sie beschenkt.

Geschenke für Untergrundgemeinden

Um die Christen, die im Geheimen Weihnachten feiern müssen, zu ermutigen, gingen Mitarbeiter von Open Doors auf Einkaufstour: Becher, Tassen, Stifte, Notizbücher und andere Geschenke wurden für Erwachsene und Kinder in Tüten verpackt. Auch ermutigende Grußkarten von Christen aus dem Westen fanden sich unter den Geschenken wieder.

Lokale Mitarbeiter von Open Doors verteilten die Geschenktüten an die Leiter von Untergrundgemeinden, mit denen sie in Kontakt stehen. Zu einigen Weihnachtsgottesdiensten in Privathäusern wurden sie sogar direkt eingeladen – ein Zeichen des Vertrauens, das zu den Untergrundgemeinden aufgebaut wurde.

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Weihnachten im Geheimen

Die Treffen wurden an den verschiedensten Tagen abgehalten – nur nicht am Weihnachtstag. Die Hausgemeinden können es sich nicht leisten, den Verdacht der Nachbarn zu erregen. Von außen sehen die Häuser der heimlichen Christen aus, wie jedes andere – von innen allerdings waren sie geschmückt. Ein Christ muslimischer Herkunft erzählte: „Wir können nicht zu Kirche gehen und an den Feierlichkeiten dort teilnehmen. Einige von uns können nicht einmal ihren Familien sagen, dass wir Christen sind.“

Die Leiter der Gemeinden allerdings sorgten dafür, dass der Tag trotzdem zum Fest wurde: In einem Haus war der Innenbereich in rot und grün dekoriert – genauso wie die traditionellen Kleider der Gastgeber. In einer anderen Hausgemeinde ermutigte der Pastor: „Ihr seid nicht alleine. Wir sind eure Familie. Seid stark in allem, was ihr in euren Familien erlebt – denn wir sind für euch da!“ Diese Botschaft sprach auch aus vielen Karten, die Open Doors verteilen konnte.

Aus Angst, ihre Familie könnte dadurch Verdacht schöpfen, behielten einige Christen ihre Karten nicht; andere gingen das Risiko ein, um die Grüße ihrer Geschwister aus der ganzen Welt immer wieder anschauen zu können. Die Pastoren und geheimen Christen zeigten sich dankbar für die Geschenke und Ermutigungen durch Open Doors – das Vertrauen zwischen Untergrundgemeinden und Mitarbeitern konnte weiter gestärkt werden.

Quellen: Open Doors

Bitte beten Sie für die Christen in Südostasien

  • Danken Sie für die Weihnachtsfeiern, die Open Doors gemeinsam mit den Untergrundkirchen erleben durfte und die Ermutigungen, die verteilt und ausgesprochen wurden.
  • Beten Sie um Schutz für die Christen in ihren Familien, insbesondere für diejenigen, die es gewagt haben, Karten mit nach Hause zu nehmen.
  • Beten Sie für den Glauben dieser Christen, damit sie auch in schwierigen Situationen an Gott festhalten.
  • Danken Sie für die Pastoren der Untergrundgemeinden und bitten Sie um Weisheit und Kraft, damit sie ihren Gemeinden in Gottes Geist dienen können.

Hinweis: Am 11. Januar erscheint der Weltverfolgungsindex 2017, die Rangliste der 50 Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Sie können das Material bereits jetzt vorbestellen: www.opendoors.de/wvi-materialbestellung. Der Weltverfolgungsindex ist ab dem 11. Januar auf www.opendoors.de/wvi verfügbar.