Ermutigungsbotschafter Indien

Reisetagebuch: Tag 2

Ermutigungsbotschafter Tagebuch Tag 2

Ermutigungsbotschafter Marco Michalzik in Indien – Tag 2

„Die ersten Eindrücke sind intensiv. In mein Reisetagebuch schreibe ich, dass es sich anfühlt, als wäre ich nicht nur in ein anderes Land, sondern in eine andere Welt gereist. Alles sieht anders aus. Es riecht anders. Und während wir Deutschland bei knapp über 10 Grad verlassen haben, sind es hier konstant um die 40 Grad. Vor allem fallen mir die Kontraste auf. Übertriebener Luxus lebt Tür an Tür mit unvorstellbarer Armut. Es gibt riesige Shopping Malls und davor Menschen, die auf der Straße schlafen. Natürlich war ich mir der Existenz dieser Kontraste vorher bewusst. Trotzdem ist es etwas ganz anderes, hier zu stehen und mittendrin zu sein.“

 

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„Wie zurzeit an vielen Orten auf der Welt gibt es auch in Indien nationalistische Kräfte, die sehr viel Macht und Einfluss gewinnen. Die BJP, eine hindu-nationalistische Partei, stellt in Indien sogar den Premierminister. Nach ihrer Ideologie ist Indien das Land der Hindus. Menschen anderen Glaubens werden zwar (noch) geduldet, erleben aber vor allem in den ländlicheren Dorfregionen zunehmend, was es bedeutet, dass die Hindu-Nationalisten Indien bis 2021 in einen reinen Hindu-Staat verwandeln möchten.

Wie das im Einzelnen aussieht, ist sehr stark von der jeweiligen Region abhängig. Für manche Christen heißt es, im Job nicht für Beförderungen berücksichtigt zu werden. Für andere gibt es erst gar keinen Job. Und wer ganz großes Pech hat, wird geschlagen und aus dem Dorf vertrieben – oder mit falschen Anschuldigungen ins Gefängnis gesteckt.“

 

Ermutigungsbotschafter Tag 2

 

 

„Besonders hart ist es meist für Christen, die zuvor Hindus waren. In einigen Staaten gibt es schon ein Gesetz, das Konvertierungen verbietet und es wird versucht, Christen mit hinduistischem Hintergrund wieder ‚nach Hause zu bringen‘. Wir treffen Christen, die berichten, wie sie von ihrer Dorfgemeinschaft vor die Wahl gestellt wurden, ihren Glauben an Jesus aufzugeben – oder das Dorf zu verlassen. Das ist gleichbedeutend damit, die gesamte Lebensgrundlage und ein Stück der eigenen Identität aufzugeben.

Kommen unsere Geschwister der Aufforderung nicht nach, bekommen sie die Folgen davon deutlich zu spüren. Ihnen wird der Zugang zu Brunnen und Holz verwehrt. Sie werden komplett vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Sie werden bei Behörden verleumdet und deswegen verhaftet. Ihr Haus oder Laden wird angezündet. Oder sie werden verprügelt und unter Druck gesetzt – es ist kein Wunder, dass es nicht alle Christen schaffen, dem standzuhalten.“

 

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