Gesichter der Verfolgung

Leah aus Nigeria

Leah wurde auf Lebenszeit versklavt

Weil die 14-Jährige aus Nigeria Christin ist, bleibt sie Gefangene von Boko Haram

 

Am 19. Februar 2018 überfielen Kämpfer der islamisch-extremistischen Miliz Boko Haram eine Schule in Dapchi und entführten über hundert Mädchen. Einen Monat später wurden die Schülerinnen wieder freigelassen – außer Leah Sharibu, der einzigen Christin der Gruppe.
 

Leah aus Nigeria
Bild: Leah Sharibu aus Nigeria (Quelle: Familie)


Wie die anderen Mädchen berichteten, hatten die Entführer die damals 14-jährige Leah am Tag der Freilassung aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. Doch Leah weigerte sich und blieb als Einzige in der Gewalt von Boko Haram zurück. Eine Ende August im Internet aufgetauchte Tonaufnahme, in der Leah den Präsidenten um Hilfe für sich und ihre Familie bittet, weckte in ihren verzweifelten Eltern neue Hoffnung.

Leah weigerte sich, zum Islam zu konvertieren

Doch dann veröffentlichte Boko Haram am 16. September eine Filmaufnahme, welche die Hinrichtung einer 25-jährigen Hebamme zeigt, verbunden mit der Drohung, zwei weitere gefangene Entwicklungshelferinnen sowie Leah Sharibu einen Monat später auf die gleiche Weise zu töten. Nach Ablauf des Monats verkündete die Gruppe die Ermordung einer der beiden Frauen. Leah sowie die überlebende andere Geisel seien nun lebenslange Sklavinnen.

 

Weitere Gesichter der Verfolgung

Es war ein verheerender Selbstmordanschlag, den seine Kirche erschütterte. Sechs Gemeindemitglieder sterben, sieben weitere sind teils schwer verletzt. Noch mehr sind traumatisiert. Pastor Yonathan trotzt den Ereignissen im Gebet und ruft seine Gemeinde auf, Gott zu suchen.
Er war als Rebellenkämpfer auch an Überfällen auf Christen beteiligt. Als Ravish* von einer Krankheit geheilt wurde, entschied er sich, Jesus nachzufolgen. Dorfbewohner zerstörten daraufhin sein Haus und verjagten ihn und seine Familie.
Er gehörte einer Untergrundkirche an und hatte seinen Arbeitskollegen von Jesus erzählt. Dann wurde Mohamedreza von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes ergriffen. Sie fesselten und entführten ihn. Erst nach Folter und Verhör kam er frei.
Wegen ihres „fremden“ Glaubens vertrieben bewaffnete Männer Ana* und 25 andere Familien aus ihrem Zuhause in einem kolumbianischen Reservat für die indigene Bevölkerung. Die Angreifer drohten Ana zu vergewaltigen. Verwundet konnte sie fliehen, doch das Trauma blieb.

Alle Felder müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail wird über Ihr E-Mail-Programm verschickt.