Gesichter der Verfolgung

Ravish aus Indien

Wie Ravish vom Verfolger zum Verfolgten wurde

Ein indischer Rebellenkämpfer wird Christ – und von der Dorfgemeinschaft verstoßen

 

Bereits mit 14 Jahren trat Ravish* den Naxaliten bei, einer maoistisch geprägten Rebellenbewegung. Diese betrachten nicht nur die Regierungsbehörden, sondern auch Christen als Gegner. Sechs Jahre kämpfte Ravish für die Naxaliten und war auch an Überfällen auf Christen beteiligt.
 

Ravish aus Indien
Bild: Ravish aus Indien


Dann wurde er von der Polizei gefasst und zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Einige Zeit nach Ravishs Freilassung erkrankte sein Sohn. Ravish betete zu verschiedenen Hindu-Göttern, und als keine Besserung eintrat, wandte er sich an einen angesehenen Muslim, damit dieser für seinen Sohn betete. Doch das Kind starb. Bald darauf wurde Ravish selbst krank. Als er auf das Gebet eines Pastors hin geheilt wurde, entschied sich Ravish, Christ zu werden. „Seither habe ich Frieden in meinem Herzen, aber viel Druck von außen“, erklärt er.

Druck von außen, aber Frieden im Herzen

Dorfbewohner zerstörten sein Haus, verjagten Ravish und seine Familie aus dem Dorf und bedrohten ihn mit dem Tod. Mit seiner Familie lebt er nun in einer kleinen Hütte auf seinem Feld. Auch einige andere Christen hinduistischer Herkunft, die aus ihren Häusern vertrieben wurden, sind auf sein Land gezogen. So entstand eine kleine christliche Gemeinde, die von Ravish geleitet wird.

 

Weitere Gesichter der Verfolgung

Er gehörte einer Untergrundkirche an und hatte seinen Arbeitskollegen von Jesus erzählt. Dann wurde Mohamedreza von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes ergriffen. Sie fesselten und entführten ihn. Erst nach Folter und Verhör kam er frei.
Sie erhielt jahrelang Hausarrest, weil herauskam, dass sie Christin geworden war. Nawal* heiratete in der Hoffnung auf einen Neuanfang. Aber auch jetzt muss Nawal ihren Glauben an Jesus geheim halten. Die Entdeckung könnte sie das Leben kosten.
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