Nigeria: Medizinische Hilfe für Christen in Bedrängnis

In den zwölf Bundesstaaten im Norden Nigerias, in denen die Scharia (das islamische Recht) gilt, erlebt die christliche Minderheit starke Einschränkungen vonseiten der Behörden und der Gesellschaft. Christen werden ausgegrenzt und unterdrückt, um sie entweder zu vertreiben oder zum Übertritt zum Islam zu zwingen. Hinzu kommen Überfälle auf christliche Dörfer und Siedlungen durch extremistische Muslime. In solchen Situationen ist es besonders problematisch, dass Christen gerade in entlegenen Regionen oftmals der Zugang zu gemeinschaftlich genutzten Ressourcen verweigert wird – denn das schließt auch die Gesundheitsversorgung mit ein.

Bauchi ist einer der Bundesstaaten, in denen Christen in Nigeria am stärksten verfolgt werden. In der Ortschaft Boi konnte Open Doors ein Krankenhaus errichten, um den in dieser Gegend lebenden Christen medizinische Hilfe zu ermöglichen. „Der Grund dafür, dass dieses Krankenhaus hier gebaut wurde, war eine Reihe von Angriffen – nur, weil wir Christen sind. Immer war es sehr schwierig, die Verletzten behandeln zu lassen“, erzählt Emmanuel Tumi, ein Christ aus Boi. Mittlerweile kommen Menschen aus mehr als 20 der umliegenden Ortschaften dorthin, um Hilfe zu erhalten.
 

Mitarbeiter des Krankenhauses Boi
Bild: Mitarbeiter des Krankenhauses Boi

„Hier wird uns die Liebe Christi gezeigt“

Manasseh, ein Pastor aus einem Nachbarort, erzählt voller Dankbarkeit von der liebevollen Fürsorge, die seine Familie in der Klinik erfahren hat. „Ohne diese Klinik hätten wir sehr weit reisen müssen, um Hilfe zu erhalten. Nun kommen Menschen aus der ganzen Gegend hier vorbei. Wie gut die Behandlung hier ist, hat sich weit herumgesprochen. Wenn wir hierher kommen, wird uns die Liebe Christi gezeigt.“ Er berichtet, wie die Krankenschwestern vor der Behandlung mit ihnen beten. „Wir werden daran erinnert, dass Jesus immer bereit ist, uns zu helfen. Und ich werde durch dieses Krankenhaus daran erinnert, dass Jesus Wege bahnt, wo es keinen Weg zu geben scheint.“

In den letzten Jahren hat Open Doors zehn Krankenhäuser im Norden Nigerias aufgebaut – von der Errichtung der Gebäude über die Ausstattung mit Betten und medizinischen Geräten bis hin zur Subventionierung der Personalkosten. Auch nach dem Start des regulären Klinikbetriebs setzt Open Doors die Betreuung der einzelnen Projekte fort, um eine bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten.
 

Video: Ein Tag bei Open Doors – Wie eine Klinik im Norden Nigerias Christen hilft, stark zu bleiben.

 

vorheriger Bericht   Zurück zur Übersicht    nächster Bericht 

Alle Felder müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail wird über Ihr E-Mail-Programm verschickt.