Podiumsgespräch zur Christenverfolgung bei der GLORIA Kirchen-Messe

20.02.2018 – „Die einzige Kirchen-Messe im deutschsprachigen Raum ist Treffpunkt für die Vielfalt der Kirche“, schreiben der Veranstalter der GLORIA auf ihrer Website. Bei der Messe in Augsburg werden aktuelle Trends christlicher Produkte aus den Bereichen Bau, Renovierung, Restauration und Ausstattung von Kirchen, Klöstern und Gemeindezentren ausgestellt. Christliche Dienstleistungen, Institutionen und Verlage stellen sich vor. Etwas über 4.200 Besucher kamen vom 15. bis 17. Februar 2018 zur 17. GLORIA nach Augsburg.

Unter den 90 Ausstellern konnte auch Open Doors auf die Situation der verfolgten Christen aufmerksam machen: zum einen mit einem Stand, der den Nachbau eines nordkoreanischen Gefängnisses zeigte, und zum anderen bei einem Podiumsgespräch zum Thema „Verfolgte Christen brauchen unsere Hilfe“.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher der GLORIA ließen sich im Nordkorea-Gefängnis über die Situation verfolgter Christen in Nordkorea informieren und hörten dazu in dem Gefängnisnachbau die persönliche Lebensgeschichte von Hea Woo, die mehrere Jahre in einem Strafgefangenenlager des christenfeindlichen Regimes in Nordkorea überlebt hatte.
 

GLORIA

 

Zu dem Podiumsgespräch waren als Redner Karekin Bekdjian (Erzbischof der Armenisch-Apostolischen Kirche), Anba Damian (Generalbischof der Koptisch-Orthodoxen Kirche), Pfarrer Dr. Gottfried Martens (Pfarrer der SELK in Berlin), Michaela Koller (Referentin der IGFM) sowie Markus Rode, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender von Open Doors Deutschland, eingeladen. Das Gespräch zum Thema wurde vom Fernsehsender „EWTN katholisches TV“ übertragen. Pfarrer Martens und Markus Rode berichteten dabei unter anderem über die Situation christlicher Flüchtlinge in Deutschland – und dabei besonders über Konvertiten vom Islam zum christlichen Glauben –, die zu Hunderten aus Deutschland abgeschoben werden. Pfarrer Martens berichtete, dass sogar jahrelange Mitarbeiter seiner Gemeinde, die sich dem christlichen Glauben zugewandt hatten, nach ihrer Befragung durch das BAMF abgeschoben wurden, weil ihr Bekenntnis zum christlichen Glauben nicht ausreichend dargestellt worden sei. Diese christlichen Konvertiten würden durch ihre Abschiebung Haft, Folter, harter Verfolgung und möglicherweise dem Tod ausgesetzt.

 

Eindrücke der Messe

Alle Felder müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail wird über Ihr E-Mail-Programm verschickt.