Länderprofil Malaysia

Malaysia

40
Weltverfolgungsindex
2020
Flagge Malaysia
Hauptreligion
Islam
Platz Vorjahr
42
ISO
MY
Karte Malaysia
Christen
2,95
Bevölkerung
32.45
Islamische Unterdrückung
Diktatorische paranoia
Privatleben: 12.100
Familienleben: 14.600
Gesellschaftliches Leben: 12.700
Leben im Staat: 12.000
Kirchliches Leben: 9.600
Auftreten von Gewalt: 1.500

Länderprofil Malaysia

Position auf dem Weltverfolgungsindex

Platz 40 / 62 Punkte (WVI 2019: Platz 42 / 60 Punkte)

Berichtszeitraum: 1. November 2018 – 31. Oktober 2019

Zusammenfassung

Christen muslimischer Herkunft werden in Malaysia am stärksten verfolgt, da von jedem ethnischen Malaien erwartet wird, muslimisch zu sein. Wer davon abweicht, richtet sich nicht nur gegen die Verfassung, sondern auch gegen die Gesellschaft insgesamt und natürlich gegen Familie und Nachbarschaft. Katholiken und Methodisten werden von den Behörden und Nichtregierungsorganisationen beobachtet, aber gegen protestantische Freikirchen wird häufiger vorgegangen, da diese dazu neigen, ihren Glauben aktiver zu bezeugen.

Beispiele aus dem aktuellen Berichtszeitraum

  • Am 3. April 2019 veröffentlichte die malaysische Menschenrechtskommission SUHAKAM ihren Bericht über das Verschwinden von Pastor Raymond Koh, der am 13. Februar 2017 am helllichten Tag von unbekannten Angreifern entführt wurde. Im Bericht wird die Sonderabteilung der Polizei beschuldigt, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein. Diesem Vorwurf wird nun von einer Untersuchungskommission nachgegangen.
  • Wenn ein Glaubenswechsel zum christlichen Glauben bekannt wird, wird der Christ in der Regel entweder bei den islamischen Behörden angezeigt oder einfach aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Konvertiten werden von der Erbschaft ausgeschlossen und die Inanspruchnahme des Sorgerechts ist für den nichtmuslimischen Ehepartner ein Problem. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen Konvertiten von ihren Familien akzeptiert werden und diese ebenfalls Christen werden. Bei Christen mit hinduistischem oder buddhistischem Hintergrund geht der Druck eher von den Familien aus, da sich die Regierung ausschließlich mit der Konversion von Muslimen befasst.

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Malaysia
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Am Valentinstag unternahm Raymond Koh immer etwas Romantisches mit seiner Frau Susanna. Diese Erinnerung gehört zu den besonders schmerzhaften Teilen des Berichtes, den sie am Jahrestag seiner Entführung anderen Christen gab.

1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit 62 Punkten belegt Malaysia im Weltverfolgungsindex 2020 Platz 40.

Im Weltverfolgungsindex 2019 erreichte das Land 60 Punkte und stand damit auf Platz 42. Das war ein Rückgang von 5 Punkten im Vergleich zum Weltverfolgungsindex 2018 und war dem überraschenden Ausgang der Wahlen zu verdanken. Am stärksten sanken damals die Wertungen für Druck in den Bereichen „Leben im Staat“ und „Kirchliches Leben“, es wurde aber auch weniger Gewalt gegen Christen gemeldet. Vor allem Minderheiten wie Christen, Hindus und Buddhisten setzten Hoffnung in die neue Regierung, doch diese musste viele ihrer Initiativen zurückstellen und behielt die Politik der Bevorzugung muslimischer Malaien bei.

Diese teilweise enttäuschten Hoffnungen spiegeln sich in der Erhöhung um zwei Punkte im Weltverfolgungsindex 2020 gegenüber dem Vorjahr wider. Christen und andere Minderheiten sind besonders enttäuscht und fühlen sich immer noch unsicher, seit drei christliche Mitarbeiter und ein muslimischer Aktivist im November 2016 und Februar 2017 trotz aller Bemühungen der Regierung um Aufklärung spurlos verschwunden sind. Außerdem lassen sich Gesetze schneller ändern als Denkweisen, sodass eine echte Veränderung für Christen in der Gesellschaft nur langsam zu erkennen sein wird – wenn überhaupt. Die bereits bestehende Kluft zwischen Ost- und West-Malaysia hat sich vertieft, besonders im Fall des Staates Sarawak, der immer noch eine relative christliche Mehrheit hat.

2. Triebkräfte der Verfolgung

Islamische Unterdrückung

Malaysia hat den Ruf, das wahrscheinlich beste Vorbild für ein liberales und tolerantes islamisches Land zu sein. Dieses Bild hat sich in den letzten Jahren jedoch verflüchtigt. Ein Beispiel dafür sind die fortgesetzten Bemühungen der Regierung, das Scharia-Strafrecht („Hudud“) im Bundesstaat Kelantan einzuführen. Die konservative muslimische „Islamische Partei Malaysias“ (PAS), die den Staat Kelantan regiert, forderte unmittelbar nach den Wahlen im Mai 2018 erneut die Einsetzung des Scharia-Strafrechts.

Nach der Verfassung ist das Scharia-Recht nicht dem Zivilrecht gleichgestellt, aber in der Praxis gilt dies nicht mehr. Dies zeigt sich vor allem in Fällen von Scheidung und Sorgerechtsstreit: Zivilgerichte entscheiden häufig zugunsten der nichtmuslimischen Mutter des Kindes, weshalb Väter manchmal zum Islam übertreten, denn wenn sie nun das Sorgerecht vor Scharia-Gerichten einfordern, wird es ihnen gewährt. Die Polizei zieht es vor, die Entscheidungen der Scharia-Gerichte umzusetzen, da dies weniger Probleme verursacht.

Es ist Christen verboten, das Wort „Allah“ (das normale Wort für „Gott“ auf Malaiisch) zu verwenden, nachdem das Oberste Gericht im Januar 2015 das Urteil gegen eine katholische Zeitung bestätigt hat. Dem folgen nun weitere Gerichtsverfahren, beispielsweise im Bundesstaat Sabah. Der Fall dort ist noch offen, da zuerst die Frage des Zugangs zu Regierungsdokumenten geklärt werden muss.

Verleumdungen aus religiösen Gründen sind nach wie vor üblich. Im Wahlkampf 2018 wurde einer christlichen Politikerin vorgeworfen, eine „rein missionarische Agenda“ zu verfolgen. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Gesellschaft immer stärker auf islamische Einflüsse reagiert, ist die Tatsache, dass viele Geschäfte beschlossen haben, keine Bilder von Hunden in Dekorationen zum chinesischen Neujahrsfest auszustellen. Nach dem chinesischen Kalender begann im Februar 2018 das Jahr des Hundes, das Tier gilt im Islam aber als unrein.

Diktatorische Paranoia

Während „Diktatorische Paranoia“ in Malaysia sicherlich nur eine sekundäre Triebkraft der Verfolgung ist, ist sie dennoch relevant für das Verständnis der Situation des Landes. Sie spielte auf jeden Fall eine Rolle bis zu den Wahlen 2018, also solange die Barisan-Nasional-Koalition das Land regierte. Diese Koalition bestand aus der großen muslimischen UMNO-Partei im Bündnis mit kleineren chinesischen und indischen Parteien und musste sich jahrelang mit keiner Opposition auseinandersetzen. So betonte die UMNO erneut ihre Politik der Bevorzugung der malaiischen Bevölkerung (statt einer Politik der Gleichberechtigung) und spielte zunehmend religiöse und rassistische Karten aus, um an der Macht zu bleiben. Diese Triebkraft der Verfolgung könnte jedoch durchaus fortbestehen, da Premierminister Mahathir ursprünglich für die Entwicklung der gesamten Idee der Vorzugsbehandlung verantwortlich war. Wenn seine aktuelle Politik nicht schnell genug die Ergebnisse liefert, die die Wähler sehen wollen, könnte die Diktatorische Paranoia wiederaufleben, insbesondere nachdem die Parteien UMNO und PAS, die beide für malaiisch-muslimische Dominanz und Vorzugsbehandlung eintreten, ihre Zusammenarbeit angekündigt haben. Deshalb wird diese Triebkraft immer noch erwähnt.

3. Verfolger

Ausgehend von Islamischer Unterdrückung

  • Nichtchristliche religiöse Leiter und Anführer ethnischer Gruppen: Verschiedene muslimische Nichtregierungsorganisationen sehen sich als „Helden des Islam“ und ihnen war die Unterstützung der ehemaligen Regierung sicher. Manchmal schüren sie mit ihren Aussagen und Handlungen ethnische Konflikte und religiöse Diskriminierung. Sie erinnern die Bürger immer wieder daran, dass Malaie zu sein, bedeutet, Muslim zu sein, und warnen manchmal vor angeblichen christlichen Missionsversuchen.
  • Die eigene (Groß-)Familie: Bei Christen muslimischer Herkunft geht die stärkste Verfolgung nach wie vor von Familienangehörigen aus, da das Verlassen des ursprünglichen Glaubens als Schande empfunden wird und sie außerhalb der ethnischen und religiösen Gemeinschaft stellt. Der soziale Druck auf die Familie, den Konvertiten wieder zurück zum Islam zu bringen, ist ebenfalls hoch.
  • Regierungsbeamte: Die Verfassung verbietet Malaien den Wechsel zu anderen Religionen und begrenzt die Verbreitung nichtmuslimischer Religionen. Regierungsbeamte streben daher danach, die islamischen Richtlinien zum Nachteil nichtmuslimischer Minderheiten aufrechtzuerhalten und wenn möglich auszubauen. Die neue Regierung hat noch keine Veränderungen in Bezug auf mehr Gleichheit für religiöse und ethnische Minderheiten gebracht.
  • Politische Parteien: Politische Parteien wie UMNO und PAS verteidigen und schützen den Islam. Es war zum Beispiel die PAS, welche die Einführung des Hudud-Gesetzes in Kelantan vorschlug. Diese Parteien säen Zwietracht und Hass gegen Christen. UMNO und PAS nutzen Religion, um Unterstützung von den Malaien zu bekommen, jetzt noch mehr von den Oppositionsbänken. Es bleibt abzuwarten, was ihr Zusammenschluss gegen die amtierende Regierung der Pakatan-Harapan-Koalition für Christen und andere religiöse Minderheiten bedeutet. Es könnte sein, dass politische Parteien in Zukunft noch stärkere Verfolger werden.
  • Ideologische Interessengruppen: Die meisten Lobbygruppen konzentrieren sich darauf, die ethnische Dominanz des malaiischen Volkes zu erhalten. Im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2020 war eine islamische Gruppe namens ISMA sehr aktiv, die sich ebenfalls für den Schutz des Islam einsetzte. Zwei Beispiele: a) Sie rief zu Maßnahmen gegen eine Briefmarkenserie der malaiischen Post auf, die Gotteshäuser, darunter ein historisches Kirchengebäude in Penang, zeigt. b) Sie warnte vor einer Agenda der Christianisierung durch die christliche Minderheit.

Ausgehend von Diktatorischer Paranoia

  • Regierungsbeamte: Die islamistische Partei PAS hat in zwei Staaten Malaysias eine Mehrheit, und obwohl die Bundesverwaltung jetzt eine neue Regierung hat, bedeutet dies nicht, dass die Beamten schnell umdenken. Dies gilt insbesondere für die Verwaltung der religiösen Angelegenheiten.
  • Politische Parteien: Die Punkte, die oben unter „Verfolger ausgehend von Islamischer Unterdrückung“ aufgeführt sind, gelten auch hier.

4. Regionale Brennpunkte der Verfolgung

Es gibt keine Brennpunkte der Verfolgung von Christen in Malaysia. Allerdings konzentriert sich die islamische Missionsarbeit unter Christen („dawah“) – vor allem unter den Bumiputra – auf Ostmalaysia. Begünstigt durch die Zahl der einwandernden Muslime ist die Religionszugehörigkeit im Staat Sabah bereits seit einigen Jahren nicht mehr überwiegend christlich.

5. Betroffene Christen

Um den christlichen Glauben in Malaysia besser zu verstehen, ist an dieser Stelle eine zusätzliche Erklärung erforderlich. Im Fall Malaysias kann es hilfreich sein, nach geografischer Verteilung und Herkunft zu unterscheiden. Die Mehrheit der Christen hat einen Bumiputra-Hintergrund, was wörtlich übersetzt „Söhne des Bodens“ bedeutet und meint, dass sie zum Land gehören und von den Ureinwohnern abstammen. Aus Sicht der Regierung kommen die Bumiputra für die Förderpolitik in Form von vergünstigten Häusern, Stipendien usw. infrage, aber in der Praxis gilt dies nur, solange sie keine Christen sind. Wenn sie Christen werden, werden ihnen ihre Privilegien schnell entzogen. Christen, die keine Bumiputra sind, kommen hauptsächlich aus den ethnischen Minderheiten der Chinesen und Inder und gehören zu einer Vielzahl verschiedener Konfessionen, deren Gemeinden von kleinen Hauskirchen bis hin zu Megakirchen reichen.

Schließlich ist auch die geografische Verteilung wichtig. Die meisten Bumiputra-Christen leben in den Bundesstaaten Sabah und Sarawak; letzterer hat immer noch eine relative christliche Bevölkerungsmehrheit. Diese Staaten bilden Ostmalaysia und befinden sich auf der Insel Borneo (die mit Brunei und Indonesien geteilt wird). Um diese Lage noch komplexer zu machen: Viele Bumiputra wandern aus Bildungsgründen oder wirtschaftlichen Gründen nach Westmalaysia ab, wo es für sie besonders schwer ist, ihrem christlichen Glauben treu zu bleiben. Christen mit muslimisch-malaiischem Hintergrund vervollständigen das Bild der malaysischen Kirche. Diese Christen sind einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt, da sie nicht nur ihren Glauben verlassen haben, sondern diese Entscheidung auch als ein Handeln gegen ihre eigene Ethnie und Nation angesehen wird.

Ausländische Christen

Es gibt viele Nationalitäten, die ihre eigenen christlichen Gemeinschaften haben und sich selbst versorgen. Manchmal müssen sie sich einen legalen Status erkämpfen, aber im Grunde sind sie frei, ihren Glauben zu leben, solange sie innerhalb ihrer Mauern bleiben. Nepalesische und vietnamesische Christen schließen sich in den meisten Fällen den traditionellen christlichen Gemeinschaften an.

Christen aus traditionellen Kirchen

Beispiele sind römisch-katholische, anglikanische, methodistische oder lutherische Kirchen und die protestantische Kirche in Sabah. Diese sind weniger von Verfolgung betroffen als Christen aus protestantischen Freikirchen oder Konvertiten, aber sie leiden unter Diskriminierung.

Christen anderer religiöser Herkunft (Konvertiten)

Christen mit muslimischem Hintergrund leiden am meisten unter Verfolgung, nämlich durch Familie, Freunde, Nachbarn und Behörden.

Christen aus protestantischen Freikirchen

Beispiele sind evangelikale, baptistische und Pfingstgemeinden, Assemblies of God, die Heilsarmee, Sabah Injil Borneo und andere. Oft haben diese Gemeinden mit Überwachung, Diskriminierung, Einschüchterung und Belästigung zu kämpfen.

6. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

 

Privatleben 12.1
Familienleben 14.6
Gesellschaftliches Leben 12.7
Leben im Staat 12
Kirchliches Leben 9.6
Auftreten von Gewalt 1.5

 

Grafik: Verfolgungsmuster Malaysia

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die Platzierung auf dem Weltverfolgungsindex. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Das Verfolgungsmuster zeigt:

  • Insgesamt nahm der Druck auf Christen in Malaysia in allen Lebensbereichen zu, sodass der durchschnittliche Druck von 11,7 Punkten im Weltverfolgungsindex 2019 auf 12,2 Punkte im Weltverfolgungsindex 2020 stieg.
  • Der Druck ist extrem und am stärksten im Lebensbereich „Familienleben“ und hat ein sehr hohes Ausmaß in den Bereichen „Gesellschaftliches Leben“, „Privatleben“ und „Leben im Staat“. Der Druck im Familienleben, gesellschaftlichen Leben und Privatleben verdeutlicht die Probleme der Christen muslimischer Herkunft und mit anderem religiösen Hintergrund, die auch von der Islamisierungspolitik des Landes ausgehen. Der Druck durch die Triebkraft „Islamische Unterdrückung“ ist in allen Bereichen vorhanden. Konservative islamische Gruppen und Parteien sind in Malaysia nach wie vor stark vertreten.
  • Der Wert für den Bereich „Auftreten von Gewalt“ blieb auf dem Stand des Vorjahrs (1,5 Punkte). Abgesehen von der Entführung einiger Christen in den letzten Jahren war die Verfolgung in Malaysia selten gewalttätig. Pastor Joshua Hilmy und seine Frau Ruth werden seit mehr als zwei Jahren vermisst, nachdem sie aus ihrem Haus im Bundesstaat Selangor verschwunden sind. Pastor Raymond Koh wurde während einer Fahrt auf einer viel befahrenen Straße in Petaling Jaya entführt und wird seit Februar 2017 vermisst. Sein Aufenthaltsort ist noch immer unbekannt und nach den Erkenntnissen der Menschenrechtskommission des Landes war eine Spezialeinheit der Polizei an der Entführung beteiligt.

Zu jedem der Lebensbereiche sind im Folgenden jeweils ausgewählte Teilaspekte genannt, die im betreffenden Lebensbereich für die Christen zu den gravierendsten Schwierigkeiten gehören.

Privatleben

  • Glaubenswechsel wird abgelehnt, verboten oder strafbar gemacht: Nach dem Gesetz dürfen sich malaiische Muslime in keinem Staat außer in Sarawak vom Islam abwenden, um einen anderen Glauben anzunehmen. Die „Islamische Partei Malaysias“ (PAS) will den Abfall vom Glauben mit dem Tod bestrafen, war aber bisher nicht erfolgreich. Im Februar 2018 gab es in Sarawak ein Gerichtsverfahren wegen Apostasie, das Christen und besonders Christen muslimischer Herkunft schwer enttäuschte. Das Gericht entschied, dass Apostasiefälle nicht vor Zivilgerichten, sondern nur vor Schariagerichten verhandelt werden können.
  • Es ist für Christen riskant, ihrem Glauben in schriftlicher Form persönlich Ausdruck zu verleihen: Es hat Auswirkungen, wenn ein Christ mit muslimischem Hintergrund seinen Glauben in einem Blog oder auf Facebook offenbart. Die Familie ist in der Regel die erste, die handelt, indem sie alle familiären Bindungen löst. Manchmal bringen Beamte Christen mit muslimischem Hintergrund weg, um sie zum Islam zurückzuführen.
  • Es ist für Christen riskant, christliche Bilder oder Symbole zu zeigen: Da Muslime, die den christlichen Glauben annehmen, als Abtrünnige angesehen werden, ist es für sie sehr riskant, ihren Glauben zu offenbaren. Sie können bestraft werden oder in ein islamisches Läuterungszentrum geschickt werden, wo sie unter Druck gesetzt werden, zum Islam zurückzukehren. Es ist bekannt, dass Konvertiten von einem Tag auf den anderen verschwinden und niemand ihren Aufenthaltsort kennt. Es gibt sogar eine Richtlinie der Fatwa-Abteilung, nach der Weihnachtsbäume und andere Dekorationen, die dazu dienen sollen, Weihnachtsfeiern auf der ganzen Welt zu symbolisieren, nicht verwendet werden sollten, wenn ein Muslim vorhat, an einer Weihnachtsveranstaltung teilzunehmen. Sie verbietet Muslimen auch, an Weihnachtsfeiern teilzunehmen, die religiöse Lieder oder die Verwendung des Kreuzes oder „Sprache oder Gesten in Form eines Lobes für die nichtmuslimische Religion“ enthalten. Es wurde jedoch nicht erwähnt, welche Folgen eine Nichtbeachtung der Vorschriften haben würde.
  • Es ist für Christen riskant, über ihren Glauben mit anderen als den engsten Familienmitgliedern zu sprechen: Da kein Malaie vom Islam konvertieren darf, sind Diskussionen über den Glauben immer mit dem Risiko behaftet, als Evangelisation angesehen zu werden. Es ist auch möglich, dass Christen – oder sogar Atheisten – wegen eines solchen Themas der „Beleidigung des Islam“ beschuldigt werden. Für Christen muslimischer Herkunft sind Glaubensdiskussionen naturgemäß mit einem viel höheren Risiko verbunden, da sie dazu führen können, dass die eigene Konversion entdeckt wird.

Malaiische Konvertiten können an keinen öffentlichen kirchlichen Aktivitäten teilnehmen. Wenn sie dies tun, riskieren sie, von den Behörden gefasst zu werden, und die Gemeinde, die sie besucht haben, muss mit schwerwiegenden Folgen rechnen. Deshalb versammeln sich Christen muslimischer Herkunft heimlich in ihren Häusern zu all ihren christlichen Aktivitäten, fern von den neugierigen Augen der Regierung, des sozialen Umfelds und der registrierten Kirchen. Folglich müssen sie sich sehr gut überlegen, in welcher Weise sie Gott anbeten, besonders, wenn sie die einzigen Christen in ihrer Familie sind. Bibeln und andere christliche Materialien müssen sorgfältig versteckt werden und können nur mit großer Vorsicht verwendet werden, da fromme muslimische Familien dies nicht tolerieren.

Familienleben

  • Christliche Kinder werden auf irgendeiner Bildungsstufe dazu gedrängt, christenfeindlichen oder Religionsunterricht der Mehrheitsreligion zu besuchen: Es ist durchaus üblich, dass an staatlichen Schulen Pflichtfächer wie „Tamadun-Islam“ (Islamische Zivilisation), „Sejarah-Islam“ (Geschichte des Islam) oder „Sastera Melayu“ (Malaiische Literatur) unterrichtet werden. Nichtmuslimische Kinder müssen diese Fächer als Pflichtfächer belegen. Es ist auch üblich, dass Kinder der indigenen Stämme in Malaysia („Orang Asli“) zum Besuch des religiösen/arabischen Unterrichts gedrängt werden. Pläne, malaiisch-arabische Kalligrafiekurse namens „Khat“ – und damit das Schreiben von Koranversen – in allen Schulen verpflichtend vorzuschreiben, sorgten für Unruhe in den Gemeinschaften der Minderheiten. Nach heftigen Protesten wurde „Khat“ zum Wahlfach erklärt.
  • Bestattungen von Christen werden behindert oder zwangsweise mit nichtchristlichen Riten durchgeführt: Da die Meldebehörde auch Sterbeurkunden ausstellt, sind Beerdigungen ein Problem für Christen muslimischer Herkunft. Wenn Aufzeichnungen zeigen, dass die verstorbene Person als Muslim registriert war, informieren die Behörden die islamische Religionsbehörde. Wenn die Bestattungsrituale nicht gemäß dem Islam gefeiert werden, hat diese islamische Behörde das Recht, der nichtmuslimischen Familie den Leichnam wegzunehmen, damit islamische Riten für den Verstorbenen durchgeführt werden können.
  • Kinder von Christen werden wegen des Glaubens ihrer Eltern belästigt oder diskriminiert: Kinder von Christen muslimischer Herkunft müssen in Schulen den islamischen Unterricht besuchen und es gibt Berichte, dass christliche Kinder unter Druck gesetzt werden, zum Islam zu konvertieren. Manchmal müssen Eltern, die den christlichen Glauben angenommen haben, ihre Kinder aus der Schule nehmen, da sie versehentlich über den Glauben ihrer Eltern sprechen könnten. Kinder von Christen werden häufig wegen des Glaubens ihrer Eltern schikaniert und diskriminiert.
  • Christliche Ehepartner von Nichtchristen werden von dem Recht oder der Möglichkeit ausgeschlossen, das Sorgerecht für die Kinder in Scheidungsfällen zu beanspruchen: Nach dem Gesetz werden Kinder von Paaren mit einem muslimischen Elternteil (entweder durch Geburt oder Bekehrung) automatisch als Muslime registriert. Es gab in Sabah viele solcher Fälle unter indigenen Christen. Als Bumiputras haben die meisten von ihnen das Wort „bin“ oder „binti“ in ihrem Namen, was die Beamten dazu veranlasst, zu glauben, sie seien Muslime. So tragen sie den Islam als Religionszugehörigkeit in die „MyKads“ (Ausweispapiere) ein. Dies war eines der Hauptprobleme, mit denen Bumiputra-Christen konfrontiert waren, aber einige von ihnen entschieden sich, nicht darum zu kämpfen, da solche Prozesse langwierig und mühsam sind und bisher nur selten zum gewünschten Ergebnis geführt haben. Jeder Malaysier hat einen Personalausweis und seine Religion wird von der bundesstaatlichen Registrierungsstelle auf dieser Karte vermerkt. Ist ein Bürger einmal als Muslim registriert, kann dies nur nach langen Gerichtsverfahren geändert werden – ohne große Erfolgsaussichten. In einem richtungsweisenden Urteil vom Januar 2018 erklärte das Bundesgericht, dass für den Glaubenswechsel eines Minderjährigen die Zustimmung beider Elternteile erforderlich sei, sodass der einseitige Glaubenswechsel von Kindern nicht mehr zulässig sei. Diese Entscheidung wurde im Oktober 2018 in einem weiteren Fall bekräftigt und erhöht den Druck auf die neue Regierung, Gesetzeslücken trotz des Drucks islamisch-extremistischer Gruppen und Parteien zu schließen. Allerdings gibt es auf regionaler Ebene Bestrebungen, dieses Gerichtsurteil aufzuheben, beispielsweise im Bundesstaat Selangor.

Malaysia scheint das einzige Land der Welt zu sein, in dem ein Glaubenswechsel auch die ethnische Zugehörigkeit verändert. Es gibt Berichte über Fälle, in denen Kinder von konvertierten Einheimischen plötzlich behaupteten, muslimische Malaien zu sein, obwohl ihre tatsächliche Ethnie Iban ist. Auf die Frage, warum, antworteten sie: „Weil unsere (muslimischen) Lehrer es uns gesagt haben!“

Einige Christen aus indigenen Stämmen, besonders in Sabah, werden durch Betrug dazu gebracht, zum Islam zu konvertieren. Um finanzielle Hilfe von der Regierung anzunehmen, gaben einige von ihnen ihren Personalausweis ab und unterschrieben ein Formular, ohne zu wissen, dass dies eine Übertrittserklärung zum Islam war. Als sie ihren Ausweis zurückbekamen, stellten sie fest, dass ihre Religionszugehörigkeit zu „muslimisch“ geändert worden war. Als sie versuchten, dies rückgängig zu machen, wurde ihnen von der Bundesregistrierungsbehörde gesagt, dass ihr religiöser Status nur geändert werden kann, wenn die Scharia-Gerichte eine Genehmigung erteilen. Das ist jedoch unmöglich zu erreichen.

Verheiratete Christen mit muslimischem Hintergrund können auch zur Scheidung gezwungen werden und ihr Erbrecht verlieren, sobald sie entdeckt werden. Die Organisation einer Taufe, einer christlichen Hochzeit oder einer Beerdigung kann schwierig oder sogar unmöglich werden. Christen muslimischer Herkunft können von ihren Familien isoliert oder aus dem Haus ihrer Familie vertrieben werden oder sogar in islamische Läuterungslager (d. h. Umerziehungslager) geschickt werden, obwohl dies selten geschieht.

Gesellschaftliches Leben

  • Christen müssen aus religiösen Gründen mit finanziellen Nachteilen oder Geldstrafen rechnen: Zur malaysischen Politik der Bevorzugung indigener Malaien gehört, dass diese einen Preisnachlass von zehn Prozent erhalten, wenn sie Immobilien kaufen, während andere den vollen Preis zahlen müssen. Dies kann als indirekte Dschizya-Steuer angesehen werden, soweit chinesische und indische Christen betroffen sind, da sie keinen Anspruch auf solche Leistungen haben. Muslime sind auch von bestimmten Steuern befreit, weil sie die Zakat und eine reduzierte Einkommenssteuer zahlen, während andere die volle Einkommenssteuer zahlen müssen.
  • Christen werden in der öffentlichen oder privaten Arbeitswelt aus religiösen Gründen diskriminiert: Es hat immer eine Diskriminierung von Nichtmalaien und eine Bevorzugung von Malaien in der öffentlichen Arbeitswelt gegeben, aber die neue Regierung hat Hoffnungen auf einen möglichen Wandel geweckt, indem sie einige Christen trotz heftigen Widerstands der islamisch-malaiischen Parteien und Organisationen in höhere Staatspositionen berufen hat. Beispiele für diesen Ansatz waren die Berufungen von Nichtmalaien und Nichtmuslimen, als Justizminister, Generalstaatsanwalt und Oberster Richter zu fungieren. Dies hat zu dem Vorwurf geführt, dass die muslimische Sache verloren ist und Malaysia nun „christianisiert“ wird. Was private Unternehmen (beispielsweise im Besitz chinesischer Christen) betrifft, so ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Eigentümer Bumiputra-Partner haben müssen, um staatliche Aufträge zu erhalten. Um das zu umgehen, haben einige Unternehmen „Bumiputra-Partner“ nur auf dem Papier.
  • Christen werden im Alltag aus religiösen Gründen schikaniert, bedroht oder behindert: Christen in Malaysia werden oft aus religiösen Gründen schikaniert und bedroht. Die Diskriminierung findet häufig aufgrund von Kleidungsvorschriften statt. In Staaten wie Kelantan, die von der PAS regiert werden, hat es Razzien gegeben, die sich auf die richtige islamische Kleidung für Frauen konzentrierten. Das setzt auch Christen unter Druck.
  • Christen werden in ihrer Ausbildung auf irgendeiner Ebene aus religiösen Gründen benachteiligt: Für Nichtmalaien ist der Zugang zu einer Reihe von Universitäten eingeschränkt. In einem Presseartikel vom Februar 2018 unterstützte nur ein einziger Student der UiTM (eine staatliche Universität, die Bumiputras vorbehalten ist) in einem Diskussionsforum offen die Idee, die Universitäten für Nicht-Bumiputras zu öffnen. Er äußerte die Meinung, dass auch Nicht-Bumiputras ein Recht auf Bildung hätten, wurde aber von seinen Klassenkameraden mit wütenden und rassistischen Bemerkungen konfrontiert. Der Leiter der Klasse sagte sogar: „Glaubst du, dass du hier wärst, wenn die UiTM seine Türen für Nicht-Bumiputras öffnen würde? Wenn die Inder und Chinesen in die UiTM einsteigen, werdet ihr euer Studium nie abschließen können.“ Um sich für eine höhere Ausbildung und Stipendien zu qualifizieren, müssen Christen aufgrund der Politik der Bevorzugung zugunsten der Malaien weit höhere Hürden überwinden als Muslime.

Christen werden von staatlichen Behörden sowie von lokalen muslimischen Gemeinschaften und Vereinigungen zur Wahrung malaiischer und islamischer Rechte (beispielsweise Perkasa und ISMA) überwacht. In abgelegenen Gebieten in Sabah und Sarawak haben malaiische Gemeinden Zugang zu Wasser und Strom, aber einigen bekannten christlichen einheimischen Gemeinschaften wird dieser Zugang verweigert. Konvertiten sehen sich starkem Druck von Familie, Freunden und Nachbarn ausgesetzt, ihren christlichen Glauben zu widerrufen.

Leben im Staat

  • Die Verfassung (oder vergleichbare nationale oder staatliche Gesetze) schränkt die Religionsfreiheit ein, wie sie in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formuliert ist: Die Verfassung definiert ethnische Malaien als Muslime. Deshalb haben Malaien nicht die Freiheit, den Islam zu verlassen und eine andere Religion anzunehmen. Im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2019 entschied das Bundesgericht, dass die Zuständigkeit für die Rechtmäßigkeit einer Konversion bei den Schariagerichten und nicht bei den Zivilgerichten liegt, sodass Konvertiten zum christlichen Glauben vorerst keine rechtliche Unterstützung erhalten. Die Verfassung verbietet es auch Anhängern anderer Religionen, ihre Religion unter malaiischen Muslimen zu verbreiten. Demgegenüber ist es Muslimen gestattet, den Islam im ganzen Land zu verbreiten. Darüber hinaus gilt die Scharia in Verbindung mit dem Zivilrecht und das vorgeschlagene Hudud-Gesetz, das eine islamische Prügelstrafe im Bundesstaat Kelantan vorsieht, steht im Parlament noch aus.
  • Christen werden aus religiösen Gründen diskriminiert, wenn sie mit den Behörden (lokale Verwaltung, Regierung, Armee usw.) zu tun haben: Religion gehört in Malaysia zu jedem Lebensbereich. Die Diskriminierung von Christen (und allen Nichtmalaien und Nichtmuslimen) findet auf allen Ebenen der Gesellschaft statt, einschließlich der lokalen Verwaltung und der Regierung. Die Behörden gewähren Malaien eine Sonderbehandlung, und beispielsweise müssen Unternehmen, die sich nicht in malaiischem Besitz befinden, mindestens ein malaiisches Vorstandsmitglied haben.
  • Christen sind Verleumdungskampagnen oder Hassreden ausgesetzt: Auf Websites malaiischer islamischer Interessengruppen und in staatlichen Medien werden Christen häufig verleumdet, indem beispielsweise Gerüchte verbreitet werden, dass Christen und Juden Malaysia übernehmen wollten. „Christliche Missionare“ werden beschuldigt, soziale Unruhen zu schüren, und der prominenten christlichen Politikerin Hannah Yeoh wurde öffentlich vorgeworfen, bei Wahlen den christlichen Glauben verbreiten zu wollen. Sie wurde trotzdem gewählt und ist nun stellvertretende Ministerin.

Der ehemalige Minister für Bundesgebiete, Tengku Adnan Tengku Mansor, forderte Kirchen auf, in ihren Predigten keine Unwahrheiten zu verkünden. Er behauptete auch, dass Christen ein „Kastensystem“ praktizieren würden, in dem der Geistliche als heilig angesehen wird. Ein Mitglied der Opposition behauptete sogar, dass Premierminister Mohamed Mahathir „in den Händen der DAP“ (einer christlichen Regierungspartei) sei. Auch die islamische Nichtregierungsorganisation ISMA behauptete auf einem Kongress im August 2019, dass christliche evangelistische Aktivitäten die Umma – die muslimische Mehrheit – bedrohen würden und dass die „Christliche Föderation von Malaysia“ – ein christlicher Dachverband – eine Agenda verfolge, möglichst viele Christen in Führungspositionen zu bringen.

  • Beamte auf lokaler wie nationaler Ebene weigern sich, den Glaubenswechsel einer Person anzuerkennen und dementsprechend im Personalausweis oder staatlichen Personenverzeichnis zu dokumentieren: Beamte weigern sich, das Recht eines Menschen auf einen Glaubenswechsel anzuerkennen, besonders für Muslime, seien sie nun Malaien oder Nichtmalaien. Muslime, die dem Islam abschwören wollen, müssen ein langwieriges Gerichtsverfahren durchlaufen und werden oft des Glaubensabfalls angeklagt. Die Behörden gewähren denjenigen, die zum Islam konvertieren wollen, finanzielle Hilfe. Für ethnische Malaien ist es praktisch unmöglich, legal zum christlichen Glauben zu konvertieren, da selbst die Verfassung dagegensteht. Der religiöse Status eines Bürgers ist im Personalausweis vermerkt und es ist ein harter Kampf, wenn jemand den Islam verlassen will. Als Folge davon werden viele Bumiputra in ihren Ausweisen fälschlicherweise als Muslime eingestuft.

Die harten Gesetze des Landes gegen Volksverhetzung („sedition laws“) haben bei internationalen Beobachtern heftige Kritik ausgelöst. Obwohl das Gesetz jede Handlung, Rede oder Veröffentlichung verbietet, die Verachtung gegenüber der Regierung oder den neun Sultanen Malaysias hervorruft, und Menschen verbietet, Hass zwischen verschiedenen Rassen und Religionen zu schüren, wird es einseitig umgesetzt. Diejenigen, die Hass und rassistische oder religiöse Stimmung gegen Christen schüren, werden niemals wegen Aufruhr angeklagt. Die besondere Stellung der Mehrheit der ethnischen Malaien und der Einheimischen in Sabah und Sarawak zu hinterfragen, fällt jedoch unter den Strafbestand der Volksverhetzung. Wer sich gegen die Regierung ausspricht, muss meist auch mit Anklagen wegen Aufruhr rechnen. Die neue Regierung versuchte, diese Gesetze aufzuheben, wurde aber in einem ersten Anlauf von der Opposition gestoppt, die immer noch die Mehrheit in der zweiten Kammer des Parlaments hält. Erst im Oktober 2019 gelang die Aufhebung des Gesetzes. Indigene Völker werden mit aggressiven Mitteln zur Annahme des Islam gedrängt, insbesondere diejenigen, die nach Westmalaysia abwandern, da sich ihre soziale Entwurzelung und ihre wirtschaftliche Verwundbarkeit leicht nutzen lassen. Langfristig könnte die christliche Bevölkerung dadurch schrumpfen, insbesondere in Ostmalaysia.

Kirchliches Leben

  • Kirchen werden daran gehindert, Konvertiten offen zu integrieren: Die meisten Kirchen – auch die großen und gut etablierten – sind sehr vorsichtig, wenn es darum geht, Konvertiten aufzunehmen. Es ist sehr riskant für Kirchen, malaiische Christen muslimischer Herkunft zu integrieren, und diese treffen sich deshalb im Geheimen, getrennt von anderen christlichen Gruppen. Aus Sicherheitsgründen können Kirchen keine malaiischen Konvertiten offen integrieren, da sie mit den Behörden in Schwierigkeiten geraten würden. Manchmal haben Kirchen sogar solche Christen abgewiesen oder sogar den Behörden gemeldet, um Schwierigkeiten zu vermeiden. Das Risiko, dass Konvertiten beim Gottesdienstbesuch ertappt werden, ist in West-Malaysia viel höher.
  • Pastoren oder andere christliche Leiter oder ihre Familienmitglieder sind in besonderem Maß Schikanen ausgesetzt: Pastoren und Gemeindeleiter sind natürliche Ziele für Feindseligkeiten von religiösen oder ethnischen Gruppen, besonders wenn bekannt wird, dass sie oder ihre Gemeinde sich evangelistisch betätigt haben. Die Entführung von Pastor Raymond Koh am helllichten Tag im Februar 2017 hat Schockwellen durch die christliche Gemeinde und Leitung geschickt, die noch heute zu spüren sind. Besonders beunruhigend ist, dass Pastor Kohs Aufenthaltsort noch immer unbekannt ist, die Täter nicht gefunden (geschweige denn bestraft) wurden und die Ergebnisse einer Untersuchung auf eine Beteiligung der Sondereinheit der Polizei hinweisen.
  • Kirchen, christliche Organisationen, Institutionen oder Gruppen werden daran gehindert, die Massenmedien zur Darstellung ihres Glaubens zu nutzen: In Malaysia gibt es einen christlichen Radiosender, aber abgesehen davon verzichten die Kirchen aus verschiedenen Gründen auf die Nutzung von Massenmedien, unter anderem wegen des Risikos, der unethischen Konversion beschuldigt zu werden.
  • Kirchen werden daran gehindert, christliche Aktivitäten außerhalb der Kirchengebäude zu organisieren: Es steht Kirchen frei, Freizeiten und andere Aktivitäten außerhalb der Kirchengebäude zu organisieren. Evangelistische und interreligiöse Veranstaltungen, die die Nutzung öffentlicher Einrichtungen wie Stadien und Hallen erfordern, müssen jedoch von den Behörden genehmigt werden. Solche Treffen werden überwacht, aber es gab keine Fälle von absichtlicher Behinderung. Dies gilt jedoch definitiv nicht für Christen mit muslimischem Hintergrund, die alles vor neugierigen Augen verbergen müssen.

Die meisten protestantischen Freikirchen sind nicht als Kirchen registriert, sondern arbeiten als Organisationen oder Gemeindezentren, die Laden- oder Fabrikgelände kaufen, um von dort aus zu operieren. Die meisten Gemeinden werden zwar überwacht, aber es gibt für sie keine Einschränkungen bezüglich ihrer Treffen. Im Bericht des US-Außenministeriums für 2018 heißt es auf Seite 13: „Im Dezember sagte die Ministerin für Wohnungswesen und Kommunalverwaltung Zuraida Kamaruddin, dass die Regierung die Registrierung aller bestehenden Gottesdiensthäuser und ihrer Standorte vorbereitet. Laut einem Bericht der singapurischen Zeitung ‚The Straits Times‘ sagte die Ministerin, dass Gemeinden aus Gotteshäusern, die sich nicht auf ihrem eigenen Land befinden, ausziehen müssen. Das Ministerium entwirft derzeit Vorschriften, die es für alle vorgeschlagenen Gemeinden zur Pflicht machen, vor dem Bau eines Gotteshauses die Genehmigung der Regierung einzuholen.“

Jeder Druck von christlichen Materialien erfordert eine Genehmigung der Regierung. Der Import von Bahasa-Malaysia-Material wird eingeschränkt und die Bibel und christlich-malaiische Bücher aus Indonesien sind verboten. Im Jahr 2015 hat die Regierung eine Verfahrensvorschrift herausgegeben, nach der alle importierten christlichen Publikationen (einschließlich der malaiischen Bibel) von der Koran-Abteilung des Innenministeriums kontrolliert werden sollen. Trotz der Einwände von Gemeindeleitern führte die Regierung die Umsetzung fort. Darüber hinaus ist Christen die Verwendung des Wortes „Allah“ praktisch verboten, nachdem das Oberste Gericht in einem Urteil gegen eine katholische Zeitung die christliche Verwendung des Begriffs „Allah“ für Gott verboten hat (ungeachtet der Tatsache, dass dieser Begriff seit Hunderten von Jahren in Bibeln und anderen christlichen Publikationen verwendet wird und ohne Probleme auch in der indonesischen Bibel verwendet wird). Ein Antrag, der während der Jill-Ireland-Verhandlung im November 2017 gestellt wurde, forderte das (islamische) Sprachinstitut des Landes auf, eine neue Bibelübersetzung ohne das Wort „Allah“ herauszugeben. Auch die Denkweise der islamischen Behörden wurde aufgezeigt, als sie vorschlugen, die staatlichen Behörden damit zu beauftragen, die Übersetzung der Bibel zu übernehmen – statt der Christen. Ein weiterer „Allah-Fall“, der von der Kirche in Sabah eingebracht wurde, ist vor Gericht noch anhängig und wurde im August 2019 zum sechsten Mal vertagt.

Auftreten von Gewalt

  • Pastor Raymond Koh und Pastor Joshua Hilmy und seine Frau Ruth werden nach ihrer Entführung im Februar 2017 bzw. November 2016 immer noch vermisst. Die Chancen, dass sie nach so langer Zeit noch am Leben sind, sind gering.
  • Neben einigen malaysischen Christen wurden fünf nigerianische und vier finnische Staatsbürger verhaftet, weil sie christliches Material mit dem Wort „Allah“ an Malaien verteilt haben.

7. Verfolgungssituation für Frauen und Männer

Wie Frauen Verfolgung erleben:

  • Erzwungene Einhaltung von Kleidungsvorschriften
  • Zwangsscheidung
  • Zwangsheirat
  • Erzwungene Flucht aus Stadt oder Land
  • Psychische Gewalt
  • Sexuelle Gewalt

In Malaysia sind die Rechte für Frauen von Bestimmungen beschnitten, die Ausnahmen für das Scharia-Recht machen. In einem Bericht der UN-Frauenrechtskonvention vom Februar 2018 schreiben zivilgesellschaftliche Organisationen: „Muslimische Frauen haben heute weitaus weniger Rechte bei Ehe, Scheidung, Vormundschaft für ihre Kinder und Erbschaft als nichtmuslimische Frauen.“ In dem Bericht heißt es auch: „Andere Bereiche der schwerwiegenden Diskriminierung von Frauen nach dem islamischen Familienrecht sind Scheidung, Polygamie und Kinderehe.“

Dieses Gesetz kann Christinnen muslimischer Herkunft angreifbarer machen. Wenn ihr christlicher Glaube entdeckt wird, können sie zur Ehe mit einem Muslim gezwungen werden, oder vergewaltigt werden. Da das gesetzliche Mindestheiratsalter nach den islamischen Familiengesetzen (16 Jahre für Frauen) mit der Zustimmung eines Scharia-Richters herabgesetzt werden kann, können bereits Mädchen verheiratet werden. Dieses Gesetz kann Mädchen, die den christlichen Glauben annehmen, viel verletzlicher machen. Die Bundesregierung versuchte, gegen Kinderehen vorzugehen, stieß aber auf den erbitterten Widerstand der konservativen muslimischen Bundesstaaten. In einigen Fällen wurden junge christliche Frauen entführt, von denen danach nie wieder etwas gehört wurde.

Diese Entführungen sind eine effektive Taktik, da es für christliche Frauen, die nach einer Zwangskonversion und Zwangsehe einmal als Muslime registriert sind, keinen Mechanismus gibt, um dies rückgängig zu machen, auch nicht im Falle einer Scheidung. Außerdem werden alle Kinder, die aus der so genannten „Ehe“ geboren werden, auch rechtlich als Muslime betrachtet.

Wie Männer Verfolgung erleben:

  • Körperliche Gewalt
  • Psychische Gewalt
  • Verbale Gewalt

Trotz der Abschaffung der Verordnung zur Inneren Sicherheit von 1960 im Jahr 2012 läuft jeder, der der Gefährdung der inneren Sicherheit verdächtigt wird, Gefahr, verhört zu werden, unabhängig von Rasse oder Religion. Dieses Risiko ist jedoch besonders für Christen hoch, da eine latente Angst herrscht, dass sich Christen auf einer Mission zur „Christianisierung Malaysias“ befinden – eine Behauptung, die in interessierten Kreisen dauerhaft kursiert. Dieses Risiko, verhört zu werden, betrifft Männer stärker als Frauen, da Frauen in der malaysischen Gesellschaft in der Regel nicht als Führungspersönlichkeiten angesehen werden. Die Verfolgung, von der christliche Männer typischerweise betroffen sind, erfolgt in Form von Mobbing durch Selbstjustiz oder Überwachung durch islamische Behörden.

8. Verfolgung anderer religiöser Gruppen

Die muslimische Minderheit der Schiiten wird in Malaysia schwer verfolgt, wie die Entführung eines ihrer Aktivisten im April 2017 gezeigt hat. Die Denunziation der Schiiten durch die religiösen Behörden des Staates Selangor im September 2019 zeigt, dass sie weiterhin als Bedrohung angesehen werden.

Hindus, Anhänger traditioneller chinesischer Religionen und Buddhisten sind ebenfalls von der Vorzugsbehandlung der Regierung gegenüber indigenen Malaien betroffen. Die hinduistische Minderheit erlebte einen Angriff auf einen ihrer Tempel. Der IRF-Bericht des US-Außenministeriums für 2018 fasst den Angriff (auf Seite 16) wie folgt zusammen: „Am 26. November brach in der Nähe des Sri-Maha-Mariamman-Hindu-Tempels in Subang Jaya, Selangor, Gewalt aus, nachdem bis zu 200 maskierte Personen – von denen Tempelanhänger sagten, sie seien von einem Immobilienmakler angeheuert worden, der den Besitz des Grundstücks beanspruchte – den Tempel betraten und versuchten, die Anhänger gewaltsam zu vertreiben. Laut ‚The Straits Times‘ wurden mindestens ein Dutzend Menschen verletzt und 20 Fahrzeuge angezündet. Ein Feuerwehrmann starb später an den Folgen der Verletzungen, die er bei dem Vorfall erlitt. Insgesamt wurden 83 Personen verhaftet. Als das Video des Ereignisses online ging, entstanden Spekulationen über einen Aufstand zwischen den beiden Gruppen, aber Polizei und Regierungsbeamte bezeichneten die Angelegenheit später als einen territorialen Streit und leiteten rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen ein.“ Der Tod des Feuerwehrmannes weckte die Besorgnis extremistischer Muslime und führte zu Verschwörungstheorien und einem zunehmend herausfordernden Umfeld für Minderheiten.

9. Der Ausblick für Christen

Islamische Unterdrückung

Die unendliche Geschichte der Einführung des Scharia-Rechts im Bundesstaat Kelantan zeigt, dass der von der UMNO eingeschlagene Weg gescheitert ist. Die UMNO warb um konservative Muslime, überbrückte die Kluft zur konservativen muslimischen PAS und versuchte, die bereits große ethnische und religiöse Kluft auszunutzen, unter der das Land leidet. Bei den Wahlen 2018 wurde die UMNO abgewählt und PAS erzielte nur moderate Gewinne. Dennoch bedeutet die Niederlage der UMNO nicht, dass konservative islamische Parteien für immer aus dem Spiel sind. Das Spannungsfeld, in dem sich die neue Regierung bewegt, wird durch die folgenden Punkte deutlich: Auf der 73. UN-Generalversammlung im Oktober 2018 verpflichtete sich der Premierminister, „alle verbleibenden grundlegenden UN-Verträge im Zusammenhang mit dem Schutz der Menschenrechte zu ratifizieren“. Dies ist das erste Mal, dass ein „Versprechen“ bezüglich der Verpflichtung Malaysias zur Unterzeichnung internationaler Menschenrechtsabkommen gegeben wurde, zu denen unter anderem das Abkommen über bürgerliche und politische Rechte gehören würde. Konservative muslimische Politiker erinnerten die Regierung jedoch an den Artikel 153 der Bundesverfassung, der einer ethnischen Gruppe (nämlich den Malaien und den Bumiputra) den Vorzug gibt, was im Widerspruch zu Artikel 2 der UN-Konvention stehen könnte, welche volle und gleiche Rechte und Freiheiten fordert.

In einem ersten Rückschritt kündigte die Regierung am 23. November 2018 an, dass sie das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung von Rassendiskriminierung nicht ratifizieren werde – mit den Worten: „Die Regierung wird die Bundesverfassung mit dem Sozialvertrag, der von Vertretern aller Rassen bei der Gründung dieses Landes vereinbart wurde, weiterhin verteidigen.“

Ein Wandel hin zu einer rigoroseren und politischeren Praxis des Islam vollzieht sich mit dem Zustrom von extremistischen islamischen Gelehrten, die aus Ägypten und Saudi-Arabien zurückkehren. Viele dieser malaiischen Gelehrten haben sich der alten Regierung als Mitglieder des „Ministeriums für die Islamische Fortentwicklung Malaysias“ angeschlossen, um in Moscheen zu predigen und den Islam zu verbreiten. Die Islamisierung der einheimischen Christen aus Sabah und Sarawak (Ostmalaysia) erfolgt in rasantem Tempo. Sarawak genießt noch immer ein höheres Maß an Religionsfreiheit als Westmalaysia (es ist der einzige Ort, an dem der Islam nicht Staatsreligion ist). Aber sobald sich die demografischen Verhältnisse dem Islam zuneigen, werden zweifellos mehr islamische Gesetze erlassen. Es gibt Berichte aus abgelegenen Gebieten, nach denen ungebildete indigene Einwohner in Sabah und Sarawak „unter Drogen gesetzt“ oder Menschen betrunken gemacht und gezwungen werden, Dokumente zu unterschreiben, durch die sie Muslime werden. Ob sich diese Praxis bald ändern wird, muss sich erst zeigen.

Ein Bericht aus Kelantan auf der malaysischen Halbinsel zeigte, dass die einheimischen Orang Asli weder über die staatlich geförderte Islamisierung (die offiziell ihre Religionszugehörigkeit ändert) noch über christliche Missionsbemühungen erfreut sind. Der malaysische Anführer der südostasiatischen Einheit des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS) in Syrien wurde im April 2017 durch einen Drohnenangriff getötet, wodurch die Rekrutierungsbemühungen des IS gebremst wurden. Die militante Gruppe führte im Juni 2016 einen ersten Angriff in Malaysia durch, indem sie eine Granate in Selangor zündete und acht Menschen verletzte. Es gibt jedoch Dutzende und vielleicht Hunderte von anderen Verdächtigen mit Verbindungen zum IS.

Die Tatsache, dass es in den benachbarten Philippinen IS-nahen Gruppen gelang, im Mai 2017 die Stadt Marawi zu erobern, sandte Schockwellen durch die Region und setzte alle Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft. Einer der Anführer des Aufstands, der bei den Kämpfen getötet wurde, war malaysischer Staatsbürger. Malaysia startete gemeinsame Seepatrouillen mit Indonesien und den Philippinen, um Aktivitäten militanter Islamisten in der Sulusee entgegenzuwirken, aber die Bedrohung wächst, und es muss mehr getan werden. Folglich wird die Situation in Malaysia unbeständig bleiben, da die Haupttriebkraft der Verfolgung, Islamische Unterdrückung, weiterhin besteht, was zu anhaltenden Problemen und Bedrohungen für die christliche Minderheit führt.

Diktatorische Paranoia

Obwohl im Mai 2018 eine teilweise brandneue Koalition von Parteien die Regierung übernommen hat, gibt es auch viele alte Gesichter. Sowohl Premierminister Dr. Mahathir bin Mohamad als auch sein Vize Anwar Ibrahim haben eine Erfolgsgeschichte mit Merkmalen, die gut in die Definition von Diktatorischer Paranoia passen. Die ersten Anzeichen, die die Regierung sendet, sind positiv, und deshalb ist zu hoffen, dass die Geschichte des Festhaltens an der Macht um jeden Preis vorbei ist. Dies wird sich jedoch erst langfristig zeigen. Die Minderheiten werden die Ankündigungen und die Politik der neuen Regierung genau beobachten, insbesondere deren Umsetzung.

10. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Malaysia:

  • Beten Sie um Bewahrung bei geheimen Treffen von Christen muslimischer Herkunft. Beten Sie, dass diese Zeiten der Gemeinschaft die Christen ermutigen und ihren Zusammenhalt stärken.
  • Beten Sie für die Christen mit muslimischem Hintergrund, die oft aus ihren Häusern vertrieben, von ihren Familien und Gemeinden isoliert und (eher selten) in islamische Umerziehungslager geschickt werden. Beten Sie für diese Geschwister um Kraft und Mut.
  • Malaysia hat in letzter Zeit eine zunehmende politische, soziale und religiöse Instabilität erlebt. Die Verfassung bezeichnet gebürtige Malaien automatisch als Muslime. Aus diesem Grund haben Malaien nicht die Freiheit, den Islam zu verlassen. Menschen, die andere Religionen praktizieren, ist es verboten, ihre Lehren unter malaiischen Muslimen zu verbreiten. Beten Sie für Veränderungen in Malaysia.

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