Weltverfolgungsindex 2019

Weltverfolgungsindex 2019

Wo Christen am stärksten verfolgt werden

Der Weltverfolgungsindex ist eine Rangliste der 50 Länder, in denen Christen die stärkste Verfolgung wegen ihres Glaubens erleben. Er wird von einem ausführlichen Bericht darüber begleitet, wie sich Verfolgung in diesen Ländern äußert und auswirkt. Open Doors gibt den Weltverfolgungsindex jährlich neu heraus.

Unser Ziel ist es, Kirchen, Medien, Politik und Gesellschaft auf die Situation der bedrängten Kirche aufmerksam zu machen. Vor allem aber ist der Weltverfolgungsindex ein Aufruf zum Gebet und praktischen Einsatz für unsere weltweit am stärksten unterdrückten Glaubensgeschwister. Informieren Sie sich und stellen auch Sie sich an die Seite der verfolgten Christen!

 

Aktuelle EntwicklungenGesichter der Verfolgung

Karte & RanglisteAusführlicher BerichtPressespiegel

 

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Aktuelle Entwicklungen 2019

Derzeit leben insgesamt über 700 Millionen Christen in den 50 Ländern des Weltverfolgungsindex. Davon sind 200 Millionen Christen einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt. Hier erfahren Sie, in welchen Ländern sich die Lage im letzten Jahr verschlechtert hat und welche Trends zu beobachten sind. Eine Auswahl der wichtigsten Entwicklungen:

 

 
 

 

 

Alle Entwicklungen 2019

Gesichter der Verfolgung

Zahlen haben weder Stimme noch Gesicht. Doch es sind die leidenden Männer, Frauen und Kinder hinter den Zahlen, um die es beim Weltverfolgungsindex eigentlich geht. Deshalb stellt Open Doors die Geschichten von Einzelnen vor, die wegen ihres Glaubens an Jesus Christus verfolgt werden. Sie stehen stellvertretend für Millionen andere Christen und geben auch ihnen ein Gesicht.

 

Bildquelle: Familie
Nigeria – Platz 12
Verfolgt durch militante Gruppierungen
Leah wurde auf Lebenszeit versklavt

Am 19. Februar 2018 überfielen Kämpfer der islamisch-extremistischen Miliz Boko Haram eine Schule in Dapchi und entführten über hundert Mädchen. Einen Monat später wurden die Schülerinnen wieder freigelassen – außer Leah Sharibu, der einzigen Christin der Gruppe. Wie die anderen Mädchen berichteten, hatten die Entführer die damals 14-jährige Leah aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. Doch Leah weigerte sich. So blieb sie in der Gewalt von Boko Haram. Nachdem die Gruppe zunächst angekündigt hatte, Leah nach einer Frist zu exekutieren, verkündete sie im Oktober schließlich, Leah sei nun lebenslange Sklavin.

Am 19. Februar 2018 entführten Kämpfer von Boko Haram über hundert Schülerinnen einer Schule in Dapchi. Einen Monat später wurden alle Mädchen wieder freigelassen – außer Leah Sharibu. Sie hatte sich geweigert, zum Islam zu konvertieren.

Indien – Platz 10
Verfolgt durch die Gesellschaft
Wie Ravish vom Verfolger zum Verfolgten wurde

Ravish* kämpfte für eine maoistisch geprägte Rebellenbewegung und war an Überfällen auf Christen beteiligt. Dann erkrankte sein Sohn. Ravish betete zu verschiedenen Hindu-Göttern, er bat einen Muslim um Gebet, doch das Kind starb. Bald darauf wurde Ravish selbst krank. Als er auf das Gebet eines Pastors hin geheilt wurde, entschied Ravish sich, Christ zu werden. Dorfbewohner zerstörten daraufhin sein Haus, verjagten ihn und seine Familie aus dem Dorf und bedrohten ihn mit dem Tod. Nun lebt die Familie in einer kleinen Hütte auf ihrem Feld – zusammen mit anderen vertriebenen Christen hinduistischer Herkunft. *Name geändert

Er war als Rebellenkämpfer auch an Überfällen auf Christen beteiligt. Als Ravish* von einer Krankheit geheilt wurde, entschied er sich, Jesus nachzufolgen. Dorfbewohner zerstörten daraufhin sein Haus und verjagten ihn und seine Familie.

Symbolbild
Saudi-Arabien – Platz 15
Verfolgt durch die eigene Familie
Nawals gefährliches Geheimnis

Im Internet stieß Nawal* auf christliche Predigten. Die Liebe und Vergebung Jesu berührte sie tief und sie entschied sich, Christin zu werden. Als ihre Mutter dies herausfand, erhielt Nawal Hausarrest. Jahrelang blieb sie im Haus ihrer Familie gefangen. Obwohl sie über das Internet mit Christen Verbindung hielt, fühlte sie sich bald immer einsamer. In der Hoffnung auf einen Neuanfang heiratete Nawal einen von ihrer Familie ausgewählten Ehemann. Vor ihm muss Nawal ihren Glauben an Jesus geheim halten und wie eine gläubige Muslima wirken. Die Entdeckung ihres wahren Glaubens könnte sie das Leben kosten. *Name geändert

Sie erhielt jahrelang Hausarrest, weil herauskam, dass sie Christin geworden war. Nawal* heiratete in der Hoffnung auf einen Neuanfang. Aber auch jetzt muss Nawal ihren Glauben an Jesus geheim halten. Die Entdeckung könnte sie das Leben kosten.

Iran – Platz 9
Verfolgt durch die Behörden
Mohamedreza erlitt Verhör und Folter

Er war Teil einer Untergrundkirche gewesen und hatte seinen Arbeitskollegen immer wieder von Jesus erzählt. Aber eines Tages ergriffen Mohamedreza Mitarbeiter des iranischen Sicherheitsdienstes. Sie fesselten ihn mit Handschellen, zogen ihm eine schwarze Stofftüte über den Kopf und verhörten ihn so zwei Tage lang. Mohamedreza wurde beleidigt, geschlagen und mit dem Kopf gegen die Wand gestoßen. Seine Frau setzte sich für ihn ein und zusammen mit einem Bekannten, der selbst für den Sicherheitsdienst arbeitete, konnte sie seine Freilassung erwirken. Jetzt leben Mohamedreza und seine Frau in Deutschland.

Er gehörte einer Untergrundkirche an und hatte seinen Arbeitskollegen von Jesus erzählt. Dann wurde Mohamedreza von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes ergriffen. Sie fesselten und entführten ihn. Erst nach Folter und Verhör kam er frei.

 

Mehr Berichte lesen

 

 

Interaktive Karte: Die 50 Länder des Weltverfolgungsindex

Wo Christen am stärksten verfolgt werden

Auf dieser interaktiven Karte sehen Sie die Länder farblich markiert, die im Weltverfolgungsindex 2019 aufgeführt sind oder unter Beobachtung stehen. Klicken oder tippen Sie auf ein Land, um ausführlichere Landesinformationen zu erhalten. Eine übersichtlich dargestellte Rangfolge der 50 Länder des Weltverfolgungsindex können Sie sich zudem im Überblick anzeigen lassen. Oder Sie wählen die Detailansicht der Rangfolge, um einen Vergleich zum Vorjahr herzustellen und eine Aufschlüsselung davon zu erhalten, in welchen Lebensbereichen die Christen in einem Land von Verfolgung betroffen sind.
 

Überblick der Rangliste

Detailansicht der Rangliste

Der Weltverfolgungsindex zum Herunterladen

 

ausführlicher Bericht

Der ausführliche Bericht
Dieser etwa 500 Seiten starke Bericht zum Weltverfolgungsindex umfasst unter anderem die Rangliste, ausführliche Länderinformationen, Trends, Hintergründe und Erläuterungen zur Methodik des Weltverfolgungsindex. Informieren Sie sich umfassend zur Situation von verfolgten Christen weltweit.

Ausführlicher Bericht (PDF)

 

Entwicklungen

Die aktuellen Entwicklungen und Hintergründe
Was sind die Gründe für die weltweite Christenverfolgung? Was hat sich im aktuellen Berichtszeitraum verändert und welche Entwicklungen sind für die kommenden Jahre abzusehen? Aus den Ergebnissen der Untersuchungen haben Analysten von Open Doors bedeutende Trends und positive Entwicklungen abgeleitet.

Entwicklungen 2019 (PDF)

 

Weitere Informationen zum Weltverfolgungsindex als Print oder Download

 

Sonderheft

Das Sonderheft zum Weltverfolgungsindex
Zum Weltverfolgungsindex 2019 ist auch das neue Sonderheft „Gesichter der Verfolgung“ erschienen, das Sie hier als PDF-Version lesen und herunterladen können. Erfahren Sie, wie einzelne Christen Verfolgung erleben mussten und informieren Sie sich in kompakter Form über Trends und Hintergründe der Christenverfolgung.

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WVI-Karte

Die Karte zum Weltverfolgungsindex 2019
Nutzen Sie diese Karte, um in Ihrem Umfeld auf die Länder aufmerksam zu machen, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Sie kann Ihnen außerdem dabei helfen, sich leiten zu lassen, für ein bestimmtes Land oder eine Region zu beten.

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Methodik und FAQ

Der Weltverfolgungsindex wird von Open Doors jedes Jahr neu veröffentlicht. Er entsteht durch die Zusammenarbeit mit Christen vor Ort und externen Experten sowie einem internationalen Team von Open Doors. Wie dabei vorgegangen wird und auf welcher Grundlage der Index erstellt wird, können Sie hier erfahren.
Immer wieder gibt es Nachfragen zum Weltverfolgungsindex von Open Doors, etwa zur Methodik oder zur Ausrichtung der Erhebung. Hier haben wir einige häufig gestellte Fragen mit den jeweiligen Antworten zusammengestellt.

Verfolgten Christen helfen

Die Zahlen des Weltverfolgungsindex, aber vor allem die Gesichter und Stimmen der Verfolgung rufen uns auf zu Gebet, Ermutigung und praktischer Hilfe. Als Open Doors ist es unser Auftrag, im Dienst verfolgter Christen zu stehen – und gemeinsam mit uns haben Sie die Möglichkeit, sich für unsere Geschwister einzusetzen:

 

  1. Beten Sie für verfolgte Christen. Anliegen und Informationen gibt Ihnen der Gebetskalender im kostenlosen Monatsmagazin.
 
  1. Spenden Sie für Kinder der verfolgten Kirche. Unser Monatsprojekt stärkt die Schwächsten.
 
  1. Ermutigen und schreiben Sie verfolgten Christen, zum Beispiel mit der Schreibaktion für Aisha aus Nigeria.
 
  1. Besuchen Sie eine Veranstaltung hier finden Sie eine in Ihrer Nähe. 
 
  1. Tragen Sie das Anliegen in Ihr Umfeld. Das Botschafter-Paket hilft Ihnen dabei.

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