Weltverfolgungsindex 2020

Weltverfolgungsindex 2020

Wo Christen am stärksten verfolgt werden

Der Weltverfolgungsindex ist eine Rangliste der 50 Länder, in denen Christen die stärkste Verfolgung wegen ihres Glaubens erleben. Er wird von einem ausführlichen Bericht darüber begleitet, wie sich Verfolgung in diesen Ländern äußert und auswirkt. Open Doors gibt den Weltverfolgungsindex jährlich neu heraus.

Unser Ziel ist es, Kirchen, Medien, Politik und Gesellschaft auf die Situation der bedrängten Kirche aufmerksam zu machen. Vor allem aber ist der Weltverfolgungsindex ein Aufruf zum Gebet und praktischen Einsatz für unsere weltweit am stärksten unterdrückten Glaubensgeschwister. Informieren Sie sich und stellen auch Sie sich an die Seite der verfolgten Christen!

 

Trends und SchwerpunkteKarte, Liste, LänderprofileGesichter der VerfolgungMaterialien & Methodik

Video: Die 5 Länder mit der stärksten Christenverfolgung

 

Trends und Schwerpunkte 2020

In den 50 Ländern des Weltverfolgungsindex nimmt die Intensität der Verfolgung seit Jahren zu, gemessen an dem Anstieg der Punkte im Index. Nach aktuellen Schätzungen leiden in diesen 50 Ländern mit der stärksten Christenverfolgung derzeit rund 260 Millionen Christen unter hoher bis extremer Verfolgung. Hier eine Auswahl der Trends und Schwerpunkte des aktuellen Weltverfolgungsindex:

 

 
 

 

 

Mehr lesen   Newcomer, Riser & Top 5

Interaktive Karte

Klicken Sie auf ein Land, um zum Länderprofil zu gelangen. Zur Rangliste mit den Platzierungen und zur Übersicht aller Länderprofile gelangen Sie unterhalb der Karte.

 
Ausmaß von Verfolgung
extrem
sehr hoch
hoch
(Mehr Informationen dazu hier.)
Platzierung im Vergleich zum Vorjahr
gestiegen
gesunken
gleichbleibend

Die ersten 10 Länder

Platz Land
1 Nordkorea Flagge Nordkorea
2 Afghanistan Flagge Afghanistan
3 Somalia Flagge Somalia
4 Libyen Flagge Libyen
5 Pakistan Flagge Pakistan
Platz Land
6 Eritrea Flagge Eritrea
7 Sudan Flagge Sudan
8 Jemen Flagge Jemen
9 Iran Flagge Iran
10 Indien Flagge Indien

Gesichter der Verfolgung

Zahlen haben weder Stimme noch Gesicht. Doch es sind die leidenden Männer, Frauen und Kinder hinter den Zahlen, um die es beim Weltverfolgungsindex eigentlich geht. Deshalb stellt Open Doors die Geschichten von Einzelnen vor, die wegen ihres Glaubens an Jesus Christus verfolgt werden. Sie stehen stellvertretend für Millionen andere Christen und geben auch ihnen ein Gesicht.

 

Sri Lanka – Platz 30
Verfolgt durch extremistische Gruppen
Debbie verlor ihre Eltern und ihr Augenlicht

Am Ostersonntag 2019 besuchte die sechsjährige Debbie mit ihrer Familie wie gewohnt die evangelische Zionskirche in Batticaloa. Ihre Mutter war dort Sonntagsschullehrerin. An diesem Ostersonntag sah Debbie sie zum letzten Mal. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich in die Luft, als der Gottesdienst gerade begonnen hatte. Debbie verlor beide Eltern bei dem Anschlag. Sie selbst wurde schwer verletzt und ist nun blind. Doch sie ist voller Hoffnung: „Meine Mutter und mein Vater sind zu Jesus gegangen. […] Ich glaube, dass er eines Tages wiederkommen wird. […] Er wird meine Augen öffnen und ich werde meine Familie wiedersehen.“

Bei einem Anschlag auf die Zionskirche in Batticaloa am Ostersonntag 2019 starben Debbies Eltern. Sie selbst wurde schwer verletzt und ist nun blind. Doch sie ist voller Hoffnung: „Meine Eltern sind zu Jesus gegangen. […] Ich werde sie wiedersehen.“

Ägypten – Platz 16
Verfolgt durch die Gesellschaft
Marayas Bedränger bleiben straffrei

Drohungen, Gewalt, Belästigung gehören zu Marayas* Alltag. „Wenn ich auf der Straße unterwegs bin, werde ich als Mädchen sehr oft verbal belästigt. Manchmal kommt es vor, dass ich sogar körperlich bedrängt werde. Sie wollen mich zwingen, ein Kopftuch zu tragen“, erzählt die junge Christin. „Oder sie rufen mir hinterher: ‚Wir werden dich verbrennen!‘“ 2014 wurde das Geschäft ihres Vaters von einem randalierenden Mob zerstört, ihr Vater dabei zusammengeschlagen. Doch falsche Zeugen deckten die Täter – Marayas Vater wurde zu einer Geldstrafe und der Schließung seines Geschäfts für 20 Tage gezwungen. *Name geändert

Als junge Christin wird Maraya* im Alltag häufig belästigt und bedroht. 2014 wurde das Geschäft ihres Vaters von einem randalierenden Mob zerstört, ihr Vater dabei zusammengeschlagen – doch die Polizei bestrafte Marayas Familie. *Name geändert

Eritrea – Platz 6
Verfolgt durch die Behörden
Paul ertrug zehn Jahre Gefängnis

Während seiner Zeit beim Militär schloss sich Paul* einer Gemeinschaft von Christen an. Doch eines Tages wurden sie festgenommen, weil sie nicht staatlich anerkannt waren. Zehn Jahre verbrachte Paul im Gefängnis unter schlimmsten Bedingungen. Immer wieder wurden ihm Formulare zur Unterzeichnung vorgelegt, in denen er seinem Glauben absagen sollte. Nach einigen Jahren im Gefängnis war Paul zermürbt. Er rang mit sich, ob es wirklich so schlimm wäre, ein solches Dokument zu unterschreiben. Dann sah er, wie ein anderer Christ schwer bestraft wurde, weil er seinen Glauben nicht aufgeben wollte. Erstaunlicherweise gab ihm gerade dies neue Kraft. Nicht lange danach wurde Paul aus der Haft entlassen. *Name geändert

Während seiner Zeit beim Militär schloss sich Paul* einer Gemeinschaft von Christen an. Doch eines Tages wurden sie festgenommen, weil sie nicht staatlich anerkannt waren. Zehn Jahre verbrachte Paul im Gefängnis unter schlimmsten Bedingungen. *Name geändert

Indien – Platz 10
Verfolgt durch die eigene Familie
Taras Familie ächtet und isoliert sie

Die 15-jährige Tara* kommt aus einer wohlhabenden Familie im Norden Indiens. Als sie begann, an Jesus zu glauben und regelmäßig christliche Gottesdienste zu besuchen, setzten die Dorfbewohner und ihre eigene Familie sie unter Druck. Ihre Eltern betrachten sie als Schande für die Familie. Obwohl Tara immer noch zuhause bei ihren Eltern und Geschwistern leben kann, wird sie von ihrer Familie völlig isoliert. „Ich darf nur in meinem kleinen Zimmer sein und nicht mit den anderen sprechen. Ich muss selbst für mein Essen sorgen. Die anderen sagen: ‚Alles würde unrein, wenn du es berühren würdest.‘“ Tara arbeitet nun in den Ferien und in ihrer Freizeit, um Essen und Schulgebühren zu bezahlen. *Name geändert

Seit sie an Jesus glaubt, wird Tara* von ihrer Familie und den anderen in ihrem Dorf als unrein betrachtet. Niemand spricht mehr mit ihr, sie lebt isoliert und muss selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen. *Name geändert

 

Mehr Berichte lesen

Kostenlose Materialien als Print oder Download

Der ausführliche Bericht
Der ausführliche Bericht

Auf knapp 700 Seiten finden Sie unter anderem die Rangliste, alle Länderprofile, Erläuterungen zur Methodik und Trends und Schwerpunkte.

Bericht (PDF)

Poster der Karte
Karte des Weltverfolgungsindex

Mit dem Poster der Karte können Sie in Ihrem Umfeld auf das Ausmaß der Christenverfolgung aufmerksam machen.

4:316:9Bestellen

Sonderheft "Gesichter der Verfolgung"
Sonderheft „Gesichter der Verfolgung“

Legen Sie dieses Sonderheft in Ihrer Gemeinde aus und werden Sie so zum Botschafter der verfolgten Christen.

Download (PDF)Bestellen

Trends und Schwerpunkte
Trends und Schwerpunkte

Was sind einige der wichtigsten Ergebnisse des Weltverfolgungsindex und welche Trends zeichnen sich ab?

Trends (PDF)

Methodik und FAQ

Methodik
Wie wird der Index erstellt?

Hier lesen Sie, wie der Weltverfolgungsindex erstellt wird und welche Bereiche für die einzelnen Länder analysiert werden.

Häufige Fragen
Häufige Fragen

Hier haben wir einige häufig gestellte Fragen zum Weltverfolgungsindex mit den jeweiligen Antworten zusammengestellt.

Erklärungsvideo
Erklärungsvideo

Das Video erklärt in knapper Form das Wichtigste über den Weltverfolgungsindex – und warum Gebet so wichtig ist.

Verfolgten Christen helfen

Die Zahlen des Weltverfolgungsindex, aber vor allem die Gesichter und Stimmen der Verfolgung rufen uns auf zu Gebet, Ermutigung und praktischer Hilfe. Als Open Doors ist es unser Auftrag, im Dienst verfolgter Christen zu stehen – und gemeinsam mit uns haben Sie die Möglichkeit, sich für diese Christen einzusetzen:

 

  1. Beten Sie für verfolgte Christen. Anliegen und Informationen gibt Ihnen der Gebetskalender im kostenlosen Monatsmagazin.
 
  1. Spenden Sie. Jeden Monat stellen wir ein anderes Projekt vor, das Sie mitfinanzieren können.
 
  1. Ermutigen und schreiben Sie verfolgten Christen mit unseren aktuellen Schreibaktionen
 
  1. Besuchen Sie eine Veranstaltung hier finden Sie eine in Ihrer Nähe. 
 
  1. Tragen Sie das Anliegen in Ihr Umfeld. Das Botschafter-Paket hilft Ihnen dabei.