Länderprofil Somalia

Somalia

3
Weltverfolgungsindex
2020
Flagge Somalia
Hauptreligion
Islam
Platz Vorjahr
3
ISO
SO
Karte Somalia
Christen
einige Hundert
Bevölkerung
15.64
Islamische Unterdrückung
Ethnisch oder traditionell begründete Anfeindungen
Organisiertes Verbrechen und Korruption
Privatleben: 16.500
Familienleben: 16.700
Gesellschaftliches Leben: 16.600
Leben im Staat: 16.600
Kirchliches Leben: 16.500
Auftreten von Gewalt: 9.400

Länderprofil Somalia

Position auf dem Weltverfolgungsindex

Platz 3 / 92 Punkte (WVI 2019: Platz 3 / 91 Punkte)

Berichtszeitraum: 1. November 2018 – 31. Oktober 2019

Zusammenfassung

Die einzige Gruppe von Christen im Land, die für den Weltverfolgungsindex in Betracht gezogen wird, sind ehemalige Muslime. Sie werden von Al-Shabaab-Kämpfern als hochrangiges Ziel angesehen, und wenn sie entlarvt werden, tötet man sie oft auf der Stelle. Die islamisch-extremistische Miliz Al Shabaab hat sich der Lehre des Wahhabismus verschrieben und befürwortet die Scharia als Grundlage der Regelung aller Lebensbereiche in Somalia. Diese Gruppierung äußert immer wieder ihr Ziel, alle Christen des Landes auszulöschen. Ausländische islamistische Kämpfer sind ebenfalls im Land präsent. Doch die Verfolgung durch die Triebkraft „Islamische Unterdrückung“ ist nicht auf militante Gruppen beschränkt: Christen sind auch massiver Verfolgung vonseiten ihrer (Groß-)Familie und ihres sozialen Umfelds ausgesetzt. Jeder Übertritt zum christlichen Glauben wird als Verrat gegenüber der Familie und dem Stamm betrachtet. Wenn ein Somalier verdächtigt wird, den christlichen Glauben angenommen zu haben, wird er demzufolge von Familienmitgliedern und Stammesführern schikaniert, bedroht oder sogar getötet. Es ist lebensgefährlich, als Christ muslimischer Herkunft erkannt zu werden. Dies führt oftmals zur Hinrichtung auf der Stelle. Kirchliches Leben ist geradezu unmöglich.

Im Lauf der letzten Jahre hat sich die Situation eher verschlechtert. Islamistische Kämpfer haben ihre Jagd auf Christen, vor allem auf christliche Leiter, verstärkt. Ein Versuch der Wiedereröffnung einer Kirche in Hargeisa, Somaliland, im August 2017 scheiterte, als die Regierung auf Druck der lokalen muslimischen Bevölkerung gezwungen war, die Kirche wieder zu schließen.

Beispiele aus dem aktuellen Berichtszeitraum

Im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2020 waren Christen weiterhin sehr stark Angriffen von islamischen Extremisten ausgesetzt. Aus Sicherheitsgründen können keine Beispiele veröffentlicht werden.

Meldungen und Beiträge zu Somalia

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Wo Christenverfolgung am stärksten ist

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Dies sind die fünf Länder, in den Christen die stärkste Verfolgung erfahren: Nordkorea, Afghanistan, Somalia, Libyen, Pakistan. Erfahren Sie in diesem Video...

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Somalia
Die Bundesrepublik Somalia am Horn von Afrika gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Macht im Land liegt bei den Clans, die alles bestimmen. Fast die gesamte Bevölkerung folgt offiziell dem sunnitischen Islam, doch einige hundert Nachfolger von Jesus Christus treffen sich heimlich in kleinen Gruppen.
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Somalia
Nur wenige hundert Christen leben im islamisch geprägten Somalia. Ein italienischer Priester hatte bei einem Besuch in der Hauptstadt Mogadischu die Gelegenheit, mehr über ihre gefährliche Lage zu erfahren.

1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit 92 Punkten steht Somalia auf Platz 3 des Weltverfolgungsindex 2020, das entspricht einem Anstieg von einem Punkt im Vergleich zum Vorjahr.

Somalia ist weiterhin prominent unter den ersten zehn Ländern des Weltverfolgungsindex vertreten. Der Druck auf die Christen ist unvermindert extrem hoch geblieben und es gibt gegen sie ein sehr hohes Maß an Gewalt. Sie stehen in Gefahr, von islamistischen Kämpfern und Stammesführern getötet zu werden. Älteste und Familienmitglieder überwachen jeden, der verdächtigt wird, Christ zu sein. Das Land ist in einem endlosen Bürgerkrieg, in gesellschaftlicher Fragmentierung, in Stammeskonflikten und islamischem Extremismus verstrickt. Al Shabaab demonstrierte ihre Macht in mehreren Anschlägen in Mogadischu und in der Ermordung des Bürgermeisters.

2. Triebkräfte der Verfolgung

Islamische Unterdrückung

Somalia ist eine muslimisch dominierte Nation und die Gesellschaft erwartet, dass alle Somalier Muslime sind. Imame in Moscheen und Koranschulen sowie Al-Shabaab-Anführer erklären öffentlich, dass es keinen Platz für den christlichen Glauben, Christen und Kirchen in Somalia gebe. In der Verfassung des Landes ist der Islam als Staatsreligion festgeschrieben. Die Miliz Al Shabaab als gewalttätiger nichtstaatlicher Akteur tötet gezielt Somalier, die verdächtigt werden, den christlichen Glauben angenommen zu haben. Ausländische Dschihadisten sind ebenfalls im Land präsent. Allerdings geht Islamische Unterdrückung nicht allein von militanten Gruppen aus. Christen muslimischer Herkunft sind auch massiver Verfolgung vonseiten ihrer (Groß-)Familie und ihres sozialen Umfelds ausgesetzt. Christ zu sein, insbesondere als ehemaliger Muslim, ist eine enorme Herausforderung und kann dazu führen, von Extremisten brutal ermordet zu werden.

Ethnisch oder traditionell begründete Anfeindungen

In der somalischen Gesellschaft hat der Stamm einen großen Stellenwert; er regelt die Belange des täglichen Lebens und die Beziehungen der Gemeinschaften untereinander. Außerdem hat die Stammesstruktur einen tiefgreifenden Einfluss auf die Zusammensetzung der Regierung und die Durchführung der Wahlen. Dies zeigte sich bei den somalischen Wahlen 2017: Der Präsident wurde von einem Parlament gewählt, das wiederum von 14.025 Delegierten gewählt worden war, die von den Stammesältesten bestimmt wurden. Die Miliz Al Shabaab stützt sich auch auf diese Stammesstrukturen, um Informationen zu sammeln, Mitglieder zu rekrutieren und ihre Ideologie zu verbreiten. Scheiche und Imame werden über diese Strukturen gezwungen, den Dschihad zu lehren – ansonsten drohen ihnen Vertreibung oder Tod. Nach Ansicht vieler Somalier und Stammesführer muss jeder Somalier Muslim sein, weshalb die Hinwendung zum christlichen Glauben als Verrat an Familie und Stamm gilt. Falls demzufolge ein Somalier verdächtigt wird, den christlichen Glauben angenommen zu haben, wird er von Familienmitgliedern und Stammesführern schikaniert, bedroht oder sogar getötet.

Organisiertes Verbrechen und Korruption

In Somalia herrschen Unsicherheit und Gesetzlosigkeit. Kriminalität und Korruption greifen ungehindert um sich. Die Regierung kontrolliert nur einige Städte und überlässt Al Shabaab den Großteil der ländlichen Gebiete. Die Miliz erhebt Steuern und finanziert ihre Aktivitäten durch illegalen Handel. Diese Situation hat das Leben für Christen sehr schwierig gemacht, da sie keinerlei Schutz erfahren. Auf dem Korruptionsindex von Transparency International, der im Februar 2018 veröffentlicht wurde, wird Somalia als das korrupteste Land weltweit aufgeführt (auf Platz 180 von 180 Ländern).

3. Verfolger

Ausgehend von Islamischer Unterdrückung

  • Gewalttätige religiöse Gruppen: Islamische Extremisten wirken ungehindert in vielen Regionen. Al Shabaab tötet Somalier, die verdächtigt werden, zum christlichen Glauben konvertiert zu sein. Diese Miliz ist so mächtig und gefährlich, dass sie sogar jenseits der Grenze Somalias Christen verfolgt, insbesondere in Kenia, wo die Gruppe für den Tod Hunderter Christen verantwortlich ist. Al Shabaab wird als Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit der ganzen Region angesehen und weltweit als eine terroristische Organisation bezeichnet.
  • Nichtchristliche religiöse Leiter: Muslimische religiöse Leiter erklären öffentlich, dass es keinen Raum für den christlichen Glauben gebe.
  • Familie und gewöhnliche Bürger: Die Gesellschaft im Allgemeinen und auch Familienangehörige lehnen jeglichen Gedanken einer Hinwendung zum christlichen Glauben ab und behandeln Christen muslimischer Herkunft hart.

Ausgehend von Ethnisch oder traditionell begründeten Anfeindungen

  • Politische Parteien: Die politischen Parteien basieren auf der ethnischen Identität. Sie haben sich zudem der Vorstellung verschrieben, dass Somalia für Somalis ist – und als Somali ist man Muslim.
  • Anführer ethnischer Gruppen: Stammesführer erlauben keine Bekehrungen zu Jesus Christus. Sie dulden im Land keine christlichen Symbole.
  • Familie und gewöhnliche Bürger: Familienangehörige und Normalbürger sind ebenfalls Verfolger ausgehend von „Ethnisch begründeten Anfeindungen“, da Familien und Bürger sich über die Stammeszugehörigkeit definieren.

Ausgehend von Organisiertem Verbrechen und Korruption

  • Kriminelle Kartelle: Kriminelle Netzwerke profitieren von der Gesetzlosigkeit in Somalia und haben ein Netz illegaler Handelswege etabliert. Diese Kartelle sind stark mit Al Shabaab verbunden oder werden von ihnen selbst geführt. Von dem erwirtschafteten Geld der Kartelle werden Waffen gekauft, mit denen Christen oder andere Zivilpersonen ermordet werden.
  • Gewalttätige religiöse Gruppen: Al Shabaab beteiligt sich am illegalen Handel und erhebt unerlaubt Steuern als Einnahmequelle auch für Einsätze gegen Christen im eigenen Land sowie in Nachbarländern.

4. Regionale Brennpunkte der Verfolgung

Keine Region in diesem Land ist für Christen sicher. Allerdings sind die von der Al Shabaab kontrollierten Teile des Landes am gefährlichsten.

5. Betroffene Christen

Ausländische Christen und Arbeitsmigranten

Da sich diese Gruppe auf Militärseelsorger (beispielsweise unter Angehörigen der Militärmission der Afrikanischen Union, AMISOM), ausländische Arbeiter in Mogadischu und einige Flüchtlinge in Hargeisa (Somaliland) beschränkt, wird sie nicht als separate Kategorie behandelt.

Christen aus traditionellen Kirchen

Diese Kategorie existiert in Somalia nicht. Eine der größten römisch-katholischen Kathedralen Afrikas wurde 1928 in Mogadischu erbaut. Doch seit 2008 ist dieses Gebäude nur noch eine Ruine.

Christen muslimischer Herkunft (Konvertiten)

Christen mit muslimischem Hintergrund sind der schlimmsten Verfolgung ausgesetzt und werden von Al-Shabaab-Kämpfern als hochrangiges Ziel angesehen. In der jüngsten Geschichte des Landes wurden Christen mit muslimischem Hintergrund (oder Menschen, die im Verdacht standen, den christlichen Glauben angenommen zu haben) nach ihrer Entlarvung oft auf der Stelle getötet.

6. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben 16.5
Familienleben 16.7
Gesellschaftliches Leben 16.6
Leben im Staat 16.6
Kirchliches Leben 16.5
Auftreten von Gewalt 9.4

Grafik: Verfolgungsmuster Somalia

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die Platzierung auf dem Weltverfolgungsindex. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Das Verfolgungsmuster zeigt:

  • Der Durchschnittswert für den Druck auf Christen in Somalia (16,6 Punkte) ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (16,5 Punkte). Damit wird deutlich, dass der Druck auf Christen insgesamt extrem hoch ist.
  • Der Druck in allen Lebensbereichen beträgt ein extremes Maß und erreicht im Bereich „Familienleben“ die höchste Wertung (16,7), gefolgt vom gesellschaftlichen und staatlichen Leben (16,6). Damit wird klar, wie immens stark der Druck auf ehemalige Muslime ist, der von Familie und Nachbarschaft ausgeht.
  • Die Punktzahl für Gewalt ist sehr hoch und von 8,9 Punkten auf 9,4 Punkte gestiegen.

Zu jedem der Lebensbereiche sind im Folgenden jeweils ausgewählte Teilaspekte genannt, die im betreffenden Lebensbereich für die Christen zu den gravierendsten Schwierigkeiten gehören.

Privatleben

  • Die Hinwendung zum christlichen Glauben, darunter auch der Übertritt zu einer anderen christlichen Denomination, wird stark abgelehnt, verboten oder bestraft: Der Glaubenswechsel hat schwerwiegende Konsequenzen in Somalia. Ihre Hinwendung zum christlichen Glauben müssen ehemalige Muslime nicht nur vor ihrer erweiterten Familie und den Mitgliedern ihres Stammes verstecken, sondern auch vor ihren engsten Angehörigen. Die Familienmitglieder würden nicht nur verständnislos auf den christlichen Glauben reagieren, sondern auch Angst haben, selbst der Hinwendung zum christlichen Glauben verdächtigt zu werden.
  • Es ist für Christen riskant, allein ihren Glauben auszuüben etwa zu beten, die Bibel zu lesen oder Ähnliches. Christen in Somalia stehen großen Schwierigkeiten gegenüber, wenn sie versuchen, ihrem Glauben entsprechend zu leben. Sie können nur heimlich beten und müssen ihren Andachtsort immer wieder wechseln, um nicht entdeckt zu werden.
  • Es ist gefährlich, christliches Material zu besitzen oder aufzubewahren: Christliche Symbole oder Schriften zu besitzen oder mit sich zu führen, würde als Beweis gegen eine Person verwendet werden, sollte sie gefasst werden. Der bloße Verdacht, Christ zu sein, ist in der Regel ein Todesurteil. Lediglich in sehr seltenen Fällen, etwa wenn christliches Material auf dem Handy Verdächtiger entdeckt wird, werden sie „nur“ verprügelt und gewarnt, in Zukunft kein Interesse an christlichen Materialien oder an Freundschaften zu Christen zu zeigen. Sollte die Person jedoch im Besitz einer Bibel oder von christlichen Schriften gefunden werden, wird sie mit Zustimmung ihrer Familienmitglieder, Verwandten, Nachbarn und sogar Freunde hingerichtet. Einem Experten für Somalia zufolge trauen sich Christen kaum, ihren Glauben in irgendeiner Form auszudrücken: „Es gibt ein weltweites Social-Media-Netzwerk somalischer Christen, die alle im Ausland leben, und allein einen Post dort zu ‚liken‘, bringt einen Somalier ernsthaft in Gefahr.“ In diesem Land reicht allein ein Verdacht, um in Gefahr zu geraten.
  • Es ist ein Risiko für Christen, über ihren Glauben zu sprechen: Mit einem Normalbürger in Somalia über eine Hinwendung zu einem anderen Glauben oder das Verlassen des Islams zu sprechen, kann tödlich sein. Infolgedessen vermeiden Christen muslimischer Herkunft und auch andere Personen, über nichtmuslimische Glaubensinhalte zu reden. Ein Experte des Landes fügt hinzu: „Die Gesetze und Praktiken im Land würden es den Christen nicht erlauben sich zu entfalten. Sie sind darauf ausgelegt, Muslime auf Kosten anderer zu bevorzugen. Militante Gruppen im Land würden alles dafür tun, um sicherzustellen, dass Christen getötet werden. Somit sind überhaupt keine Gottesdienste oder Versammlungen möglich“.

Familienleben

  • Kinder von Christen muslimischer Herkunft werden automatisch unter der Mehrheitsreligion registriert: Der Staat und die Gesellschaft erwarten, dass alle Somalier Muslime sind. Es gibt keinen Raum für eine andere Religion. Demzufolge wird ein Baby, geboren von somalischen Eltern, immer als Muslim angesehen. Jeglicher Versuch, dies in Frage zu stellen, hätte tödliche Konsequenzen.
  • Christen wird eine christliche Hochzeit aufgrund religiöser Gründe verweigert: Christliche Hochzeiten oder christliche Feiertage in der Familie zu feiern, ist nahezu unmöglich. Dies ist eine weitere Einschränkung in einem Land, das als Parole „keinen Raum für Christen“ hat.
  • Eltern werden daran gehindert, ihre Kinder gemäß ihrem christlichen Glauben aufzuziehen: Christen können ihre Kinder, insbesondere jüngere Kinder, nicht christlich erziehen, da die Kinder wahrscheinlich christliche Lieder singen, Bibelverse zitieren oder im Namen Jesu Christi beten und somit sich und ihre ganze Familie verraten würden. Eltern sind daher in ihrem Handeln eingeschränkt. Ein Länderexperte schreibt: „Sie können ihren Kindern von ihrer Religion nicht erzählen. Verwandte und das Umfeld würden sicherstellen, dass Kinder im islamischen Glauben erzogen würden.“
  • Kinder christlicher Eltern werden dazu gedrängt, am nichtchristlichen Unterricht oder dem allgemeinen Religionsunterricht teilzunehmen: In den von Al Shabaab kontrollierten Gebieten, welche einen großen Teil des Landes ausmachen, müssen alle Kinder, Frauen und sogar Männer am Islamunterricht und anderen islamischen Lehrstunden teilnehmen. In den vom Staat kontrollierten Gebieten ist der Islamunterricht ein vorgeschriebenes Schulfach. Das bedeutet, dass christliche Kinder keine andere Wahl haben, als daran teilzunehmen. Somalische Kinder müssen am islamischen Pflichtunterricht teilnehmen und christliche Eltern finden es oft zu gefährlich, ihren Kindern ihren christlichen Glauben beizubringen.

Gesellschaftliches Leben

  • Christen werden im Alltag belästigt, bedroht oder behindert wegen glaubensbezogener Gründe, zum Beispiel, weil sie nicht den Vorschriften für Kleidung oder Bärte entsprechen: Die somalische Gesellschaft ist sehr traditionsverbunden und hält sich an eine strenge Kleiderordnung. Auch Christen müssen sich daran halten. Ein Länderexperte erklärt: „Christen können in keiner Weise ihren Glauben sichtbar praktizieren, da dies im wahrsten Sinne des Wortes Todesgefahr oder zumindest gewaltsame Verfolgung mit sich bringt.“ Religiöse Familienfeiern, Veranstaltungen oder Gespräche sind für Christen immer gefährlich. Jeder, der in der Gesellschaft nicht als ein guter Muslim gilt, macht sich verdächtig und trifft auf ernsthaften Wiederstand.
  • Christen stehen in ihrer Dorfgemeinschaft oder ihrem privaten Umfeld unter Beobachtung. Sie werden beispielsweise bei der Polizei angezeigt, beschattet, ihre Telefongespräche werden mitgehört, E-Mails gelesen oder zensiert: Christen muslimischer Herkunft werden von Angehörigen ihrer Gemeinschaft auf verschiedene Weise unter Druck gesetzt, insbesondere durch Überwachung. Ein Experte für das Land berichtet: „Dank der Überwachung können örtliche Anführer und Älteste sagen: ‚Diese Person handelt nicht unserem Glauben entsprechend.‘ Daraufhin erhalten mutmaßliche Konvertiten einschüchternde Anrufe von ‚besorgten‘ Mitgliedern der Gemeinschaft oder sogar von Al-Shabaab-Mitgliedern, die sagen, sie hätten Gerüchte über ihren Glaubenswechsel gehört oder ‚abweichendes‘ (dem Koran widersprechendes) Verhalten beobachtet. Sie werden gewarnt, sich zu ändern, oder sie würden ihr Leben aufs Spiel setzen.“ Um solche Bedrohungen und ähnliche Probleme zu überleben, müssen somalische Christen ihren Glauben verstecken, auch um Zugang zu sozialen Grundleistungen oder Bildung zu erhalten.
  • Christen stehen ständig in Gefahr, entführt und zwangsverheiratet zu werden: Einige somalische Christen mussten ihre Häuser verlassen und aufgrund von Morddrohungen untertauchen. Ein Länderexperte erklärt: „Zwangsheirat ist die beste Option, andernfalls könnten sie getötet werden.“ Ein anderer Experte sagt: „Dies scheint die ‚einfachste Lösung‘ für Eltern zu sein, die bemerken, dass ihre Töchter sich auf nichtmuslimische Weise verhalten.“ Entführungen erleben nicht nur somalische Christen, sondern auch Christen in den Nachbarländern.
  • Christen werden von ihrem sozialen Umfeld unter Druck gesetzt, ihrem Glauben abzusagen. Druck durch das soziale Umfeld ist einer der Wege der Verfolgung, um diejenigen, die verdächtigt werden, den christlichen Glauben angenommen zu haben, zurückzubringen. Die somalische Gesellschaft ist geprägt durch eine Verbindung von sehr engem sozialem Austausch und Misstrauen. Alles, was vom akzeptablen muslimischen Verhalten abweicht, wird mit deutlichem Anpassungsdruck erwidert. Jeder Somalier sieht sich in der Verantwortung, dafür Sorge zu tragen, dass seine „Brüder“ „gute Muslime“ bleiben.

Leben im Staat

  • Die nationale Gesetzgebung schränkt die Religionsfreiheit gemäß Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ein: Dieser Lebensbereich ist entscheidend, wenn es darum geht, die Verfolgung in einem Land zu untersuchen, da Politik und Gesetze auf nationaler oder regionaler Ebene richtungsweisend dafür sind, wie Dinge auf lokaler Ebene umgesetzt werden. In der Verfassung Somalias ist klar und deutlich dargelegt, dass der Islam die Staatsreligion und dass die Scharia Grundlage aller Gesetze ist. Es gibt keine Bestimmungen, nach denen Nichtmuslime von der Anwendung der Scharia ausgenommen wären. Beamte auf staatlicher und lokaler Ebene setzen Gesetze durch, welche die Freiheit von Christen stark einschränken, weshalb sie keine andere Wahl haben, als ihren Glauben im Geheimen zu leben. Wichtig ist auch, dass die somalische Regierung überzeugt davon ist, dass es keine somalischen Christen gebe.
  • Beamte auf lokaler wie nationaler Ebene weigern sich, den Glaubenswechsel einer Person anzuerkennen und dementsprechend im Personalausweis oder staatlichen Personenverzeichnis zu dokumentieren: Der zweite Artikel der somalischen Verfassung verbietet jeglichen Glaubenswechsel vom Islam zu einer anderen Religion. Artikel 2 besagt: „Staat und Religion: (1) Die Staatsreligion ist der Islam. (2) Keine andere Religion als der Islam darf im Land verbreitet werden.“ Das bedeutet, dass kein somalischer Staatsangehöriger den Glaubenswechsel vom Islam zu einer anderen Religion erklären kann.
  • Christen können ihre Ansichten oder Meinungen in der Öffentlichkeit nicht äußern: Scheiche und andere muslimische religiöse Leiter im Land haben wiederholt gesagt, dass es keinen Raum für Christen in Somalia gebe. Für Christen ist es gefährlich, ihre Ansichten und Meinungen in der Öffentlichkeit zu äußern.
  • Christliche zivilgesellschaftliche Organisationen oder politische Parteien werden in ihrer Arbeit behindert oder verboten: Im Land gibt es keine christlichen Parteien. Es gibt keinen Raum für Christen in diesem Land, geschweige denn christliche Parteien. Auch christliche ausländische Nichtregierungsorganisationen haben es schwer im Land tätig zu sein, da sie ein begehrtes Ziel für Al Shabaab sind.

Kirchliches Leben

  • Kirchliche Aktivitäten werden überwacht, ver- bzw. behindert oder gestört: Es gibt keine als solche sichtbaren Kirchengebäude in Somalia. Viele Kirchen wurden in den letzten Jahrzehnten zerstört, wie beispielsweise die römisch-katholische Kathedrale in Mogadischu, die als eine der schönsten und größten Kathedralen Afrikas galt. Es gibt ständige Überwachung, um zu sehen, ob es inoffizielle Gemeinden (Hauskirchen) im Land gibt.
  • Auf allen Ebenen der Verwaltung ist es schwierig, als Kirche eine Registrierung zu erhalten: Es gibt keine Verfahrensweise zur Antragstellung der Kirchenregistrierung und auch keine Bereitschaft, Genehmigungen für nichtmuslimische Vorhaben zu vergeben. Sollte die Regierung eine Registrierung doch erlauben, wäre zu befürchten, dass Al Shabaab dies zu Propagandazwecken für die Rekrutierung neuer Kämpfer nutzen und größere Unterstützung des somalischen Volkes gewinnen würde.
  • Kirchengebäude zu bauen oder zu renovieren, ist nicht möglich: Christen können den Wiederaufbau von Kirchen nicht einmal in Betracht ziehen. Ein Versuch, die katholische Kirche in Mogadischu wieder zu eröffnen, war nicht erfolgreich. Ein weiterer Versuch zur Wiedereröffnung einer katholischen Kirche in Hargeisa verursachte einen öffentlichen Aufschrei und Feindseligkeit.
  • Christliche Aktivitäten außerhalb von Kirchengebäuden werden verhindert: Ganz zu schweigen von Tätigkeiten im Freien, ist es Christen nicht einmal möglich, sich in einem Haus zu treffen. Es gibt für Christen keine Möglichkeit, einen Ort der Anbetung einzurichten und zu erhalten. Militante Gruppen, wie die Al Shabaab oder andere Salafisten, haben öffentlich erklärt, dass es in Somalia keinen Platz für Christen gebe.

Auftreten von Gewalt

Somalische Christen erleben wegen ihres Glaubens Gewalt vonseiten der Familie, des Stammes, von Behörden und Milizen. Al Shabaab hat bei unzähligen Gelegenheiten durch Worte und Taten verkündet, dass sie Christen sowohl in Somalia als auch in Nachbarländern angreifen werden. Um Überlebende und Angehörige zu schützen, können keine Einzelheiten zu Vorfällen veröffentlicht werden.

7. Verfolgungssituation für Männer und Frauen

Wie Frauen Verfolgung erfahren:

  • Entführung
  • Verweigerung des Zugangs zu christlichen Materialien
  • Ausschluss aus der Gemeinschaft
  • Verweigerung von Nahrungsmitteln/Wasser
  • Beschlagnahme von Erbschaft und Besitz
  • Diskriminierung/Schikane im Bildungsbereich
  • Erzwungene Einhaltung von Kleidungsvorschriften
  • Zwangsscheidung
  • Zwangsverheiratung
  • Erzwungene Flucht aus Stadt oder Land
  • (Haus-)Arrest durch die Familie
  •  Ermordung
  • Körperliche Gewalt
  • Sexuelle Gewalt

Im islamischen Somalia führen Frauen größtenteils ein vorgeschriebenes Leben mit wenig Spielraum für einen persönlichen Glauben oder Meinungsfreiheit. Frauen sind in der Regel von Männern abhängig und ihnen unterworfen. In ihrem sozialen Umfeld haben sie kein Mitspracherecht.

Junge Christinnen muslimischer Herkunft bleiben eine der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Es ist üblich, dass eine Frau, die verdächtigt wird, Christin zu sein, in der Öffentlichkeit vergewaltigt und gedemütigt, mit einem radikalen Scheich zwangsverheiratet oder gleich getötet wird. In keinem Gesetz wird häusliche Gewalt ausdrücklich erwähnt, und jeder, der für schuldig befunden wird, eine Frau getötet zu haben, muss der trauernden Familie gemäß der Scharia nur die Hälfte des Betrages, der für ein männliches Opfer fällig wird, zahlen. Des Weiteren sind Zwangsehen ein einfaches Mittel zur Nötigung in einem Land, in dem die provisorische Bundesverfassung kein gesetzliches Mindestalter für die Ehe vorsieht. 45% der Frauen zwischen 20 und 24 Jahren waren mit 18 Jahren bereits verheiratet.

Die Schulbildung für Mädchen ist oft kurz. Nur 5 % schaffen es in die weiterführende Schule. In der Schule können christliche Mädchen gezwungen werden, am Duksi-Unterricht (einer Form der religiösen Erziehung) teilzunehmen und sich in der Al Shabaab konforme Burkas zu kleiden.

Die wirtschaftliche Verwundbarkeit von Frauen wird oft ausgenutzt. Laut Gesetz können Mädchen und Frauen nur die Hälfte des Vermögens erben, auf das ihre Brüder Anspruch haben. Auch christliche Frauen leiden, wenn ihre Ehemänner getötet werden, weil die Witwen dazu gezwungen werden, muslimische Männer zu heiraten. Jeglicher Besitz wird beschlagnahmt und sie werden der Gnade der Familie des Mannes überlassen. Viele werden von ihren männlichen Familienangehörigen ausgenutzt und junge Töchter verheiratet. Die Familie verarmt oft am Ende.

Wie Männer Verfolgung erfahren:

  • Entführung
  • Verweigerung des Zugangs zu christlichen Materialien
  • Verweigerung des Sorgerechts für Kinder
  • Beschlagnahme von Erbschaft und Besitz
  • Diskriminierung/Schikane im Bildungsbereich
  • Erzwungene Einhaltung religiöser Kleidungsvorschriften
  • Zwangsrekrutierung zum Militärdienst
  • Ermordung
  • Körperliche Gewalt

Somalia ist eine patriarchalische Gesellschaft mit hoher sozialer Kontrolle. Somalische Männer und Jungen, die lediglich des Glaubenswechsels verdächtigt werden, sind einem extremen Maß der Verfolgung ausgesetzt. Männer und Jungen können beschimpft, körperlich angegriffen, enteignet, mit dem Tod bedroht, gefoltert, lebendig verbrannt, erschossen und enthauptet werden. Dies sind keine leeren Drohungen und die Angst ist ein ständiger Begleiter für somalische christliche Männer und Jungen.

Männer werden schlimmer behandelt, da sie als Leiter angesehen werden, die den islamischen Glauben vertreten sollen; so sind sie zum Beispiel für den Glauben der Familie verantwortlich und deshalb wird von ihnen mehr erwartet. Sie können für den Glaubenswechsel der Ehefrau oder Schwester verantwortlich gemacht werden. Führungspositionen werden ihnen entzogen, ebenso ihre Frauen und Kinder. Zusätzlich werden von den Jungen der Besitz und der Umgang mit Waffen erwartet. Viele von ihnen sind von der Al Shabaab indoktriniert.

Der Anpassungsdruck ist stärker für diejenigen, die des Glaubenswechsels verdächtigt werden. So können sie beispielsweise bewusst ausgewählt werden, die Gebete in der Moschee zu leiten. Man erwartet von ihnen, sich einen Bart wachsen zu lassen, mehr als eine Frau zu heiraten oder islamische Rituale in der Öffentlichkeit durchzuführen. Christen wird ihr Erbe verwehrt und den Jungen die Schulbildung. Sie werden in islamische Umerziehungszentren gebracht, wo sie gezwungen werden, islamischen Kampfgruppen beizutreten.

In einer christlichen Familie ist der Mann der Ernährer der Familie. Somit beeinträchtigt sein Tod oder seine Abwesenheit die gesamte Familie und das Umfeld. Wenn die Männer umgebracht werden, ist die Familie oft schutzlos und wird als „ungläubig“ abgestempelt: Sie werden als ein schmutziger Fleck in der Gemeinschaft angesehen.

8. Verfolgung anderer religiöser Gruppen

In Somalia haben religiöse Gruppen außerhalb des sunnitischen Islam keine Rechte von Bedeutung. In den von Al Shabaab kontrollierten Gebieten ist die Situation so extrem geworden, dass sich selbst schiitische Muslime sehr zurückhalten. Man hat es auch auf gemäßigte sunnitische Muslime abgesehen. Wie oben erwähnt, verbieten die Gesetze in Somalia die Verbreitung einer anderen Religion als des Islam und untersagen Muslimen den Glaubenswechsel. Die Verfassung besagt auch, dass die Scharia die Gesetzesgrundlage bildet. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass jede religiöse Gruppe außer sunnitischen Muslimen vor außerordentlichen Herausforderungen steht, ihren Glauben zu leben. Al Shabaab griff in früheren Berichtszeiträumen, beispielsweise im Februar 2015, wiederholt jüdisches Eigentum an.

9. Der Ausblick für Christen

Islamische Unterdrückung

Die Islamische Unterdrückung ist in der Gesellschaft und in der Regierung verankert. Islamische Unterdrückung im Kontext islamisch-extremistischer Gruppen bleibt weiterhin das Hauptproblem für religiöse Minderheiten in Somalia und den umliegenden Ländern, solange keine politische Lösung angestrebt wird. Zusammengefasst:

  • Al Shabaab wird weiterhin gegen Christen muslimischer Herkunft vorgehen.
  • Es ist unwahrscheinlich, dass eine der stark beschädigten Kirchen jemals wieder geöffnet werden kann.
  •  Sollten die AU-Truppen das Land verlassen oder in ihrer Stärke abnehmen (wie es die UN nach 2020 plant), würde Al Shabaab gestärkt und könnte eine noch größere Bedrohung für die Christen im Land und darüber hinaus darstellen.

Ethnisch oder traditionell begründete Anfeindungen

Die somalische Gesellschaft ist in Stammeszugehörigkeiten strukturiert. Die Regierung kann keine Beschlüsse ohne die Unterstützung der Stämme treffen. Der Grund dafür ist, dass die Stämme Bezirke und Unternehmen kontrollieren und die Schlichter der meisten Aspekte des somalischen Lebens sind. Entscheidungen werden gemeinschaftlich innerhalb des Stammes und dessen komplexer Teilbereiche getroffen. Es ist schwierig, diese Situation in naher Zukunft zu ändern. Somit bleibt jegliche Verfolgung, die von diesen Triebkräften ausgeht, bestehen.

Organisiertes Verbrechen und Korruption

Somalia zählt zu den korruptesten Ländern der Welt. Auch die Unsicherheit ist ein großes Thema; die anhaltende Instabilität schränkt Geschäfte stark ein. Korrupte Regierungsbeamte erlauben illegale Vorgänge als Gegenleistung für Bestechungsgelder. Funktionsunfähige Institutionen ermöglichen ein Umfeld der Gesetzlosigkeit und das Fehlen jeglicher rechtlicher Rahmenbedingungen beeinträchtigt die Aussichten auf eine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Es scheint, dass es keine Motivation gibt, dieses Problem zu bekämpfen. Und Al Shabaab nutzt diese zügellose Korruption, um die Regierung zu infiltrieren. Zudem nutzt die Miliz die Korruption, um ihre Vorhaben zu finanzieren. Dieses Problem wird wahrscheinlich weiter bestehen, solange Al Shabaab und ihre Unterstützer im Land erfolgreich sind.

10. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Somalia:

  • Das somalische Volk ist zu mehr als 99 % muslimisch. Die Gesellschaft erwartet, dass alle Somalier Muslime sind und der Islam die Staatsreligion. Imame in Moscheen und Koranschulen erklären öffentlich, dass es keinen Platz für den christlichen Glauben, Christen und Kirchen in Somalia gebe. Beten Sie, dass Jesus Christus inmitten dieser Feindseligkeiten Menschen zu sich ruft.
  • Beten Sie, dass Arbeiter in die Ernte gesandt werden. Beten Sie, dass christliche Mitarbeiter weise sind, wenn es darum geht, Gelegenheiten für den Dienst zu finden, die Gottes Liebe zum Ausdruck bringen.
  • Beten Sie, dass trotz der Gefahren lebendige Gemeinschaften entstehen. Beten Sie für reife und gottesfürchtige Vorbilder unter somalischen Gläubigen. Beten Sie, dass eine Einheit unter den gläubigen Somaliern entsteht und dass die ungesunden Auswirkungen der Stammeskonflikte hierbei gebrochen werden.
  • Al-Shabaab, eine islamistische Miliz, die die Scharia durchsetzen will, nimmt jeden Somalier, der verdächtigt wird, Christ zu sein, ins Visier und tötet ihn. Ausländische Dschihadisten sind ebenfalls im Land präsent. Sie haben die Kontrolle über die meisten ländlichen Gebiete. Beten Sie, dass ihr Einfluss verringert wird.

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