Länderprofil Vietnam

Vietnam

19
Weltverfolgungsindex
2021
Flagge Vietnam
Hauptreligion
Buddhismus
Platz Vorjahr
21
ISO
VN
Karte Vietnam
Christen
8,92
Bevölkerung
98.36
Kommunistische Unterdrückung
Unterdrückung durch den Clan/Stamm
Organisiertes Verbrechen und Korruption
Privatleben: 12.100
Familienleben: 8.800
Gesellschaftliches Leben: 12.700
Leben im Staat: 14.000
Kirchliches Leben: 14.500
Auftreten von Gewalt: 10.000

Länderprofil Vietnam

Position auf dem Weltverfolgungsindex

Platz 19 / 72 Punkte (WVI 2020: Platz 21 / 72 Punkte)

Berichtszeitraum: 1. Oktober 2019 – 30. September 2020

Vollständiges Länderprofil

Dieses Länderprofil ist ein übersetzter Auszug aus dem Country Dossier von World Watch Research, der Forschungsabteilung von Open Doors. Das vollständige Country Dossier mit weiteren Hintergrundinformationen finden Sie hier.

Kurze Zusammenfassung

Christen aus traditionellen Kirchen, wie die Römisch-Katholische Kirche, haben ein gewisses Maß an Freiheit, es sei denn sie engagieren sich politisch, was zu Gefängnisstrafen führen kann. Wo katholische Kirchengemeinden große Grundstücke besitzen (z. B. in der Umgebung von Klöstern, Schulen oder Krankenhäusern), werden diese manchmal vom Staat für Bauzwecke beschlagnahmt. Sowohl nichttraditionelle Protestanten als auch Christen, die zuvor einer indigenen Religion angehörten, sind aufgrund ihres Glaubens vor allem in den abgelegenen Gebieten Zentral- und Nordvietnams intensivem Druck und Gewalt ausgesetzt. Die meisten gehören zu den ethnischen Minderheiten des Landes, wie den Hmong. Sie sind von sozialer Ausgrenzung, Diskriminierung und Übergriffen betroffen. Ihre Wohnstätten werden manchmal zerstört, wodurch sie gezwungen sind, ihre Dörfer zu verlassen. In mehreren Fällen flohen Christen ins Ausland und beantragten Asyl, z. B. im benachbarten Kambodscha. Sie wurden aber aufgrund des Drucks der vietnamesischen Regierung zurückgeschickt.

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1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Jahr

Punktzahl

Platzierung

2021

72

19

2020

72

21

2019

70

20

2018

69

18

2017

71

17

Der Wert für Gewalt im Weltverfolgungsindex 2021 stieg um 1,2 Punkte. Der Wert für den Druck in den betroffenen Lebensbereichen blieb im Großen und Ganzen stabil; mit geringen Rückgängen im Privatleben und im gesellschaftlichen Leben. Die Verordnungen zum Thema Religion, die seit dem 1. Januar 2018 in Kraft getreten sind, haben zu keinen wesentlichen Änderungen geführt, sondern nur einen weiteren Unsicherheitsfaktor hinzugefügt (obwohl sie auf dem Papier wie eine Verbesserung aussahen). Dies hat auch keinen Beitrag dazu geleistet, die Bürokratie zu vermindern oder Befürchtungen zu zerstreuen, dass der Erhalt von Regierungsgenehmigungen unter dem Druck erfolgt, sich der kommunistischen Ideologie anzupassen. Strengere Vorschriften für die Online-Kommunikation trugen dazu bei, den Freiraum der Christen noch weiter einzuschränken und zu begrenzen. Druck und Gewalt gegen Christen, die zu den ethnischen Minderheiten gehören, setzten sich unverändert fort und nahmen sogar zu – es gab viele Berichte über ihren Ausschluss von der Verteilung von Covid-19-Hilfen. Doch insgesamt war die Erfassung von Berichten aus den Regionen der ethnischen Minderheiten durch Covid-19-Beschränkungen zusätzlich erschwert.

2. Trends und Entwicklungen

1) Die Kommunistische Partei bleibt dominant, obwohl sie vor größeren Herausforderungen steht

Kommunisten betrachten die Kirche als einen gefährlichen Faktor in der Gesellschaft, der problemlos in der Lage sei, Massen von Menschen zu mobilisieren. Die Modernisierer in den Führungskreisen möchten die Prinzipien von „Doi Moi“ (d. h. die Einführung einer zumindest teilweise privaten Wirtschaft, um Wachstum zu fördern) auf mehrere Bereiche des nationalen Lebens und der Politik übertragen sehen. Ein Beobachter bezeichnete die „M-L-H“-Ideologie (Marx-Lenin-Ho Chi Minh) sogar als religiöses Dogma. Niemand wagt es, offen an der Dominanz der Kommunistischen Partei zu zweifeln, aber einige wünschen sich eine weitere Öffnung des Landes – ein Wunsch, der unerfüllt bleiben wird, soweit es die kommunistische Führung betrifft. Eine weitere Herausforderung, vor der die Kommunistische Partei stehen könnte, ist – etwas kontraintuitiv – ihr erfolgreicher Umgang mit der Covid-19-Pandemie. Die Bürger könnten anfangen, sich zu fragen, warum die in dieser Richtlinie erzwungene und angewandte Transparenz nicht auch auf andere Bereiche übertragen werden kann.

Neben den Konservativen und Modernisierern gibt es eine dritte Gruppe, die den Status quo einfach akzeptiert und darauf abzielt, möglichst viel Nutzen aus der wirtschaftlichen Entwicklung für ihre eigenen Zwecke zu ziehen. Christen oder andere Minderheiten, die sich ihnen in den Weg stellen, werden willkürlich behandelt oder sogar offen verfolgt.

Vietnam wird weiterhin in seinen territorialen und wirtschaftlichen Ansprüchen im Südchinesischen Meer (auf Vietnamesisch: Östliches Meer) durch das immer selbstbewusstere Nachbarland China herausgefordert. Dies zeigt sich in der Versenkung eines weiteren vietnamesischen Fischerbootes im April 2020 und belästigender Ölbohrungen in Vietnams ausschließlicher Wirtschaftszone. Da Vietnam im Jahr 2020 den rotierenden ASEAN-Vorsitz (Der Vereinigung Südostasiatischer Nationen) innehatte, konnte das Land, eine scharf formulierte Stellungnahme zum Südchinesischen Meer abgeben. ASEAN bekräftigte zum ersten Mal, dass die UN-Seerechtskonvention der Rahmen ist, in dem Lösungen gefunden werden müssen. Wenn China weiter Druck macht, könnte dies dazu führen, dass Vietnam eine Art Bündnis mit den USA eingeht, die im Juli 2020 ihr Handeln in Bezug auf das Südchinesische Meer verstärkten, indem sie Chinas Ansprüche öffentlich zurückwiesen.

Während das oben Gesagte auf einen härteren militärischen Ansatz hinweisen mag, erstreckt sich der Konflikt auch auf den kulturellen Bereich: Im Oktober 2019 beschlossen Vietnam und Malaysia, den von DreamWorks koproduzierten Animationsfilm „Abominable“ wegen einer Anspielung auf Chinas territoriale Ansprüche zu verbieten. Ein weiteres Zeichen der Annäherung zwischen den USA und Vietnam ist die Unterzeichnung des so genannten „Fischereiabkommens gegen Bedrohungen im Ostmeer“ am 22. Juli 2020.

2) Handelsabkommen ignorieren weiterhin die Menschenrechte

Die wirtschaftliche Doi-Moi-Politik hat nicht auf den sozialen und politischen Bereich der Gesellschaft übergegriffen, und es ist auch nicht zu erwarten, dass dies in absehbarer Zeit der Fall sein wird. Im Gegenteil, die Behörden verlassen sich zunehmend auf kommunistische Rhetorik und Ideologie und gehen entschlossen gegen Dissidenten und alle Bewegungen vor, die als Bedrohung ihrer Herrschaft wahrgenommen werden. Träume von einer offenen Zivilgesellschaft in Vietnam mit öffentlichen Debatten über politische, wirtschaftliche, soziale und religiöse Fragen (wie sie in demokratischen Gesellschaften üblich sind) liegen noch in weiter Ferne.

Obwohl es stimmt, dass Vietnam ein modernes und aufstrebendes Land ist, vor allem in den belebten Städten, verpassten die internationalen Medien die Gelegenheit, über die etwas dunkleren Seiten des Lebens in Vietnam zu berichten, als der US-Nordkorea-Gipfel im März 2019 in Vietnam stattfand. Als die Europäische Union (EU) dann im Mai 2019 trotz aller menschenrechtlichen Bedenken ein Freihandelsabkommen mit Vietnam unterzeichnete, zeigte dies der kommunistischen Führung, dass westliche wirtschaftliche Interessen alle anderen Fragen in den Schatten stellen.

Das Abkommen wird nach der Ratifizierung durch die vietnamesische Nationalversammlung im Juni 2020 in Kraft treten, und die Zeit wird zeigen, ob und wie die darin verankerten Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte die Situation – z. B. die explizit erwähnte Religionsfreiheit – verbessern werden. Es bleibt abzuwarten, ob das Auftreten von Covid-19 und die damit verbundene wirtschaftliche Störung diese Einschätzung langfristig verändern werden. Wie groß die Herausforderung ist, hat der vietnamesische Premierminister in seiner Eröffnungsrede zum ASEAN-Gipfel im Juni 2020 treffend verdeutlicht: „Es hat die Erfolge der letzten Jahre zunichte gemacht ... und bedroht das Leben von Millionen von Menschen.“

Der Nationalkongress der Kommunistischen Partei wird im Januar 2021 stattfinden. Wenn die Partei beschließt, die Positionen des Präsidenten und des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei in einer Hand zu halten, könnte dies als Annäherung Vietnams an das demokratische System anderer Länder interpretiert werden. Allerdings sollte man in solche Entscheidungen nicht zu viel hineinlesen.

Wie auch immer sich Vietnam entwickelt, solange die Kommunistische Partei das Land regiert, werden Christen mit Argwohn betrachtet und mit ausländischen Kräften in Verbindung gebracht werden. Unbeständige Zeiten sind für ethnische und religiöse Minderheiten im Allgemeinen schwieriger, und da diese stärker von Armut betroffen sind, werden sie weiterhin Diskriminierung und Ausgrenzung durch die Regierung und zuweilen noch viel schlimmer durch ortsansässige Machthaber und das soziale Umfeld erfahren, insbesondere während der Covid-19-Pandemie und in deren Nachwirkungen.

3. Religiöse Situation im Land

In der neuen offiziellen Volkszählung der Regierung von 2019 wird bezüglich Religion Folgendes angegeben: „Mit Stand vom 1. April 2019 gibt es 16 Religionen, die in Vietnam praktiziert werden. Insgesamt bezeichneten sich 13,2 Millionen Menschen als religiös, das sind 13,7 % der Gesamtbevölkerung. Der katholische Glaube war mit 5,9 Millionen Menschen die am häufigsten praktizierte Religion, was 44,6 % der Gesamtzahl der Religionsanhänger und 6,1 % der Gesamtbevölkerung des Landes ausmacht. Die zweithäufigste Religion war der Buddhismus mit 4,6 Millionen Menschen, das sind 35,0 % der Religionsanhänger und 4,8 % der Bevölkerung des Landes. Die übrigen Religionen hatten alle einen relativ geringen Anteil an Anhängern.“

Aber welche Zahlen auch immer von der Regierung veröffentlicht werden, es gibt eine starke Voreingenommenheit gegenüber Christen, und es ist wahrscheinlich, dass viele Menschen ohnehin vorsichtig sind, ihre wahre Religionszugehörigkeit preiszugeben. Dies gilt insbesondere für Protestanten, da viele von ihnen zu den ethnischen Minderheiten gehören (die bei der Volkszählung 2009 ohnehin nur teilweise erfasst wurden).

Während die „World Christian Database“ (WCD) 2020 schätzt, dass die Hälfte der Bevölkerung dem Buddhismus und nur 10,2 % ethnischen Religionen folgt, kommt das Pew Forum in seinem Bericht „Global Religious Landscape 2010“ („Globale religiöse Vielfalt“) zu folgenden Schätzungen: 45,3 % Volksreligion, 16,4 % Buddhisten und 8,2 % Christen. Unabhängig davon, welche Zahlen die Realität am besten widerspiegeln, überschneiden sich Buddhismus und ethnische Religionen, und letztere haben einen stärkeren Einfluss, als es die Zahlen vermuten lassen. Christen können damit rechnen, geduldet zu werden, solange sie die bestehende Ordnung nicht in Frage stellen. Da viele der protestantischen Christen jedoch ethnischen Minderheiten angehören, die historisch gesehen auf der amerikanischen Seite im Vietnamkrieg gekämpft haben, werden sie gern als Unruhestifter angesehen.

In geringerem Maße gilt dies auch für die weitaus größere Gruppe der katholischen Christen, da sie einen kolonialen Hintergrund haben und als mit einer fremden Macht, dem Vatikan, verbunden angesehen werden. So sind Christen immer auf dem Radar der örtlichen und staatlichen Behörden. Fast 81% aller Christen sind laut WCD 2020 katholisch.

4. Triebkräfte der Verfolgung

Kommunistische Unterdrückung in Verbindung mit diktatorischer Paranoia

Vietnam – oder wie der offizielle Name lautet: die „Sozialistische Republik Vietnam“ – ist eines der fünf verbliebenen Länder der Welt, das noch von einer kommunistischen Partei regiert wird. Der vietnamesische Kommunismus ist mehr als nur ein Schein, wie ein Beobachter des Landes anmerkte, als er feststellte, dass die marxistisch-leninistische Ho-Chi-Minh-Ideologie „quasi-religiös“ befolgt werde. Die Regierung überwacht christliche Aktivitäten und übt einen hohen Druck auf alle Christen aus. Die Katholische Kirche ist die mit Abstand größte christliche Gemeinschaft im Land. Aber die staatlichen Behörden bleiben grundsätzlich misstrauisch, da Katholiken mit einer fremden Macht, dem Vatikan, verbunden sind und zudem oft als ein Überbleibsel aus der französischen Kolonialzeit gesehen werden. Klischees wie „Katholiken sind Franzosen und Protestanten sind Amerikaner“ herrschen immer noch vor, besonders in ländlichen Gegenden. Die Enteignung von kircheneigenem Land und die Tatsache, dass vor allem Katholiken aktiv auf soziale Ungerechtigkeiten hinweisen, unterstreichen das gespaltene Verhältnis der kommunistischen Führung zur Katholischen Kirche. Die Regierung ist besonders misstrauisch gegenüber den ethnischen Minderheiten, die im zentralen und nördlichen Hochland leben und unter dem Namen „Montagnards“ bekannt sind. Viele von ihnen sind protestantische Christen und Berichten zufolge wächst ihre Anzahl weiter. Anzumerken ist, dass sich alle nichtkatholischen Christen in Vietnam als „evangelikal“ bezeichnen, von denen viele zu den Pfingstkirchen oder charismatischen Gemeinden gehören.

Es wird geschätzt, dass zwei Drittel aller protestantischen Christen Angehörige ethnischer Minderheiten sind, einschließlich der Minderheiten im nordwestlichen Hochland (Hmong, Dzao, Thai und andere) und im zentralen Hochland (unter anderem Ede, Jarai, Sedang und Mnong). In einer Rede vom Februar 2012, in der er die religionspolitischen Ziele der Regierung zusammenfasste, forderte der zu der Zeit stellvertretende Premierminister Nguyen Xuan Phuc eine stärkere Überwachung in Bezug auf Land- und Eigentumsrechte und drängte auf ein fortgesetztes „Managen“ des Protestantismus durch die Regierung, um dessen ungewöhnliches Wachstum einzudämmen. Insgesamt betonte er die Notwendigkeit, die Bildung religiöser „Brennpunkte“ zu vermeiden und „feindlichen Kräften“ entgegenzuwirken, die die Religion benutzten, um „unsere Nation zu zerstören“. Diese Worte bestimmen seither die Politik, und Gegenmaßnahmen können die Anwendung von Gewalt einschließen, entweder direkt durch polizeiliche Razzien oder indirekt durch die (stille) Billigung von Gewalt gegen religiöse Gemeinschaften und Versammlungsorte (einschließlich des Einsatzes von gewalttätigen kriminellen Gruppen).

Obwohl das neue Religionsgesetz, das am 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist, auf dem Papier einige Verbesserungen mit sich brachte, hat seine Umsetzung vor Ort bisher keine Erleichterung erzielt. Da das vorrangige Ziel der kommunistischen Behörden darin besteht, alle Gruppen und Organisationen in Schach zu halten, um die eigene Macht zu sichern, sind keine wirklichen Veränderungen zu erwarten. Das Unterhalten von christlichen Kirchen und deren Registrierung wird mindestens so umständlich sein wie bisher. Auch wird das Reden über den eigenen Glauben weiterhin gefährlich sein, besonders für die Christen aus den ethnischen Minderheiten, die weiterhin unter strenger Beobachtung der Behörden stehen.

Unterdrückung durch den Clan/Stamm

Wenn neue christliche Gläubige mit Stammeshintergrund dort, wo ethnische Religionen noch stark vertreten sind, von anderen Dorfbewohnern oder Dorfleitern entdeckt werden, werden sie von Familie und Freunden gezwungen, weiterhin den uralten Normen und Werten ihrer Gemeinschaft zu folgen. Um die Kultur des Stammes zu erhalten, schließen Stammesführer Christen oft aus der Gemeinschaft aus, da sie sie als Verräter ihrer Kultur und Identität ansehen. Die Gemeinschaft selbst reagiert ebenfalls oft gewalttätig auf diese Christen und schließt sie aus den Dörfern aus. Örtliche Behörden kooperieren oft mit Stammesführern zum Nachteil der Christen anderer religiöser Herkunft.

Organisiertes Verbrechen und Korruption

Es gab und gibt immer wieder Vorfälle von Landraub, die sich besonders gegen die Katholische Kirche richten. Dazu kommt es vor allem in den Städten. Wie ein Länderexperte es formuliert hat: „Korrupte Beamte sind immer auf der Suche nach Land und anderem Eigentum, das sie konfiszieren und an private Bauherren verkaufen können. Kirchengrundstücke – typischerweise katholisch – sowie örtliche Grundstücke von Christen, die einer ethnischen Minderheit angehören, waren häufig Ziel dieser Korruption.“ Die Räumung wurde oft mit Hilfe von kriminellen Gruppen und „Rote-Flagge-Truppen“ durchgeführt.

5. Verfolger

Ausgehend von kommunistischer Unterdrückung und diktatorischer Paranoia

  • Regierungsbeamte und politische Parteien: Die Regierung verletzt die Rechte der christlichen Minderheit auf nationaler, regionaler und örtlicher Ebene. Dies geschieht oft dadurch, dass die Kommunistische Partei ihre Ideologie strikt umsetzt und diejenigen fördert, die den Kommunismus hochhalten. Die Regierung vollzieht die Kontrolle der Religion, indem sie von allen religiösen Einrichtungen verlangt, sich der Aufsicht des Regierungsausschusses für religiöse Angelegenheiten zu unterstellen. Gesetze werden verabschiedet und dann an der Basis umgesetzt, wobei es oft zu falschen Auslegungen und noch strengerer Umsetzung kommt. Falls Gewaltanwendung nötig ist, zieht es die Regierung vor, lokale Schläger anzuheuern, die nicht in direkter Verbindung mit ihr stehen, aber lokal als „Rote-Flagge-Gruppen“ bekannt sind, oft um Enteignungen und Beschlagnahmungen vorzubereiten und durchzuführen.
  • Anführer ethnischer Gruppen: Gelegentlich können Anführer ethnischer Gruppen, gewöhnliche Bürger und sogar die eigene Familie zu zusätzlichen Verfolgern werden. Dies ist jedoch in der Regel mit Unterdrückung durch den Clan/Stamm verbunden, nicht mit kommunistischer Unterdrückung. Aber die kommunistischen Obrigkeiten können die Anführer der ethnischen Gruppen mit einbeziehen.

Ausgehend von Unterdrückung durch den Clan/Stamm

  • Die eigene (Groß-)Familie: Da die Tradition der Ahnenverehrung in Vietnam sehr stark ist und der Beginn der Nachfolge von Jesus Christus die Beendigung dieser Verehrungspraxis bedeutet, wird dies in ländlichen Gegenden von den meisten Familien als Verstoß gegen die moralische Norm angesehen. Nichtchristliche Verwandte von Christen treiben die Verfolgung voran, indem sie die Familienbeziehungen abbrechen und das Erbe verweigern; in einigen Fällen bedeutet dies, einen christlichen Ehepartner zur Scheidung zu zwingen und ihm das Sorgerecht für die Kinder vorzuenthalten. All dies wird in der Regel zuerst angedroht, um Christen anderer religiöser Herkunft zurück in die Familie zu bringen, aber wenn dies fehlschlägt, kann er oder sie aus der Familie und dem Dorf vertrieben werden. Dorfbewohner verfolgen Christen – auch im Einvernehmen mit den lokalen Behörden – indem sie sie verprügeln, aus ihrem Dorf vertreiben oder die christliche Gemeinde stören, indem sie Steine auf ihre Versammlungsorte werfen.
  • Anführer ethnischer Gruppen: Da sie die Kultur ihres Stammes schützen, sehen die Anführer der ethnischen Gruppen Christen als Verräter ihrer Stammesidentität an. In der Regel schneiden sie sie von der Versorgung mit Gütern ab oder vertreiben sie ganz aus ihren Dörfern, zerstören ihre Felder usw., um diese Christen zu ihrem alten Glauben zurückzubewegen.

Ausgehend von organisiertem Verbrechen und Korruption

  • Regierungsbeamte: Korruption ist in Vietnam weit verbreitet, und obwohl die Regierung mit Programmen und hartem Durchgreifen gegen korrupte Beamte vorgeht, ist sie immer noch allgegenwärtig. Eine Form, wie die christliche Minderheit davon betroffen ist, sind Regierungsbeamte, die kircheneigene Grundstücke oder kommunales Land von Christen der ethnischen Minderheit verkaufen, um daraus Profit zu schlagen.
  • Gewöhnliche Bürger: Normalerweise agieren gewöhnliche Bürger nicht als Verfolger, außer wenn sie mit der Kommunistischen Partei in Verbindung stehen oder gemeinsam mit der Familie gegen Christen anderer religiöser Herkunft vorgehen. Eine wichtige Ausnahme wird von einem Experten für das Land wie folgt beschrieben: „Ein prominentes Beispiel aus jüngster Zeit sind die ‚Rote-Flagge-Vereinigungen', ein offen regierungsnahes Netzwerk von Bürgerwehren. Sie griffen katholische Priester und einfache geistliche Leiter in Zentralvietnam an, die gegen die Beschlagnahmung von Kircheneigentum oder die Zerstörung der Existenzgrundlagen von Gemeindemitgliedern als Folge der Umweltkatastrophe vom Stahlwerk „Formosa Ha Tinh Steel“ protestiert hatten.“

6. Regionale Brennpunkte der Verfolgung

Druck und Gewalt, die sich gegen Christen unter den ethnischen Minderheiten richten, sind besonders stark im zentralen und nordwestlichen Hochland in den folgenden Provinzen: Bac Giang, Bac Ninh, Bin Phuoc, Dak Lak, Dak Nong, Dien Bien, Gia Lai, Ha Giang, Ha Nam, Hoa Binh, Kon Tum, Lai Chau, Lam Dong, Lao Cai, Nghe An, Ninh Thuan, Phu Yen, Quang Binh, Quang Ngai, Son La, Thanh Hoa, Tra Vinh und Yen Bai.

7. Betroffene Christen

Ausländische Christen und Arbeitsmigranten

Da sie sich in den ländlichen Gebieten, die den größten Teil Vietnams ausmachen, nicht mit den einheimischen Gemeinden zusammenschließen können, sind die ausländischen Christen unfreiwillig isoliert. Zu dieser Kategorie gehören ausländische Arbeiter aus Taiwan, Korea und den Philippinen. Sie erleben Druck in Form von Überwachung.

Christen aus traditionellen Kirchen

Dies sind insbesondere die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelische Kirche Vietnams. Während erstere im Jahr 2016 eine katholische Universität eröffnen konnte, haben Probleme mit Landraub durch die Behörden zugenommen, und die Verhaftung von katholischen Aktivisten zeigt, dass die traditionellen christlichen Kirchengemeinden weiterhin mit großen Problemen zu kämpfen haben.

Christen anderer religiöser Herkunft

Christen anderer religiöser Herkunft, die entweder einen buddhistischen oder einen ethnisch-animistischen Hintergrund haben, erleben die stärkste Verfolgung, nicht nur durch die Behörden, sondern auch von ihren Familien, Freunden und Nachbarn. Da die meisten von ihnen ethnischen Minderheiten angehören, sind die kommunistischen Behörden ihnen gegenüber besonders misstrauisch.

Christen aus protestantischen Freikirchen

Diese Kategorie besteht größtenteils aus evangelikalen Gemeinden und Pfingstgemeinden. Baptisten, Mennoniten, Churches of Christ und viele andere treffen sich in Hauskirchen. Sie werden streng überwacht und sind auf verschiedenen Ebenen der Regierung und der Gesellschaft mit Diskriminierung konfrontiert.

8. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben 12.1
Familienleben 8.8
Gesellschaftliches Leben 12.7
Leben im Staat 14
Kirchliches Leben 14.5
Auftreten von Gewalt 10

Grafik: Verfolgungsmuster Vietnam

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die Platzierung auf dem Weltverfolgungsindex. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Das Verfolgungsmuster zeigt:

  • Der Druck auf die Christen in Vietnam blieb in fast allen Lebensbereichen sehr hoch, was dazu führte, dass der durchschnittliche Druck auf dem gleichen Niveau von 12,4 Punkten blieb.
  • Am stärksten ist der Druck im Bereich des kirchlichen Lebens (extremes Niveau), gefolgt vom Leben im Staat und dem gesellschaftlichen Leben. Der Druck auf Christen anderer religiöser Herkunft ist im Privat- und Familienleben besonders ausgeprägt, aber alle Christen stehen im Bereich Leben im Staat und kirchliches Leben unter starkem Druck. Dieser Druck wird durch die zunehmende kommunistische Rhetorik, die anhaltende Enteignung von Land der Katholischen Kirche, das neue Religionsgesetz mit seinen aufwändigen Anforderungen und Umsetzungen und ein anhaltendes Misstrauen gegenüber Christen anderer religiöser Herkunft sowie gegenüber allen ethnischen und religiösen Minderheiten angeheizt.
  • Das Auftreten von Gewalt gegen Christen stieg nur geringfügig von 9,8 Punkten im Weltverfolgungsindex 2020 auf 10 Punkte im Weltverfolgungsindex 2021. Es wurde von zwei Morden berichtet und mehrere Kirchen wurden angegriffen. Die Regierung verhaftete auch weiterhin bekannte christliche Regimekritiker. Aufgrund der Coronakrise war es schwieriger als sonst, Informationen aus allen Teilen des Landes zu erhalten.

Zu jedem untersuchten Lebensbereich sind im Folgenden vier der jeweils am höchsten bewerteten Fragen des Fragebogens, der zur Erstellung des Weltverfolgungsindex ausgefüllt wird, sowie Erkenntnisse aus deren Beantwortung angeführt. Den vollständigen Fragebogen finden Sie unter: www.opendoors.de/methodik

Privatleben

War es für Christen riskant, mit Familienmitgliedern über ihren Glauben zu reden, die nicht zum engsten Kreis gehören (erweiterte Familie, andere)?

In ländlichen Gegenden ist es gefährlich, über den Glauben zu sprechen, weil dies als Aufwiegelung der Dorfgemeinschaft angesehen werden kann. So kann das Reden über den Glauben zu Inhaftierung oder Gewalt führen. In der Stadt gibt es etwas mehr Freiheit, aber es kann immer noch vorkommen, dass man von der Polizei vorgeladen und verhört wird. Ein Länderexperte erklärt: „Wenn eine Person zu einer christlichen Gemeinschaft gehört, die die Regierung als verdächtig einstuft – zum Beispiel ein Montagnard, der Mitglied einer nichtregistrierten evangelikalen Kirche ist, die die Regierung als ‚Dega-protestantisch‘ und damit als ‚separatistisch‘ oder ‚terroristisch‘ einstuft – sollte er oder sie besser nicht zu viel darüber reden. Denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass einige seiner oder ihrer Nachbarn oder erweiterten Familienmitglieder mit der Regierung sympathisieren und/oder es zu ihrem Vorteil nutzen könnten, diese Information den Behörden zu melden.“

Wurde ein Wechsel der Religion (auch der Wechsel der Denomination innerhalb des Christentums) abgelehnt, verboten oder mit einer Strafe belegt?

Zwar ist der Wechsel zum christlichen Glauben nicht per Gesetz verboten, aber er wird scharf bekämpft. Der christliche Glaube wird von Familienmitgliedern, die dem Ahnenkult folgen, als Bedrohung empfunden, da sie befürchten, dass sich im Jenseits niemand um sie kümmern würde. In einigen Fällen wurden neue Christen von ihren Familienangehörigen vertrieben und ihre christlichen Verwandten wurden geächtet. Auch in streng kommunistischen Familien wird der christliche Glaube als Bedrohung gesehen. Diese Maßnahmen werden oft von den lokalen Behörden unterstützt.

War es für Christen riskant, christliche Bilder oder Symbole zu zeigen?

In Stammesgemeinschaften möchten einige Nachbarn keine „fremdartigen“ Symbole in ihrem Dorf haben, da dies die Geister, die über ihre Gemeinschaft wachen, beleidigen könnte. Die Dorfvorsteher werden daher tätig, um jeglichen „Schaden“ für die Gemeinschaft zu verhindern. Ausländische Christen (die z. B. als Lehrer oder Sozialarbeiter einer Nichtregierungsorganisation arbeiten) verzichten in ländlichen Gebieten ebenfalls auf das Aufstellen christlicher Symbole, da dies auch die Menschen aus ihrer Umgebung beleidigen könnte.

War es für Christen riskant, mit ihren engsten Familienmitgliedern über ihren Glauben zu reden?

In Fällen, in denen nicht die ganze Familie anfängt, Jesus Christus nachzufolgen, können Familienmitglieder die Bekehrung strikt ablehnen. Dies hängt in der Regel mit der Weigerung zusammen, an den Ritualen der Ahnenverehrung teilzunehmen, denn dies wird als Abkehr von der Familienfrömmigkeit angesehen und gilt als schweres Vergehen. Daher werden diese Christen sehr zurückhaltend sein, mit ihren Familien über ihren neu gewonnenen Glauben zu sprechen, besonders wenn sie sich in einer schutzlosen Position befinden (z. B. junge Teenager oder Frauen).

Familienleben

Wurden christliche Kinder unter Druck gesetzt, auf irgendeiner Bildungsebene an antichristlichem oder an die Mehrheitsreligion propagierendem Unterricht teilzunehmen?

Christlichen Kindern wird in der Schule der Kommunismus beigebracht und schon im Kindergarten wird ihnen beigebracht, wie man Onkel Ho ein Loblied singt. In einigen Regionen des südlichen Teils Vietnams wird den Kindern der Buddhismus beigebracht. Anderswo werden christliche Familien in Dörfern oft unter Druck gesetzt, sich dem Ahnenkult anzuschließen. Im zentralen Hochland wurden erwachsene Pastorenkinder unter Druck gesetzt, ihre Eltern dazu zu bringen, mit dem Predigen und Lehren aufzuhören. Ihnen wurde mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes gedroht, wenn sie ihre Eltern nicht davon überzeugen könnten, ihren Dienst zu unterlassen.

Sind Kinder von Christen wegen des Glaubens ihrer Eltern schikaniert oder diskriminiert worden?

Christliche Kinder werden manchmal wegen ihres Glaubens oder dem ihrer Eltern am Schulbesuch gehindert. Ein Länderexperte erklärt: „Kinder, deren Familien keine ‚Haushaltsregistrierung‘ haben, dürfen nicht zur Schule gehen, obwohl sie in der Praxis eigentlich bis zur sechsten Klasse gehen dürfen. Zu den Familien, die keine Haushaltsregistrierung haben, gehören Tausende von protestantischen Hmong- und Montagnard-Christen, denen diese Dokumente verweigert wurden. Sie weigern sich, ihrem Glauben abzuschwören und/oder wollen der offiziellen regierungsnahen protestantischen Konfession nicht beitreten.“ Doch selbst wenn es ihnen erlaubt ist, bis zur sechsten Klasse die Schule zu besuchen, werden sie von den Lehrern strenger behandelt, und sie sind ein leichtes Ziel für Mobbing durch Gleichaltrige. In einem Fall im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2021, setzte die Bevölkerung in der nördlichen Zentralregion eine Familie von Christen anderer Glaubensherkunft unter Druck, ihren Glauben zu widerrufen. Als sie sich weigerten, wurden ihre beiden Kinder von der Schule verwiesen, und der Vertrag der Mutter, die als Schulköchin arbeitete, wurde gekündigt.

Wurden Beerdigungen von Christen behindert oder unter Zwang anhand nichtchristlicher Riten durchgeführt?

Es wird erwartet, dass Bestattungen nach traditionellen Riten durchgeführt werden, was besonders für Christen aus den ethnischen Minderheiten ein Problem darstellt. Die Ahnenverehrung hat einen hohen Stellenwert, vor allem in ländlichen Gegenden, und es besteht eine große Angst, die Geister zu verärgern. Bestattungen können auch in Ehen zwischen Buddhisten und Christen zu einem Problem werden.

Haben Christen ihre Erbrechte aufgrund ihrer Bekehrung zum Christentum oder (wenn die Person bereits Christ war) zu einer anderen Form des christlichen Glaubens verloren?

Dies ist eine der häufigeren Folgen, mit denen Christen konfrontiert werden, wenn sie ihren angestammten Glauben verlassen. Der Glaubenswechsel bedeutet nicht nur, einen traditionellen Glauben aufzugeben, sondern unterstellt auch, dass sich der Christ nicht um seine Familie und Vorfahren in der „anderen Welt“ schert. Darüber hinaus kann verheirateten Christen anderer religiöser Herkunft mit Scheidung gedroht werden. Es ist üblich, dass Familienmitglieder, die anfangen, Jesus Christus nachzufolgen, von ihrer Verwandtschaft verleugnet und vertrieben werden und sie deren Unterstützung verlieren.

Gesellschaftliches Leben

Wurden Christen von ihren lokalen Gemeinschaften oder von privaten Gruppen überwacht (dazu gehören auch Meldungen an die Polizei, Beschattung, das Abhören von Telefonleitungen, das Lesen/Zensieren von E-Mails usw.)?

Die örtliche Bevölkerung hilft häufig bei der Überwachung christlicher Aktivitäten, und die Behörden fördern den Einsatz von Nachbarschaftswachen. Örtliche Behörden bestärken die Bevölkerung, christliche Gruppen einzuschränken, da diese als fremd und potenziell gefährlich angesehen werden. Lokale Polizeibeamte schließen sich der Überwachung an, und es gibt auch private Gruppen wie die „Rote-Flagge-Vereinigungen“, die Christen beobachten und, wenn die Behörden es für nötig halten, gegen sie aktiv werden. Online-Aktivitäten werden ebenfalls stark überwacht, ebenso wie die Telefonleitungen einiger Kirchenleiter.

Wurden Christen am Arbeitsplatz im öffentlichen oder privaten Bereich aus religiösen Gründen diskriminiert?

Der Arbeitsplatz ist einer der Orte, an dem Christen am häufigsten diskriminiert werden. Dies ist nicht auf öffentliche Arbeitgeber beschränkt, sondern gilt auch für private Arbeitgeber. Christen, die sich um eine Stelle bewerben, und solche, die befördert werden sollen, werden oft ausgegrenzt und eingeschränkt. Christen können zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden, aber wenn der potenzielle Arbeitgeber von ihrem religiösen Hintergrund erfährt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie nicht eingestellt werden. Im öffentlichen Dienst, zu dem auch die Armee und die Polizei gehören, können Christen einfache Dienstnehmer werden, kommen aber nicht als Offiziere oder für eine Beförderung in Frage.

Wurden Christen aus religiösen Gründen verhört oder gezwungen, sich bei der örtlichen Bürgerwehr/Polizei zu melden?

Es kommt sehr häufig vor, dass Pastoren und Gemeindeleiter von der Polizei vorgeladen und verhört werden. Da Christen eine der Gruppen sind, die Anlass zur Beunruhigung geben, versucht die Polizei oft, Christen zu überreden oder ihnen Anreize zu bieten, mit ihr zu kooperieren und über ihre Aktivitäten zu berichten. Diese Treffen werden manchmal als „Arbeitssitzungen“ bezeichnet. In Nordvietnam ist die Polizei dafür bekannt, Christen mit der Streichung ihrer Gesundheitsleistungen zu drohen, wenn sie sich weiterhin als Gemeinde treffen. In den Dörfern werden Christen normalerweise von den Dorfältesten aufgefordert, über ihre Aktivitäten zu berichten. Sie werden auch von den Anwohnern des Ortes befragt. Wenn diese etwas Verdächtiges bemerken, melden sie es der Polizei oder der Dorfleitung.

Haben Christen auf irgendeiner Ebene im Bereich ihrer Bildung aus religiösen Gründen Nachteile erlitten (z. B. Einschränkungen des Zugangs zur Bildung)?

In den Schulen wird von den Schülern verlangt, dass sie vor einem Foto von Ho Chi Minh Ehrerbietung zeigen. Es wurde von Fällen berichtet, in denen Schulleiter Christen anderer religiöser Herkunft mit einem Schulverweis drohten. Häufig wird christlichen Schülern gesagt, sie sollten eine weitere Ausbildung vergessen, mit dem Argument, dass sie als Christen nach ihrem Abschluss wahrscheinlich von niemandem eingestellt würden. Ein Experte des Landes fügt hinzu: „Es ist auch bekannt (wenn auch schwer zu beweisen), dass der Zugang zu ausländischen Stipendien auf Universitätsebene jedem verwehrt wird, der als illoyal gegenüber der Regierung wahrgenommen wird. Diese Stipendien werden oft von ausländischen Regierungen, auch von denen liberaler Demokratien, finanziert. Sie werden aber, wie so ziemlich alles in Vietnam, in enger Zusammenarbeit mit den vietnamesischen Behörden verwaltet. Dies schließt ausdrücklich sowohl Mitglieder nichtregistrierter Kirchen als auch Mitglieder registrierter Kirchen ein, deren religiöse Überzeugungen sie veranlasst hatten, Regierungsprogramme oder -politik zu kritisieren.“

Leben im Staat

Schränkt die Verfassung (oder vergleichbare nationale oder staatliche Gesetze) die Religionsfreiheit, basierend auf der Formulierung in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, ein?

Vietnam folgt zwar streng seiner kommunistischen Ideologie und verehrt den Staatsgründer Ho Chi Minh, oder „Onkel Ho“, wie er liebevoll genannt wird, aber das ist nicht vergleichbar mit der Huldigung, die den Führern in Nordkorea entgegengebracht werden muss. Alle anderen Überzeugungen außerhalb der kommunistischen Ideologie werden bekämpft. Religion wird durch Gesetze unterdrückt, die unter dem Titel „Dekret 92“ bekannt sind. Am 1. Januar 2018 trat das neue umfassende „Gesetz über Religion und Weltanschauung“ in Kraft.

In der Bewertung der Anwendung des neuen Gesetzes heißt es auf Seite 14 im Bericht zur internationalen Religionsfreiheit (erstellt im Auftrag des US-Außenministeriums) von 2019: „Registrierte und nichtregistrierte religiöse Gruppen gaben weiterhin an, dass die Regierungsbehörden manchmal nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeitspanne, wenn überhaupt, auf Registrierungs- oder Genehmigungsanträge für religiöse Aktivitäten reagierten und oft keine Gründe für Ablehnungen angaben, wie es das Gesetz verlangt. Einige örtliche Behörden haben Berichten zufolge Dokumente oder Informationen angefordert, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen. Mehrere religiöse Leiter sagten, dass Behörden manchmal Bestechungsgelder verlangten, um Genehmigungen zu erleichtern. Die Behörden führten die Verzögerungen und Ablehnungen darauf zurück, dass die Antragsteller die Formulare nicht korrekt ausgefüllt oder keine vollständigen Angaben gemacht hatten. Religiöse Gruppen sagten, dass der Prozess der Registrierung von Gruppen oder die Benachrichtigung der Behörden über Aktivitäten an neuen oder abgelegenen Orten besonders schwierig war.“

Obwohl es einige Abschnitte gibt, in denen das neue Gesetz als eine Verbesserung für Christen angesehen werden könnte, zeigt die praktische Umsetzung bisher keine Erleichterung für die Kirchen. Insbesondere die Registrierungsvorschriften bereiten den Kirchen weiterhin große bürokratische Schwierigkeiten. Ein Experte für das Land fasst das neue Gesetz wie folgt zusammen: „Das neue Religionsgesetz gibt zwar vor, es gebe Religionsfreiheit, liefert dann aber eine breite Palette von Gründen, aus denen sie eingeschränkt werden kann, darunter zum Beispiel „nationale Einheit“ und „Solidarität“. Im Wesentlichen bestimmen die Verfassung und das Religionsgesetz, dass es Religionsfreiheit nur in dem Maße gibt, wie die Behörden es gerade für richtig halten.“

Sind Christen bei der Zusammenarbeit mit den Behörden (Gemeindeverwaltung, Regierung, Armee usw.) aus religiösen Gründen diskriminiert worden?

Christen werden weithin als unpatriotische Bürger angesehen, die gegen die Regierung und ihre kommunistischen Ziele und Ideologie arbeiten. Deshalb müssen sie kontrolliert und diskriminiert werden. Mitglieder der Kommunistischen Partei dürfen sich zu keiner Religion bekennen. Wie der Bericht zur internationalen Religionsfreiheit (erstellt im Auftrag des US-Außenministeriums) 2019 auf Seite 18 feststellt: „Nach Angaben von religiösen Leitern verschiedener Glaubensrichtungen erlaubte die Regierung den Angehörigen des Militärs zu keiner Zeit, während des aktiven Dienstes religiöse Handlungen zu vollziehen; die Militärangehörigen waren verpflichtet, dafür privaten Urlaub zu nehmen. Es gab keine klaren Vorschriften für religiöse Ausdrucksformen im Militär, so dass die Kommandanten der einzelnen Einheiten einen großen Ermessensspielraum haben. Während religiöse Gläubige in der Armee dienen durften (auch während der befristeten Wehrpflicht), war es Offizieren nicht erlaubt, religiös zu sein. Religiöse Glaubensanhänger wurden bei der Rekrutierung von ständigem Militärpersonal weiterhin üblicherweise ausgeschlossen.“

Einer der sichtbarsten Bereiche, in denen sich Diskriminierung bemerkbar macht, ist die Verweigerung der Haushaltsregistrierung für Christen, die einer ethnischen Minderheit angehören (bereits oben erläutert). Es gab Fälle, in denen die Behörden ihnen sagten, dass sie selbst für die einfachsten Anträge (wie z. B. für die Ausstellung eines Ausweises) ihrer „amerikanischen Religion“ abschwören müssten.

Sind Christen zum Gegenstand von Hetzkampagnen oder Hassreden geworden?

Die Medienberichterstattung über Christen ist voreingenommen und Verleumdungen gegen sie sind häufig. So werden Christen zum Beispiel als Instrument zur Wiederherstellung der kolonialen Ideologie hingestellt, entweder die französisch-katholische Variante oder der US-Protestantismus. Christliche Aktivisten sind auch Opfer von Verleumdungskampagnen in den lokalen Medien geworden (in Bezug auf Menschenrechts- oder Umweltfragen) und werden ebenfalls störender und regierungsfeindlicher Aktivitäten beschuldigt. In einem Dokumentarfilm, der im August 2020 ausgestrahlt wurde, wurde ein Benediktinermönch diffamiert, indem er als Landräuber dargestellt wurde. Im Jahr 2020 wurde auf der Website des Verteidigungsministeriums ein Video veröffentlicht, das einen jungen Montagnard-Christen – ein vom UNHCR (UN-Flüchtlingskommissariat) anerkannter Flüchtling außerhalb des Landes – diskreditieren sollte, der auf die fehlende Religionsfreiheit in Vietnam aufmerksam gemacht hatte. Websites, die von den regierungsnahen „Rote-Flagge-Vereinigungen“ betrieben werden, griffen auch zwei katholische Priester heftig an. Sie führten Proteste an, die den Umgang der Regierung mit der durch die Formosa Stahlwerke verursachten Umweltkatastrophe kritisierten.

Wurde angeklagten Christen die Gleichbehandlung vor Gericht verwehrt?

Täter, die gegen Christen gewalttätig sind, werden fast nie vor Gericht gestellt. Örtliche Behörden heuern oft Schläger für Gewalttaten an, die dann nie zur Rechenschaft gezogen werden. Jene Christen, die vor Gericht gehen mussten, haben keinen fairen Prozess erhalten. Ein Experte für das Land erklärte treffend: „In gewisser Weise ist das eine Fangfrage, denn niemand bekommt in Vietnam ein ordentliches Gerichtsverfahren, also sind Christen wohl nicht schlechter dran als alle anderen. Christen und andere, die wegen politischer Straftaten wie „Propaganda gegen den Staat“ oder „Verletzung der nationalen Einheit“ angeklagt werden, sind jedoch Isolationshaft, Verweigerung von Familienbesuchen, besonders harten Strafen, Inhaftierung an abgelegenen Orten in Teilen des Landes, die weit von ihrem Zuhause entfernt sind, und anderen groben Verstößen gegen ein ordentliches Verfahren ausgesetzt. Dies geschieht bei ihnen häufiger als bei Angeklagten, die wegen gewöhnlicher Verbrechen wie Raub oder Trunkenheit am Steuer angeklagt sind.“ Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Verurteilung eines katholischen Musiklehrers zu 11 Jahren Haft wegen „staatsfeindlicher Propaganda“.

Kirchliches Leben

Wurden kirchliche Aktivitäten überwacht, behindert, gestört oder blockiert?

Die Kirchen werden genau überwacht und gelegentlich werden Versammlungen behindert oder gestört. Das Ausmaß der Überwachung wird allein durch die begrenzten personellen Ressourcen der Regierung bestimmt. Laut Gesetz müssen die Kirchen ihre Aktivitäten bei den Behörden anmelden. Für Kirchen in ländlichen Gebieten ist die Überwachung noch stärker, da auch Nachbarn und Dorfleiter die Kirche kontrollieren. Registrierte Kirchen unterliegen den Regeln des Komitees für religiöse Angelegenheiten, welches sich bekanntlich aus Atheisten und den lokalen und regionalen Volkskomitees der Kommunistischen Partei zusammensetzt. Die Regierung versucht, die Aktivitäten der Katholischen Kirche durch ein „Komitee patriotischer Priester“ zu lenken.

Wurden die Kirchen daran gehindert, christliches Material aus dem Ausland zu importieren?

Alle veröffentlichten Schriften müssen von der Regierung genehmigt werden. Da Importe stark eingeschränkt sind, müssen die Schriften in Vietnam (nach-)gedruckt werden. Übersetzte Schriften müssen geprüft werden; die Genehmigung hängt davon ab, für wie sensibel und gefährlich die Behörden den Inhalt halten. Es gibt keine eindeutigen Kriterien für die „Schädlichkeit“ einer Schrift. Ein Beispiel: Die Erstellung einer Bibel in der Hmong-Sprache wird wahrscheinlich auf weitaus mehr Hindernisse stoßen als eine Bibel in vietnamesischer Sprache.

War es für Kirchen schwierig, von behördlichen Stellen eine Registrierung oder einen offiziellen Status zu erhalten?

Die Registrierung einer Gemeinde verlangt einen enormen administrativen Aufwand, und es gibt keine Garantie dafür, tatsächlich eine Genehmigung zu erhalten. Dies ist nur eine Art, wie die Regierung das Wachstum der Kirche kontrolliert und sie unter kommunistischer Kontrolle hält. Selbst Partnergemeinden registrierter Kirchen haben Schwierigkeiten durch die Regierung und lokale Behörden anerkannt zu werden. Nach dem neuen Religionsgesetz von 2018 müssen Kirchen nur noch 5 Jahre (statt 20 Jahre) bestanden haben, bevor ein Registrierungsantrag gestellt werden kann, vorausgesetzt, dass die Behörden in dieser Zeit keine negativen Berichte erhalten haben. Das Gesetz von 2018 legt auch Fristen fest, innerhalb derer der Registrierungsprozess abgeschlossen werden sollte. Dennoch fehlt es vielen Gemeinden, die einen Antrag gestellt haben, an Informationen über den Stand der Dinge.

War es für Kirchen oder christliche Organisationen riskant, sich verbal gegen Anstifter von Verfolgung zur Wehr zu setzen?

Es gibt viele Beispiele dafür, bei denen Äußerungen gegen örtliche oder staatliche Behörden dazu geführt haben, dass katholische und protestantische Kirchenführer und Aktivisten inhaftiert oder ins Exil gezwungen wurden. Dorfoberhäupter und Familien greifen auch zu Sanktionen, wenn Christen anderer religiöser Herkunft es wagen, ihre Meinung zu sagen, sei es durch noch mehr Druck oder indem sie ganz aus dem Dorf vertrieben werden.

Auftreten von Gewalt

Für den Berichtszeitraum zum Weltverfolgungsindex 2021 gilt Folgendes:

  • Getötete Christen: Im Berichtzeitraum wurden Meldungen zufolge zwei Christen aus ethnischen Stämmen getötet. Aus Sicherheitsgründen können keine weiteren Angaben gemacht werden.
  • Angriffe auf Christen: Bei mehreren Vorfällen wurden mindestens 29 Christen angegriffen, manchmal im Zusammenhang mit Polizeirazzien in Kirchen und auf Kirchengelände. Aufgrund der Covid-19-Reisebeschränkungen konnten nicht alle Regionen für Informationen erreicht werden, so dass die tatsächliche Anzahl möglicherweise eher bei 100 liegt.
  • Verhaftungen von Christen: Mehrere Pastoren und Gemeindeleiter wurden verhaftet, ein katholischer Musiklehrer wurde zu 11 Jahren Haft verurteilt. Aus Sicherheitsgründen können keine Details zu anderen Fällen veröffentlicht werden.
  • Angriffe auf Kirchen: Bei mehr als zehn Vorfällen wurden Kirchengebäude angegriffen und/oder zerstört, hauptsächlich Hauskirchen. Aus Sicherheitsgründen können keine weiteren Angaben gemacht werden.
  • Angriffe auf Häuser und Geschäfte von Christen: Es gab mehrere Angriffe auf Häuser, in denen Christen leben, aber keine Angriffe auf Geschäfte, die von Christen betrieben werden.

9. Verfolgung anderer religiöser Gruppen

Laut Bericht zur internationalen Religionsfreiheit 2019 (erstellt im Auftrag des US-Außenministeriums), Seite 132-138: „Es gibt Berichte von unabhängigen Hoa Hao-Anhängern in An Giang, dass lokale Behörden und staatlich anerkannte Gruppen von Hoa Hao-Buddhisten im Bezirk Phu Tan in der Provinz An Giang dafür plädierten, die 100 Jahre alte An Hoa-Pagode abzureißen, um angeblich eine neue Pagode zu bauen. Sie ist eine der ersten unabhängigen Hoa Hao-Pagoden, die vom Propheten Huynh Phu So gegründet wurde. Unabhängige Hoa Hao-Anhänger lehnten den Abriss der Pagode aufgrund ihrer religiösen Bedeutung ab und schlugen vor, sie stattdessen zu renovieren. Berichten zufolge griffen Polizisten in Zivil unabhängige Hoa Hao-Buddhisten an, die versuchten, den Abriss der Pagode zu verhindern. Die Regierung stoppte vorübergehend den Abriss der Pagode, und zum Jahresende war sie noch intakt.“ (Seite 17)

Da die Regierung kommunistisch ist, geht sie gegen alle Religionen vor, die nicht unter ihrem Dach sind, einschließlich Buddhisten, Cao Dai, Hoa Hao-Buddhisten und Muslime. Dies beginnt mit Schikanen und kann bis zur Inhaftierung oder Vertreibung aus Häusern, Dörfern oder Land führen. Besonders Angehörige der ethnischen Minderheiten des Landes stehen im Visier der Behörden. Wie es für alle kommunistischen Regierungen typisch ist, versuchen die vietnamesischen Behörden, alle religiösen Gruppen unter ihrer Kontrolle zu halten. Solange sie unter staatlich kontrollierten Gremien organisiert sind und dadurch mit Kenntnis der Regierung zusammenkommen, wird die Regierung sie in Ruhe lassen, außer dass die Predigten kontrolliert werden. Unabhängige Gruppen, insbesondere deren Leiter, geraten jedoch unter erheblichen Druck durch die Regierung. Dies kann ernste gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Es kam außerdem zu einer Inhaftierung von widerspenstigen Mönchen aus einer der vielen buddhistischen Sekten.

So heißt es in dem Bericht von Human Rights Watch 2020: „Nichtanerkannte religiöse Gruppen, einschließlich Cao Dai, Hoa Hao, christliche und buddhistische Gruppen, sind ständiger Überwachung, Schikanen und Einschüchterungen ausgesetzt. Anhänger unabhängiger religiöser Gruppen sind öffentlicher Kritik, erzwungenem Abschwören des Glaubens, Verhaftung, Verhören, Folter und Inhaftierung ausgesetzt.“

10. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Vietnam:

  • Beten Sie, dass anstelle von Misstrauen gegenüber Christen durch nationale und lokale Behörden ihr Wert für die Gesellschaft anerkannt wird.
  • Bitten Sie, dass die Christen, die unter Druck gesetzt werden, ihren Glauben zu verleugnen, die Kraft haben, an Jesus festzuhalten und dies ihre Nachbarn und ihr soziales Umfeld wirkungsvoll anspricht.
  • Beten Sie, dass junge Christen in ihrer Liebe zu Jesus, in ihrem Verständnis des Evangeliums und in der Wertschätzung der Bibel wachsen, sodass sie ein festes Fundament für ihr Leben haben.