Länderprofil Marokko

Marokko

26
Weltverfolgungsindex
2020
Flagge Marokko
Hauptreligion
Islam
Platz Vorjahr
35
ISO
MA
Karte Marokko
Christen
0,03
Bevölkerung
36.64
Islamische Unterdrückung
Diktatorische paranoia
Privatleben: 12.400
Familienleben: 13.300
Gesellschaftliches Leben: 10.800
Leben im Staat: 11.700
Kirchliches Leben: 14.100
Auftreten von Gewalt: 4.100

Länderprofil Marokko

Zusammenfassung

Ein immer wiederkehrendes Problem für Christen, die offen über ihren Glauben sprechen, betrifft Artikel 220 des Strafgesetzbuches, der das „Erschüttern des Glaubens eines Muslims“ kriminalisiert. Dies bringt viele Christen, die mit anderen über ihren Glauben sprechen, in Gefahr, strafrechtlich verfolgt und verhaftet zu werden. Fürsprecher für die Rechte von Christen sind auch zur Zielscheibe von gewalttätigen Angriffen islamistischer Kämpfer geworden. Während das Gesetz nur die Evangelisationstätigkeit bestraft, können Muslime, die den christlichen Glauben annehmen, auf andere Weise bestraft werden, zum Beispiel durch den Verlust des Erbrechts und des Sorgerechts für ihre Kinder.

Beispiele aus dem aktuellen Berichtszeitraum

  • Mehrere Christen muslimischer Herkunft wurden verhaftet und von den Sicherheitsbehörden zu ihrem Besitz von Bibeln und ihrem Kontakt zu ausländischen Christen befragt.
  • Christen muslimischer Herkunft sind häufig Opfer von körperlicher Misshandlung oder sogar sexuellen Missbrauchs durch Mitglieder ihrer (Groß-)Familie. Mindestens vier Christinnen muslimischer Herkunft wurden gezwungen, einen muslimischen Mann zu heiraten.
  • Im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2020 wurden mindestens zwei Kirchengebäude beschädigt. Die Zahl der Kirchengebäude in Marokko ist sehr klein.
  • Mindestens einem Christen muslimischer Herkunft wurde seine Wohnung von seiner eigenen Familie demoliert.

Meldungen und Beiträge zu Marokko

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Zu Besuch bei einer jungen christlichen Familie in Marokko: Halima und Aziz berichten, wie sie als ehemalige Muslime für ihren Glauben und ihre Ehe gekämpft haben.
Weltverfolgungsindex
WVI Newcomer 2019

Diese Länder sind dieses Jahr neu auf dem Weltverfolgungsindex

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Marokko
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Marokko und die Russische Föderation – dies sind die beiden Länder, die 2019 neu auf dem Weltverfolgungsindex stehen. Erfahren Sie, wieso sie zu den 50 Ländern gehören, in denen Christen am stärksten unterdrückt werden.

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1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit 66 Punkten liegt Marokko auf dem Weltverfolgungsindex 2020 auf Platz 26.

Auf dem Weltverfolgungsindex 2019 hatte das Land eine Wertung von 63 Punkten und belegte Platz 35. Der Hauptgrund für diesen Anstieg um drei Punkte ist die höhere Anzahl gemeldeter gewalttätiger Übergriffe. In der Folge stieg die Wertung für Gewalt von 1,5 auf 4,1 Punkte stark an.

2. Triebkräfte der Verfolgung

Islamische Unterdrückung

Marokko zeigt eine gemäßigtere Form von „Islamischer Unterdrückung“ als andere Länder der Region. Zu den von den islamischen Behörden auferlegten Einschränkungen gehören die Beschlagnahmung von – wenn sie entdeckt wird – christlicher Literatur in arabischer Sprache (einschließlich Bibeln), das Verbot der Zusammenarbeit mit Christen aus dem Ausland (insbesondere wenn eine Evangelisierungsaktion geplant ist) und ernsthafte Probleme bei der Anerkennung von Gottesdienststätten für Christen mit muslimischem Hintergrund. Christen muslimischer Herkunft sehen sich aufgrund ihres neuen Glaubens dem Druck von Familie und Freunden und der örtlichen Gemeinschaft ausgesetzt, wenn ihr Glaubensbekenntnis als Evangelisierungsversuch verstanden wird.

Diktatorische Paranoia

Die marokkanische Regierung steht Kirchen, insbesondere Gemeinden von Christen muslimischer Herkunft, misstrauisch gegenüber. Von Marokkanern wird erwartet, dass sie dem Islam, dem König und dem Land treu sind; das Christentum könnte diese Herrschaftsverhältnisse bedrohen. In den vergangenen Jahren haben marokkanische Behörden Christen Untreue gegenüber dem König vorgeworfen und viele ausländische Christen ohne ordentliches Verfahren abgeschoben. Einer der Gründe für diese Maßnahmen könnte die Angst vor Gruppen extremistischer Muslime sein. Die Regierung versucht, Unruhen zu verhindern, indem sie diese Gruppen beschwichtigt. In der Praxis bedeutet dies, dass Christen muslimischer Herkunft oft festgenommen und zu ihren Motiven und Kontakten verhört werden.

3. Verfolger

Ausgehend von Islamischer Unterdrückung

  • Regierungsbeamte und politische Parteien: Regierungsbeamte und Führer politischer Parteien gehören zu den Hauptakteuren der Islamischen Unterdrückung in Marokko. Die „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ (PJD) ist neben der Königsfamilie der wohl wichtigste politische Akteur im Land. Obwohl sie sich nicht für ein Verbot des christlichen Glaubens ausspricht, hat ihre Parteiführung doch gezeigt, dass sie dem christlichen Glauben nicht tolerant gegenübersteht. Sie erkennt das Recht auf Glaubens- und Religionsfreiheit für Christen nicht vollständig an. Staatsbeamte sind zudem nicht bereit, Christen mit muslimischem Hintergrund zu registrieren und ihnen zu erlauben, sich frei zu versammeln, anerkannt zu werden und zu evangelisieren.
  • Gewöhnliche Bürger: Die marokkanische Gesellschaft betrachtet den christlichen Glauben meist als etwas Negatives und Christen muslimischer Herkunft werden als Schande für Familie und Gemeinschaft angesehen.
  • Großfamilie: Vor allem in ländlichen Gebieten werden Christen muslimischer Herkunft von ihrer Großfamilie unter Druck gesetzt, dem Glauben an Jesus Christus abzuschwören.
  • Nichtchristliche religiöse Leiter: Extremistisch-islamisches Gedankengut, das im Land präsent ist und gepredigt wird, verstärkt den Druck auf Christen.
  • Gewalttätige religiöse Gruppen: Die Ermordung zweier skandinavischer Frauen im Dezember 2018 hat gezeigt, dass der Einfluss des „Islamischen Staats“ (IS) auch in Marokko eine Bedrohung darstellt. Berichten zufolge wächst der Einfluss der Salafisten in Marokko.

Ausgehend von Diktatorischer Paranoia

  • Regierungsbeamte: Die marokkanischen Behörden und Sicherheitsdienste überwachen das gesamte kirchliche Leben. Christen muslimischer Herkunft werden aktiv beobachtet und manchmal verhört. Außerdem besteht die Furcht, dass die Sicherheitsdienste Treffen ehemaliger Muslime infiltrieren.

4. Regionale Brennpunkte der Verfolgung

Die islamische Bevölkerung in ländlichen Gebieten ist bekanntermaßen konservativ. Die meisten Christen muslimischer Herkunft leben in den Städten, wo es leichter ist, dem sozialen und familiären Druck zu entgehen.

5. Betroffene Christen

Ausländische Christen und Arbeitsmigranten

Ausländische Christen, von denen die meisten aus beruflichen Gründen in Marokko sind, stehen oft unter Überwachung und riskieren eine Abschiebung, wenn man annimmt, dass sie das Evangelium weitergeben. Allerdings genießen ausländische Christen aus dem Westen im Vergleich zu anderen Gruppen – insbesondere zu marokkanischen Christen muslimischer Herkunft – relative Religionsfreiheit. Anerkannte Kirchen für ausländische Christen gibt es nur in den Großstädten. Zu den Konfessionen, die bereits vor der Unabhängigkeit 1956 existierten, gehören die Römisch-Katholische Kirche, die Koptisch-Orthodoxe Kirche, die Anglikanische Kirche und die Französisch-Protestantische Kirche. Die meisten dieser Kirchen besitzen Kirchengebäude, aber die Regierung besitzt die Grundstücke. Solange das Gebäude regelmäßig für Gottesdienste genutzt wird, behält die Kirche die Kontrolle über das Gebäude; wenn es jedoch nicht genutzt wird, übernimmt die Regierung das Gebäude und nutzt es für andere Zwecke. Angesichts der Schwierigkeit für diese Kirchen, neue Mitglieder zu gewinnen, und der Tatsache, dass es für marokkanische Christen mit muslimischem Hintergrund unmöglich ist, diesen Kirchen beizutreten, finden es die traditionellen Kirchen schwierig, aktiv und präsent im Land zu bleiben.

Aus den Ländern Afrikas südlich der Sahara eingewanderte ausländische Christen, die oft aus Pfingstgemeinden kommen, werden in der Regel ausgegrenzt und diskriminiert.

Christen muslimischer Herkunft

Marokkanische Christen muslimischer Herkunft treffen sich in Hauskirchen, weil sie keine Erlaubnis und offizielle Genehmigung erhalten, sich öffentlich zu versammeln. Sie wechseln regelmäßig den Ort und haben nicht die Geschichte oder Struktur, aufgrund welcher man sie als eigenständige Denomination bezeichnen könnte. Auch wenn die Gesellschaft und die öffentlichen Behörden in den Städten Christen muslimischer Herkunft allgemein toleranter gegenüberstehen als in den meisten anderen Ländern der Region, sind diese Christen doch dem Druck der Gesellschaft und ihrer Familie ausgesetzt, ihren neuen Glauben aufzugeben. Sie stehen zudem häufig unter Überwachung und riskieren Verfolgung, besonders wenn sie aktiv evangelisieren.

6. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

 

Privatleben 12.4
Familienleben 13.3
Gesellschaftliches Leben 10.8
Leben im Staat 11.7
Kirchliches Leben 14.1
Auftreten von Gewalt 4.1

 

Grafik: Verfolgungsmuster Marokko

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die Platzierung auf dem Weltverfolgungsindex. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Das Verfolgungsmuster zeigt:

  • Der durchschnittliche Druck auf Christen hat ein sehr hohes Ausmaß (12,5 Punkte) und ist im Vergleich zum Weltverfolgungsindex 2019 (12,3 Punkte) gestiegen. Der Druck auf Christen, insbesondere auf Christen muslimischer Herkunft, bleibt sehr hoch.
  • Der Druck im kirchlichen Leben hat ein extremes Maß (14,1 Punkte). Darin spiegeln sich die Einschränkungen wider, mit denen ausländische Kirchen konfrontiert sind, wenn sie versuchen, anderen das Evangelium weiterzugeben. Außerdem zeigt sich an der Wertung, wie die Regierung die Gemeinschaften und Treffen von Christen muslimischer Herkunft effektiv unterdrückt. Die nächsthöchste Punktzahl findet sich im Bereich „Familienleben“ (13,3 Punkte), worin sich der Druck widerspiegelt, dem Christen muslimischer Herkunft ausgesetzt sind, wenn sie ihren neuen Glauben in der Öffentlichkeit ausüben wollen: Getauft oder christlich verheiratet und begraben zu werden, ist für sie schwierig; sie sind dem Druck von Familie, Gesellschaft und sogar der Regierung ausgesetzt, besonders in ländlichen Gebieten.
  • Der Wert für Gewalt stieg von 1,5 auf dem Weltverfolgungsindex 2019 auf 4,1 auf dem Weltverfolgungsindex 2020. Der Grund für diesen Anstieg ist auf die gemeldete Zerstörung kirchlichen Eigentums, eine höhere Anzahl von Christen, die inhaftiert wurden, sowie eine höhere Anzahl von Christen, die zur Heirat mit Muslimen gezwungen wurden, zurückzuführen.

Zu jedem der Lebensbereiche sind im Folgenden jeweils ausgewählte Teilaspekte genannt, die im betreffenden Lebensbereich für die Christen zu den gravierendsten Schwierigkeiten gehören.

Privatleben

  • Es ist für Christen riskant, über ihren Glauben mit anderen als ihren direkten Familienmitgliedern oder Mitgliedern ihrer Großfamilie zu sprechen: Sowohl einheimische als auch ausländische Christen können nach marokkanischem Recht angeklagt werden, „den Glauben eines Muslims erschüttert“ zu haben.
  • Es ist riskant für Christen, mit nahen Familienmitgliedern über ihren Glauben zu sprechen: Viele Christen muslimischer Herkunft haben Angst, ihren Familien von ihrem neuen Glauben zu erzählen. Es sind viele Fälle von Konvertiten bekannt, die deshalb geächtet oder misshandelt wurden. Daher sprechen Christen muslimischer Herkunft oft erst im Laufe der Zeit mit ihrer Familie über ihren Glauben. Dennoch ist die erste Reaktion der Familie oft heftig.
  • Es ist für Christen riskant, christliche Bilder oder Symbole zu zeigen: Sowohl Familien- als auch Gesellschaftsmitglieder können heftig oder sogar gewalttätig reagieren, wenn sie einen ehemaligen Muslim sehen, der ein Kreuz oder ein christliches Symbol trägt. Einige Christen muslimischer Herkunft offenbaren ihren neuen Glauben in sozialen Netzwerken, benutzen dafür aber falsche Identitäten, um ihre echten Namen zu verbergen.
  • Der Glaubenswechsel wird bekämpft, verboten oder unter Strafe gestellt, einschließlich der Übertritt von einer Denomination zu einer anderen: Obwohl der Wechsel vom islamischen zum christlichen Glauben nach marokkanischem Recht strafbar ist (und obwohl die marokkanischen islamischen Religionsführer oft darüber gestritten haben, ob ein Glaubenswechsel mit dem Tod bestraft werden soll), ist die Durchsetzung dieses Gesetzes sehr schwach, fast nicht existent. Im Allgemeinen sehen sich Christen muslimischer Herkunft jedoch dem Druck von Verwandten, Familienmitgliedern und des sozialen Umfelds insgesamt ausgesetzt, insbesondere in ländlichen Gebieten. Daher ist es für sie riskant, ihren neuen Glauben zu offenbaren. Auch private Glaubenshandlungen (etwa Bibellese und Andacht), die die Hinwendung zum christlichen Glauben offenbaren könnten, bergen ein Risiko.

Familienleben

  • Christliche Ehepaare werden wegen ihres Glaubens daran gehindert, Kinder zu adoptieren oder Pflegekinder aufzunehmen: Um ein Kind in Marokko zu adoptieren, muss man Muslim sein. Im Rahmen des Adoptionsverfahrens findet ein Treffen mit einem Imam statt, der die Adoptiveltern über die Grundsätze des sunnitischen Islam befragt.
  • Babys und Kinder von Christen werden automatisch unter der Staats- oder Mehrheitsreligion registriert: Mit Ausnahme der jüdischen Bevölkerung werden alle Marokkaner nach ihrer Geburt als Muslime betrachtet.
  • Die Registrierung von Geburt, Hochzeit oder Tod von Christen wird behindert oder unmöglich gemacht: Dies ist vor allem für Christinnen muslimischer Herkunft ein Problem, da sie keine christlichen Männer heiraten dürfen.
  • Christliche Taufen werden verhindert: Die Taufe von Christen muslimischer Herkunft findet im Verborgenen statt, da eine Taufe ein sehr deutliches Zeichen sowohl für den Glaubenswechsel als auch für die Weitergabe des Evangeliums ist.

Die Hinwendung zu Jesus Christus kann eine feindselige Reaktion der engeren und entfernteren Familie eines Konvertiten auslösen. Der Staat betrachtet alle Marokkaner als Muslime, weshalb marokkanische Christen muslimischer Herkunft mit Muslimen verheiratet werden können (ohne gefragt zu werden, ob sie Muslime sind, weil man davon ausgeht, dass sie es sind). Ausländische christliche Männer, die eine marokkanische Frau heiraten wollen, müssten jedoch sagen, dass sie Muslime sind, weil ihnen diese Frage gestellt wird. Islamkunde ist ein Pflichtfach in den Schulen, wird jedoch in einer moderaten Form unterrichtet. Einige Privatschulen erlauben es Kindern marokkanisch-christlicher Eltern, die einer traditionellen Kirche angehören, den Islamunterricht auszulassen, aber das ist nicht die Norm.

Gesellschaftliches Leben

  • Christen werden aus Glaubensgründen an der Teilnahme an kommunalen Einrichtungen, Foren oder Ähnlichem gehindert: Der christliche Glaube wird als eine fremde Religion angesehen, und Christen gelten nicht als Teil der marokkanischen Gesellschaft. Daher gibt es keinen Platz für sie innerhalb etwa von kommunalen Gruppen.
  • Christen werden von ihrem sozialen Umfeld oder von privaten Gruppen überwacht (dies beinhaltet die Anzeige bei der Polizei, Beschattung, das Abhören von Telefonleitungen, das Lesen/Zensieren von E-Mails und mehr): Einheimische und ausländische Christen werden von den marokkanischen Sicherheitsdiensten überwacht. Die Mitglieder der lokalen Bevölkerung informieren oft die Polizei, wenn sie davon Kenntnis erhalten, dass jemand das Evangelium weitergibt.
  • Christen werden unter Druck gesetzt, an nichtchristlichen religiösen Zeremonien oder Gemeinschaftsveranstaltungen teilzunehmen: Christen, insbesondere Christen muslimischer Herkunft, empfinden einen großen gesellschaftlichen Druck, sich an islamischen religiösen Aktivitäten und Ritualen zu beteiligen.
  • Christen werden verhört oder aus Glaubensgründen gezwungen, sich bei der örtlichen Bürgerwehr/Polizei zu melden: Christen muslimischer Herkunft, insbesondere diejenigen, die sich aktiv in ihre (Haus-)Gemeinden einbringen, werden überwacht und häufig zu Befragungen vorgeladen.

Christen muslimischer Herkunft werden vor allem in ländlichen Gebieten mit Ausgrenzung konfrontiert. Ihnen erschwert der gesellschaftliche Druck auch die christliche Erziehung ihrer Kinder. Dieser Druck kann in Form von Mobbing in der Schule oder durch Islamunterricht ohne elterliche Zustimmung erfolgen. In städtischen Gebieten haben Christen mehr Freiheiten, aber eine öffentliche Bekundung des christlichen Glaubens könnte als Evangelisationsversuch empfunden werden und negative Auswirkungen haben.

Leben im Staat

  • Die Verfassung (oder ein vergleichbares nationales oder staatliches Gesetz) schränkt die Religionsfreiheit, wie sie in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formuliert ist, ein: Die Verfassung erklärt den Islam zur Staatsreligion. Obwohl sie die „freie Ausübung des Glaubens“ garantiert, bedeutet dies in der Praxis, dass ein Muslim nur den Islam praktizieren darf und nicht etwa den christlichen Glauben annehmen kann.
  • Christliche zivilgesellschaftliche Organisationen oder politische Parteien werden aufgrund ihrer christlichen Überzeugung in ihrer Arbeit behindert oder verboten: Zivilgesellschaftliche Organisationen mit klaren christlichen Überzeugungen oder mit dem Ziel, die Rechte der marokkanischen Christen muslimischer Herkunft zu verteidigen, werden von der Regierung aktiv bekämpft.
  • Beamte auf lokaler wie nationaler Ebene weigern sich, den Glaubenswechsel einer Person anzuerkennen und dementsprechend im Personalausweis oder staatlichen Personenverzeichnis zu dokumentieren: Christen mit muslimischem Hintergrund wird die Anerkennung durch den Staat verweigert.
  • Christen werden daran gehindert, ihre Ansichten oder Meinungen in der Öffentlichkeit zu äußern: Christliche Evangelisation ist verboten; das Weitergeben von christlicher Literatur an andere und die Mission sind illegal. Christen, die evangelisieren, könnten beschuldigt werden, „den islamischen Glauben zu erschüttern“, was strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen würde.

Man könnte behaupten, dass es in Marokko relative Religionsfreiheit gibt. So hat Marokkos höchste religiöse Instanz ihre Entscheidung von 2012 zurückgezogen, die besagte, der Glaubensabfall vom Islam sei mit dem Tod zu bestrafen, und sie scheint somit beschlossen zu haben, Muslimen einen Glaubenswechsel zu erlauben. Nichtsdestotrotz unterliegen Christen in der Öffentlichkeit beachtlichen Einschränkungen. Beispielsweise gilt das Essen in der Öffentlichkeit während des Ramadans als illegal. Außerdem überwachen Staatsbeamte Christen und kontrollieren ihre Aktivitäten, um das Evangelisationsverbot durchzusetzen.

Kirchliches Leben

  • Es ist auf jeder Verwaltungsebene schwierig, eine Registrierung oder eine rechtliche Anerkennung für Kirchen zu erhalten: Nur die Römisch-Katholische, Russisch-Orthodoxe, Griechisch-Orthodoxe und Anglikanische Kirche sind anerkannt. Andere Kirchen müssen sich als Verein registrieren und dürfen keine Aktivitäten ausüben, die den Islam untergraben. Daher können marokkanische Christen vor Ort keine eigenen Kirchen gründen, sie können aber auch nicht Teil ausländischer Kirchen werden.
  • Die Kirchen werden daran gehindert, christliche Aktivitäten außerhalb der Kirchengebäude zu organisieren: Christliche Aktivitäten außerhalb der Kirchengebäude könnten als Evangelisationsversuche ausgelegt werden. Dies gilt sowohl für Christen mit muslimischem Hintergrund als auch für andere Christen.
  • Die Kirchen werden daran gehindert, offen Christen muslimischer Herkunft einzubeziehen: Die Kirchen ausländischer Christen werden stets überwacht, um sicherzustellen, dass marokkanische Staatsangehörige nicht an ihren Gottesdiensten teilnehmen. Die Beschränkung der Gemeinschaft zwischen ausländischen christlichen Gemeinschaften und anderen Kirchen betrifft beide Gruppen.
  • Der öffentliche Verkauf oder die Verteilung von Bibeln und anderen christlichen Materialien wird behindert: Die Regierung erlaubt zwar weiterhin die Ausstellung und den Verkauf von Bibeln in Französisch, Englisch und Spanisch, auch ist eine begrenzte Anzahl von arabischen Bibelübersetzungen in einigen wenigen Buchläden für den Gebrauch in universitären Religionskursen erhältlich, die Behörden konfiszieren jedoch Bibeln, von denen sie glauben, sie dienten zu Evangelisationszwecken.

Kirchen werden nicht daran gehindert, Schulen, Krankenhäuser oder karitative, humanitäre, soziale oder kulturelle Organisationen zu gründen und zu leiten, doch müssen sich diese Organisationen jeder Tätigkeit enthalten, die als Evangelisationsversuch ausgelegt werden könnte. Jede Annahme, sie seien evangelistisch tätig, führt zu Problemen. Auch wenn sie also mehr Freiheit genießen als die Kirchen in anderen Ländern in der Region, sind die Kirchen in Marokko bedeutenden Einschränkungen ausgesetzt.

Auftreten von Gewalt

  • Mehrere Christen wurden misshandelt, wobei besonders Christinnen muslimischer Herkunft in Gefahr stehen, sexuell belästigt zu werden. Zusätzlich zu den angezeigten Fällen bleiben viele andere Vorfälle unbekannt, da sie sich oft im häuslichen Bereich ereignen und mit großer Scham und dem Gefühl von Schande verknüpft sind. 
  • Mehrere Christen wurden verhaftet und befragt, weil sie eine Bibel oder christliche Schriften besaßen oder an Evangelisation beteiligt waren.
  • Mindestens zwei Kirchengebäude wurden verwüstet.
  • Der Besitz von mindestens einem Christen muslimischer Herkunft wurde von dessen Familie zerstört.

Immer wieder werden Christen muslimischer Herkunft von ihren eigenen Familienmitgliedern misshandelt. Außerdem laufen sie Gefahr, von der Regierung verhaftet und verhört zu werden. Besonders Christinnen muslimischer Herkunft sind dem Risiko des sexuellen Missbrauchs und in einigen Fällen der Zwangsheirat ausgesetzt. Ausländische Christen wurden ausgewiesen oder ihnen wurde die Einreise in das Land verweigert, wenn sie der Evangelisation verdächtigt wurden.

7. Verfolgungssituation für Frauen und Männer

Wie Frauen Verfolgung erfahren:

  • Ausschluss aus der Gemeinschaft
  • Beschlagnahme von Erbschaft und Besitz
  • Erzwungene Einhaltung von Kleidungsvorschriften
  • Zwangsscheidung
  • Zwangsverheiratung
  • Vertreibung aus Wohnung/Wohnhaus
  • (Haus-)Arrest durch die Familie
  • Ermordung
  • Körperliche Gewalt
  • Verbale Gewalt

Berichten zufolge sind die meisten Menschen in Marokko, die sich offen zum christlichen Glauben bekennen, Männer, weil sie weniger durch Verfolgung gefährdet sind als Frauen. Obwohl sich die Rechte der Frauen in Marokko in den letzten fünfzehn Jahren positiv entwickelt haben und sie mehr rechtliche Gleichstellung erleben, befinden sich Frauen in Marokko nach wie vor in einer weniger vorteilhaften Position als Männer. Marokkanische Frauen haben weniger Freiheiten als Männer und es wird erwartet, dass ihr Platz der Haushalt ist – dies gilt insbesondere in ländlichen Gebieten.

Allen Christen mit muslimischem Hintergrund kann in der Praxis das Recht auf Erbschaft oder Familienzugehörigkeit abgesprochen werden. Christinnen muslimischer Herkunft sind im häuslichen Umfeld am stärksten gefährdet. Religiöse Verfolgung nimmt typischerweise die Form von häuslicher Gewalt, Hausarrest und Zwangsheirat mit einem Nichtchristen an. Eltern und Brüder einer Christin muslimischer Herkunft können sie kontrollieren, unterdrücken und schließlich dazu zwingen, die Familie zu verlassen. Letzteres gilt als sozial nicht akzeptabel und stellt die Frau als Rebellin gegen die Gesellschaft bloß. Die Angst vor einem Skandal, weil eine Tochter den christlichen Glauben angenommen hat, führt dazu, dass die Familie von Christinnen muslimischer Herkunft diese oft zuhause festhält und später verheiratet – in dem Glauben, dass die Ehe sie wieder zum Islam zurückbringen werde. Manchmal ist der Druck so stark, dass die Frau nachgibt und einer Heirat mit einem Mann, der ihren Glauben nicht teilt, zustimmt, um dem Druck ihrer Familie zu entgehen.

Ist eine muslimische Frau zu dem Zeitpunkt, da sie den christlichen Glauben annimmt, bereits verheiratet, kommt es häufig vor, dass sie von ihrem Ehemann unter Druck gesetzt und ihr mit der Scheidung gedroht wird, wenn dieser ihren neuen Glauben entdeckt. Einige Christinnen muslimischer Herkunft wurden gezwungen, sich scheiden zu lassen. Das Personenstandsrecht folgt der malikitischen Auslegung der Scharia. (Die Malikiten sind eine der vier traditionellen Rechtsschulen des sunnitischen Islam). Ein Experte für das Land schreibt: „Solange das Personenstandsrecht nicht geändert wird, wird sich diese Art der Verfolgung fortsetzen.“ Im Extremfall wendet die Familie tödliche Gewalt gegen eine Christin muslimischer Herkunft an, in anderen Fällen werden Christinnen aus dem Elternhaus vertrieben.

Christinnen, die das Internet als einen Weg nutzen, um ihre Isolation zu durchbrechen, riskieren, dass sie wegen ihres Glaubens und ihrer Glaubensbekundung im Internet schikaniert werden.

Obwohl die marokkanische Gesellschaft in mancher Hinsicht relativ liberal ist, müssen sich Christen muslimischer Herkunft in ländlichen Gebieten an die religiöse Form der Kleidung und Lebensweise halten und können unter Umständen tyrannisiert werden, wenn sie diese Bräuche aufgeben, insbesondere während des Ramadans.

Außerdem ist Vergewaltigung oder die Androhung von Vergewaltigung ein Tabubereich, der gesellschaftlich mit der persönlichen Ehre einer Frau verbunden ist. Da eine Vergewaltigung Schande und ein großer Makel für eine Frau bedeutet, ist dies ein mächtiges Werkzeug für religiösen Zwang. Dies gilt sowohl für marokkanische Frauen als auch für die zahlreichen durch Afrika reisenden Migrantinnen, von denen ein Teil Christinnen sind; ihre Vergewaltigung ist nicht nur durch Ausbeutung, sondern auch durch religiöse Intoleranz motiviert.

Wie Männer Verfolgung erfahren:

  • Verweigerung des Zugangs zu christlichen Materialien
  • Beschlagnahme von Erbschaft und Besitz
  • Diskriminierung/Schikanierung im Bildungsbereich
  • Wirtschaftliche Schikanierung im Berufs-/Geschäftsleben
  • Vertreibung aus Wohnung/Wohnhaus
  • Erzwungene Flucht aus Stadt oder Land
  • Inhaftierung durch die Behörden
  • Körperliche Gewalt
  • Psychische Gewalt

Christen muslimischer Herkunft sind im Allgemeinen am meisten gefährdet in der marokkanischen Gesellschaft, und männliche Christen sind am häufigsten von Vertreibung aus ihren Familien, Diskriminierung im Bildungsbereich, Problemen im Arbeitsleben und Todesdrohungen betroffen. Sie sind auch weitaus häufiger als Frauen Ziel von Verhören durch die Regierung, Schlägen oder Haftstrafen. Die Schwere der Reaktion auf ihren Glaubenswechsel hängt jedoch von ihrer sozialen Stellung und ihrem politischen Status innerhalb der Gesellschaft ab.

Im häuslichen Bereich werden männliche Christen muslimischer Herkunft als Schande für ihre Familien empfunden, weil sie den Islam verlassen haben. Sie werden daher nach ihrer Hinwendung zum christlichen Glauben im Allgemeinen geächtet. Wenn Christen muslimischer Herkunft noch jung sind und bei ihren Eltern leben, können sie die finanzielle Unterstützung ihrer Familien verlieren. Wenn der Mann bereits verheiratet ist, riskiert er, von seiner Frau verlassen zu werden, deren Familie ebenfalls Druck auf das Paar ausübt und die Frau zurückholt. In der Praxis kann ein Christ muslimischer Herkunft auch um sein Erbe gebracht werden.

Die Erwerbstätigkeit ist ein zentraler Bereich, in dem Männer Druck erfahren, da sie die Hauptverdiener in ihren Familien sind. Ihre Bekehrung zu Jesus Christus kann dazu führen, dass sie ihre Arbeit verlieren. Umgekehrt werden Christen manchmal beschuldigt, sich aus finanziellen Gründen bekehrt zu haben, da das Christentum mit der opulenten westlichen Gesellschaft verbunden wird.

Jedes Jahr gibt es Berichte über eine Handvoll Verhaftungen von christlichen Männern. Diese Verhaftungen erfolgen schon aus Gründen wie den Besitz einer Bibel oder weil jemand mit einem Muslim über den christlichen Glauben gesprochen hat. Außerdem können Bußgelder mit Schikane einhergehen.

Der Druck durch die Gesellschaft kann so stark und anhaltend sein, dass man annimmt, die meisten männlichen Christen muslimischer Herkunft würden das Land bzw. ihren Heimatort verlassen, wenn sie dazu die Möglichkeit hätten.

8. Verfolgung religiöser Minderheiten

Das Judentum ist die einzige in der Verfassung offiziell anerkannte Minderheitenreligion, und Juden haben ihre eigenen religiösen Gerichte für Familienangelegenheiten. Obwohl der Islam die offizielle Staatsreligion ist, ist de facto nur der sunnitische Islam nach der malikitischen Rechtsschule gesellschaftsfähig. Schiiten, Ahmadiyya-Muslime und Bahai sind religiöse Minderheiten in Marokko, denen von der Regierung Beschränkungen auferlegt werden, die es ihnen nahezu unmöglich machen, öffentlich ihren Glauben zu leben. So heißt es in dem „Internationalen Bericht zur Religionsfreiheit 2018“ des US-Außenministeriums zu Marokko: „Lokale christliche und schiitische Führer berichteten, dass die Regierung einige christliche und schiitische Bürger festgenommen und zu ihren Überzeugungen und Kontakten mit anderen Christen und Schiiten befragt habe. Christliche und schiitisch-muslimische Bürger gaben auch an, dass die Angst vor der Regierung und sozialen Schikanen zu ihrer Entscheidung geführt habe, ihren Glauben diskret zu leben.“

9. Der Ausblick für Christen

Islamische Unterdrückung

Christen muslimischer Herkunft werden höchstwahrscheinlich weiterhin Druck ausgesetzt sein, meist vonseiten ihrer Familien und der Gesellschaft. Die fortschreitende Modernisierung in den Städten könnte aber langfristig die Einstellung der Gesellschaft diesen Christen gegenüber verändern. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Regierung ihre Haltung ihnen gegenüber ändern wird, besonders solange der König „der Befehlshaber der Gläubigen“ bleibt, „der dafür sorgt, dass der Islam respektiert wird“ (Verfassung von Marokko, Art. 41).

Diktatorische Paranoia

Marokko blieb während der Aufstände des „Arabischen Frühlings“ 2011 eines der friedlicheren Länder. Der starke Sicherheitsapparat Marokkos spielt eine wichtige Rolle bei der Wahrung des Friedens. Er wird weiterhin alle Aktivitäten überwachen, die zu Unruhen führen könnten, und besonders auf alle Evangelisationsversuche von Christen achten. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der Sicherheitsapparat das Gemeindeleben von Christen muslimischer Herkunft wirksam lähmen kann. Sehr wahrscheinlich wird er dies weiterhin tun, auch um Islamisten zu besänftigen, die sonst Unruhe stiften könnten.

10. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Marokko:

  • Das Gemeindeleben marokkanischer Christen muslimischer Herkunft ist stark eingeschränkt bis nicht existent. Beten Sie, dass Jesus ihnen Wege aufzeigt, wie sie mit anderen Christen Gemeinschaft haben und sich gegenseitig im Glauben stärken können.
  • Bitten Sie Jesus, dass er alle diejenigen Christen muslimischer Herkunft tröstet, stärkt und ermutigt, die wegen ihres Glaubens von ihren Familien ausgeschlossen wurden oder unter Druck gesetzt werden.
  • Evangelisation kann in Marokko strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Beten wir um Weisheit für die Christen dort, wem und wie sie das Evangelium weitergeben können. Beten Sie um offene Herzen bei der marokkanischen Bevölkerung – dass viele Menschen Jesus als ihren Retter erkennen und annehmen.
  • Beten Sie außerdem für einen Gesinnungswandel der Regierung, damit sie erkennt, dass christlicher Glauben nicht mit Untreue gegenüber dem marokkanischen Staat und König gleichzusetzen ist, und damit sie Christen, insbesondere Christen muslimischer Herkunft, nicht mehr mit Misstrauen gegenübersteht. Beten Sie, dass die Regierung wahre Religionsfreiheit im Land durchsetzt.

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