Länderprofil Bhutan

Bhutan

45
Weltverfolgungsindex
2020
Flagge Bhutan
Hauptreligion
Buddhismus
Platz Vorjahr
33
ISO
BT
Karte Bhutan
Christen
0,03
Bevölkerung
0.83
Religiös motivierter Nationalismus
Ethnisch oder traditionell begründete Anfeindungen
Privatleben: 12.800
Familienleben: 10.900
Gesellschaftliches Leben: 11.800
Leben im Staat: 11.600
Kirchliches Leben: 13.900
Auftreten von Gewalt: 0.000

Länderprofil Bhutan

Position auf dem Weltverfolgungsindex

Platz 45 / 61 Punkte (WVI 2019: Platz 33 / 64 Punkte)

Berichtszeitraum: 1. November 2018 – 31. Oktober 2019

Zusammenfassung

Es wird von allen Bhutanern erwartet, dem Buddhismus zu folgen. Wer sich dem christlichen Glauben zuwendet, wird misstrauisch beobachtet. In den meisten Fällen wird versucht, die Person dazu zu bewegen, wieder ihrer alten Religion zu folgen. Religiöse Leiter, das soziale Umfeld und Familienangehörige wirken hier häufig zusammen. Abgesehen von Christen anderer religiöser Herkunft kommen viele Christen aus der nepalesischen Minderheit. Es gibt keine Kirche, die offiziell vom Staat anerkannt ist. Das bedeutet, dass Christen sich eigentlich immer im Bereich der Illegalität bewegen, wenn sie sich zum Gottesdienst versammeln. Örtliche Behörden verweigern Christen häufig sogenannte „Unbedenklichkeitsbescheinigungen“. Diese werden für Kredite, die Registrierung von Besitztümern, Bewerbungen und die Erneuerung von Ausweisen benötigt.

Beispiele aus dem aktuellen Berichtszeitraum

  • Jede Hinwendung zum christlichen Glauben stößt auf den Widerstand der Gesellschaft und der Behörden. „Zwangskonversion“ gilt als Straftat, wobei der Begriff „Zwang“ Interpretationsspielraum bietet. In der Praxis sind Glaubenswechsel in den meisten Fällen einfach verboten. In Abschnitt 463 (B) des Strafgesetzbuchs heißt es: „Das Vergehen, andere zu einem anderen Glauben zu zwingen, wird als Ordnungswidrigkeit behandelt.“ Das kann in Bhutan mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden.
  • Das Thema Registrierung bleibt für Christen in Bhutan das größte Problem. Ohne offizielle Registrierung sind christliche Gemeinden faktisch illegal. Bis heute wird keine christliche Gemeinschaft im Land offiziell anerkannt.
  • Traditionell werden in Bhutan Aussaat und Ernte als Dorfgemeinschaft durchgeführt; mehrere Landwirte teilen sich die Arbeitslast und helfen einander. Christliche Landwirte werden von dieser Praxis üblicherweise ausgeschlossen.
  • Die Verfolgung war in Bhutan nie besonders gewalttätig. Im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2020 gab es keine Berichte über Gewalt. Es muss aber festgehalten werden, dass es schwierig ist, Berichte über Vorfälle im Land zu bekommen.

Meldungen und Beiträge zu Bhutan

Blickpunkt Buddhismus
Auch wenn der Buddhismus als bunte und friedliche Religion gilt, sind viele Christen in buddhistisch geprägten Ländern starker Verfolgung ausgesetzt. Wir möchten, dass diesen Geschwistern wieder mehr Beachtung zukommt und wollen deswegen ihre Geschichten weitergeben.
Persönliche Berichte Persönliche Berichte
Symbolbild
Bhutan
(Open Doors, Kelkheim) – Nur etwa zweieinhalb Prozent der Bevölkerung des Königreichs Bhutan sind Christen. Der Buddhismus gilt als entscheidender Bestandteil der nationalen Identität, der Übertritt zu einer anderen Religion ist gesetzlich verboten.
Hintergrundinformationen
Buddhismus und Christenverfolgung

Buddhismus und Christenverfolgung

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Warum werden Christen in manchen buddhistischen Ländern verfolgt? Gilt der Buddhismus nicht als Religion des Friedens und der Toleranz? Eine illustrierte...

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1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit einer Wertung von 61 Punkten belegt Bhutan Platz 45 auf dem Weltverfolgungsindex 2020.

Dieser Wert ist um drei Punkte niedriger als auf dem Weltverfolgungsindex 2019. Unter anderem ist diese Entwicklung darauf zurückzuführen, dass der Wert für Gewalt auf null fiel, da keine Berichte über gewalttätige Vorfälle vorliegen. Allerdings ist der Druck in praktisch allen Lebensbereichen nach wie vor sehr hoch, was insbesondere die anhaltenden Schwierigkeiten widerspiegelt, denen sich christliche Konvertiten aus dem Buddhismus oder ethnisch-animistischen Religionen gegenübersehen. Sie werden in der Gesellschaft nicht anerkannt und daher abgelehnt, oft von anderen Bauern gemieden und von den Behörden werden ihnen offizielle Dokumente vorenthalten. Kinder von Christen werden oft von Lehrern und Mitschülern in der Schule diskriminiert.

2. Triebkräfte der Verfolgung

Religiös motivierter Nationalismus

Die beständige Betonung des Buddhismus in der Form des Mahayana als geistliches Erbe des Landes macht der christlichen Minderheit das Leben schwer. Bhutan ist seit Jahrhunderten ein buddhistisches Königreich. Selbst nach der Bildung einer konstitutionellen Monarchie im Jahr 2001 und der Einführung demokratischer Wahlen im Zuge der neuen Verfassung im Jahr 2008 wird dem Buddhismus weiterhin eine dominierende Rolle im Land eingeräumt. Gemäß Artikel 3(1) der Verfassung ist der Buddhismus „das spirituelle Erbe Bhutans“, das unter anderem „die Grundsätze und Werte des Friedens, der Gewaltlosigkeit, des Mitgefühls und der Toleranz“ fördert. Zusätzlich ist es „die Verantwortung aller religiösen Institutionen und Persönlichkeiten, das spirituelle Erbe des Landes zu fördern“.

Folglich ist der Buddhismus offiziell nicht ausdrücklich als Staatsreligion definiert. Stattdessen definiert die Verfassung Bhutan als säkularen Staat und bejaht religiöse Toleranz. Dies sieht in der Realität jedoch oft anders aus. Der Buddhismus ist stark in den Alltag der Menschen eingeflochten und in politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und sogar wirtschaftlichen Aktivitäten des Landes deutlich sichtbar. Dies wird beispielsweise an den sogenannten „Dzongs“ deutlich. Diese sind administrative Zentren mit einer Abteilung für politische Verwaltung und einer weiteren für religiöse Autoritäten, zu der häufig auch buddhistische Tempel und Unterkünfte für Mönche gehören.

Bis heute wurde es keiner einzigen Kirche erlaubt, eine ortsgemeindliche Struktur aufzubauen. Alle christlichen Gemeinschaften bleiben im Geheimen. Besonders in ländlichen Gegenden stellen sich buddhistische Mönche gegen die Anwesenheit von Christen, während die Behörden nichts unternehmen, um Christen zu schützen. Stattdessen stehen sie meist eher auf der Seite der Mönche.

Ethnisch oder traditionell begründete Anfeindungen

Auch Schamanen des traditionellen animistischen Bön-Glaubens üben Druck auf Christen aus. Obwohl die meisten Bürger nicht ausschließlich diesem Glauben anhängen, halten sie besonders in ländlichen Gebieten an bestimmten Riten und Traditionen fest. Christliche Konvertiten, die sich weigern, daran teilzunehmen, werden unter Druck gesetzt und ausgegrenzt. Auch die Vermischung von Stammesglauben und Buddhismus führt besonders in den zentralen und östlichen Teilen des Landes zur Verfolgung von Christen.

3. Verfolger

Ausgehend von Religiösem Nationalismus

  • Die eigene (Groß-)Familie: Christen mit anderem religiösen Hintergrund werden von Familienangehörigen bei Weitem am stärksten verfolgt. Die Hinwendung zum christlichen Glauben ist inakzeptabel und bringt Schande über die Familie, sodass sie große Mühe auf sich nimmt, den Konvertiten zu seinem ursprünglichen Glauben zurückzubringen. Wenn nichts mehr hilft, wird der Konvertit durch die Familie enteignet. Da das Leben in Bhutan immer noch sehr gemeinschaftlich orientiert ist und die Nähe und der Schutz der Familie wichtig ist, hat der Ausschluss von der Familie für Konvertiten ganz entscheidende Auswirkungen.
  • Regierungsbeamte: Regierungsbeamte werden alles tun, was sie zur Erhaltung des buddhistischen Erbes des Landes für notwendig erachten. Viele Beamte sind stark von Mönchen beeinflusst und es ist üblich, dass Mönche für und in der Regierung arbeiten. Christen haben Schwierigkeiten, überhaupt eine Anhörung zu erhalten, wenn sie Anträge an die Behörden stellen.
  • Nichtchristliche religiöse Leiter: Buddhistische und teilweise auch hinduistische Leiter treten ebenfalls als Verfolger auf. Sie sehen sich in erster Linie als Bewahrer der buddhistischen Kultur und des buddhistischen Erbes Bhutans. Christen werden als „Neulinge“ und Unruhestifter betrachtet.
  • Anführer ethnischer Gruppen: Religion ist eng mit der ethnischen Identität verbunden, sodass es die Gruppe schwächt, wenn sich ein Einzelner für einen Glaubenswechsel entscheidet. Deshalb stellen sich Führer ethnischer Gruppen gegen christliche Einflüsse und sprechen sich so stark wie möglich gegen sie aus.
  • Gewöhnliche Bürger: Besonders in den ländlichen Gebieten gibt es einen engen gemeinschaftlichen Zusammenhalt; jede Abweichung wird als falsch und für die Harmonie störend empfunden. Daher üben nicht nur Familienangehörige Druck auf Konvertiten aus, sondern auch Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen.

Ausgehend von Ethnisch oder traditionell begründeten Anfeindungen

  • Die eigene (Groß-)Familie: Die Verschmelzung ethnischer Überzeugungen mit dem Buddhismus kann zu weiterer Verfolgung führen. Christen, die sich sowohl dem buddhistischen Glauben als auch traditionellen Riten verweigern, geraten wahrscheinlich noch leichter in Schwierigkeiten. Dies gilt besonders innerhalb der eigenen Familie, die alles versuchen wird, um einen Konvertiten zu den alten Überzeugungen zurückzubringen. Wenn das nicht funktioniert, wird der Konvertit vertrieben.
  • Anführer ethnischer Gruppen: Der Animismus ist besonders in den zentralen und östlichen Landesteilen stark verbreitet und wie die Hauptreligion eng mit der Ethnie verbunden. Wer aufhört, an animistischen Ritualen teilzunehmen (etwa ein Christ), schließt sich nicht nur von der Ortsgemeinschaft aus, sondern wird auch als potenzielle Gefahr für das ganze Dorf gesehen (weil dadurch die Geister verärgert werden).
  • Gewöhnliche Bürger: Nicht nur Familienmitglieder üben Druck auf christliche Konvertiten aus, um sie dazu zu bewegen, den christlichen Glauben zu widerrufen; dies geschieht auch durch Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen.

4. Regionale Brennpunkte der Verfolgung

In Bhutan gibt es keine spezifischen geographischen Brennpunkte der Verfolgung.

5. Betroffene Christen

Ausländische Christen und Arbeitsmigranten

Die sehr wenigen ausländischen Christen können nur ein begrenztes Visum erhalten und können sich nicht den bestehenden Hauskirchen anschließen. Sie sind daher unfreiwillig isoliert und werden im Weltverfolgungsindex als eigene Kategorie bewertet.

Christen aus traditionellen Kirchen

Im 19. Jahrhundert gab es kleine römisch-katholische Gemeinden in Bhutan unter der indischen Diözese von Darjeeling, und auch heute gibt es einige dieser Gemeinden noch. Sie werden zu einem gewissen Grad toleriert, da sie eher unter sich bleiben. Doch auch sie haben keine offizielle Anerkennung und sind Diskriminierungen ausgesetzt, wie alle anderen christlichen Denominationen.

Christen anderer religiöser Herkunft (Konvertiten)

Christen mit buddhistischem, hinduistischem oder ethnischem Hintergrund erleben starken Druck vonseiten ihrer Familie, Freunde und Nachbarn, zu ihrem jeweiligen alten Glauben zurückzukehren. Sie sind nicht nur der gleichen Diskriminierung ausgesetzt wie alle Christen im Land, sondern müssen zudem mit dem konstanten Druck umgehen, der auf sie ausgeübt wird, damit sie zu dem Glauben ihrer Familie zurückkehren.

Christen aus protestantischen Freikirchen

Zu dieser Gruppe gehören evangelikale Kirchen und Pfingstgemeinden sowie Gemeinschaften wie Brüdergemeinden und „El Shaddai“. Sie alle sind nicht anerkannt und können daher von den Behörden unter Druck gesetzt werden. Dies kann sich in Überwachung, Durchsuchungen oder gelegentlich sogar Festnahmen äußern.

6. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben 12.8
Familienleben 10.9
Gesellschaftliches Leben 11.8
Leben im Staat 11.6
Kirchliches Leben 13.9
Auftreten von Gewalt 0

Grafik: Verfolgungsmuster Bhutan

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die Platzierung auf dem Weltverfolgungsindex. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Das Verfolgungsmuster zeigt:

  • Insgesamt blieb das Ausmaß des Drucks auf Christen in Bhutan sehr hoch. Der durchschnittliche Wert fiel leicht von 12,5 Punkten im Vorjahr auf 12,2 Punkte.
  • Der Druck ist am stärksten in den Bereichen „Kirchliches Leben“ und „Privatleben“, doch auch in den anderen drei Lebensbereichen ist das Ausmaß sehr hoch. Christliche Konvertiten bekommen den Druck besonders stark im Privat- und Familienleben zu spüren, während der Druck in den Bereichen „Leben im Staat“ und „Kirchliches Leben“ sich auf alle Christen auswirkt. Das rührt daher, dass die christliche Minderheit weiterhin im alltäglichen Leben ausgegrenzt und nicht offiziell anerkannt wird.
  • Der Wert für Gewalt gegen Christen fiel von 0,9 Punkten im Weltverfolgungsindex 2019 auf 0 Punkte im Weltverfolgungsindex 2020. Obwohl keine Berichte über Vorfälle an Beobachter außerhalb des Landes weitergeleitet wurden, sollte dies nicht mit der Aussage gleichgesetzt werden, dass es überhaupt keine Gewalt gegeben hat.

Zu jedem der Lebensbereiche sind im Folgenden jeweils ausgewählte Teilaspekte genannt, die im betreffenden Lebensbereich für die Christen zu den gravierendsten Schwierigkeiten gehören.

Privatleben

  • Es ist ein Risiko für Christen, über ihren Glauben mit anderen als mit ihren engsten Familienangehörigen zu sprechen: In Abschnitt 463 (A) des Strafgesetzbuchs wird festgelegt, dass ein Glaubenswechsel aus Nötigung oder anderen Anreizen eine Straftat darstellt. „Nötigung“ und „andere Anreize“ sind dabei jedoch nicht eindeutig definiert. Der Übertritt zu einer anderen Religion wird sowohl von der Familie und dem sozialen Umfeld als auch von religiösen Obrigkeiten und dem Staat strikt abgelehnt. Sogar das bloße Verteilen von Traktaten mit dem Evangelium, ohne darüber zu sprechen oder jemanden in die Gemeinde einzuladen, kann zu einer Verhaftung führen. Aufgrund des Anti-Konversions-Gesetzes neigen Christen dazu, über ihren Glauben nur innerhalb der Gemeinde oder zu Hause zu sprechen. Wer den christlichen Glauben annimmt, versucht dies für gewöhnlich in der Öffentlichkeit zu verbergen und sich diskret mit christlichen Freunden zu treffen, um Gemeinschaft zu haben und zu lernen.
  • Es ist gefährlich für Christen, ihrem Glauben in schriftlicher Form persönlich Ausdruck zu geben: Da der Druck von Familie und Gesellschaft so hoch ist und das Risiko immer besteht, aufgrund des Strafgesetzbuchs verhaftet zu werden, ziehen es Christen vor, ihren persönlichen Glauben nicht einer größeren Gruppe von Menschen offenzulegen (etwa auf Facebook) und sorgfältig auszuwählen, wem sie ihren Glauben offenbaren.
  • Es ist für Christen riskant, christliche Bilder oder Symbole zu zeigen: Christen vermeiden es, christliche Symbole in der Öffentlichkeit zu zeigen. Hauskirchen können keine christlichen Symbole in der Öffentlichkeit zeigen, da sie im Geheimen operieren und solche Symbole eine negative Reaktion von Nationalisten und radikalen Buddhisten provozieren würden. Christen tragen oder zeigen zudem sehr selten zuhause christliche Symbole.
  • Für Christen ist es gefährlich, sich mit anderen Christen zu treffen: Christen treffen sich meist in gemieteten Räumlichkeiten – hier christliche Symbole zu zeigen, kann zu Schwierigkeiten führen, wenn der Hausbesitzer Buddhist ist. Es kann dazu führen, dass der Mietvertrag aufgelöst wird. Es wurde berichtet, dass Mitglieder des Geheimdienstes Christen bekannterweise überwachen und notieren, wer an Treffen teilnimmt.

Familienleben

  • Christliche Taufen werden be- oder verhindert: Im Licht des Anti-Konversions-Gesetzes kann jede Taufe als ultimativer Beweis für eine „Beeinflussung“ verstanden werden. Taufen werden daher immer im Geheimen durchgeführt, fern von den Augen der Obrigkeit und der nichtchristlichen religiösen Führer.
  • Beerdigungen von Christen wurden verhindert oder zwangsweise nach nichtchristlichen Riten durchgeführt: Christliche Beerdigungen sind sehr schwierig zu arrangieren und oft unmöglich, da sie von nichtchristlichen Familienmitgliedern, Verwandten, der Gesellschaft und den Behörden behindert werden. Selbst ein Begräbnis auf dem eigenen Grundbesitz ist nicht möglich; es wird von den religiösen Führern und der Ortsgemeinschaft stark abgelehnt und in vielen Fällen müssen die Verstorbenen an abgelegenen Orten fernab des Dorfes bestattet werden. Wer es sich leisten kann, begräbt seine Verstorbenen im Nachbarland Indien. Aber selbst wenn eine Beerdigung auf einem privaten Grundstück stattfinden dürfte, würde sodann jedes Problem, jeder Schaden oder jede Katastrophe, die über das Dorf kämen, den Christen angelastet werden.
  • Kinder christlicher Eltern werden dazu gedrängt, an nichtchristlichem Unterricht oder dem allgemeinen Religionsunterricht teilzunehmen: Kinder von Christen müssen in der Schule die Lehren des Buddhismus lernen und praktizieren. Sie erleben Druck vonseiten der Lehrer und Mitschüler und werden häufig gemobbt. Sie werden sogar dazu gezwungen, unter strenger Aufsicht morgens und abends an den täglichen buddhistischen Gebeten und an bestimmten jährlichen Ritualen teilzunehmen. Oft wird ihnen Essen gegeben, das zuvor Götzenbildern geopfert wurde. Jede Schule und jede Universität in Bhutan hat einen buddhistischen Schrein, eine Gebetsmühle und einen Ort zum Gebet; Schulkinder christlicher Eltern können dazu gezwungen werden, den Schrein samt seiner Statuen zu säubern und sich vor ihnen zu verneigen.
  • Eltern werden daran gehindert, ihre Kinder gemäß ihrem christlichen Glauben aufzuziehen: Jede Schule und jede Universität in Bhutan hat einen buddhistischen Schrein, eine Gebetsmühle und eine Gebetshalle, sodass die Schüler jeden Tag auf vielfältige Weise dem Buddhismus ausgesetzt sind. In Kombination mit dem ohnehin schon hohen Druck auf die Eltern, besonders wenn die Großfamilie den christlichen Glauben nicht teilt, macht dies die Erziehung der Kinder im christlichen Glauben sehr schwierig.

Im Falle einer Entdeckung ihres neuen Glaubens drohen Konvertiten die Scheidung (wenn sie verheiratet sind) und der Verlust des Erbrechts. Es kann auch vorkommen, dass sie ihre eigene Familie für geisteskrank erklärt. Vielen Christen wird aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit die Ausstellung eines elektronischen Personalausweises verwehrt. Dieses Problem betrifft besonders Christen mit buddhistischem Hintergrund. Im Alltag benötigen alle Bürger eine sogenannte „Unbedenklichkeitsbescheinigung“, die von den örtlichen Behörden ausgestellt wird, um zu zeigen, dass es vor Ort keine Probleme mit der Person gibt. Dieses Dokument wird benötigt, um Kredite zu beantragen, Besitz zu registrieren, sich auf Arbeitsplätze zu bewerben und Ausweise zu erneuern. Christen haben Schwierigkeiten, diese Unbedenklichkeitsbescheinigung zu erhalten und werden mit der Löschung aus den Volkszählungsdaten bedroht. Das Volkszählungsformular verlangt von den Bürgern die Angabe ihrer Religionszugehörigkeit.

Gesellschaftliches Leben

  • Christen werden unter Druck gesetzt, an nichtchristlichen religiösen Zeremonien oder Gemeinschaftsereignissen teilzunehmen: Besonders in Dörfern wird von Christen erwartet, dass sie wie jeder andere zu buddhistischen Aktivitäten beitragen. Die anderen Dorfbewohner machen es Christen ohnehin schwer; wenn sie nun nicht an religiösen Feierlichkeiten teilnehmen und zu ihnen beitragen, setzen sie sich damit noch größeren Schikanen aus. Der Buddhismus spielt eine integrale Rolle in der nationalen Identität und in jedem Aspekt des bhutanischen Lebens. Auch am Arbeitsplatz gibt es buddhistische Rituale und Gebete und eine Teilnahme daran wird von jedem erwartet.
  • Christen stehen durch ihr soziales oder privates Umfeld unter Beobachtung: Besonders Christen, die im christlichen Dienst aktiv sind, werden überwacht. Dies kann sogar bedeuten, dass ihr Telefon angezapft wird und die Nutzung von sozialen Medien unter Beobachtung steht. Es kommt häufig vor, dass christliche Aktivitäten von der Ortsgemeinschaft bei den Behörden gemeldet werden. Es gibt Gerüchte, dass die Regierung Einheimische rekrutiert und bezahlt, um Christen auszuspionieren.
  • Christen werden in der Erwerbstätigkeit, sei es im privaten oder öffentlichen Sektor, aufgrund ihres Glaubens diskriminiert: Die meisten Arbeitgeber sind gegen Christen voreingenommen und werden sie nicht einstellen bzw. übergehen, wenn sie sich um eine Beschäftigung oder Beförderung bewerben. Da viele Arbeitsplätze staatliche Lizenzen oder eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (siehe oben im Bereich Familienleben) voraussetzen, halten Christen ihren Glauben oft geheim, um ihre Bewerbung nicht zu gefährden. Christen werden auch von den Subventionsprogrammen der Regierung ausgeschlossen.
  • Christen wurden wegen ihres Glaubens verhört oder dazu gezwungen, sich bei der Polizei zu melden: Besonders wenn Christen aufgrund des Anti-Konversions-Gesetzes bei den Behörden angezeigt werden, werden sie auf die Polizeiwache gerufen und verhört. Selbst wenn man sie danach freispricht, werden sie von der Polizei und von misstrauischen Nachbarn genau beobachtet.

Traditionell werden in Bhutan Aussaat und Ernte als Dorfgemeinschaft durchgeführt. Christen sind von dieser Praxis allerdings ausgeschlossen und können mit keinerlei Hilfe rechnen. Um zur Schule zugelassen zu werden, benötigen Kinder ein Empfehlungsschreiben des Dorfoberhauptes oder der lokalen Regierungsbehörde; solch ein Schreiben zu erhalten, ist oft schwierig für Christen. Und falls sie es doch erhalten, werden die Kinder in der Schule diskriminiert: Sie erhalten schlechtere Noten, was ihnen wiederum den Zugang zu höherer Bildung erschwert.

Leben im Staat

  • Die Verfassung oder eine vergleichbare nationale Gesetzgebung schränkt die Religionsfreiheit gemäß Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ein: Die Verfassung schützt den Mahayana-Buddhismus als „spirituelles Erbe“ der Nation. So wird der Buddhismus als Staatsreligion behandelt und alle religiösen Institutionen haben die Pflicht, dieses spirituelle Erbe Bhutans zu fördern. Am 24. Mai 2011 erließ die Regierung einen Gesetzesnachtrag und fügte eine Anti-Konversions-Klausel in das Strafgesetzbuch ein, um Artikel 7(4) der Verfassung des Königreichs Bhutan zu erfüllen. Dieser besagt, dass „ein bhutanischer Staatsbürger das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit“ haben soll. „Niemand soll durch Nötigung oder Anreize dazu gezwungen werden, einem anderen Glauben anzugehören.“ Abschnitt 463 (A) des Strafgesetzbuches (Zusatz) von Bhutan sagt aus: „Ein Angeklagter ist schuldig des Vergehens, andere zu einem Glaubenswechsel bewegt zu haben, wenn er sich dabei der Nötigung oder einer anderen Art der Beeinflussung bedient hat, um die Bekehrung zu einem anderen Glauben zu erreichen.“ Abschnitt 463 (B) fügt hinzu: „Das Vergehen, andere zu einem anderen Glauben zu zwingen, wird als Ordnungswidrigkeit behandelt.“ Das kann in Bhutan mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden.
  • Christen werden durch das Gesetz oder in der Praxis dazu gezwungen, gegen ihr Gewissen zu handeln: Da der Buddhismus in jedem Aspekt des gesellschaftlichen Lebens tief verwurzelt ist, ist es für Christen praktisch unmöglich, in Bhutan zu leben, ohne gegen ihren Glauben und ihr Gewissen zu handeln. Alles ist verwoben mit buddhistischen Ritualen, Gebeten und Zeremonien.
  • Christliche zivilgesellschaftliche Organisationen oder politische Parteien werden behindert oder verboten: Keine christlichen Organisationen der Zivilgesellschaft oder politische Parteien sind erlaubt; sowohl die Regierung als auch die Gesellschaft würden jeden Versuch, sie zu gründen, blockieren.
  • Christen, Kirchen oder christliche Organisationen werden daran gehindert, öffentlich religiöse Symbole zu zeigen: Eine Kirche zu sein bedeutet in Bhutan fast ausschließlich eine Hauskirche zu sein. Als solche können Kirchen keine christlichen Symbole anbringen, die in der Öffentlichkeit gesehen werden können. Wie bereits erwähnt, treffen sich die Christen in den meisten Fällen in gemieteten Häusern, was ein zusätzlicher Grund dafür ist, dass keine religiösen Symbole angebracht werden können. Zudem hat Bhutan in seinem Baurecht Standards für den architektonischen Stil festgelegt, um Tradition und Tourismus zu schützen.

Auch in sozialen Medien wird der christliche Glaube verunglimpft. Ein langer Facebook-Post vom 25. März 2018 lautet wie folgt:

„Der christliche Glaube in Bhutan muss mit vereinten patriotischen Kräften zerquetscht werden: Externe Bedrohungen können erkannt und identifiziert werden. Anschließend ist es möglich, entsprechende Wege der Gegenwehr auf Regierungsebene auszuarbeiten. Versuche, unsere Kultur und Religion zu beschädigen, die bereits unsere Gesellschaft infiltriert haben, müssen identifiziert und über soziale Medien bekanntgemacht werden, insbesondere ihre Hochburgen und Stützpunkte für wöchentliche Treffen und ihre heiligen christlichen Tage. Das Heimat- und Kulturministerium, sowie die königliche Polizei müssen aktiv werden, sobald die Privathäuser, die für solche Treffen mit Gebeten und Gesängen wie Kirchen genutzt werden, der Regierung bekanntgemacht worden sind. Der individuelle Glaube darf laut Gesetz ausgelebt werden. Aber er darf nicht durch neue Einrichtungen wie Kirchen oder Moscheen praktiziert werden, die genutzt werden, um zu predigen, zu lehren, Gebete zu sprechen, Messen zu feiern oder Hymnen zu singen. Das war in unserer Geschichte noch nie erlaubt. Jeder Leser, der Wissen von solchen Treffen und Predigern hat, nenne in den Kommentaren bitte folgende Punkte: 1. Name des Ortes. 2. Name der Straße. 3. Hausnummer. 4. Name des Vermieters. 5. Name des Anführers / Priesters. Nennt nicht die Anhänger; diese sollten als unschuldig gelten, da sie nur hinter dem Geld her sind. Wenn wir die Haupttäter erst einmal dingfest gemacht haben, werden sie schon nach und nach zum Glauben der Väter zurückkommen. Wenn du deine Kultur und Religion liebst, werde jetzt aktiv, um das Gesetz unseres Landes zu aktivieren, damit es gegen diese illegalen Treffen und Lehren vorgeht, in welcher Ecke des Landes sie auch sein mögen. Stoppt ihr Wachstum, bevor es zu spät ist. Jetzt oder nie.“

Es gibt weitere Facebook-Gruppen wie diese und weitere Warnungen wurden im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2020 ausgegeben, was eine wachsende christenfeindliche Einstellung zeigt.

Kirchliches Leben

  • Es ist schwierig, als Kirche eine Registrierung oder einen Rechtsstatus zu bekommen: Das Thema Registrierung bleibt für Christen in Bhutan das größte Problem. Ohne offizielle Registrierung sind christliche Gemeinden faktisch illegal. Zwar erklärt die nationale Regierung, dass Christen sich treffen dürfen, ihre Versammlungen werden jedoch zum Teil von Dorfbewohnern gestört oder ihre Legalität wird auf Dorf- oder Bezirksebene infrage gestellt. Christen, die sich in religiösen Angelegenheiten mit den Behörden in Verbindung setzen, werden regelmäßig diskriminiert. Christliche Gemeinschaften, die sich bei der „Kommission für religiöse Angelegenheiten“ registrieren lassen wollen, bekommen zumeist keine Antwort. Bis heute wird keine christliche Gemeinschaft im Land offiziell anerkannt. Im Rahmen des „Allgemeinen Periodischen Überprüfungsverfahrens“ beim UN-Menschenrechtsrat im September 2019 erklärte die Regierung allerdings: „Religiöse Gruppen haben die Freiheit, ohne Registrierung zu praktizieren.“ Es ist jedoch noch zu früh, um absehen zu können, ob dies zukünftig tatsächlich zu mehr Freiheit führen wird.
  • Kirchen werden davon abgehalten, Christen buddhistischer Herkunft offen aufzunehmen: Familie und Verwandte der Konvertiten, zusammen mit der Ortsgemeinschaft und den Behörden, machen es für Konvertiten schwierig, in eine Gemeinde integriert zu werden, und dies kann nicht offen geschehen.
  • Kirchen werden daran gehindert, christliche Materialien zu importieren: Bibeln und anderes christliches Material können nicht in Bhutan produziert werden. Der Import ist nicht erlaubt, außer er geschieht in kleinen Mengen und nur für den privaten Gebrauch.
  • Es ist für Kirchen und christliche Organisationen riskant, sich gegen Verfolger auszusprechen: Die bhutanischen Bürger und die Regierung sehen es als ihre Pflicht an, die buddhistische Geschichte und Identität des Landes zu schützen, und aus ihrer Sicht lehnen Christen diese Identität bewusst ab. Daher wird es nicht akzeptiert, sich gegen Verfolgung auszusprechen.

Auftreten von Gewalt

Im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2020 wurden keine gewaltsamen Vorfälle registriert. Die Verfolgung war in Bhutan nie besonders gewalttätig, da die Behörden lieber andere, weniger sichtbare Mittel einsetzen.

7. Verfolgungssituation für Männer und Frauen

Wie Frauen Verfolgung erfahren:

  • Verweigerung des Zugangs zu christlichen Materialien
  • Beschlagnahmung von Erbschaft und Besitz
  • Zwangsscheidung
  • Vertreibung aus Wohnung/Wohnhaus
  • Sexuelle Gewalt

Bhutan wurde zeitweise als „Insel der Frauenrechte in Asien“ betrachtet, und Männer und Frauen sind gesetzlich gleichberechtigt. Doch trotz der historisch bedingten Ungleichheit der Geschlechter, die Frauen begünstigt (Bhutan ist eine matrimonische Gesellschaft), ist der Frauenanteil im demokratischen System auf Parlamentsebene und in den lokalen Regierungen relativ gering. Dieses widersprüchliche Umfeld setzt Frauen unter großen familiären Druck, ohne dass ihnen viel Unabhängigkeit außerhalb der Familienstruktur ermöglicht würde.

Christinnen, die vom Buddhismus zum christlichen Glauben konvertieren, sind dem größten Risiko der Verfolgung ausgesetzt, typischerweise durch Enteignung und Enterbung durch ihre Familien oder durch Scheidung durch ihre Ehemänner. Eine Scheidung ist in Bhutan relativ einfach zu bewerkstelligen, was die Angst der weiblichen Konvertiten vor dem Verlassenwerden durch die Ehemänner verstärkt. Christinnen, die mit Nichtchristen verheiratet sind, stehen zudem gesellschaftlich unter dem Druck, trotz häuslicher Gewalt bei ihren Männern zu bleiben. Außerdem werden Christinnen, wenn sie mit einem Nichtchristen verheiratet sind und sich nicht von ihrem Glauben distanzieren wollen, oft von ihrem Ehemann bzw. der Familie ihres Mannes unter Druck gesetzt, ihren Glauben zu verlassen, um die Schande einer Scheidung zu vermeiden.

Wie Männer Verfolgung erfahren:

  • Verweigerung der Staatsbürgerschaft
  • Beschlagnahmung von Erbschaft und Besitz
  • Wirtschaftliche Schikane im Berufs-/Geschäftsleben
  • Vertreibung aus Wohnung/Wohnhaus
  • Körperliche Gewalt

Obwohl Männer und Frauen gesetzlich gleichberechtigt sind, wird in der traditionell matriarchalischen Gesellschaft in der Praxis immer noch die weibliche Linie bevorzugt für Erbschaften und Landbesitz genutzt. In diesem Zusammenhang erleben christliche Männer und Jungen oft Verfolgung durch die Familie, indem sie von ihrer Familie verstoßen und enterbt werden. Andere berichten, dass sie aus der durch Volkszählung ermittelten Einwohnerliste entfernt wurden.

Wenn männliche Christen ihre Arbeit verlieren oder von der traditionellen Landwirtschaft ausgeschlossen werden, ist die gesamte Familie von dem wirtschaftlichen Verlust betroffen.

8. Verfolgung anderer religiöser Gruppen

Neben der christlichen Gemeinschaft wird auch die kleine muslimische Minderheit nicht anerkannt und es gibt keine offiziellen Moscheen in Bhutan. Muslime stehen vor ähnlichen Problemen wie die Christen im Land. Hindus, die der nepalesischen Ethnie angehören, genießen eine gewisse Form der Anerkennung, werden aber als Bürger zweiter Klasse behandelt und daher auch diskriminiert.

9. Der Ausblick für Christen

Religiös motivierter Nationalismus

In einer Situation, in der Bhutan seinen einzigartigen Platz in der Region beweisen muss, wird das Land dies sehr wahrscheinlich dadurch tun, dass es sich auf sein außergewöhnliches religiöses und kulturelles Erbe beruft. Dies gilt auch für die neue Regierung (gewählt im Oktober 2018). Was die Bürgerrechte betrifft, so deutet die Verurteilung eines Journalisten im August 2018 nicht auf eine offenere Politik hin. Ob die Erklärung der Regierung in Genf im September 2019 bezüglich der Registrierung religiöser Organisationen (siehe „Kirchliches Leben“) eine politisch-strategische Äußerung war oder ob sie tatsächlich eine Veränderung vor Ort darstellt, bleibt abzuwarten.

10. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Bhutan:

  • Beten Sie für die Christen, die gegen das Anti-Konversions-Gesetz verstoßen, indem sie den Buddhismus verlassen.
  • Beten Sie, dass die Anstrengungen, Christen in Bhutan zu verfolgen, diese letztendlich stärken und näher zusammenrücken lassen.
  • Der Buddhismus ist seit Jahrhunderten das spirituelle Erbe Bhutans, wie auch in der Verfassung verankert. Durch bürokratische Mittel werden Christen abgelehnt und verfolgt. Bitte beten Sie, dass die Christen durch die Kraft des Heiligen Geistes das Böse mit Gutem überwinden.
  • Bitte beten Sie für christliche Konvertiten, die von ihrer Familie, ihren Freunden und Nachbarn stark unter Druck gesetzt werden, ihren Glauben aufzugeben. Beten Sie, dass sie im Angesicht der Verfolgung gestärkt werden. Bitte beten Sie, dass Jesus die Herzen der Menschen in ihrem Umfeld berührt, sodass diese sich für das Evangelium öffnen.
  • Beten Sie für die Regierung, dass sie ihren Worten beim UN-Menschenrechtsrat nun auch Taten folgen lässt und dass christliche Gemeinden in Zukunft auch ohne Registrierung legal arbeiten und sich treffen können.

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