Länderprofil Bangladesch

Bangladesch

29
Weltverfolgungsindex
2022
Flagge Bangladesch
Hauptreligion
Islam
Offizielle Staatsform
Parlamentarische Republik
Platz Vorjahr
31
Karte Bangladesch
Christen
1,10
Bevölkerung
171.50
Diktatorische paranoia
Religiös motivierter Nationalismus
Privatleben: 11.800
Familienleben: 10.700
Gesellschaftliches Leben: 12.900
Leben im Staat: 11.300
Kirchliches Leben: 10.200
Auftreten von Gewalt: 11.300

Länderprofil Bangladesch

Position auf dem Weltverfolgungsindex

Platz 29 / 68 Punkte (WVI 2021: Platz 31 / 67 Punkte)

Berichtszeitraum: 1. Oktober 2020 – 30. September 2021

Überblick

Christliche Konvertiten muslimischer, hinduistischer, buddhistischer oder ethnischer Herkunft erleiden in Bangladesch die schwersten Einschränkungen, Diskriminierungen und Angriffe. Sie versammeln sich aus Angst vor Übergriffen oft nur in kleinen Hausgemeinden oder in geheimen Gruppen. Evangelistisch tätige Gemeinden – darunter viele Pfingstgemeinden –, die unter der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung aktiv sind, erleben Verfolgung. Aber auch traditionelle Kirchen, wie die Römisch-Katholische Kirche, sind zunehmend mit Angriffen und Morddrohungen konfrontiert. Christen aus indigenen Volksgruppen wie den Santal sind doppelt verwundbar, da sie sowohl zu einer ethnischen als auch zu einer religiösen Minderheit gehören. Sie leiden unter Landraub und Gewalt. Auch Christen unter den mehrheitlich muslimischen Rohingya, die aus Myanmar nach Bangladesch geflohen sind, sind Schikanen und starkem Druck seitens ihrer Gemeinschaft ausgesetzt.

Länderprofil als PDF

Das folgende Länderprofil ist ein übersetzter Auszug aus dem Country Dossier von World Watch Research, der Forschungsabteilung von Open Doors. Das vollständige Dossier auf Englisch sowie das gekürzte Länderprofil auf Deutsch (beides als PDF) finden Sie hier zum Download.

Country Dossier als PDF

Länderprofil als PDF

1. Hintergrund

Die Beziehungen zwischen christlichen Kirchen und Gemeinden und der Regierung sind bislang immer gut gewesen. In den letzten Jahren haben jedoch Gewaltbereitschaft und Militanz unter den islamisch-extremistischen Gruppierungen zugenommen. Obwohl die Regierung eingeschritten ist, um die Gewalt einzudämmen und zu beenden, werden Menschenrechtsaktivisten und Angehörige religiöser Minderheiten immer noch angegriffen und teilweise ermordet.

In Bangladesch leben über 150 Millionen Muslime, überwiegend Sunniten. Bis vor Kurzem gelang es Bangladesch, die Art von Extremismus im Land zu vermeiden, die andere Teile der Welt und Südasiens belastet hat. Es gibt jedoch eindeutige Anzeichen dafür, dass sich diese Situation ändert. Etwas mehr als neun Prozent der Bevölkerung sind Hindus, und sie leiden unter Angriffen extremistischer Muslime. Christen sind eine verschwindend kleine Minderheit. Sie werden ausgegrenzt und sind, wenn sie ethnischen Minderheiten angehören, aufgrund ihrer Stellung doppelt verwundbar. Christliche Konvertiten geraten schnell unter Druck, entweder von islamisch-extremistischen Gruppen oder der islamischen Kultur, die sie umgibt. Sie sind stark von Gewalt betroffen. Die christlichen Kirchen wie auch alle anderen Minderheitsreligionen halten sich möglichst aus der Politik heraus, obwohl sie einen wachsenden islamischen Konservatismus und eine Radikalisierung im Land feststellen.

Nach der raschen Machtübernahme der Taliban in Afghanistan im August 2021 wurden die sozialen Medien in Bangladesch von Beifallsbekundungen geradezu überschwemmt. Die nachfolgenden Beispiele sind nur zwei von tausenden ähnlichen Reaktionen, in denen islamische Fundamentalisten behaupten, der Islam habe nun endlich gewonnen:

„Geht voran (Taliban), die künftige Welt wartet darauf, dass ihr sie anführt!“
„Ich bin so froh, dass ich den Sieg des Islam sehen darf, bevor ich sterbe. Nie zuvor in meinem ganzen Leben war ich so glücklich!“

Weltanschauungen

Anhänger

%

Christen

1.103.000

0,6

Muslime

152.631.392

89,0

Hindus

15.586.986

9,1

Buddhisten

1.246.639

0,7

2. Gibt es regionale Unterschiede?

Die nördliche Region Bangladeschs mit den Chittagong Hill Tracts und ihren vielen ethnischen Minderheiten ist ein oft übersehener Schauplatz von Rechtsverstößen gegen Christen, sowohl durch die muslimische Mehrheit als auch durch die buddhistische Minderheit. In den letzten fünf Jahren entwickelte sich ein weiterer Hotspot, als Bangladesch mehr als 700.000 muslimische Geflüchtete aus dem benachbarten Myanmar aufnahm – die meisten von ihnen im Distrikt Cox’s Bazar, an der südöstlichen Spitze von Bangladesch. Das Land hat selbst mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft Mühe, die Geflüchteten zu versorgen, und die Rückführungsbemühungen sind immer wieder ins Stocken geraten. Je länger die Geflüchteten in den Lagern bleiben müssen, umso höher ist das Risiko, dass sich einige von ihnen islamistisch radikalisieren und damit auch Bangladesch in Mitleidenschaft ziehen. Da allerdings die Junta in Myanmar die verbliebene Minderheit der Rohingya im Rakhaing-Staat weiterhin unterdrückt, ist es für die Geflüchteten in Bangladesch unmöglich, zurückzukehren. In den Flüchtlingslagern lebt inzwischen auch eine winzige Minderheit christlicher Konvertiten der Rohingya. Sie stehen unter zunehmendem Druck, haben aber keine Möglichkeit, zu entkommen.

3. Was sind die stärksten Triebkräfte der Verfolgung?

Diktatorische Paranoia – vermischt mit islamischer Unterdrückung

Die Politik in Bangladesch wird zunehmend von der Feindschaft zwischen der „Awami-Liga“ und der „Bangladesh Nationalist Party“ (BNP) beherrscht. Beide Parteien geben islamischen Gruppierungen nach, um so mehr Stimmen zu erhalten. Eigentlich wird Christen und anderen religiösen Minderheiten in Bangladesch mehr Freiheit gewährt als in vielen anderen muslimisch geprägten Ländern. Gleichzeitig führen die zunehmende politische Instabilität und die Gewalt dazu, dass Christen sich in der bangladeschischen Gesellschaft in einer Situation der Schutzlosigkeit wiederfinden und oftmals zum Sündenbock gemacht werden. Besonders beunruhigend ist, dass die Oppositionspartei bekanntermaßen Verbindungen zu islamisch-extremistischen Gruppierungen unterhält, die in der Vergangenheit durch politisch motivierte Gewalttaten auffällig geworden sind. Die Ankunft hunderttausender Rohingya-Geflüchteter aus Myanmar hat zusätzlich zu wirtschaftlichen und politischen Spannungen geführt. Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundene wirtschaftliche Situation hat ebenfalls die Triebkraft der diktatorischen Paranoia verstärkt.

Religiös motivierter Nationalismus – buddhistisch und hinduistisch, vermischt mit ethnisch-religiöser Feindseligkeit und Unterdrückung durch den Clan oder Stamm

In Bangladesch gibt es fast doppelt so viele Buddhisten und mehr als zehnmal so viele Hindus wie Christen. Buddhisten sind vor allem unter den indigenen Volksgruppen zu finden, die in Chittagong und den Chittagong Hill Tracts an der Grenze zu Indien und Myanmar leben. Unter diesen Volksgruppen ist das Stammesvolk der Chakma am bekanntesten. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Chakma dem christlichen Glauben zugewandt. Aus diesem Grund haben buddhistische Leiter und Stammesführer begonnen, verstärkt Druck auf diese neuen Christen aufzubauen, welcher nicht nur von deren Familien, Freunden und der Dorfgemeinschaft ausgeübt wird, sondern auch von extremistischen Buddhisten – letztere mit dem Ziel, örtliche buddhistische und indigene Gruppen im Widerstand gegen den christlichen Glauben zu stärken. In mehrheitlich hinduistischen Ortschaften setzen Vorsteher und Familien christliche Konvertiten, die sich dem Hinduismus abgewandt haben, unter Druck, zu ihrer alten Religion zurückzukehren.

Eine vollständige Übersicht aller im Land wirksamen Triebkräfte finden Sie im ungekürzten, englischen Länderprofil.

4. Welche Christen sind von Verfolgung betroffen?

Ausländische Christen und Arbeitsmigranten

Zu dieser Gruppe gehören Botschaftsangehörige und ausländische Arbeiter der wichtigen Textilbranche. Sie werden beobachtet und mitunter von militanten Islamisten bedroht.

Christen aus traditionellen Kirchen

Zu dieser Gruppe gehören Christen der Römisch-Katholischen Kirche und der Anglikanischen Kirche von Bangladesch. Sie werden häufig bedroht und beobachtet.

Christen anderer religiöser Herkunft (Konvertiten)

Konvertiten haben einen muslimischen, hinduistischen, buddhistischen oder indigenen Hintergrund. Sie sind der stärksten Verfolgung ausgesetzt, nicht zuletzt durch ihre eigenen Familien und ihr soziales Umfeld. Sie versammeln sich oft heimlich in Gruppen.

Christen aus protestantischen Freikirchen

Hierbei handelt es sich um Christen baptistischer und pfingstkirchlicher Gemeinschaften, die sich hauptsächlich in Hauskirchen zum Gottesdienst versammeln. Sie werden häufig bedroht und zuweilen gewaltsam angegriffen.

5. Wie erfahren Christen Druck und Gewalt?

Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben 11.8
Familienleben 10.7
Gesellschaftliches Leben 12.9
Leben im Staat 11.3
Kirchliches Leben 10.2
Auftreten von Gewalt 11.3

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die Platzierung auf dem Weltverfolgungsindex. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Privatleben

Für Christen in Bangladesch kann es schwierig sein, den Glauben im privaten Raum auszuüben. Konvertiten leben in Angst und ziehen es vor, ihren Glaubenswechsel vor der Familie geheim zu halten. Wer sich entschließt, seinen Glauben doch zu offenbaren, wird meist belästigt und schikaniert sowie oftmals bedroht. Unter diesen Rahmenbedingungen, geprägt vom familiären Druck und der Überwachung durch das soziale Umfeld, kann es riskant sein, sich mit anderen Christen zu treffen.

Familienleben

Kinder gemäß dem eigenen Glauben zu erziehen, kann für Christen herausfordernd sein. Christliche Feiern werden vielfach gewaltsam von Mobs gestört. Kinder, die in Bangladesch zur Schule gehen, stehen einem Bildungswesen gegenüber, das stark von der Islamkunde geprägt ist – es räumt solchen Schülern mehr Möglichkeiten ein, die am Islamunterricht teilnehmen, und diskriminiert jene, die dies nicht tun. Dies ist vor allem ein Problem für Eltern, die christliche Konvertiten sind. Wenn Kinder gezwungen werden, den Islamunterricht zu besuchen und islamische Lehrbücher zu verwenden, dann greift dies in die Rechte der Eltern ein, die Kinder gemäß ihrem Glauben zu erziehen.

Gesellschaftliches Leben

Angesichts ihrer kleinen Zahl in Bangladesch sind Christen in Bezug auf ihre soziale und wirtschaftliche Sicherheit ihrem Umfeld oft ausgeliefert. Der Druck islamischer Extremisten kann breite Kreise ihres Umfeldes dazu bewegen, sich feindselig gegenüber Christen zu verhalten und zu versuchen, sie von ihrem Glauben abzubringen. Islamisch-extremistische Gruppen nehmen bedürftige Familien ins Visier und drängen sie zu konvertieren, indem sie ihnen Geld, Lebensmittel oder Bildung für ihre Kinder anbieten. Außerdem sind Massenausschreitungen, bei denen Gruppen von Konvertiten bedroht werden, in den letzten Jahren häufiger geworden. Offiziell besagt Artikel 28 (1) der Verfassung von Bangladesch aus dem Jahr 1972: „Der Staat darf keinen Bürger aus Gründen der Religion, der Rasse, der Kaste, des Geschlechts oder des Geburtsortes diskriminieren.“ Artikel 29 gewährleistet zudem die Chancengleichheit im öffentlichen Dienst. Faktisch ist jedoch die Diskriminierung von Minderheiten und insbesondere von Christen sowohl in sozialer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht weit verbreitet.

Leben im Staat

Artikel 41(1)(a) der Verfassung von Bangladesch schützt das Grundrecht des Bürgers, seine Religion frei zu bekennen, zu praktizieren und zu verbreiten. Aus rechtlicher Sicht scheint der Prozess des Glaubenswechsels sehr einfach: Das Gesetz fordert, dass ein Konvertit zu einem Anwalt geht und ein handschriftlich unterschriebenes Dokument vorlegt, das besagt, dass er oder sie die Religion aus persönlichen Gründen, ohne Druck und aus freiem Willen gewechselt hat. Für jeden Christen, Buddhisten oder Hindu, der Muslim werden möchte, ist dies nicht viel mehr als eine Formalität. Im Gegensatz dazu ist es für einen Muslim, der Christ werden will, normal, dem Druck des Anwalts ausgesetzt zu sein, der sich manchmal sogar (rechtswidrig) weigert, den Glaubenswechsel zu erfassen. Da der Islam die Staatsreligion und die Religion der überwiegenden Mehrheit ist, sehen sich ehemalige Muslime, die den christlichen Glauben annehmen, zusätzlich zu solchen rechtlichen Fragen einem starken gesellschaftlichen und familiären Druck ausgesetzt.

Kirchliches Leben

Die in den letzten Jahren zunehmende Feindseligkeit gegenüber Christen hat dazu geführt, dass der Aufbau und die Erhaltung eines lebendigen Gemeindelebens zu einer mühsamen Aufgabe geworden sind. Zahlreiche islamisch-extremistische Gruppen überwachen christliche Gemeinden, sie belästigen diejenigen, die sie der Missionierung verdächtigen, und drohen, ihnen Gewalt anzutun. Konvertiten muslimischer Herkunft sind außerdem in hohem Maß der Kontrolle durch ihre Familien wie auch durch Behörden ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund scheuen sich viele Gemeindeleiter, Konvertiten muslimischer Herkunft zu taufen, weil sie gewaltsame Racheakte befürchten.

Beispiele für Auftreten von Gewalt

  • Eine 23-jährige Katholikin fiel einer Gruppenvergewaltigung zum Opfer und wurde danach brutal ermordet.
  • Am 20. Dezember 2020 wurde ein fünfjähriger Junge von einem Verwandten durch Gift ermordet, um zu verhindern, dass er als Christ erzogen wird, und dass ihm das Familienerbe zufällt.

6. Entwicklung in den letzten 5 Jahren

Jahr

Platzierung

Punktzahl

2022

29

68,04

2021

31

66,69

2020

38

62,98

2019

48

57,73

2018

41

57,68

Im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2022 gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 1,3 Punkte. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Dieser Anstieg geht auf ein Anwachsen aller Formen von Gewalt zurück, aber auch auf eine geringfügig höhere Punktzahl in den Bereichen Privatleben und Familienleben. Für Familien von christlichen Konvertiten war es einfacher, diese zu beobachten und einzuschränken, weil sie aufgrund der Pandemie ihr Haus nicht verlassen durften. Christen sind weiterhin mit Diskriminierung, Benachteiligung und Gewalt konfrontiert.

7. Sind Frauen und Männer unterschiedlich von Verfolgung betroffen?

Frauen: Bangladesch ist kulturell gesehen eine patriarchalisch geprägte Klassengesellschaft, in der das Leben als Frau nach wie vor schwierig ist. Insbesondere Christinnen mit muslimischem Hintergrund werden durch die Familie und das soziale Umfeld verfolgt, denn die Abkehr vom Islam wird als Verrat an der Kultur und Religion betrachtet. Frauen sind in hohem Maße von den männlichen Familienangehörigen abhängig, und sexuelle Übergriffe, Vergewaltigungen und Zwangsehen sind an der Tagesordnung; einige Christinnen erfahren körperlichen und seelischen Missbrauch. Entführung und Zwangsheirat sind eine konkrete Bedrohung für alle christlichen Frauen und Mädchen, einschließlich Christinnen in Flüchtlingslagern. Viele Mädchen bleiben verschwunden und die Mittel der Strafverfolgung haben sich in dieser Hinsicht als unzureichend erwiesen.

Männer: Die patriarchalische Kultur in Bangladesch führt oftmals dazu, dass zuerst die Männer einer Familie sich dem christlichen Glauben zuwenden, und da sie als Familienoberhäupter gelten, richtet sich auch Verfolgung zuerst gegen sie. Sie werden meist verprügelt und bedroht, verleumdet und inhaftiert. Der Druck vonseiten des sozialen Umfelds und der örtlichen muslimischen Anführer hat Männer dazu veranlasst, ihr Zuhause zu verlassen und zu fliehen. Da die Männer die Haupteinkommensbezieher sind, wirkt es sich auf die ganze Familie aus, wenn sie wegen ihres Glaubens ihre Arbeit verlieren oder inhaftiert werden. Derartige wirtschaftliche Notlagen haben sich durch die Covid-19-Pandemie noch verstärkt.

8. Verfolgung anderer religiöser Gruppen

Der Bericht zur internationalen Religionsfreiheit 2020 des US-Außenministeriums stellt fest:

„Angehörige religiöser Minderheiten, einschließlich Hindus, Buddhisten und Christen, die manchmal auch zu ethnischen Minderheiten gehörten, gaben an, dass die Regierung nach wie vor unzureichend in der Lage sei, Zwangsräumungen und Landbeschlagnahmungen im Zusammenhang mit Landstreitigkeiten zu verhindern.“

Alle religiösen Minderheiten sind von Diskriminierung und Gewalt bedroht, einschließlich islamischer Minderheiten wie Schiiten und Ahmadiyya, ebenso wie hinduistische und buddhistische Minderheiten. Es wurden – bisher noch ungehörte – Forderungen laut, die Ahmadiyya-Minderheit zu Nichtmuslimen zu erklären. Die gesellschaftliche Feindseligkeit gegen Ahmadiyya ist weit verbreitet. Im Juli 2020 gruben extremistische Muslime die Leiche eines drei Tage alten Mädchens aus, das auf einem Friedhof in der Stadt Brahmanbaria im Osten des Landes beerdigt worden war – weil sie der Ahmadiyya-Minderheit angehörte und damit keine Sunnitin war. Nach den sunnitischen Muslimen sind Hindus die zweitgrößte religiöse Gruppe im Land. Hindus sind Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt; einige Frauen und Mädchen wurden gezwungen, zum Islam zu konvertieren.

9. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Bangladesch:

  • Dass Christen aus Bangladesch Wege finden, sich zu treffen, gemeinsam Gott anzubeten und einander in der Gemeinschaft zu ermutigen.
  • Dass es keine Angriffe mehr auf Kirchen gibt und sie Orte sind, wo Christen in Sicherheit Gottesdienst feiern.
  • Um Weisheit für die lokalen Partner von Open Doors, die verfolgte Christen unterstützen, und für Energie und Kreativität bei der Ausübung ihrer Arbeit.

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