Länderprofil Pakistan

Pakistan

5
Weltverfolgungsindex
2019
Flagge Pakistan
Hauptreligion
Islam
Offizielle Staatsform
Islamische Republik
Platz Vorjahr
5
ISO
PK
Karte Pakistan
Christen
3,98
Bevölkerung
200.81
Islamische Unterdrückung
Organisiertes Verbrechen und Korruption
Privatleben: 14.300
Familienleben: 14.100
Gesellschaftliches Leben: 13.900
Leben im Staat: 15.000
Kirchliches Leben: 13.200
Auftreten von Gewalt: 16.700

Länderprofil Pakistan

Berichtszeitraum: 1. November 2017 – 31. Oktober 2018

Zusammenfassung

Position auf dem Weltverfolgungsindex

Platz 5 / 87 Punkte (WVI 2018: Platz 5 / 86 Punkte)

Welche Triebkräfte sind für die Verfolgung verantwortlich?

Islamische Unterdrückung: Pakistan leidet unter einer Vielzahl extremistischer islamischer Gruppierungen und einer sich verstärkt islamisierenden Gesellschaft. Den Christen wohlgesinnte Politiker, Richter und religiöse Leiter, die Änderungen an den berüchtigten Blasphemiegesetzen in Betracht ziehen, werden öffentlich von denen bedroht, die eine extremistische, auf dem Wahhabismus beruhende Ausrichtung haben.

Organisiertes Verbrechen und Korruption: Korruption zieht sich in Pakistan durch alle Ebenen der Behörden und der Armee, die auch stark an der Wirtschaft des Landes beteiligt ist.

Von wem geht die Verfolgung aus?

In Pakistan existieren extremistische islamische Gruppierungen nicht nur im Hintergrund, sondern erhalten mehr und mehr Einfluss auf das öffentliche Leben. Das liegt daran, dass einige von ihnen von politischen Parteien, dem Militär und der Regierung umworben werden. Besonders die Armee folgt weiterhin einer Politik, bei der sie zwischen „guten“ und „bösen“ Taliban unterscheidet. Dieser Strategie hat sich die Regierung weitestgehend angeschlossen. Bis sich dies ändert, werden extremistische Gruppierungen weiterhin tausende Medressen (Koranschulen) unterhalten, von denen niemand weiß, was genau gelehrt und mit wessen Geldern sie finanziert werden. Außerdem werden sie weiterhin die Bürger des Landes (insbesondere die Jugend) überall im Land dazu aufhetzen, gegen religiöse Minderheiten wie Christen vorzugehen. Christen mit muslimischem Hintergrund sehen sich ebenfalls dieser Feindseligkeit ausgesetzt; die größte Gefahr für sie kommt jedoch von ihren eigenen Familien, da der Abfall vom Islam als eine große Schande für Familie und Umfeld angesehen wird.

Wie äußert sich die Verfolgung?

Traditionelle Kirchen besitzen relativ große Freiheit, Gottesdienste zu feiern. Sie werden jedoch stark überwacht und werden regelmäßig Ziel von Bombenanschlägen, wie der Anschlag in Quetta am 17. Dezember 2017 erneut zeigte. Kirchengemeinden, die sich aktiver nach außen engagieren, sowie Mitarbeiter in der Jugendarbeit sind stärkerer Verfolgung vonseiten der Gesellschaft ausgesetzt. Alle Christen leiden unter institutioneller Diskriminierung. Dies wird dadurch sichtbar, dass häufig Berufe, die als niedrig, schmutzig und abwertend betrachtet werden, offiziell Christen vorbehalten sind. Viele Christen sind arm und etliche in Schuldknechtschaft gefangen. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Christen, die der Mittelschicht angehören – dies schützt sie jedoch nicht davor, marginalisiert oder verfolgt zu werden. Die berüchtigten Blasphemiegesetze Pakistans zielen insbesondere auf religiöse Minderheiten (auch muslimische Minderheiten) ab; am stärksten wirken sie sich auf die christliche Minderheit aus. Davon sind nicht nur Christen der ärmeren Schichten betroffen.

Beispiele aus dem aktuellen Berichtszeitraum

  • Am 17. Dezember 2017 wurde ein Selbstmordattentat auf die Bethel Memorial Methodist Church in Quetta verübt. Dabei starben elf Christen, viele weitere wurden verwundet.
  • Christen werden weiterhin wegen Blasphemie-Anschuldigungen getötet; teilweise ist ihr Tod aber auch auf Vernachlässigung aufgrund ihres Status als Verachtete zurückzuführen. Letzteres zeigte sich etwa in der Art und Weise, wie zwei christliche Arbeiter der Abfallbeseitigung in Abwasseranlagen in Bahawalnagar, Punjab am 23. Mai 2018 zu Tode kamen. Ein weiterer war bereits im Januar 2018 gestorben.

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1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Pakistan ist weiterhin eines der Länder, in denen es Christen am schwersten haben. Dies wird durch die unverändert sehr hohen und extrem hohen Werte für den Druck auf Christen in den einzelnen Lebensbereichen bestätigt. Der Wert für „Auftreten von Gewalt“ ist zudem auf dem maximalen Level geblieben. Nur wenige Länder haben jemals diesen Maximalwert für Gewalt beim Weltverfolgungsindex (WVI) erreicht. Der tödliche Anschlag auf eine Kirche im Dezember 2017 war eine düstere Erinnerung daran, wie viel Gewalt Christen und andere religiöse Minderheiten ausgesetzt sind. Die berüchtigten Blasphemiegesetze des Landes fordern weiter ihre Opfer. Am letzten Tag des Berichtszeitraums für den WVI 2019 (31. Oktober 2018) entschied das Höchste Gericht Pakistans in einem mutigen Schritt, die Christin Asia Bibi freizusprechen, nachdem sie mehr als acht Jahre auf die Vollstreckung der Todesstrafe gewartet hatte, zu der sie wegen angeblicher Blasphemie verurteilt worden war. Als Folge davon brachten extremistische islamische Gruppen das öffentliche Leben im Land zu einem vollkommenen Stillstand. Als dieser Bericht Anfang Dezember 2018 verfasst wurde, befand sich Asia Bibi in Schutzhaft an einem nicht bekannten Ort in Pakistan. Die Regierung hielt sie zu diesem Zeitpunkt dort fest. Trotz Freispruchs war es ihr nicht möglich, das Land zu verlassen.

2. Triebkräfte der Verfolgung

Islamische Unterdrückung

Die Gesellschaft Pakistans islamisiert sich zunehmend und das Land leidet unter der Vielzahl islamisch-extremistischer Gruppen. Im aktuellen Berichtszeitraum nannte ein hinzugezogener Experte Open Doors 65 verschiedene islamistische Gruppierungen von unterschiedlicher Macht, Größe und mit unterschiedlichem Einfluss. Tehreek-e-Labbaik (TLP) ist die jüngste Gruppe davon, von dieser Gruppe wird im Weiteren noch die Rede sein. Die christliche Gemeinschaft fühlt sich sowohl durch diese Gruppierungen als auch durch die islamische Kultur bedrängt. Es gibt Politiker, Richter und religiöse Leiter, die eine Änderung der berüchtigten Blasphemiegesetze in Erwägung ziehen oder sich sogar politisch dafür einsetzen. Jeder, der solche Versuche startet, wird jedoch öffentlich von denen bedroht, die eine extremistische, auf dem Wahhabismus beruhende Ausrichtung haben. Diese identifizieren sich stark mit den Unterstützern des „Islamischen Staates“ (IS) und der Taliban und wollen ein Kalifat errichten, in dem „Ungläubige“ gemäß ihrer Ideologie behandelt werden. Die stärker werdende Präsenz militanter Gruppen, die ausdrücklich Christen zum Angriffsziel erklärt haben, verschlimmert die Situation für Christen in der Region. Trotz einer stärkeren Bekämpfung einiger Gruppen durch das Militär blühen extremistische Gruppierungen auf und werden von verschiedenen politischen Lagern zu Verbündeten gemacht. Ihre Fähigkeit, hunderttausende, meist junge Menschen zu mobilisieren und auf die Straße zu bringen, ist ein politisches Werkzeug, mit dem sich politische Ziele kraftvoll durchsetzen lassen. Eine der einflussreichsten Gruppen in dieser Hinsicht ist die TLP. Diese Gruppierung war es, die das öffentliche Leben im Land unmittelbar nach dem Freispruch für Asia Bibi zum Stillstand brachte.

Verbotene extremistische Gruppierungen lösen sich zudem nicht einfach in Luft auf. In den meisten Fällen benennen sie sich um, gründen Wohltätigkeitsorganisationen oder beschränken sich auf Onlineaktivitäten. Eine andere Taktik ist, sich für anstehende Wahlen anderen extremistischen Parteien anzuschließen. Diese Gruppierungen umwerben die Bevölkerung mit sozialen Leistungen und versuchen, jungen Menschen die Perspektive zu geben, an der es in Pakistan so sehr fehlt. Der Großteil der Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre, fast ein Drittel ist noch nicht 14 Jahre alt. Der Staat sieht sich hier der großen Aufgabe gegenüber, dieser jungen Generation eine Perspektive für die Zukunft aufzuzeigen. Während die Lebenserwartung mit 68,1 Jahren nicht sehr hoch ist, steht die Fruchtbarkeitsrate bei 2,62. Auch wenn sich diese Zahlen langsam verändern, zeigen sie große gesellschaftliche Herausforderungen auf. Wenn die Fruchtbarkeitsrate weiterhin so hoch bleibt, wird Pakistan bis etwa 2030 das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt sein und Indonesien ablösen. Diese gesellschaftlichen Strukturen führen dazu, dass jedes Jahr eine große Anzahl junger Menschen die Schule voller Träume für ihre Zukunft verlässt. Da das Land jedoch nicht einmal allen gut ausgebildeten jungen Menschen die Hoffnung auf einen Arbeitsplatz bieten kann, sind soziale Unruhen absehbar. Dies spielt wiederum den extremistischen islamischen Gruppen in die Hände, die den Jugendlichen ein Gefühl von Wertschätzung vermitteln, das sie so noch nie hatten.

Organisiertes Verbrechen und Korruption

Korruption zieht sich in Pakistan durch alle Ebenen der Behörden und der Armee. Die Armee ist eng mit der Wirtschaft des Landes verflochten und tritt in vielen Wirtschaftsbereichen als starker Wettbewerber auf. Sie genießt dabei unlautere Vorteile, wie ein populärer Scherz verdeutlicht: „Jedes Land hat eine Armee, aber hier hat eine Armee ein Land.“ Es ist schwer, an detaillierte Daten zu gelangen, doch Schätzungen zufolge verfügt das Militär über ein Vermögen von etwa zehn Milliarden US-Dollar. Dazu kommen etwa fünf Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche. Die Absetzung von Präsident Nawaz Sharif und seine Verurteilung zu zehn Jahren Haft durch eine Entscheidung des obersten Gerichtshofs aufgrund von Korruption, die durch die Panama-Papiere aufgedeckt wurde, zeigt, dass die Korruption jedoch keinesfalls auf das Militär beschränkt ist.

Unter dem organisierten Verbrechen leiden insbesondere auch Christen, da viele von ihnen arm und schutzlos sind. Dies kommt besonders bei Blasphemiefällen zum Tragen, wie sich erneut im März 2018 gezeigt hat, als 20 Verdächtige im Mordfall an einem christlichen Ehepaar freigesprochen wurden. Das Paar war am 4. November 2014 wegen angeblicher Blasphemie ermordet und in einem Ziegelofen verbrannt worden. Schuldknechtschaft ist eine alte Form der Sklaverei und in einigen Teilen Pakistans weitverbreitet, insbesondere in den ländlichen Gegenden. Arbeiter in dieser Lage sind völlig der Willkür des Arbeitgebers ausgeliefert. Da sie wegen horrender Zinsen ihre Schulden nicht zurückzahlen können, gibt es für sie keinen Ausweg. Sie können nicht gerichtlich gegen die Situation vorgehen und bleiben so ohne Schutz oder Hoffnung auf Veränderung.

Ethnisch begründete Anfeindungen

Pakistan leidet unter der ethnischen Zersplitterung nicht nur der Gesellschaft, sondern auch der Verwaltung des Landes. So werden beispielsweise die Provinz Belutschistan und die Region Sindh traditionell als außerhalb der Reichweite staatlichen Einflusses gesehen. Als Feudalherren herrschende Landbesitzer unterhalten in den ländlichen Regionen von Sindh und Punjab eigene Milizen, Gerichte und Gefängnisse. Korruption ist überall zu finden. All das hat auch Auswirkungen auf die schutzlose christliche Minderheit. Die Rechtsprechung in den föderal verwalteten Stammesgebieten (FATA) ist eingeschränkt und ungerecht. Diese an Afghanistan grenzende Spannungsregion wird noch immer nach dem aus der Kolonialzeit stammenden „Gesetz zu Verbrechen in Grenzgebieten“ von 1901 regiert, welches Polizei und Gerichte aushebelt und die Entfremdung der dort ansässigen Menschen verstärkt. Pakistans Verfassung scheint dort faktisch außer Kraft zu sein. Im aktuellen Berichtszeitraum hat die Regierung jedoch entschieden, die FATA mit der angrenzenden Provinz Khyber Pakhtunkhwa zu vereinen. Da diese Entscheidung erst im Juni 2018 getroffen wurde, ist es noch zu früh, um zu sagen, ob dies nur ein weiterer wirkungsloser Versuch der Regierung war, einen Zugriff auf diese Region zu bekommen. Es ist jedoch bereits klar, dass sie aufgrund von Druck aus der Öffentlichkeit geschehen ist und großen Herausforderungen gegenübersteht.

Diktatorische Paranoia

Die Politik in Pakistan hat schon immer aus einer Mischung aus „Islamischer Unterdrückung“ und „Diktatorischer Paranoia“ bestanden. Jede Regierung musste mit einer Opposition, extremistischen Gruppierungen, einer starken, unabhängigen Armee und Korruptionsvorwürfen kämpfen. In der Folge tut sie alles, was ihr möglich ist, um an der Macht zu bleiben, besonders, da Politik in Pakistan auch Familienpolitik bedeutet: Die Partei PML-N wird von der Familie Sharif geführt (das N im Namen der Partei steht für den ehemaligen Premierminister Nawaz Sharif), die PPP von der Familie Bhutto. Nachdem Premierminister Nawaz Sharif aufgrund der Korruptionsvorwürfe zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde, stellte sich sein Bruder als Kandidat zur Verfügung, um seine Rolle zu übernehmen. Nawaz Sharif und seine Tochter wurden nur zwölf Tage vor den Wahlen verhaftet. Imran Khan, der Vorsitzende der Pakistan Tehreek-e-Insaf (PTI), der mit keiner der großen Familien verbunden ist, hatte eine Klage gegen den damaligen Premierminister Sharif eingereicht, da durch die zugespielten Panama-Papiere Unregelmäßigkeiten in den privaten finanziellen Angelegenheiten des Premierministers öffentlich wurden. Imran Khans Wahl zum Premierminister im Juli 2018 verheißt nichts Gutes für die Minderheiten des Landes. Khan hat bereits durch viele Äußerungen klargemacht, dass sie ihm nicht wichtig sind. In der kurzen Zeit seit seiner Ernennung bis zum Ende des Berichtszeitraums hat er bereits zweimal dem Druck islamistischer Gruppierungen nachgegeben.

3. Verfolger

Ausgehend von Islamischer Unterdrückung

In Pakistan bekommen mehrere extremistische islamische Gruppierungen mehr Einfluss und werden größer, da sie von politischen Parteien, dem Militär und der Regierung umworben werden. Einige bilden sogar ihre eigenen Parteien. Besonders die Armee folgt weiterhin einer Politik, bei der sie zwischen „guten“ und „bösen“ Taliban unterscheidet. Diese Strategie wurde inzwischen von der Regierung übernommen. Solange sich dies nicht ändert, werden extremistische Gruppierungen und politische Parteien wie die TLP weiterhin auf die Straßen gehen, um politischen Druck auszuüben (wie im Berichtszeitraum geschehen). Sie werden zudem weiterhin tausende Medressen (Koranschulen) unterhalten, von denen keine Behörde weiß, was genau gelehrt wird und mit wessen Geldern sie finanziert werden. Außerdem werden sie weiterhin die Bürger des Landes (insbesondere die Jugend) überall im Land dazu aufzuhetzen, gegen religiöse Minderheiten wie Christen vorzugehen. Christen mit muslimischem Hintergrund sehen sich ebenfalls dieser Feindseligkeit ausgesetzt; die größte Gefahr für sie kommt jedoch von ihren eigenen Familien, da der Abfall vom Islam als eine große Schande für Familie und Umfeld angesehen wird. Ideologische Interessenverbände, die häufig mit politischen Parteien und islamischen religiösen Gruppen verknüpft sind, üben enormen Druck aus und haben starken Einfluss. Dies zeigte sich auch bei den Wahlen im Juli 2018, obwohl Parteien, die direkt aus islamistischen Gruppen entstanden sind, nicht viele Stimmen bekamen. Multilaterale Organisationen diskriminieren religiöse Minderheiten bei der Einstellung neuer Mitarbeiter.

Ausgehend von Organisiertem Verbrechen und Korruption

Als kleine und schwache Gruppe in der Gesellschaft sind Christen doppelt verletzlich angesichts von Organisiertem Verbrechen und Korruption und werden leicht zu Opfern. Tausende Christen leben weiterhin in Schuldknechtschaft ohne Perspektive und sind Ausbeutung ausgesetzt, da sie sehr arm sind. Sie bescheren ihren Dienstherren großen Gewinn. Reiche Großgrundbesitzer arbeiten mit Politikern zusammen und lokale Würdenträger, sowohl aus religiösen als auch aus politischen Kreisen, profitieren stark von diesem System.

Ausgehend von Diktatorischer Paranoia

Viele Aktivitäten von Politikern, Regierungsbeamten und religiösen Leitern, mit denen sie verbunden sind, entstammen der Motivation, an der Macht zu bleiben. Dies ist auch der Grund für das Werben um extremistische islamische Gruppierungen. Christen werden schnell zu Sündenböcken gemacht oder einfach als Tauschware im politischen System genutzt.

Ausgehend von Ethnisch begründeten Anfeindungen

Anführer ethnischer Gruppen verlangen kompromisslosen Gehorsam. Jede Abweichung, etwa der Glaubenswechsel, wird als Verrat angesehen. Da die ethnische Zugehörigkeit sehr wichtig ist und als Mittel zur Identifikation dient, geht mit einem Glaubenswechsel die Aufgabe dieser Zugehörigkeit zum sozialen Gefüge einher.

4. Hintergrund

Im aktuellen Berichtszeitraum gab es viele Veränderungen in Pakistan und es ist noch nicht abzusehen, in welche Richtung sich das Land entwickeln wird. Die ersten Monate der Amtszeit des neuen Premierministers Imran Khan sind nicht allzu vielversprechend. Das Militär wurde beschuldigt, die Fäden im Hintergrund der Wahl gezogen und Imran Khan und seiner PTI so zum Sieg verholfen zu haben. Es unterscheidet zudem nach wie vor zwischen „guten“ und „bösen“ Dschihadisten. Während es letztere bekämpft, werden die erstgenannten umworben (etwa Lashkar-e-Toiba, jetzt Jamaat-du-Dawah und das Haqqani-Netzwerk). Sie werden zur Durchsetzung eigener Ziele stellvertretend in Nachbarländer wie Afghanistan und Indien geschickt. Diese Politik verfolgt die Armee seit Jahrzehnten. Am Tag der Wahl im Juli 2018 zeigte sich an einem vom IS reklamierten Selbstmordattentat einmal mehr, wie gefährlich diese Taktik ist. Auch wenn die Armee gegen die Gruppen kämpft, die sie als „böse“ Dschihadisten betrachtet, wächst deren Einfluss in Pakistan. Die Taliban sind ebenfalls weiter aktiv und führen Angriffe aus. Ob eine Taliban-Gruppierung vom Militär als gut, böse oder patriotisch eingestuft wird, ist dabei unerheblich. Diese Gruppen sind alle gewalttätig und extremistisch, und viele arbeiten mit der Regierung oder der Armee zusammen. Dies kann nur in weitere Gewalt münden – besonders gegen religiöse Minderheiten.

Eine beispiellose Zahl extremistischer Muslime kandidierte für die nationalen Wahlen. Einige forderten sogar erzwungene Konversionen von religiösen Minderheiten und nannten explizit Christen. Auch wenn die meisten dieser Kandidaten es nicht in das Parlament schafften, konnten sie die politische Bühne erobern und auch moderate Parteien zu radikaleren Positionen drängen. Einige extremistische Kandidaten zogen sogar in Parlamente der Bundesstaaten ein. Beobachter sagen, dass sich religiöse Minderheiten auf härtere Zeiten in Pakistan einstellen müssen.

Eine der wichtigsten Herausforderungen des Landes ist es, einen Weg zu finden, die Medressen zu kontrollieren. Ein endloser Strom von Jugendlichen, die ihre Bildung in diesen Koranschulen erhalten, fließt in die Gesellschaft. Werden die Lehrinhalte in den Medressen nicht kontrolliert, können extremistische Ideen in die Köpfe der jungen Menschen gepflanzt werden. Es gibt schätzungsweise 35.000 Medressen im Land, von denen etwa 11.000 dem konservativen Deobandi-Islam folgen. Kinder und Jugendliche sind dort extremistischen Lehren ausgesetzt, die Hass gegen Minderheiten schüren. Viele Medressen erhalten Gelder aus Ländern im Nahen Osten, etwa aus Katar, Kuwait oder Saudi-Arabien. Allein der Versuch, die Medressen im Land auf einer Karte und in einer Liste zu verzeichnen, wird als Angriff auf den Islam gewertet, von Überwachung und Steuerung gar nicht zu reden. Die Behörden wissen meist nicht, was hinter den Mauern der Koranschulen geschieht, und Hassreden können ungehindert verbreitet werden. Inzwischen haben die Behörden jedoch begonnen, gegen Medressen vorzugehen, die sie als extremistisch einstufen.

5. Betroffene Christen

Christen aus traditionellen Kirchen

Diese kommen zum Beispiel aus der römisch-katholischen und der anglikanischen Kirche. Sie erleben zunehmend Anfeindungen. Es wird schwieriger, Genehmigungen für bestimmte Versammlungen zu erhalten. Das Gemeindeleben funktioniert noch, die Christen müssen jedoch starke Kontrolle und Überwachung ertragen.

Christen muslimischer Herkunft

Christen mit muslimischem Hintergrund tragen die Hauptlast der Verfolgung. Diese geht sowohl von extremistischen islamischen Gruppierungen aus (von denen die Christen als Verräter angesehen werden) als auch von Familien und Nachbarn, die eine Abwendung vom Islam als Schande für die Familie und das Umfeld betrachten.

Christen aus protestantischen Freikirchen

Evangelikale, Baptisten und Pfingstgemeinden werden stärker überwacht und oft drangsaliert und angegriffen, insbesondere, wenn sie aktiv versuchen, Muslime mit dem Evangelium zu erreichen.

6. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben 14.3
Familienleben 14.1
Gesellschaftliches Leben 13.9
Leben im Staat 15
Kirchliches Leben 13.2
Auftreten von Gewalt 16.7

Grafik: Verfolgungsmuster Pakistan

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die WVI-Platzierung. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Das Verfolgungsmuster zeigt:

  • Insgesamt bleibt der Druck auf Christen in Pakistan sehr hoch (in manchen Lebensbereichen extrem hoch). Der Durchschnittswert ist im aktuellen Berichtszeitraum von 14,0 auf 14,1 Punkte gestiegen.
  • In den Lebensbereichen „Leben im Staat“ (extrem hoher Druck) und „Kirchliches Leben“ (sehr hoher Druck) hat sich die Punktzahl nicht verändert. Dies spiegelt unter anderem wider, dass Christen weiterhin stark unter den Blasphemiegesetzen des Landes leiden. Der Druck bleibt in den Bereichen „Privatleben“ und „Gesellschaftliches Leben“ auf einem extrem hohen Wert und ist im Bereich „Familienleben“ gestiegen. Den stärksten Druck erfahren Christen muslimischer Herkunft. Generell ist es jedoch normal für viele Christen, als Bürger zweiter Klasse betrachtet, vernachlässigt oder angegriffen zu werden. Die Blasphemiegesetze und islamistische Gruppierungen bleiben eine große Bedrohung für alle Christen.
  • Der Wert für das Auftreten von Gewalt gegen Christen erreichte erneut das Maximum von 16,7. Dies ist seit dem WVI 2016 nun durchgehend der Fall gewesen. Neben dem Anschlag in Quetta vom 17. Dezember 2017 gab es viele weitere Angriffe auf Christen: Morde, Entführungen von Frauen, Vergewaltigungen, Zwangsverheiratungen, Zwangsräumungen und Vertreibungen.

Privatleben

Christen muslimischer Herkunft müssen hinsichtlich ihres Glaubenslebens immer sehr auf der Hut sein, besonders wenn sie die Einzigen in der Familie sind, die Jesus nachfolgen. Ihre Bibel oder andere Materialien können ihnen leicht von der Familie, Freunden oder Nachbarn weggenommen werden. Ein Jugendlicher wurde in Punjab der Blasphemie angeklagt, weil er ein Foto auf Facebook geteilt hatte, das von muslimischen Freunden als beleidigend angesehen wurde. Als Folge verließen 800 christliche Familien im Februar 2018 ihre Häuser, da sie Gewalt fürchteten. Beiträge in sozialen Medien werden immer mehr zu einer Gefahr für Christen. Berichte, nach denen Christen auf der Straße, im Verkehr oder auf der Arbeit angespuckt oder aggressiv beleidigt wurden, weil sie ein Kreuz trugen, sind Zeichen dafür, dass die Situation schwieriger wird. Eine Art der Bestrafung für Christen muslimischer Herkunft durch die Familie ist Hausarrest. Eine mildere Form der Strafe ist es, sie unter Beobachtung zu stellen. Manche Christen mit muslimischem Hintergrund müssen auch aus Sicherheitsgründen untertauchen.

Familienleben

Es ist nicht möglich, einen Wechsel zum christlichen Glauben behördlich eintragen zu lassen. Ein Kind wird automatisch als Muslim registriert, wenn der Vater als Muslim eingetragen ist – auch wenn der Vater seinen Glauben tatsächlich längst gewechselt hat. Werden Christen mit muslimischem Hintergrund entdeckt, drohen ihnen die erzwungene Scheidung und der Verlust aller Erbansprüche. Das Organisieren einer Taufe, einer christlichen Hochzeit oder Beerdigung kann problematisch sein und ist manchmal sogar unmöglich. Entscheidet sich ein Konvertit für die Taufe, wird er besonders unter Druck gesetzt, da die Taufe als endgültige Abkehr vom Islam angesehen wird. Auch wenn ein Pakistani mit christlichem Hintergrund getauft wird, sind häufig Schüsse von Hausdächern und aggressive Rufe gegen Christen zu hören. Dies geschieht, obwohl es kein Verbrechen für einen pakistanischen Christen ist, getauft zu werden. Die Taufe wird jedoch als sichtbares Zeichen des Wachstums der christlichen Gemeinde gehasst. In kleinen Dörfern und abgelegenen Orten werden christliche Familien gezwungen, ihre Kinder zum islamischen Unterricht in eine lokale Medresse zu schicken. Der christliche Unterricht dagegen ist auf die Sonntagsschule einmal pro Woche beschränkt. Die meisten Kinder fühlen sich bereits früh dazu gedrängt, zum Islam „zurückzukehren“, weswegen die meisten Eltern ihren Kindern verbieten, mit nichtchristlichen Kindern über ihren Glauben zu reden. Pastoren, die bereit sind, Konvertiten zu taufen, wurden in vielen Fällen bedrängt und bedroht. In der Schule ist es christlichen Kindern oft nicht gestattet, die gleiche Wasserleitung wie die anderen Kinder zu nutzen, weil sie diese angeblich verunreinigen würden. Mobbing ist an der Tagesordnung. Schulbücher lehren den Hass auf Christen. Christen muslimischer Herkunft werden entweder körperlich angegriffen oder die islamische Gesellschaft und die eigene Familie verfluchen sie mit schwarzer Magie, Zaubertränken, Amuletten und anderen okkulten Praktiken.

Gesellschaftliches Leben

Christen werden als unrein betrachtet und deshalb wird die gemeinsame Nutzung etwa von Wasserstellen als Verunreinigung der Muslime gewertet. Dies ist ein Erbe des Kastensystems, das viele Christen in Pakistan weiterhin heimsucht. So begann auch der Fall von Asia Bibi. An Arbeitsplätzen ist der Druck auf die christliche Minderheit oftmals so groß, dass viele Christen sich dazu gezwungen sehen, immer wieder ihre Arbeit zu wechseln, um sich einer erzwungenen Konversion zum Islam zu entziehen. Sie müssen beständig Hilfsarbeiten wie Fegen oder Wassertragen verrichten. Aber selbst der Zugang zu diesen Jobs wird laut neuer Berichte für Christen immer schwieriger, da Reinigungsfirmen zunehmend nur Muslime einstellen. Viele Krankenhäuser, Apotheken und andere Einrichtungen bieten Fürsorgeprogramme an, die Christen vermehrt verweigert werden. Anderen werden horrende Rechnungen für medizinische Behandlungen gestellt. Diese können sie nicht bezahlen und so keine Behandlungen erhalten. Eine Spiegelung dieser Diskriminierung war der Tod von mindestens drei christlichen Arbeitern in Abwasseranlagen im Januar und Mai 2018, die wegen nicht vorhandener Sicherheitsausrüstung starben. In Krankenhäusern, die der Regierung gehören, haben Christen keinen Zugang zu kostenlosen Medikamenten, die der Bevölkerung eigentlich durch ein spezielles Programm bereitgestellt werden sollten. Häufig wollen Patienten die Station nicht mit Christen teilen, sodass diese in Fluren oder Gängen warten müssen.

Christliche Kinder werden in der Schule zur Teilnahme an islamischen Riten und Festen gezwungen sowie beständig dazu aufgefordert, Muslime zu werden. Eltern werden oft besucht und dazu angehalten, ihre Kinder zu islamischen Veranstaltungen zu schicken und sie Arabisch lernen zu lassen. Dies wird unter dem Vorwand vorgeschlagen, dass sich dadurch ihre Noten bessern würden. Das verunsichert die Kinder und erhöht die Gefahr einer unfreiwilligen Konversion.

Leben im Staat

Die Verfassung von 1973 erklärt Pakistan zur Islamischen Republik. Die jüngere Entwicklung der Islamisierung der Gesellschaft begann in den 1980er-Jahren, als General Zia 1986 die berüchtigten Blasphemiegesetze einführte. Schnell wurden diese Gesetze zur schlimmsten Bedrohung für die christliche Minderheit. Einem Pressebericht von 2010 zufolge waren zu diesem Zeitpunkt 801 der 1.031 wegen Blasphemie inhaftierten Personen Muslime (der Großteil dürfte zu muslimischen Minderheiten gehören). Von den weiteren 230 Inhaftierten waren 162 Christen (70,4 %), 15 Sikhs (6,5 %), 28 Buddhisten (12,2 %) und 25 Anhänger anderer Religionen. Somit waren 15,7 % der wegen Blasphemie inhaftierten Personen Christen, obwohl Christen nur etwa 2 % der Bevölkerung ausmachen.

Die Blasphemiegesetze sind zudem dafür bekannt, missbraucht zu werden, um persönliche Streitigkeiten auszutragen, sich zu bereichern oder dem Nachbarn etwas heimzuzahlen. Die internationale Gemeinschaft wurde durch das Todesurteil gegen die Christin Asia Bibi im Jahr 2010 wieder auf die Gesetze aufmerksam. Zum ersten Mal wurde dabei in Pakistan eine Frau zum Tod verurteilt. Da die Blasphemiegesetze immer bedeutender werden, wird es für Gerichte und die Regierung immer schwieriger, die richtige Handhabung zu finden, da die Gesetze politisch instrumentalisiert werden und große symbolische Bedeutung für extremistische islamische Gruppierungen im Land haben. Die Ankündigung des obersten Richters vom April 2018, sich „bald“ mit Asia Bibis Fall zu befassen, trug am 31. Oktober überraschende Früchte, als sie von allen Anschuldigungen freigesprochen wurde. Aus Sicherheitsgründen ist sie jedoch zum Zeitpunkt des Berichts noch immer nicht frei und wird in Schutzhaft gehalten (siehe hierzu auch „Ausblick“).

Christen und andere religiöse Minderheiten sind Diskriminierung und unfairer Behandlung aufgrund ihres Glaubens am Arbeitsplatz ausgesetzt. Im Berichtszeitraum zeigte sich diese Diskriminierung und Einseitigkeit an einer aufgeheizten Debatte zum Budget im Parlament von Punjab: Ein muslimischer Abgeordneter beleidigte den christlichen Abgeordneten Tariq Gill als „Churra“, was etwa mit „schmutzige Person“ übersetzt werden kann und Menschen der unteren Kaste bezeichnet. Diese Beleidigung wird häufig für Mitglieder religiöser Minderheiten und insbesondere Christen benutzt.

Kirchliches Leben

Das Gesetz für Nichtregierungsorganisationen vom 1. Oktober 2015 erlaubt es der Regierung, alle solchen Organisationen zu überwachen und nach Belieben zu schließen. Kirchen, die nicht als Nichtregierungsorganisation registriert sind, werden als illegal eingestuft und stehen in der Gefahr, geschlossen zu werden. Das Gesetz wurde eigentlich zum Schutz des Landes vor Terrororganisationen eingeführt, die sich als gemeinnützige Organisation ausgeben. Doch nun werden Kirchengemeinden und Terrororganisationen gemeinsam aufgeführt. Im Oktober 2018 wies Pakistans Innenminister 18 Nichtregierungsorganisationen an, das Land zu verlassen und alle Programme innerhalb von 60 Tagen einzustellen. Dies betraf unter anderem auch World Vision und Catholic Relief Agency. Aktivitäten von Kirchen werden regelmäßig überwacht. Die Regierung stellt zwar Sicherheitsleute für viele Kirchen ab, diese jedoch beobachten auch genau, was in den Gemeinden geschieht und berichten regelmäßig an die Regierung. Die Berichte sind eine Form der Geheimdienstüberwachung und es wird vermutet, dass sie auch an Extremisten und militante Organisationen weitergegeben werden. Es wurden Vorfälle gemeldet, bei denen sich die Sicherheitsleute aggressiv verhielten und Priester und Pastoren bedrohten oder angriffen. Christliche Kirchen gleichen inzwischen Festungen mit hohen Mauern und schmalen Toren. Obwohl die Regierung den Schutz der Kirchen durch das Wachpersonal versprochen hat, gab es in den vergangenen Jahren mehrere Angriffe mit Dutzenden von Opfern.

Um neue Gebäude bauen zu können, müssen Kirchengemeinden einen langwierigen Registrierungs- und Genehmigungsprozess durchlaufen, der oft mehr als zehn Jahre dauern kann und viele Christen entmutigt, sodass die Pläne für ein neues Gebäude aufgegeben werden. Bestechungsgelder werden erwartet und es sind Briefe von einflussreichen Mitgliedern des Parlaments und von Regierungsbehörden vonnöten. Auch wenn es kein Gesetz gegen den Bau von Kirchen gibt, wird der Prozess erschwert, um Christen zu entmutigen.

Auch wenn der Druck steigt, wenn Kirchengemeinden Jugendliche erreichen wollen, gab es auf diesem Gebiet keine Fälle von offenen Behinderungen. Pastoren und Jugendmitarbeiter wurden jedoch gewarnt, dass ihre Aktivitäten von Behörden und Gruppen aus der Nachbarschaft überwacht würden. Abgesehen von der pakistanischen Bibelgesellschaft wird anderen christlichen Organisationen stark vom Besitz einer Druckerpresse abgeraten. Die Arbeit der Bibelgesellschaft wird zudem stark überwacht: Jede Bibel hat eine Seriennummer, die nachverfolgt werden kann. Im Oktober 2016 wurden elf der dreizehn christlichen Fernsehsender des Landes geschlossen. Die Christen sorgen sich ebenfalls wegen des im August 2016 verabschiedeten Gesetzes zur Einschränkung des Internets, das eine der letzten Möglichkeiten zur Verbreitung des Evangeliums gefährdet. Im Berichtszeitraum wurde die Debatte über das christliche Familienrecht weitergeführt. Christen wurden dazu ermutigt bzw. genötigt, Scheidungen in mehr Fällen als nur aufgrund von Ehebruch zuzulassen.

Auftreten von Gewalt

Christen werden in Pakistan als Bürger zweiter Klasse angesehen und Gewalt gegen sie ist oftmals keine großen Schlagzeilen wert, da sie allgegenwärtig ist. Kirchen werden angegriffen, Christen werden festgenommen (beispielsweise aufgrund der Blasphemiegesetze), entführt, vergewaltigt, zwangsverheiratet (insbesondere Mädchen) und aus dem Land vertrieben. Jedes Jahr werden zudem Christen wegen ihres Glaubens getötet. Aus diesem Grund erreichte die Wertung für Gewalt zum vierten Mal in Folge die maximal erreichbare Punktzahl.

Angriffe auf Kirchen finden mit erschreckender Häufigkeit statt, auch wenn die Gebäude dabei nicht immer zerstört werden oder geschlossen werden müssen. Viele Pastoren berichten von häufiger Brandstiftung, zerbrochenen Fenstern, zerstörter Einrichtung und kleineren Schikanen wie der Abschaltung von Strom oder Wasser für Kirchen. Dieses offenkundige Auftreten von Gewalt überdeckt die alltägliche Gewalt gegen christliche Frauen und Mädchen, die häufig entführt, vergewaltigt, zwangsverheiratet und zur Konversion gezwungen werden. Wird ein Christ der Blasphemie angeklagt, wird häufig sein Zuhause attackiert, sodass die Familie sich verstecken muss.

7. Verfolgungssituation für Frauen und Männer

Frauen

Christliche Frauen und Mädchen sind sehr verletzlich und werden in der pakistanischen Gesellschaft an den Rand gedrängt, sodass sie einfache Ziele sind. Mädchen werden häufig entführt, vergewaltigt und zur Konversion gezwungen. Die Behörden unternehmen nichts dagegen und unterstützen zumeist sogar die muslimischen Familien, die die Mädchen entführt haben. Deshalb haben viele Eltern solcher Frauen und Mädchen das Gefühl, es sei zwecklos, rechtliche Schritte zu unternehmen. Selbst wenn ein Fall vor das Gericht kommt, werden die Mädchen dazu gezwungen, auszusagen, sie seien freiwillig konvertiert. Der Jahresbericht von Human Rights Watch für 2018 beschreibt: „Laut einem Bericht der Bewegung für Solidarität und Frieden in Pakistan werden jedes Jahr mindestens 1.000 Mädchen aus christlichen und hinduistischen Gemeinschaften dazu gezwungen, muslimische Männer zu heiraten.“ Wenn eine christliche Familie mutig genug ist, die Entführung und Heirat anzufechten, werden sie oft beschuldigt, das „freiwillig konvertierte“ Mädchen und ihre neue Familie zu belästigen.

Männer

Wie ein Experte für das Land sagt, sind christliche Männer und Jungen dazu gezwungen, Arbeitsplätze anzunehmen, die einen geringen Status haben und als unrein angesehen werden. Sie werden häufig als „Churra“ beleidigt. Das Wort kann mit „schmutzig“ übersetzt werden und wird für Straßenkehrer genutzt. Christliche Arbeiter leben in ständiger Angst vor Blasphemieanschuldigungen und haben Minderwertigkeitsgefühle gegenüber ihren muslimischen Kollegen. Obwohl es auch eine christliche Mittelklasse gibt und nicht alle Christen Arbeiten mit niedrigem Status verrichten müssen, sind Diskriminierung und soziale Ungleichheit allgegenwärtig. Islamische Gesetze und Praktiken fördern die Haltung in der Gesellschaft, dass Muslime mehr wert sind. Muslime werden dazu ermutigt, christlichen Männern Beförderungen in wichtige Positionen zu verweigern.

8. Verfolgung anderer religiöser Gruppen

Auch andere religiöse Minderheiten werden Opfer der Blasphemiegesetze und von Angriffen. Die hinduistische Minderheit leidet unter extremistischen Sunniten, ebenso wie islamische Minderheiten wie Ahmadis, Schiiten und Sufis, die nicht als wahre Muslime, sondern als Sekten angesehen werden. Beispielsweise wurde im Februar 2017 ein Sufi-Schrein in der Provinz Sindh angegriffen. 75 Menschen wurden bei der Attacke ermordet. Wer verdächtigt wird, Atheist zu sein, kann ebenfalls sehr schnell Ziel der Blasphemiegesetze des Landes werden. Dies wurde im April 2017 deutlich, als ein Student in Mardan von einem aufgebrachten Mob gelyncht wurde. In diesem Fall, der in Pakistan für großes Aufsehen sorgte, wurde der Täter im Februar 2018 zum Tode verurteilt. Ein Beispiel für die Diskriminierung gegen die Ahmadi-Minderheit auf Regierungsebene wird im folgenden Abschnitt „Ausblick“ beschrieben.

9. Ausblick

Die politische Perspektive: Die islamistische Herausforderung

Eines der hartnäckigsten Probleme in Pakistan ist der Umgang mit islamistischen Gruppierungen. Die anfängliche Hoffnung, dass nach dem Angriff auf die Armee-Schule von Peschawar im Dezember 2014 der Schutz seitens der Armee für einige dieser Gruppierungen schwinden würde, hat sich nicht erfüllt. Noch immer wird von Militär und Regierung zwischen „guten“ und „bösen“ Dschihadisten unterschieden, und die religiösen Minderheiten – darunter die Christen – zahlen dafür weiter einen hohen Preis. Die Entscheidung der US-amerikanischen Regierung vom August 2017, ihre militärische Präsenz in Afghanistan zu erhöhen, und die damit verbundene strenge Warnung an den wichtigen Verbündeten Pakistan, keine extremistischen, islamistischen Bewegungen zu unterstützen, hat auch trotz weiterer Warnungen und sogar einer Kürzung von finanziellen Hilfen nichts Sichtbares verändert. Der Einfluss selbst relativ kleiner islamisch-extremistischer Gruppierungen wurde im November 2017 einmal mehr offensichtlich, als etwa 3.000 Menschen eine wichtige Straßenkreuzung in Islamabad besetzten und so den Verkehr der ganzen Hauptstadt zum Erliegen brachten. Die Gruppe forderte den Rücktritt des Justizministers und eine strikte Umsetzung der Blasphemiegesetze, einschließlich der Hinrichtung von Asia Bibi. Ende November 2017 brachte die Gruppe damit den Justizminister zum Rücktritt. Da der neue Premierminister Imran Khan die Blasphemiegesetze ebenfalls unterstützt und extremistische Gruppen zur Mehrheit im Parlament und zur Unterstützung auf den Straßen benötigt, stehen die Zeichen für Christen nicht gut.

Innerhalb der ersten drei Monate nach seinem Amtsantritt hat Khan bereits zweimal dem Druck extremistischer islamischer Gruppen und Parteien nachgegeben, besonders von TLP. Im September 2018 wurde ein Mitglied der Ahmadi-Minderheit von seinem Posten als wichtiger wirtschaftlicher Berater abgezogen. Atif Mian war einer der Topexperten für wirtschaftliche Angelegenheiten in Pakistan, wie auch internationale Experten bescheinigen. Er ist jedoch Mitglied der Ahmadiyya, einer muslimischen Sekte, die in Pakistan nicht als muslimisch anerkannt wird, insbesondere von extremistischen sunnitischen Gruppen. TLP schaffte es einmal mehr, dem Land seine Forderungen aufzuzwingen. Das stärkere Beispiel war jedoch die Lahmlegung des gesamten Landes nach der Entscheidung des obersten Gerichts, Asia Bibi von den Blasphemieanschuldigungen freizusprechen. Extremistische Gruppen und Parteien forderten nicht nur, dass Richter und Anwälte zur Rechenschaft gezogen werden müssten, sie riefen auch zu einem Aufstand gegen das Militär auf, da sie richtigerweise annahmen, dass ein solches Urteil nicht gefällt worden wäre, ohne sich mit der mächtigen pakistanischen Armee beraten zu haben. Diese verhielt sich überraschenderweise still, im Gegensatz zu Premierminister Imran Khan. In einer ersten Reaktion stellte er sich in einer TV-Rede öffentlich gegen die extremistischen Gruppen. Hinter den Kulissen arbeitete sein Minister für religiöse Angelegenheiten jedoch schnell an einem Kompromiss mit diesen Gruppierungen und versprach zu überprüfen, ob Asia Bibi mit einem Flugverbot belegt werden könnte, bis das oberste Gericht über eine außerordentliche Berufung gegen den Freispruch entschieden hat. Als Versuch, wieder die Oberhand zu gewinnen, nahm die Regierung Khadim Hussein Rizvi, einen der Anführer von TLP, am 24. November 2018 in Schutzhaft. Berichten zufolge wurden zudem mehr als 1.000 Mitglieder der Organisation festgenommen. 

Obwohl dieses Vorgehen Mut beweist, ist es fraglich, ob es Veränderung bewirkt. In Hinblick auf die Blasphemiegesetze wird sich die Regierung nicht trauen, Änderungen zu durchzusetzen, da sie weiß, dass dies starken Widerstand hervorrufen würde. Die Tatsache, dass Asia Bibi zum Zeitpunkt dieses Berichts trotz Freispruchs noch immer nicht frei ist und in der Zwischenzeit andere Fälle von Blasphemieanschuldigungen gegen Christen aufgekommen sind, zeigt, wie sensibel das Thema bleibt. Angesichts der wachsenden Stärke extremistischer Gruppen, speziell der TLP, kann keine baldige Lockerung dieser Gesetze erwartet werden. Die schwierige Situation hat einen Kommentator dazu veranlasst zu sagen, dass Imran Khan versuche, „den Tiger zu reiten“.

Die politische Perspektive: Die sozio-ökonomische Herausforderung

Politische Stabilität ist in Pakistan weiterhin nicht gewährleistet. Das Land zeigte sich erneut instabil, als der Premierminister abgesetzt wurde, und noch stärker, als extremistische islamische Gruppierungen wie TLP mit ihren Blockaden das öffentliche Leben zum Stillstand brachten. Auch wenn sie nicht demokratisch gewählt wurden, genießen sie einen unverhältnismäßig steigenden Einfluss in Gesellschaft und Politik. Eine andere Quelle der Unruhe könnte die Veröffentlichung der Ergebnisse der neuen Volkszählung sein. Die Glaubwürdigkeit der lang erwarteten, seit 20 Jahren ersten Statistiken überhaupt wurde bereits im Vorfeld von oppositionellen Politikern und einigen Behörden der Provinzen öffentlich angezweifelt. Die Tatsache, dass die Bevölkerung Pakistans seit dem letzten Zensus 1998 um mehr als 60 % auf über 200 Millionen gewachsen ist und weiterhin mit einem Wachstum von 2 % jährlich zu rechnen ist, zeigt eine weitere Herausforderung für das Land. Dies gilt insbesondere für die urbanen Regionen, wie am Beispiel von Lahore zu sehen ist, der zweitgrößten Stadt des Landes, deren Bevölkerung in dieser Zeit um 53 % gewachsen ist. Sollte sich dieses Wachstum fortsetzen, könnte sich die Bevölkerungszahl in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln. Die Statistiken zur Religionszugehörigkeit wurden im Berichtszeitraum nicht veröffentlicht – das zeigt, wie sensibel diese Zahlen sind. Die Veröffentlichung der Zahlen könnte religiöse Minderheiten bei ihrem Kampf um politische Repräsentation unterstützen.

Auch eine zweite Entwicklung ist hierbei zu beachten: Der Anteil der Wähler aus religiösen Minderheiten steigt stärker als der von muslimischen Wählern. Hindus sind die größte Minderheit, anteilsmäßig steigt jedoch die Anzahl von Wählern aus der christlichen Gemeinschaft (der zweitgrößten religiösen Minderheit des Landes) noch stärker. Sie ist um fast ein Drittel auf etwa 1,64 Millionen gestiegen.  Auch wenn diese Zahlen nur registrierte Wähler betreffen und nicht von einer steigenden politischen Repräsentation begleitet sind, sind sie dennoch erstaunlich.

Eine weitere Herausforderung für das Land ist der Umgang mit dem angeschlagenen Nachbarn Afghanistan. Aus Berichten vom Juni 2016 geht hervor, dass Pakistan plant, etwa 2-3 Millionen Flüchtlinge nach Afghanistan zurückzuschicken. Dies würde die Probleme in Afghanistan vervielfachen, da die Anziehungskraft von militanten Gruppierungen auf Menschen ohne Perspektive und der Wettbewerb zwischen diesen Gruppierungen verstärkt werden würde. Damit hätten die Maßnahmen wiederum Auswirkungen auf Pakistan selbst. Bis jetzt hat Pakistan jedoch „nur“ 600.000 Flüchtlinge nach Afghanistan ausgewiesen und seinem Nachbarland damit schon starke Probleme bereitet.

Der Ausblick für Christen

  • mit Hinblick auf Islamische Unterdrückung: Der bereits stark schwelende Machtkampf zwischen den Taliban und dem IS erhöht den Druck auf beide Gruppen, mehr Anhänger für sich zu gewinnen. Dies bedeutet ihrer Rekrutierungsstrategie gemäß, sich als näher am Herzen des Islam erweisen zu müssen als die andere Gruppe. In ihrem Bestreben, „islamischer“ zu erscheinen, ist es eine Strategie, „Dhimmis“ (Schutzbefohlene, die als Ungläubige Kopfsteuer zahlen) anzugreifen, die nach der „reinen islamischen Lehre“ als Schwächste gelten. Dieser Wettbewerb beginnt auch die Politik zu beeinflussen, sodass Beobachter zu dem Schluss kommen, dass harte Zeiten auf Christen und andere religiöse Minderheiten zukommen. Das Streben nach einer noch stärkeren islamischen Identität heißt für extremistische islamische Gruppierungen auch, Christen stärker zu verfolgen und ihre Rechte und ihren Bewegungsspielraum noch weiter einzuschränken. Die Regierung ist nicht besonders daran interessiert, die Rechte der Minderheiten zu schützen. Dies wiederum passt gut zu der negativen Einstellung größerer Teile der Gesellschaft gegen Christen.  Islamische Unterdrückung wird in Pakistan anhaltend stark bleiben.
  • mit Hinblick auf Organisiertes Verbrechen und Korruption: Christen werden weiterhin diskriminiert und ausgebeutet werden. Es werden zwar immer mehr Informationen über ihre schlimmen Arbeitsbedingungen und die Diskriminierung durch das Kastensystem bekannt, aber dennoch ist kaum eine Verbesserung der Lage zu erwarten.
  • mit Hinblick auf Ethnisch begründete Anfeindungen: Die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe wird weiterhin eine große Rolle in der Politik und dem sozialem Gefüge in Pakistan spielen, auch wenn religiöse Motive damit verwoben sind und immer mehr die Oberhand gewinnen.
  • mit Hinblick auf Diktatorische Paranoia: Obwohl die alten Parteien nicht mehr an der Macht sind und der Einfluss politischer Familien mit der Verurteilung des ehemaligen Premierministers Sharif einen Rückschlag erlitten hat, wird diese Triebkraft der Verfolgung nicht unbedingt schwächer werden. Pakistanische Politiker sind dafür bekannt, sich an Macht zu klammern, und wenn es dafür nötig ist, werden religiöse Minderheiten auch weiterhin dem Ziel des Machterhalts geopfert oder als Sündenböcke missbraucht werden.

Schlussfolgerung

Pakistan stehen unbeständige Zeiten bevor: 2019 wird sich zeigen, ob Premierminister Imran Khan den Tiger reiten – oder gar zähmen – kann oder ob der Tiger ihn verschlingen wird. Ein anderer Faktor, der sich mit der Zeit herauskristallisieren wird, ist die Position der Armee gegenüber extremistischen islamischen Gruppen und Parteien. Werden sie weiterhin als „gute“ Taliban angesehen, auch wenn sie zum Aufruhr aufrufen?

10. Gebetanliegen

Bitte beten Sie für Pakistan:

  • Pakistan ist eine islamische Republik und der Prozess der Islamisierung reicht bis in die 1980er-Jahre zurück. Das Land leidet unter der Vielzahl islamisch-extremistischer Gruppen. Bitte beten Sie dafür, dass die neue pakistanische Regierung Gesetze erlässt, die die Christen im Land schützen.
  • Bitte beten Sie für pakistanische Christen muslimischer Herkunft, die die Hauptlast der Verfolgung erleiden. Extremistische islamische Gruppen betrachten sie als Abgefallene vom Islam; Familie, Freunde und Nachbarn sehen ihre Abkehr vom Islam als eine Schande für die Gemeinschaft.
  • Schätzungsweise 700 Mädchen und Frauen werden jedes Jahr entführt. Sie werden oft vergewaltigt und mit muslimischen Männern zwangsverheiratet. Das führt meist zu erzwungenen Konversionen zum Islam. Bitte beten Sie für den Schutz von christlichen Frauen und Mädchen in Pakistan.

 

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